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Die Liebe

Die Liebe - der erste Beitrag zu unserer Serie: Sinnliches und Intimes kurz und knapp erklärt.

Serie: Intimes erklärt
Die Liebe hat viele Namen. Allein dieser Umstand macht es so schwer, sie zu erklären. Sicher ist, dass wir Zuneigung benötigen, um lieben zu können. Daraus kann im Laufe eines längeren Zeitraums dann Verbundenheit entstehen. Wie sich diese Liebe „innerlich anfühlt“ weiß nur derjenige, der liebt – eine weitere Schwierigkeit bei der Erklärung, die ich hier versuche.

Da wäre schon fast alles, und die Definition beinhaltet etwas, das viele erschreckt: Liebe braucht ein Gegenüber, aber dieses Gegenüber muss keine Person sein. Es kann ein Objekt sein, etwa ein Kuscheltier, oder eine Vorstellung, beispielsweise Gott. Wer sein Kuscheltier heiß und innig liebt und diese Liebe gegenüber anderen verteidigt, liebt ebenso wie jemand, der seine Eltern liebt. Liebe ist ein interner Prozess.

Trifft die Liebe auf Innigkeit und Intimität, so kommt die Komponente der Sinneslust dazu. Sie kann in einer Freundesbeziehung ebenso gefunden werden wir in der Liebe eines Paares, das auch sexuell miteinander verbunden ist. Was beide dann als Liebe bezeichnen, ist ein Gesamtpaket unterschiedlicher und zu Anfang noch höchst wandelbarer Komponenten. Was nichts anderes bedeutet als: Die Liebe zu einem Menschen kann ebenso nach und nach verlöschen, wie sie sich andererseits auch festigen kann.

Weil die Liebe als Begriff so umfassend udn schillernd ist, werden wir ihre einzelnen Komponenten später noch genauer erklären.

Du weißt es nicht – wir erklären dir’s!

Wissen ist Macht ... und mach Lust
Komplexe Begriffe aus Sinnlichkeit, Erotik, Lust oder Leidenschaft sind oft nicht leicht zu verstehen. Und häufig steht hinter einem Wort mehr, als es eigentlich hergibt: Liebe, Verliebtheit, Sinnlichkeit, Lust und Sex sind einige dieser Wörter. Und nicht nur das: Die Vorgänge, die Verlangen, Begierde und Wollust auslösen, sind weitgehend überlagert von Halbwissen und Klischees.

Wir machen Schluss damit. In weniger als 300 Wörtern erklären wir hier nahezu jeden noch so komplexen Begriff. Was wir dabei schreiben können, kann mindestens dazu führen, sich selbst Gedanken zu machen, oder anderwärts mehr Informationen abzufordern.

Unsere Serie heißt: Sinnliches und Intimes kurz und knapp erklärt. Sie bekommt eine eigene Kategorie mit dem Namen: „sinnliches und intimes erklärt.“

Experimente in Stil – die Vorbereitung zum Aufsitzen

Wie ist dein Stil? Dies ist ein Schnipsel aus einer erotischen Geschichte, die aus einer ganz ähnlichen Episode entwickelt wurde. Wahrscheinlich werdet ihr denken: „So etwas gibt es nicht.“ Aber für Menschen mit Fantasie gibt es auch Elfen, Feen und Zauberdrachen.

Seine rechte Hand betont mit ihrem sanften Rhythmus den beachtlichen Umfang seines Geschlechtsteils. Es wirkt leicht aufgeheizt, rötlich getönt und es ist ohne Zweifel schon recht voluminös. Dicke, bläuliche Adern treten hervor, solche, wie sie in manche Dildos eingeprägt sind, doch in der Natur wirken sie viel bedrohlicher. Ein Spruch kommt mir in den Sinn: „Deine Augen sind größer als dein Magen.“ Unwillkürlich huscht ein kleines Lächeln über meine Lippen. Schließlich war es meine Idee, ihn erst zu reiten, wenn er in der nötigen Verfassung wäre.

Dieser Mann macht den Eindruck, als würde es sein normaler Alltag sein, auf einer schwarzen Samtdecke zu liegen und seinem Penis konzentriert und konsequent die richtige Steife zu geben. Sein Gesicht ist von einem beinahe unwirklichen Ernst geprägt, und nicht die geringste Spur sexueller Erregung zeigt sich in seinen Augen. Ich denke an das Schlimmste, was nun gesehen könnte: was wäre, wenn er seine Ruhe verlöre, wenn es in einfach überkäme? Dann würde der ganze Segen seiner Lenden verpuffen, der Samtstoff wäre vollgespritzt mit einer klebrigen, opaken Masse, und alles Bemühen hätte ein Ende.

Seine Stimme holt mich aus den trübseligen Gedanken. Fast tonlos, ohne Erregung, aber überaus freundlich lud er mich ein: „Es ist nun Zeit für Ihren Ritt, Madame. Senken sie ihren Körper ab, und zeigen Sie ihre Reitkünste, solange sie wollen.“

Eine wirkliche Dame genießt und schweigt, und genau das beherzige ich über den Verlauf meines Abenteuers. Nur eins will ich euch verraten: Die Augen waren nicht größer als der Magen.

Dieser Artikel ist reine Fiktion. Die Veröffentlichung erfolgt in folgendem Sinne: Ihr dürft die Story stehlen, wenn ihr die Quelle der Idee angebt. Isidora schreibt bei uns Textfetzen aus der Literatur um und setzt dabei neue Akzente.

Warum solltest du Masturbieren zum Thema machen?

Der erste Sex ist meist kein Sex zu zweit ...
Im privaten Bereich ist es ein Tabu: Masturbation. Warum sollte es dann in der Literatur zum Thema werden? Eigentlich könnte ich dir eine einfache Antwort geben: weil es so gut wie alle tun. Die Solistin oder der Solist kann sich ganz auf seine Gefühle und Fantasien konzentrieren. Und sie dürfen – wirklich – sehr, sehr „schmutzig“ sein.

