Skip to content

Alle Plots, die es in der Literatur gibt

In der letzten Folge meiner kleinen Serie habe ich darüber geschrieben, wie einfach ein erotischer Plot ist. Das wiederholen wir noch mal mit anderen Worten:

Phase eins: Deine Figur lebt in ruhigen Bahnen und kennt nur das, was alle Frauen ihres Alters oder ihrer Herkunft üblicherweise wissen oder kennen.

Phase zwei: Dann folgt ein Ereignis, das alles verändert. Meist handelt es sich um eine Begegnung. Sie erzeugt eine völlig neue, erregende, aber auch verwirrende Welt der Lust.

Phase drei: Schließlich geht sie diesen Weg weiter, oder verlässt ihn, um einen anderen Weg zu finden oder sie geht zurück zum Ausgangspunkt, um ihr Leben neu zu ordnen.

Um viel Spannung zu erzeugen und deine Geschichte dramatischer auszugestalten, musst du den Bereich der Veränderungen ausbauen. Üblicherweise durch ein „auf und ab“ der Gemütszustände oder äußeren Umstände, in die deine Figur gerät.

Es gibt mehrere Standard-Plots, die oft beschrieben werden. Nicht alle handeln davon, wie aus einer schlechten Ausgangslage ein „Aufstieg“ ins Glück erreicht wird, der nicht mehr gefährdet ist. Tatsächlich spricht man davon, dass es nur fünf, bestenfalls sieben Plots gibt. Jeder Schreib- oder Lebenslehrer hat da so seine eigenen Ideen, was abgetrennt und was integriert werden muss.

Hier führe ich mal (nahezu) alle auf, zunächst ohne ihre Eignung auf erotische Romane zu überprüfen:

1. Die Figur steckt in der Misere und kämpft darum, wieder herauszukommen. (Fallen – Aufsteigen).
2. Aufzusteigen, wieder abzufallen und erneut aufzusteigen. (Cinderella, Liebesromane, moderne erotische Märchen)
3. Abzusteigen, wieder hinaufzusteigen und erneut abzufallen.
4. Aufzusteigen und am Ende zu versagen.
5. Das Monster (in sich selbst oder in einer anderen Person) zu besiegen. (Kampf um das Glück, Kampf mit den eigenen Dämonen, zum Beispiel Süchten, Perversionen)
6. Ohne Not eine Suche nach dem Glück zu beginnen. (Abenteuer, auch erotische Abenteuer aus reiner Lust beginnen)
7. Eine Reise beginnen und geläutert oder erfahren zurückkommen. (Besonders für Romane und Erzählungen, die eine Persönlichkeitsentwicklung beschreiben).
8. Wiedergeboren (im Sinne von geläutert) zu werden. (Im Grunde das bisherige Verhalten oder das Selbstverständnis völlig austauschen)
9. An einem Ränkespiel beteiligt zu sein, das sich zum Glück hin auflöst. Das Böse oder Unverständliche wandelt sich zum Guten. (Komödie)
10. In einem Strudel von Ereignissen geraten, der für deine Figur den Abstieg bedeutet. Das Verständliche wandelt sich zum Bösen ohne Ausweg. (Tragödie).


Das sagt noch nicht viel darüber, welche dieser Plots in anspruchsvollen erotischen Romanen verwendbar sind. Und deswegen schreibe ich das nächste Mal darüber, welche Plots sich möglicherweise für deine Geschichte eignen.

Das Männerschwein

Als Mann kommst du - als Schein gehst du ...
Das Männerschwein wie es leibt und lebt - oder wie Frauen Horrorgeschichten über Männer ausplaudern.

Ruff, ruff … rumwühlen im Dreck, sich suhlen im Schlamm des Verwerflichen … das sind sie, die Männer - Männerschweine eben. Die Band „Die Ärzte“ hat s ja immer schon intoniert, und Frauen schreiben häufig darüber: Männer sind Schweine. Wenn’s Ausnahme gibt, dann sind diese eben die Ausnahme-Schweine, doch, man höre: Ausnahmen gibt es keine – in jedem Mann steckt der dreckige Charakter eines Schweins. (Ich hoffe, das jetzt kein echtes Schwein zuhört, es wäre eine Beleidigung der Schweineethik).