Das erlaubt dir, etliche Fantasien in die Masturbationsszene zu integrieren. Das heißt, du beschreibst die Masturbation einerseits und die Fantasien und Assoziationen, die deine Figur dabei hat, andererseits. Frauen und Männer masturbieren recht unterschiedlich, und es ist deswegen für einen Mann nicht einfach, genau zu beschreiben, was eine Frau dabei tut und wie sie empfindet. Umgekehrt ist es allerdings ähnlich. Vielleicht rühren all die oberflächlich geschriebenen Masturbationsszenen daher, dass die Autorin oder der Autor einfach nicht wusste, wie’s beim anderen Geschlecht am besten abgeht … und dabei haben wir noch nicht einmal über Gefühle geredet.

Falls ihr „erotische Entwicklungsgeschichten“ schreiben wollt, also Romane, die sich mit der sexuellen Entwicklung eines Menschen beschäftigen: Vor dem ersten Sex kommt die erste Masturbation, die ja auch eine Art von Sex ist.

Der Voyeur und die Voyeurin - stille, staunende Teilhabe

Eine ganz andere Position ist diejenige der Voyeurin oder des Voyeurs. In diesem Fall beobachtet oder initiiert deine Romanfigur die Masturbation des Partners oder der Partnerin, manchmal auch einer dritten Person. Dabei kann die Icherzählerin beispielsweise sehr genau beschreiben, was der Mann tut, wie sich sein Körper dabei verhält (nicht nur ein Penis) und wie sich all dies ansieht und auswirkt.

Jemand anderen Masturbieren

Eine dritte Variante ist eine Art von Masturbation, die nichts mehr mit Selbstbefriedigung zu tun hat. Hier masturbiert die Hand eines (einer) anderen die Frau oder den Mann – und du kannst die Geschichte aus der Sicht des aktiven oder des passiven Partners beschreiben.

Die Funktion der Masturbation in erotischen Schriften

Wie viel Potenzial solche Szenen haben, beweist die Tatsache, dass sie in vielen ausgesprochen erotischen Romanen verwendet werden. Sie dienen – wie ein Vorspiel – dazu, die Leserin auf lustvoll-schockierende Szenen einzustimmen. Wenn jemand masturbiert, dann muss noch etwas danach kommen und auf dieses „Etwas“ wartet die Leserin fasziniert, egal, was es auch sein mag.

Ob die Figur, die Hand an sich legt, eine Frau oder ein Mann ist, jung oder alt, erfahren oder nahezu jungfräulich – immer wird sie deine Leser damit provozieren, dass sie etwas tut, was „eigentlich“ nicht sein sollte. Sie erhofft sich etwas, sie befürchtet etwas, sie sündigt „wieder den Leib“ oder zerfließt in Wonne und Geilheit, Sinnlichkeit und Abscheu. Und sehr, sehr oft, durchlebt sie während des Masturbierens oder beim Zuschauen das eine wie das andere.

Was macht Frauen beim Thema Masturbation an?

Sehr viele Frauen sind enorm daran interessiert, wie sich andere Frauen selbst Orgasmen verschaffen, um ihre eigenen Orgasmen zu optimieren. Der Beweis dafür kann dadurch erbracht werden, dass wir uns die Verkaufszahlen sogenannter „Toys“ ansehen und die Vehemenz, mit der sie in Blogs detailliert und anwendungs- und gefühlsgetreu beschrieben werden. Zudem ist der Finger zumeist der erste Liebhaber junger Frauen – und einmal entdeckt, begleitet er sie manchmal das ganze Leben lang, gleich, ob Single oder nicht. In vielen Umfragen über sexuelle Fantasien wird bereits vorausgesetzt, dass die Befragten während des Masturbierens fantasieren.

Offizielle Ansichten im krassen Widerspruch zur Lust

In „offiziellen“ Betrachtungen wird in der Regel behauptet, dass es Frauen beschämend finden, zu masturbieren. In ähnlicher Weise hören wir immer wieder, wie ekelhaft es manche Frauen empfinden, Männern beim Masturbieren zuzusehen, während Männer gerne zugeben, dass es sie erregt, wenn Frauen masturbieren. Den Partner zu masturbieren hat hingegen in der weiblichen Fantasie einen hohen Stellenwert.

Den Partner zu masturbieren (Handjob) – 68 Prozent.
Einen Fremden zu masturbieren (Handjob) – 28 Prozent.

Vom Partner masturbiert zu werden (Fingern) 71 Prozent
Von einem Fremden masturbiert werden (Fingern)- 33 Prozent.


Ist etwas dran am Ekelfaktor?

In den letzten Jahren hat sich ein Wandel in der Betrachtung der männlichen Masturbation ergeben. Bisher wurden masturbierende Männer von Frauen in jeder Hinsicht verachtet. Hervorgehoben wurde das „Schmutzige“ an der Masturbation, auch das „Unnatürliche“ oder die „Ersatzhandlung“ für „richtigen Sex“. Und noch immer geraten Frauen in Verzweiflung, wenn der Ehemann heimlich masturbiert. Und tatsächlich „schämen“ sich viele Männer, wenn sie masturbieren, zum Beispiel, weil es „unmännlich“ ist. Und doch mögen manche Frauen das Schauspiel, das ihnen Männer bei der Masturbation oder beim Handverkehr bieten. In jedem Fall gilt Masturbation bei schönen, gepflegten Männern heute durchaus als „erregend“.

Fazit für Autorinnen udn Autoren

Mit der Masturbation beginnt das sexuelle Gefühlsleben vieler Frauen und Männer, und die Lüste, die dabei frei werden, sind durchaus mit jenen vergleichbar, die beim ersten Zungenkuss oder beim ersten Sex hervorgerufen werden. Darüber hinaus ist die Masturbation ein erotisches Thema ganz besonderer Art, wenn man die Faktoren „sich schämen“, „erwischt werden“ oder „bestraft werden“ mit einbezieht.

Lustfetzen weden "sinnliche Schnipsel"

Um den erotisch schreibenden Autorinnen (und Autoren) weiterhin Anregungen für ihre eigene Arbeit zu geben, werden wir auch hier die Kategorie "Lustfetzen" wieder einführen - als "sinnliche Schnipsel"

„Lustsfetzen“ war eine Kategorie von „sinnlich schreiben“. Es handelt sich dabei um „Textschnipsel“, aber keine vollständigen Texte, die Autorinnen dabei anregen sollen, sich die dazugehörigen Geschichten weiter auszuspinnen. Sie haben alle eine „mittlere“ Textqualität, um sie an nahezu jeden beliebigen Schreibstil anzupassen. Um die Texte ethisch vertretbar zu halten, wurde auf eine betont erotisierende oder gar pornografische Sprache verzichtet. Wir bitten um euer Verständnis.


Sex ist mehr als Penetration

Klassischer Sex - PiV (verborgen) in der "üblichen" Stellung
Irgendwie hat es sich so eingebürgert in die Sprache: “Sex haben“ ist ein Synonym für „Penetration“. Schon zuvor war es der Begriff „miteinander schlafen“, der nichts anderes bedeutete, als einen Penis in die Vagina zu versenken- und offiziell nannte man es auch „Beiwohnung“.

PiV ist zwar Sex, aber Sex ist mehr als PiV

Sex als Penetration (PiV) an sich ist kaum ein sinnlicher Genuss, und wenn, dann ist es ein Kurzer. Wer ihn verlängern will, sei es Frau oder Mann, muss an einen sinnlichen Partner geraten oder sich selber sinnlich berühren, um den vollen Genuss zu erleben. Das ist eigentlich ein alter Hut. Frauen wissen mehr darüber als Männer, weil sie es leichter haben, mit vielen, aufeinanderfolgenden, lustvollen Orgasmen zu experimentieren.

Der sinnliche Genuss ist auch dann Sex, wenn die Vagina unbeteiligt bleibt

Doch was bringt eigentlich den sinnlichen Genuss? Beteiligt sind die Haut, die Nerven darunter und das Gehirn. Haut ist alles, was außen ist, gleich, ob sie als Schutzschicht außen liegt oder erst lustvoll freigelegt werden muss. Die Nerven liegen dahinter, und sie zu stimulieren, ist mal auf einfache Art möglich, und mal bedarf es einiger Anstrengungen. Wer auch nur zwei Partner(innen) in seinem Leben hatte, der wird wissen: Mancher wälzt sich in Wollust, wenn bestimmte Körperteile berührt werden, während ein anderer es ablehnt, dort jemals angefasst zu werden – verliebt oder nicht. Und bei einem dritten Teil funktioniert es gar nicht.

Was die Nerven wirklich tun - und warum das Lust auslösen kann

Wie kommt’s, dass mancher lüstet, mancher patzt?

Genau weiß es niemand, aber es liegt im Prinzip daran, dass die Nerven ja nicht einfach herumlungern, auf Berührung hoffen und dann begeistert sind, das endlich was passiert. Denn was mit den Signalen geschieht, die Nerven aussenden, entscheidet das Gehirn: Annehmen und sinnliche Gefühle erzeugen, Annehmen und als Gefahr ansehen oder erst mal gar nichts tun. Psychologen nehmen an, dass daran ein Lernprozess beteiligt ist, der allerdings im Detail nur schwer zu durchschauen ist. Klarer ist allerdings, dass unser Hirn überhaupt nur dann Aktionen plant, wenn dadurch etwas (aus der Sicht der Natur) Sinnvolles bewirkt werden kann. Hingabe, Genuss, Abwehr, Flucht oder Minderung des Schmerzes sind solche Maßnahmen.

Wenn alles „ganz normal“ abläuft, sind gewollte Berührungen durch den Partner (die Partnerin) immer willkommen. Doch was gehört dazu, was nicht?

Sinnlicher als PiV-Sex - lustvolle Berührungen
Sinnliche Berührungen können "Sex" sein

Zunächst einmal gehören zur erotischen Sinneslust alle Berührungen des Körpers. „Haut auf Haut“ ist der Standard, der bei jeder Berührung Impulse ans Hirn senden kann:

1. Berührungen mit dem ganzen Körper, ohne Penetration.
2. Küssen.
3. Reiben der Haut aneinander (Wangen)
4. Umarmungen.
5. Äußerliche Berührungen mit den Händen.
6. Gezielte Massagen.
7. Berührungen mit den Füßen.
8. Leichte Handschläge.
9. Berührung der Brüste (bei Männern).

Wenn etwas in etwas eindringt

Werden die Genitalien (auch äußerlich) berührt oder dringt ein Körperteil in den Intimbereich (auch den Mund) ein, so kann man von sinnlichen Berührungen mit sexuellen Aspekten sprechen oder auch gleich von sexuellen Kontakten.

1. Zungenküsse.
2. Intimküsse bei Frau und Mann.
3. Berührung der Brüste (Bei Frauen).
4. Intimmassagen aller Art.
5. Oralverkehr jeder Art.
6. Handverkehr (der Frau am Mann)
7. Fingern (in der Vagina)
8. Analverkehr.
9. Standard Penetration (PiV)

Solche Berührungen lösen normalerweise heftige körperlich-seelische Reaktionen aus, die sich in enormen Lustgewinn oder massiver Ablehnung dokumentieren lassen. Die Ablehnung kann auch dann erfolgen, wenn beide einander lieben und nur das Beste füreinander wollen.

Lustvolle und sinnliche Verhaltensweisen

Ob auch Präsentationen als „Sex“ bezeichnet werden können, ist umstritten. Präsentationen sind lustvolle, provokative Darstellungen des eigenen Körpers in Dessous oder aufreizenden Kleidern oder sexuelle Berührungen an sich selbst, die den Partner aufreizen sollen.

Heute verzichten wir darauf, SM-Aktvitäten, Fetische, Pornografie, Masturbation oder gewagte Rollenspiele mit einzubeziehen. Es soll ja schließlich nur um sexuelle Berührungen unter Paaren gehen.