Das berühmte Schwein im Mann denkt nur an das Eine, und das einzig Heilige ist ihm der Penis. Und ja, darauf folgt dann das, was „Rollo, der Wikinger“ so sagte:

Wir verbrauchen viel Frauen und tun Leute beklauen und hauen uns reichlich auf die Glocke.


Womit abermals klar wäre: Männerschweine verbrauchen Frauen, und wer so mit Frauen umgeht, der liebt sie nicht, sondern konsumiert sie. Ich habe auch schon mal gehört: Die Männerschweine benehmen sich zu Hause wie ein Borg, und draußen in der freien Wildbahn wie ein rauschiger Eber. Das kennt man ja vom Eheberater oder aus Krimis: Der Frau zu Hause sagen sie: „Ich liebe dich und würde dich nie betrügen“, und der Penis hängt, während sie draußen einen steifen Penis kriegen, sobald sie eine Frau erschnuppern.

Wo der Mann grunzt und quiekt wie ein Schwein

Wen das verblüfft, der kennt keine Männer: Zu Hause wird bestenfalls zwangsläufig und lustlos routinegevögelt. Doch will der Mann eine Frau mal so richtig zur Sau (oder zur Minna) machen, dann giert er nach der Sekretärin im roten Minikleid, der drallen Fleischwarenverkäuferin oder gar einer Dame, die in Dessous in einem Koberfenster auf ihn wartet. Falls er sich nicht gleich in ein Haus begibt, in dem man Schweine wie ihn mit Stiefel-Tritten züchtigt – dann quiekt er auch noch wie ein Schwein.

Das Männer-Schwein ist auch ein Freier - was sonst?

Denn auch ohne „Die Ärzte“ steht fest: Alle Männer sind Schweine, weil sie über „eine Freier-Identität“ verfügen. Das heißt, sie glauben, dass ein Männerschwein gut auf ein Frauenschwein passt, nur mit dem kleinen Unterschied, dass Männer-Schweine sich dabei nix denken und die Frauen zwar subjektiv mitgrunzen, aber innerlich und objektiv das Messer wetzen.

Das beste Unschwein aller Zeiten bei der göttlichen Schweinehalterin

Einstmals, so lesen wir, hat eine mächtige Zauberin und Göttin (gab’s damals in Hülle und Fülle, aber wir reden nur von einer) die Gefährten eines Herrn Odysseus in Schweine verwandelt. Damit beförderte sie diese Männer genau dahin, wo ein Mann hingehört: in den Schweinekoben. Odysseus selbst hatte sozusagen Schwein: er wurde keines, sondern recht heftig bezirzt. Daher der Name des Vorgangs, mit dem eine Frau ein Männerschwein anfüttert, sich mal so richtig schweinisch zu benehmen. Ja, toll – und das haben – las ich anderwärts – Frauen schon immer so gemacht.

Die absurdeste Schweine-Theorie

Und das geht dann so:

Erster Schritt: Frau verzaubert Mann, um mal (ein) Schwein zu haben.
Zweiter Schritt: Der Gegenzauber versagt, Mann bleibt Schwein.
Dritter Schritt: Schweine-Mann, noch immer verzaubert, geht zu Frau, die kein Schwein will.
Vierter Schritt: Er benimmt sich dort wie ein Schwein, was diese Frau nicht gutheißt.
Fünfter Schritt: Ja, da weiß ich auch nicht weiter … es sei denn, die Geschichte ist nicht ganz schlüssig.

Und die Extremfeministinnen wissen auch, warum: Weil Männer nicht zu Schweinen gemacht werden, sondern schon als Ferkel geboren werden. Dann verschweinen sie durch den Kontakt mit anderen Überläufern immer mehr … oder so ähnlich. Ein Überläufer ist übrigens ein Jungeber.