Fazit: Sex ist lustvolle Intimität

Was ist Sex denn nun? Mit dem Partner bedeutet es vor allem, intim miteinander zu sein, gleich, welche Motive er hat oder welche du hast. Und es ist definitiv nicht nötig, immer den Penis im Kopf zu haben – und auch nicht anderwärts, wo’s intimer wird.

Bilder: Oben: Aus Kalenderblättern (?) des 18. Jahrhunderts. Mitte: Teil von "Preludes" von P. Becat.

Die Liebe zu Schlägen auf den Po – Luststeigerung oder psychische Spätfolgen?

Die Präsentation - schamvoll, ängstlich oder begeistert?
Als ich vor Jahren einmal ein Forum las, indem gefragt wurde, ob „das Rot der frühen Jahre“ auf seidenweichen, fahlen Hintern später in neurotischem Sexverhalten endet, war die Antwort mal „ja“, mal „nein“. Hatte ich mich damals eigentlich genügend „in die Materie“ eingearbeitet? Mir ging es nur um Schläge auf den Po. Keine „typischen“ SM-Aktivitäten, bei denen Demut, Striemen und Tränen verlangt wurden.

Wie ist das nun wirklich mit dem hübsch geröteten Po?

Also bleibe ich auch diesmal dabei: Schläge auf den Po. Geht man so etwas nüchtern an? Rein anatomisch? Vielleicht psychologisch? Oder einfach vom „Sinnlichen“ her? Was passiert im Körper, was machen die Nerven dabei? Wie fühlt sich jemand, der geschlagen wird?

Psychologie: Wer tat dir das alles an, du armes Wesen?

Ich habe damals meine psychologisch „vorgebildete“ Schulfreundin Annemarie gefragt. Sie hat behauptet, dass Frauen, die in der Kindheit versohlt wurden, im Erwachsenenalter „krankhafte Züge von Schmerzsucht“ empfinden könnten, weshalb man auf junge Mädchen auf gar keinen Fall auf den Po schlagen sollte (wenn überhaupt irgendwo hin). Aber „in der Kindheit“? Wird nicht eher die Zeit zwischen 12 und 16 verdächtigt, für die Schmerzlust späterer Jahre verantwortlich zu sein?

Jungs schieben die Schuld gerne auf die Mütter

Traum der Knaben?
Inzwischen habe ich so etwas auch über Junge gelesen. Ich finde ja nun wirklich komisch, dass Jungens in Foren immer behaupten, von der Mutter geschlagen worden zu sein. Die Pyjamahose runter und feste mit dem Teppichklopfer auf den nackten Po? Das tut weh, klar. Aber ist das ein Grund, später Lust an Schlägen zu haben?

Ja, sagen manche Jungs. Was ich wirklich eigenartig finde: Sie behaupten, noch nach der Pubertät den nackten Hintern hochgereckt zu haben, um Schläge von der Mutter zu bekommen. Einige waren damals schon ein bisschen eigenartig veranlagt (zum Beispiel, weil sie die Schlüpfer ihrer Schwester trugen und darin … oh, oh …). Doch wenn der Knabe dabei „geil wird“, wenn er „übers Knie genommen“ wird und sein Ejakulat auf ihrem Wollkleid hinterlässt, dann kann ich nicht mehr annehmen, dass es sich um einen bloßen Zufall handelt.

Das Klischee über die Jungs: Schläge und Frauenbrüste

Ob die Jungs irgendwie verkorkst wurden? In jedem Buch, das du über „devote Männer“ oder Sado-Maso-Männer“ liest, kommt eine Jugenderinnerung vor, die ungefähr so geht:

Eine schöne Frau (nicht die Mutter, sondern eine schöne, zart-bittere Verwandte) haut dem jungen Mann als Strafmaßnahme einen Hinternvoll, als plötzlich ein Trägerchen fällt und er ihre nackte Brust sieht.

Die Geschichte gibt’s in vielen Variationen, aber sie beinhaltet immer einen Moment, in dem Schläge, eine Wollust eine Erektion oder gar der Abgang von Spermaflüssigkeit zusammenkommen. Gibt zwar einen hübschen Roman, aber ob’s die Realität ist?

"Die Liebe zu Schlägen auf den Po – Luststeigerung oder psychische Spätfolgen? " vollständig lesen

Orgasmen sind die Sahnehäubchen auf der Lust der Frau

Verführt er - oder verführt sie? Für ihre Lust ist es unerheblich. Was aber ist wichtig?
Ein Mann, der einer Frau wirklich tolle Orgasmen schenken kann, wird nie darüber reden, sondern es einfach tun. Es wäre auch unsinnig, Ratschläge zu verallgemeinern, denn alle Frauen reagieren unterschiedlich. Es ist gut, ihnen zuzuhören, wenn sie dir sagen, was sie mögen, und wenn sie es nicht sagen, dann versuche, aus ihren Reaktionen zu lernen.

Tipps für herausragenden Sex - für Männer, die ihn Frauen schenken wollen

Wenn du nicht nur guten Sex schenken willst, sondern auch wundervollen Sex empfangen möchtest, tu dies: Sei offen und ehrlich, und versuch, nichts als DU selbst zu sein. Da geht es nicht um dein Selbst, das etwas will, sondern dien Selbst, das unabhängig, offen und frei ist. Verwechsle Selbstbewusstsein nicht mit Arroganz. Selbstbewusste Männer sind offen, lernfähig und hilfsbereit. Sie haben viele Interessen und nicht nur das eine, mit möglichst vielen Frauen zu schlafen. Du wirst sehen: Wenn du so bist, bist du auch attraktiv für Frauen.

Wie Frauen tollen Sex bekommen - für dich, wenn du Männer genussvoll verführen willst

Für Frauen gilt das fast genauso. Rede mit Männern über deine Aktivitäten, wie du dein Leben ausgestaltest. Verführ ihn ganz selbstverständlich, wenn du glaubst, dass es der richtige Zeitpunkt ist. Oder gib dich in einer Weise hin, dass er glaubt, dich zu verführen. Zeige ihm aber immer, was du wirklich gerne hast – er kann es nicht wissen. Ein Mann, der dir Freude bereiten will, wirdl auch deine Muschi liebkosen. Versuch das in jedem Fall - es kann dir helfen. Und gewöhn deine Lover daran, dass sie’s tun. Und denk dran: Ein Lover ist kein Ehemann. Versuch nicht, ihn einzufangen – er beflattert sowieso andere, auch wenn du ihn heiratest.

Belohn den Mann erst am Ende

Solange dein Lover dich fingert oder Cunnilingus an dir vollzieht, hast du die Chance, mehrfach zu „kommen“ – er hat allerdings kaum eine Möglichkeit dazu. Verleg dann alles auf den Zeitpunkt, wo du wirklich genug hast. Dann lass ihn tun, was er will und mach ihm, was er gerne von dir will. Wenn du ihn nicht belohnst, wird er nicht wiederkommen.

Etwas Neues gefällig?

Wenn du (Mann oder Frau) wirklich sinnlich bist und Lust auf Sex hast, probier etwas aus, was nicht alltäglich ist. Cunnilingus sollte längst alltäglich sein, wenn nicht, dann teste mal aus, ob du es magst – und ob sie es mag. Viele Frauen mögen es, gefingert zu werden, und manche warten sehnsüchtig daraus, ihren Vibrator als „Dritten im Bunde“ mit ins Bett nehmen zu dürfen. Du musst also nicht gleich mit „Sado-Maso-Spielchen anfangen, wenn du etwas Besonderes schenken oder bekommen willst.


Hinweis: Original von einem anonymen Autor. Re-Writing und Ergänzungen von Isidora. Bild: Nach einer Buchillustration (historisch)

Sollen Männer devot sein dürfen?

Der devote Mann - darf er das sein?
Frauen – so sagen uns vor allem konservative Wissenschaftler, haben eine gewisse Neigung, unterwürfig zu sein, und zwar überall und immer, auch beim Sex. Tatsächlich sahen sich Frauen bei Online-Befragungen überwiegend als devot: Angebliche 75 Prozent sollen so votiert haben, und nur 38 Prozent wünschten sich demnach, „auch mal dominant“ zu sein. Demgegenüber stehen jedoch Zahlen, die „Dominanz“ und „Demut“ näher beieinander sehen. Denn obgleich bei der anderen (etwas glaubwürdigeren) Studie 65 Prozent der befragten Frauen darüber fanatisierten, dominiert zu werden, wollten rund 47 Prozent gerne einmal einen Mann dominieren. Damit liegt die Differenz also nur noch bei 18 Prozent und nicht mehr bei den zuvor genannten 37 Prozent.

Männer träumen etwa in gleichem Maße von Dominanz und Unterwerfung

Bei den Männer sieht die Sache so aus: rund 60 Prozent träumen davon, Frauen zu dominieren, während 53 Prozent sich danach sehnen, von Frauen dominiert zu werden – die Differenz beträgt also gerade mal sieben Prozent.

Díe Lust am Ungewöhnlichen ist bei Männer ausgeprägt

Nehmen wir einmal an, dass die Männer deswegen nicht in großer Anzahl davon träumen, Frauen zu dominieren, weil sie es bereits tun, so verblüfft doch die zweite Zahl: Offenbar sind sie nicht zufrieden mit der eigenen Dominanz - sie wollen wahrhaftig unterworfen werden und dieses Gefühl genießen. Ob sie dies real auch so empfinden würden, ist zweifelhaft: Wir reden von sexuellen Tagträumen, Masturbationsfantasien und ähnlichen Phänomenen. Dies Zahl wird noch glaubhafter durch die Anzahl der Männer, die sich gefesselt den sexuellen Wünschen der Frau unterwerfen würden (46 Prozent).

Nun ist es aber so: Die menschlichen Wünsche, besonders die sexuellen, sind oftmals mit Illusionen befrachtet.

Und da trifft eine ZEIT-Kolumnistin den Nagel auf den Kopf (indem sie einen Vergleich mit den „50 Shades of Grey“ zieht:

Denn ein Typ, der sich von einer Frau verhauen lässt, ist in der Wahrnehmung der breiten Masse ungefähr so begehrenswert wie der Lappen, mit dem das Klo ausgewischt wird: gar nicht. Ein reicher Sack hingegen, der es einer mittellosen Studentin, teilweise gegen deren Willen, so richtig hart besorgt – solch ein Sujet zieht.


Die Realität ist grausam - wer schwach ist, fügt sich oder bäumt sich auf
Pantoffelheld in der Karikatur (Postkarte)
Der Wunsch, aus der „schwachen Position“ Macht und Dominanz zu gewinnen, ist hingegen äußert real. Zwar gibt es das klassische Bild des „Pantoffelhelden“ kaum noch, doch werden Männer weiterhin mit Sticheleien, Nörgeleien, Liebesentzug oder „Muschimacht“ diszipliniert. Hinzu kommt die Finanzhoheit, die in vielen Ehen bei der Frau liegt – nach wie vor. Man sagt, dass schwache Frauen sich entweder unterwerfen oder versuchen, sich die Macht anzueignen, während starke Frauen selten dominieren, weil sie sich ihre Macht bewusst sind. Und sie können die Macht auch abgeben, weil sie sicher sind, stark genug zu sein, um sie sich jederzeit zurückzuholen.

Könnte dies bei Männern genauso sein?

Dann würde der schwache Mann in einen beständigen Kampf mit der Ehefrau eintreten, den er im Grunde nur verlieren kann, während er starke Mann wie ein Fels in der Brandung steht, auch wenn er attackiert wird. Und auch er könnte sich unterwerfen, weil er weiß, dass sich jeder Mensch spielerisch unterwerfen kann, wenn er stark genug ist.