Eigentlich ist ja nun nicht so recht schlüssig, warum alle Männer Schweine sind – oder auch nur die meisten. Oder nur die Heterosexuellen. Aber „eigentlich“ müsste eine halbwegs intelligente Frau wissen, dass erwachsene Männer alles sein können – eben auch Schweine.

Und Frauen? Ach, lassen wir das. Sie sind edel, hilfreich und gut und statt sich Schweine zu halten … da gab es doch noch Alternativen, oder?

Bevor ihr fragt: wir meinen den Beitrag nicht ernst. Es wäre zu schrecklich, wenn er wahr wäre.

Den Po deines Freundes zum ersten Mal rot glühen lassen

Das erste Mal mit lustvollen Schlägen verwöhnen
Du möchtest deinen Ehemann, Verloben oder Freund mal in die lustvolle Welt der erotischen Schläge einführen?

Dann brauchst du nur zu beginnen. Meist geht es im Bett los – so als kleines Lust-Experiment - doch davon später. Aller Anfang ist einfach, doch du musst eines wissen: Lustvolle Schläge sind keine Strafe, sondern eine Lust, die unmittelbar in weitere Lüste führt. Richtige, ernste Schläge (körperliche Züchtigungen) sind etwas ganz anderes: Sie sind im spielerischen Ernst des Rollenspiels angesiedelt, und sie haben durchaus „erste“ Auswirkungen – dennoch können sie den Mann auch „geil machen“. Das heißt dann „Schmerzlust“ – und es bedeutet, dass sich der Mann erst einmal „schlecht benehmen“ muss, um in den Genuss der Schläge zu kommen. Menschen, die sich diesem paradoxen Zwiespalt hingeben, wissen in der Regel, was sie tun - aber so richtig erklärbar ist es eben doch nicht.

Die Gefühle beim ersten Mal sind unberechenbar

Wenn du es zum ersten Mal versuchst, kannst du alles an deinem Liebsten erleben: Angst, Verwirrung, Lust oder Hingabe. Und eure Beziehung kann sich dadurch verändern, je nachdem, wie seine (und natürlich auch deine) Gefühle sich beim Schlagen und geschlagen werden entwickeln.

Zehn gute Rat-Schläge für sanfte Schläge

1. Nimm am Anfang nur die Hand als Instrument. Sie wird hinterher wahrscheinlich schmerzen, wenn du das Schlagen nicht gewohnt bist. Aber du brauchst ein Gefühl dafür, was es bedeutet, jemanden zu schlagen.
2. Wenn du keine Rollenspiele und keine Strafen erreichen willst, sondern nur reine erotische Lust, schlag ihm gleich auf den nackten Po, dort, wo er fleischig ist.
3. Beobachte seine Reaktionen bei den ersten Schlägen. Er muss sie deutlich spüren, aber er darf nicht entsetzt sein von der Intensität.
4. Streich ihm nach einer Weile über den Po, dort, wo du ihn schon etwas gerötet hast. Warte eine Weile und beginne dann erneut mit der Hand zu schlagen.
5. Meistens beginnen solche Spiele im Bett, das heißt, er liegt. Überleg dir später, ob er sich nicht besser über einen Gegenstand (Sofalehne, Hocker) legen sollte. Dann muss er den Po nach oben richten. Das ist eine deutlich stärkere Herausforderung.
6. Das Intimste, was du mit ihm tun kannst, ist ihn „übers Knie zu legen“. Dann hat er Körperkontakt „von beiden Seiten“.
7. Wenn er dich bittet, härter mit der Hand zuzuschlagen, dann tu’s ruhig. Dein Mann will dann herausgefordert werden.
8. Ist der Po so hübsch vorbehandelt, kannst du auch versuchen, ihn mit etwas anderem zu schlagen, denn wahrscheinlich wird deine Hand stärker schmerzen als sein Po. Nimm aber keine Gegenstände, deren Wirkung du niemals zuvor erprobt hast. Rohrstöcke oder käufliche Peitschen sind für Anfänger unberechenbar. Und bleib dabei, die „fleischigen Stellen“ zu schlagen.
9. Denk weiterhin daran, dass alles nur der Luststeigerung dienen soll, nicht als Strafe. Beobachte deshalb, ob er sexuell erregt wird. Das sollte eigentlich der Fall sein. Die Erregung kann auch erst nach einer Weile eintreten – jeder Mann reagiert ein wenig anders.
10. Manchmal will der Mann mehr, als du dir vorstellen kannst. Manche Männer empfinden erst Lust, wenn sie ausgesprochen heftig geschlagen werden, und du musst dir darüber klar werden, dass mancher Mann seine Lust eher in den Schlägen selbst sucht.