Generelle Probleme des schwachen Menschen in der Beziehung

Probleme treten immer dann auf, wenn der schwache Mensch (also Frau oder Mann) sich von vornherein aus Neigung unterwirft. Niemand sollte ernsthaft glauben, dass diese Konstellation in Friede und Freude anhält und der sinnliche oder gar sexuelle Genuss dabei steigt. Und sobald der schwache Partner sich emanzipiert, wird die Luft für die Beziehung dünner. Manche Frauen und Männer, die dem Machtwahn verfallen sind und über eine Art kriminelle Energie verfügen, versuchen nun, Barrieren dagegen aufzubauen. Geldentzug Sozialentzug, Kleidervorschriften, Keuschheitskontrollen und sogar Totalkontrollen bis hin zum Freiheitsentzug kommen vor – nicht immer in der „Reinform“, sondern vielfach begleitet von psychischem Druck und der Angst, den Partner zu verlieren.

Nun ist es an der Zeit, etwas zu trennen: Hochgradig fragwürdige Beziehungen, in denen der Machterhalt mit unlauteren Mitteln praktiziert wird einerseits und die zwar harten, aber dennoch lustvollen und vor allem zeitlich begrenzten „Spiele der Erwachsenen.“

Im sinnlichen Spiel ist alles möglich

Und da kommt ein Aspekte hinzu, den viele Paare fast vergessen haben: Zu spielen, sie seien etwas, was sie eigentlich nicht sind. Als Kinder haben wir es alle gekonnt, nicht wahr? Aber als Erwachsene trauen wir uns nicht: da ist die Fassade wichtig, auch wenn da ständig eine kleine Maus im Ohr piept: na, willst du dich nicht mal ein bisschen fallen lassen?“

In der ZEIT wird es ganz hübsch so geschildert:

… sich ab und zu mal fallen und führen zu lassen, oder vielleicht die Erfahrung zu machen, wehrlos zu sein. Ein Spiel zu spielen, das einfach nicht in unser Bild von Männlichkeit und Weiblichkeit passt. Eines, nach dem die Sehnsucht manche von uns sich vielleicht nicht einmal selbst so richtig eingestehen wollen.


Und auf diese Weise wird die Frage dann auch recht einfach beantwortet, ob Männer devot sein dürfen: Ja sicher. Und Frauen dürfen es auch sein. Und Frau und Mann dürfen sich entehren, fesseln, bespucken, einsperren, schlagen und erniedrigen lassen –falls es ihnen Freude bereitet. Denn nur, wenn all dies sinnlich ist, wenn all dies Freude bereitet und vielleicht auch sexuelle Erregung anheizt, dann hat es Sinn.

Zitate: Die Zeit (ze.tt). Autorin des Ze.tt-Artikels ist Katja Lewina.

Die Frau, die den Verlust der Jungfräulichkeit öffentlich machte

In einem der vorausgegangenen Artikel wurde das "Nixchen" erwähnt. Die Novelle in Briefromanform hatte zu Anfang des 20. Jahrhundert allerdings für Aufregung gesorgt und insbesondere das Bürgertum empört.

Nixchen, Briefroman
Der Autorenname täuscht: „Hans von Kahlenberg“ - gab es niemals. Den der Autor der Novelle „Nixchen“ war eine Frau - Helene Keßler, die mit Mädchennamen Helene von Monbart hieß und ihren Roman „Nixchen“ 1899 der „Psychologie der höheren Töchter“ widmete.

Sie gehört ohne jeden Zweifel selbst zu dieser Gruppe, war lange Jahre Lehrerin und heiratete erst 38-jährig. Das Buch „Nixchen“ erlebte eine für die damalige Zeit sensationelle Auflage (mein Exemplar ist aus dem 12 – 14. Tausend und trägt das Erscheinungsdatum von 1904). Später wurde das Werk noch mehrfach aufgelegt und erreichte mindestens eine Auflage von ca. 80.000 Exemplaren. Meyers Konversationslexikon von 1908 merkt dazu an:

Ein Erfolg, der jedoch weniger dem unverkennbaren Darstellungstalent der Verfasserin als ihrer skrupellosen Erotik zuzuschreiben ist.


Der Lexikonbeitrag aus Meyers konservativer Lexikonschmiede, die sich sehr bewusst ans Bildungsbürgertum wandte, spricht bereits Bände: Dem Bürgertum passte die ganze Chose nicht.

Die Lust, nicht als Jungfrau in die Ehe zu gehen

Im Prinzip geht es in ihrem Werk „Nixchen“ um die Lust daran, die Jungfräulichkeit zu verlieren, und zwar nicht an den Mann, den die höhere Tochter schließlich heiratet, sondern an einen Mann, der mit Frauen umzugehen weiß. Dabei schildert die Autorin in lebhafter Art und Weise, wie eine junge Frau jener Zeit fühlt, denkt und handelt. Wäre da nicht die Befürchtung, der „Lendemain“, also der auf die Entjungferung folgende Tag, könnet ein böses Erwachen bewirken.

Die Schilderung wirkt deshalb so sinnlich, weil sich die Autorin hinter dem Mann verstreckt, der schließlich die Heldin, das „Nixchen“ entjungfern darf – so muss sie kein Blatt vor den Mund nehmen.

Ich kannte mal ein sehr nettes … Mädchen. Sie hatte auch Angst vor dem Lendemain. Sie wartete auf den Lendemain.

Und dann war’s wirklich Morgen und der allerschönste Sonnenschein und Vogeljubilieren – und sie lachte, lachte übers ganze Gesicht: „Ich bin so froh, Schatz! Ich glaub‘, ich könnte fliegen.


Im Folgenden sinniert sie darüber, welche Wahl natürlicher, gleichwohl aber auch moralsicher sei: an einem schönen Maientag der Natur ihren Lauf zu lassen oder körperlich „rein“ zu sein, aber dafür erotische Fantasien übelster Art nachzuhängen, nämlich „unnatürlichen Ungeheuerlichkeiten“.

Warum das Bürgertum vor Wut schäumte

Man kann sich heute kaum noch vorstellen, welche Ungeheuerlichkeit dies im Meinungsbild des späten 19. Jahrhunderts bedeutete. Es war ein Schlag gegen die Prinzipien des Bürgertums und des Adels und eine absolute „Unverschämtheit“ für eine Frau, solche „zersetzenden“ Dinge zu äußern. Man denke: Ein Mann „von Stand“ wird eine Frau heiraten, die sein Freund ohne sein Wissen zuvor entjungfert hatte!