Enorm wichtig ist, über alles zu sprechen, was hier gesagt wurde. Das Schlagen mit der Hand kann natürlich auch zur „kleinen Luststeigerung“ vor dem Geschlechtsakt genutzt werden – doch geht es hier eher darum, daraus eine kleine Zeremonie aufzubauen, die schon einige Minuten dauert. Und deshalb: Alles hübsch vorbereiten und hinterher darüber reden, was wirklich toll daran war.

Hinweis: Wir benutzen Erfahrungen Betroffener genutzt und sie betont liebevoll zusammengestellt, sodass sich (hoffentlich) alle Liebenden hier wiederfinden können.

Der einfachste erotische Plot

Der einfachste Plot für jede Art von erotischer Literatur ist sehr simpel. Deine Figur lebt im Zustand „A“, von dem sie erwartet, dass er unweigerlich zum Ziel „B“ führt.

Nun hat deine Figur eine erotische Begegnung, die sie daran zweifeln lässt oder die sie daran daran hindert, das Ziel „B“ noch weiter zu verfolgen. Sie sucht also nach neuen Zielen, und …

1. Entscheidet sich nach einem inneren Zwiespalt für ein neues Ziel, „C“.
2. Kämpft, um weiter das Ziel „B“ zu verfolgen und wächst dabei über sich hinaus.
3. Kehrt nach erheblichen Zweifeln in den Ausgangspunkt „A“ zurück, um nach neuen Zielen zu suchen.

Das müsst ihr wissen: Erotische Plots unterscheiden sich von gewöhnlichen Plots vor allem dadurch, dass eure Figur eine erotische Begegnung hat, die ihr Leben verändert. Es kann sich auch um mehrere Begegnungen in Folge handeln.


Im Grunde birgt diese Art, erotische Geschichten zu erzählen, genug Konfliktstoff, um Spannung zu erzeugen.

Wird fortgesetzt mit: Alle Plots, die es in der Literatur gibt.

Wenn SIE doppelt so alt ist wie ER

Frauen ohne Alter locken Männer jeden Alters an
Das Altern liegt in den Genen. Während die meisten unter uns „ganz gewöhnlich“ altern, was sich besonders an der Haut zeigt, altern andere deutlich langsamer. So deutlich, dass eine Frau von gegen 70 durchaus für 50 durchgehen kann, und sich eine entsprechende Sechzigjährige durchaus für 40 ausgeben kann.

Lust auf jüngere Lover - na und?

Die Lust mancher Frauen an jüngeren Liebhabern mag viele Gründe haben – aber der Hauptgrund ist sicherlich, dass jüngere Männer knackigere, begeisterungsfähige Lover sind. Und dies ganz besonders, wenn sie von gleichaltrigen Frauen gemieden werden, weil sie beispielsweise als nicht „zukunftssicher“ angesehen werden. Was letztlich heißt: Sie sind froh, mit einer sinnlichen, lustvollen und zugänglichen Frau ins Bett zu gehen, die nicht lange „herummacht“, sondern ihrem Lover alles schenkt, was ihm Freude bereitet. Solange jedenfalls, wie er sich als potentes, nimmer müdes und zuverlässiges Kerlchen erweist.

Hürden auf beiden Seiten - die Lust kann sie überwinden

Solch eine Beziehung muss in der Regel mehrere Hürden überwinden:

1. Nicht alle Männer sind begeistert davon, eine über 50-jährige Frau körperlich zu berühren, geschweige denn, sie zu vögeln.
2. Solange die Frauen nicht beweisen können, dass sie mit über 50 einer unter 30-Jährigen bei Weiten überlegen sind, lügen diese sie ihr Alter herunter – bisweilen drastisch. 10, 15 oder gar 20 Jahre sind keine Seltenheit.
3. Viele Frauen erfahren erst im Kontakt mit jüngeren Männern, wie erregend der Sex mit ihnen sein kann. Zuvor bestehen oft emotionale und soziale Hürden.
4. Der Erfahrungsschatz einer 50-jährigen Frau entspricht nicht dem eines 30-jährigen Mannes – in keiner Hinsicht. Die Bandbereite der Themen und Vorlieben ist also eingeschränkt – außer beim Sex.
5. Der Appetit, wenn er nicht schon vorher geweckt wurde, kommt beim „Essen“. Sowohl die Frau wie auch der deutlich jüngere Mann erlebt etwas, das jeder entbehrt hat – und das macht bekanntlich besonders „geil“.


Das Volk? Ach, das Volk … wer nicht so liebt, wie das die Masse nun einmal tut, wirkt suspekt auf Herrn und Frau Mustermann. Mutterkomplex, die Jagd nach der verlorenen Jugend, Sexgier oder gar Abhängigkeit wird unterstellt, und die Verwandten beobachten argwöhnisch das, was die „ältere Dame“ sich da noch zumutet. Das ist nicht ungewöhnlich, denn weibliche Nachbarn oder Verwandte beargwöhnen jede Frau, die ihre Lover nach sinnlichen Fähigkeiten aussucht statt nach Zuverlässigkeit.

Wenn bei den Leuten die Puppe auf den Teppich kotzt

Neurotische Beziehungsstörung? Ach, du liebes Bisschen. Passt doch auf dem Teppich auf, wenn ihr eure Puppen kotzen lasst. Und fragt euch mal, was euch selbst entgeht … oder was ihr gerne von all dem hättet, was die lustvolle 60-jährige Nachbarin da genießen darf.

Ich habe wahrhaftig schon Menschen diskutieren sehen, denen sich die Haare sträubten, wenn eine 60-jährige Frau überhaupt noch Sex sucht, und wenn der Lover dann gut mal dreißig Jahre jünger ist, reden sie bereits von „Gerontophilie“ des jüngeren Partners. Andererseits reagieren viele kopfschüttelnd oder angeekelt, wenn sie erfahren, dass die ältere Partnerin ganz bewusst junge Männer anlockt. Man nennt sie deshalb auch Cougar (der weibliche Puma, der jagt).

Bei all diesen Beziehungen wird kein Schaden angerichtet – weder beim jüngeren Mann noch bei der älteren Frau. Wahrscheinlich wird er sie nicht heiraten – warum sollte er auch?

Vor allem Frauen, die mit 50 oder 60 noch sehr jugendlich aussehen, und junge Männer, die sich an der Erfahrung und dem unkomplizierten Verhalten der älteren Frau berauschen können, führen Beziehungen, die nur von Lust und Laune geprägt sind.

Ich habe einmal erlebt, dass sich ein gleichaltriger Mann, der gerade verwitwet war, für eine dieser Frauen interessierte. Sie war völlig entsetzt, von einem „derartig alten Mann“ einen Antrag zu bekommen. Das mag ein Einzelfall sein, aber er spricht dafür, dass manche Frauen über 60 der Lust den Vorzug geben.

Wer hat dich gefügig gemacht?

Wer hat dich "gefügig gemacht", dich zum "Perversen" erzogen oder deine sexuelle Persönlichkeit tiefgreifend verändert? Und wie konnte das geschehen? Wir betrachten das Thema ausschließlich aus der Sicht erotischer Romane. Und wir reden von Männern, besser gesagt von Jünglingen.

Zu den Fehlern der Psychotherapie gehört, nach „der einen“ Ursache dafür zu suchen, dass jemand anders wurde als „man“ (oder er selbst) sich das weitere Leben vorstellte.