Wer ein bisschen historisches Wissenschafts- und Literaturverständnis hat, wird ohne Zweifel feststellen, dass noch kurz zuvor von „wissenschaftlicher“ Seite behauptet wurde, das sexuelle Verlangen der Frau sei „ein Geringes“ wenn sie „wohlerzogen“ sei.

Und schon deshalb muss man den Mut dieser Frau loben: Sie hat sich literarisch dem herrschenden Trend widersetzt – und damit Erfolg gehabt.

Hinweis: Man kann das Nixchen noch antiquarisch erwerben - es ist allerdings recht schwer zu lesen.

Sich entjungfern lassen – tolle Sache oder kaum der Rede wert?

Vor dem Ehemann kommt der Lover ...
Die Berichte über den „schrecklichen“ nahezu ungewollten oder höchst peinlichen Verlust der Jungfernschaft sind zwar inzwischen etwas verblasst, doch geistern sie immer wieder durch die Foren.

Doch es gibt auch andere Schilderungen, wie beispielsweise diese:

Ich dachte immer, dass dieser Moment der Wichtigste meines Lebens sein würde - der Moment, indem ich mich zum ersten Mal einem Mann hingeben würde. Einen Moment, an den ich mich lebenslang erinnern würde.


Doch wie war die Realität?

In der Regel die Erinnerung an die Umstände, nicht so sehr an den Vorgang. Und es lief nicht ganz so wie gedacht.

Und wie war es dann?

Ich kann nicht sagen, dass es das außergewöhnlichste Tag meines Lebens war. Doch war ohne Zweifel ein besonderer Tag in meinem Sexualleben. Und ich kann wirklich nicht verstehen, warum darum so viel Aufhebens gemacht wird.


Wenn es nicht so toll war, war es nützlich?

Ja, das war es. Denn wie so viele Frauen, hatte auch die Autorin daraufhin keine Furcht mehr – immer eine gute Voraussetzung.

Sie schreibt:

(Später traf ich meinen Ehemann). Ich war immer noch ziemlich naiv, aber eben doch ein bisschen erfahren, und als wir zum ersten Mal Sex hatten, war es um sooo vieles besser.


Mich erinnert diese Schilderung an die eine Novelle „Nixchen“ – und an so viele Erlebnisberichte anderer Frauen, die sich „jemanden gesucht haben, mit dem es möglich war“, um später nicht „ganz ohne Wissen“ dazustehen, wenn sie sich wirklich verlieben – oder heiraten.

Zitate: Aus diesem Blog.
Bild: Titelbild von "Nixchen" (Teilansicht).

Zwei Irrtümer über die sexuelle Sinnlichkeit

Es gibt zwei namhafte Irrtümer über die Sinnlichkeit in der Sexualität. Sie betrifft den Bereich des „Sehens“ einerseits und den Bereich des „Betastens“ anderseits.

Die Irrtümer gehen auf Zeichnung oder Schilderungen zurück, die sich so darstellen:

Sehen

Der Eindruck, Männer seien Voyeure, und ihr Penis würde durch das Betrachten von nackter Haut, Dessous oder erotischen Szenen angehoben, ist falsch. Frauen sind in gleichem (wenn nicht höherem) Maße Voyeure, und auch sie werden körperlich von erotischen Szenen angeregt. Aber bei allen – Frauen wie Männern – müssen die optischen Eindrücke erst einmal in Körperreaktionen umgesetzt werden. Und das kann nur das Gehirn, das alle Eindrücke zunächst filtert, aber auch anreichert. Ist alles in Butter, dann sendet das Gehirn Botenstoffe, die den Geschlechtsakt vorbereiten und damit erst ermöglichen.

Klartext: Sehen allein erzeugt keine Erektion.

Betasten

Der zweite Irrtum kommt zwar aus der Frauenbewegung, gilt aber analog auch für Männer: Die intensive Berührung der Klitorisspitze (oder beim Mann bestimmter Bereiche des Penis) würde automatisch zum Orgasmus führen. Das sind spontane Empfindungen, die mit der Realität nichts zu tun haben und sich auch nicht bewahrheiten lassen. Vielmehr erzeugt die Berührung im Gehirn eine Aktion, die sich nach und nach (mal schneller und mal langsamer) aufbaut und die mit der Produktion von Botenstoffen verbundene ist, die dann die begehrten Ejakulationen und/oder Orgasmen auslösen. Es gibt also keinen unmittelbaren Zusammenhang zwischen dem Betasten und dem Orgasmus. Frauen und Männer, die ihre Gefühle beobachten oder niederschreiben können, wissen zumeist, dass dabei ein Feuerwerk von Gedanken und Gefühlen abgebrannt wird, das so heftig und intensiv ist, dass sie über die Inhalte normalerweise nicht reden.

Klartext: Betasten allein erzeugt keine Orgasmen.

Wie kommt eigentlich „Sinnlichkeit“ zustande?

Am Anfang der Sinnlichkeit stehen die Sinne. Betrachtet man sie klassisch, dann sind es fünf. Mal ganz kurt´z für die, die in der Schule nicht so gut aufgepasst haben:

1. Das Sehen. Es ist für den Menschen unglaublich wichtig und vermittelt uns den größten Teil aller sinnlichen Eindrücke. Man sagt auch, dass wir Menschen „bildhaft denken“ – und fühlen.
2. Das Hören. Auch durch das Hören bekommen wir allerlei Sinneseindrücke. Das Sinnlichste, was wir hören können, ist eine Stimme, die uns erregt – gleich, ob sie singt oder flüstert. Musik ist vielschichtig, wirkt aber in der Regel ausgesprochen sinnlich.
3. Das Riechen. Schön, wenn wir einander riechen können. Natürliche und künstliche Duftstoffe, auch die im Schweiß, in der Scheidenflüssigkeit und im Ejakulat, werden als sinnlich bezeichnet. Die Sinnlichkeit kann durch bestimmet Duftstoffe, zum Beispiel in Parfüms, verstärkt werden. Bei der Zubereitung und beim Genuss von Speisen spielt der Duft eine entscheidende Rolle.
4. Das Schmecken. Beim Schmecken denken wir an Speisen, doch auch der Körper „schmeckt“ beim Küssen und Züngeln. Der sinnliche Genuss kommt meist über die Zunge und über die Nase.
5. Das Tasten (und betastet werden). Die Haut ist ein riesenhaftes Organ, das über und über mit Nerven besetzt ist. Sie ist also in jeder Hinsicht sinnlich und verantwortlich für den größten Teil gelebter Sinnlichkeit.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es noch mehrere Sinne gibt, die auf den genannten Sinnen basieren oder die durch andere Organe aufgenommen werden können. Meist werden hier die Rezeptoren für Wärme und Kälte, Schmerz und Berührung, Gleichgewicht und Körperbewusstsein genannt. Diese Zuordnungen sind allerdings eher akademisch als nützliche Ergänzungen.

Warum die Erklärung der Sinne richtig ist – und warum sie falsch ist

Die Erklärung der Sinne ist eine Mischung aus einfach verstandener Biologie und Psychologie. Sie dient dazu, jedem Schüler verständlich zu machen, wie die Sinnesorgane wirken. In Wahrheit aber ist das eigentliche Sinnesorgan das Gehirn, das die ankommenden Informationen sammelt, bewertet und weiterleitet.

Bespiele und Fazit

Nehmen wir ein gutes Essen. Es ist hübsch angerichtet, weil „das Auge mitisst.“ Es duftet gut, was unserem Appetit anregt. Bevor wir es noch schmecken, hinterlässt es ein Gefühl auf der Zunge, das auch dem Tasten zugeordnet werden könnte. Dadurch einsteht bei einem guten Essen ein sinnlicher Gesamteindruck.

Beim Musikhören werden keinesfalls nur die Ohren beansprucht – auch der wechselnde Druck auf der Haut spielt eine Rolle, insbesondere bei Musikstücken, die tiefe Bässe enthalten. Bei sogenannter Livemusik kommt der optische Eindruck hinzu, der für Konzertbesucher oft eine große Rolle spielt.

Besonders interessant ist die Kombination freilich in der Liebe. Besonders bei der Vorbereitung zum Geschlechtsakt spielen Augen, Ohren, Nase, Mund und Betastungen aller Art eine Rolle. Zwar kann die sexuelle Bereitschaft auch ohne dies Zusammenspiel erreicht werden, doch dann leidet die Sinnlichkeit.

Am Ende wissen wir nicht mehr, welche Sinne uns unsere Sinnlichkeit verschafft haben, weil das Gehirn die Bausteine des Sinnespuzzles längst zu einem Ganzen zusammengesetzt hat.

Und alle Frauen sind ein bisschen Bi …

Geneigt oder verführt?
Die BUNTE kommt mit Sensationen: Hey, Girls, ihr sie alle ein bisschen bi … na ja, da hat an ein bisschen Data-Mining betrieben, denn die Studie, auf die man sich bezieht, ist von 2015.

Und nun weiß also die Welt der BUNTE-Leserinnen: Frauen sind nicht hetero. Und was, um Himmels willen, sind sie dann?

Das wird so erklärt Zitat BUNTE:

Frauen sind entweder bisexuell, das heißt sie sich von Frauen und Männern angezogen fühlen, oder sie sind homosexuell, also lesbisch und stehen auf Frauen. Nach dieser Studie sind Frauen anscheinend niemals heterosexuell.


Überrascht? Das Rätsel ist leicht zu lösen. Es geht darum, von welchen Bildern oder Handlungen Frauen erregt werden. Und siehe: mehr oder weniger von allem, was sexuell ist. Das wären also die Fakten.

Mit wem Frau sexuell aktiv werden kann

Eine andere Frage wäre nun: Mit wem lässt sich die Frau ein?

Mit sich selbst? Das dürfte heute fast klar sein – warum nicht?
Mit einer anderen Frau? Wenn sich die Gelegenheit ergibt oder sie eine tolle Verführerin findet – na klar.
Mit einem Mann? Aber sicher doch. Es ist aufregend und immer wieder anders.
Mit einer Gruppe? Gelegentlich schon … nicht für alle, aber es gibt Liebhaberinnen von Gruppen.

Und wer ist nun wirklich "bi"?

Und nun die letzte Frage: Ist sie bisexuell, weil sie gelegentlich auch Frauen liebt.

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Da ist die Antwort: ein völliger Unsinn. Homoerotische Lüste bedeuten nicht, dass jemand homosexuell (lesbisch) ist. Und gelegentlich Lust darauf zu haben, auf der anderen Seite des Zauns zu grasen, gehört zum Bereich spielerischer Abenteuer. Eigentlich müsste man es mal deutlich sagen: Gelüste sind Gelüste, und Einordnungen sind Einordnungen. Was konkret heißt: Frauen sind nicht schon deswegen „bi“, weil sie sich hin und wieder mit Frauen einlassen. Das beworbene Buch gibt euch übrigens zuverlässige Informationen - leider nur in englischer Sprache.

Bild: Aus einem Groschenheft (Pulp) - vermutlich das Titelblatt.

Hoffentlich hast du Freude daran ...

mir macht es spaß, dir hoffentlich auch ...
Nein, dass was du jetzt an neuen sinnlichen Erfahrungen bekommst, hat nichts damit zu tun, was du vielleicht erwartet hast. Und du musst nicht „Bitte“ und „Danke“ sagen.

Ich tue es nur zu meinem Vergnügen, und ich hoffe für dich, dass du auch Freude daran findest.

Weißt du, hierauf dem Land, ist es ziemlich langweilig, da freut sich jede Frau auf ein bisschen Abwechslung.

Der Text gehörte ursprünglich nicht zum Bild unbekannter Herkunft - wir fanden ihn humorvoll.