Die Rechtfertigung durch die Wissenschaft im erotischen Roman

Duck dich! Ein versohlter Hintern wird dir gut tun!
In erotischen Romanen finden wir häufig eine Art „wissenschaftliche Begründung“ für die Lust an „perversen“ Handlungen. Nein, Mr. Grey hat nicht einfach Lust daran, Frauen zu schlagen. Er wird auch nicht einfach geil davon, aus einer Frau ein Püppchen zu machen. Nein, nein … er hatte da mal eine Domina … so eine Art „Ms. Robinson“ mit Aua-aua, die ihn „windelweich geschlagen hätte“, wenn er ein gewöhnliches College-Mädchen getroffen hätte. Diese Frau hatte einen „eigenartigen Geschmack“ und versklavte den Jungen offenbar im Alter zwischen 15 und 21 Jahren. Und wir hören noch, dass sie „alt genug war, um es besser zu wissen.“

Märchen für Erwachsene: Von der Lederfrau geschlagen und dann sinnlich verführt

Beliebtes Motiv: Bestrafung eines jungen Mannes
Und Burt der Antiheld von Gigi Martin? Auch bei Frau Martin finden wir eine ausführliche Begründung, warum er „solche Neigungen“ entwickelte: Er bekam im zarten Alter von 13 Jahren eine Erzieherin, die „fast ausschließlich Lederkleidung“ trug. Um das Klischee vollends abzurunden, gibt ihr die Erzählerin eine Freundin bei, die „selbst tagsüber einen sehr durchsichtigen Morgenmantel, schwarze Spitzenwäsche und hochhackige Pumps trug. Diese Frau wird dann auch zur eigentlichen Verführerin, nachdem die Lederdame dem Jungen ausführlich den Hintern verbläut hatte. Auf diese Weise erklärt die Autorin nun dem verblüfften Publikum: Bestrafung und erlittene Schmerzen waren von diesem Augenblick an für Burt unzertrennbar mit erotischem Genuss verbunden.“ Und man staune: Frau Martin widmet dieser Verführung ein ganzes Kapitel.

Küsse und Schläge im Doppelpack und im Mix

Die Idee ist indessen immer die gleiche: Ein junger Mann ohne jegliche Erfahrung wird von einer reifen Dame nicht nur verführt, sondern sozusagen als „Double Bind“ mit „Küssen und Schlägen“ bedacht, wobei es offenbar nicht reicht, beides nacheinander zu applizieren. Vielmehr muss noch eine deutlichere Prägung her, die den jungen Mann auf immer und ewig verdirbt. Das Vorbild für all diese Varianten mag man im Roman „Gynäkokratie“ suchen. Doch es gibt auch eine andere Erklärung: Männer sind während der Pubertät leicht zu beeinflussen, und sie wünschen sich oftmals tatsächlich den Kontakt zu älteren, erfahrenen Frauen. Wenn diese nun skrupellos genug sind, können sie den Mann in jede beliebige Richtung beeinflussen – also auch zu Verhaltensänderungen oder geschlechtlichen Verwirrungen. Das klingt sogar plausibel, denn manche Jungen sind tatsächlich anfällig für „Doppelbindungen“ an Frauen. Um die Sache wirklich noch in ein psychologisches Schema zu zwängen, wäre dann nur noch nötig, frühkindliche Erfahrungen mit Schlägen und liebevoller Zuwendung im Wechsel einzufügen.

Eher erotische Märchen als Realitäten

Ob es auch realistisch ist, spielt im Roman kaum eine Rolle: wir befinden uns im Bereich der erotischen Märchen, und je mehr wissenschaftliche Pseudo-Fakten verwendet werden, umso ehrlicher wirkt die Autorin. Dabei ist auffällig, wie bildhaft es gerade Frauen benutzen, und es wäre interessant, welche Quellen sie dazu verwenden.

Betrachten wir die vielen Romane, die in der Art der „Gynäkokratie“ verfasst wurden, so treffen wir immer wieder junge Männer an, die in völliger Abhängigkeit von ihrer Erzieherin (Gouvernante) leben. Sie gewährt einzelne Lüste, verbindet diese aber andererseits mit drastischen Strafen. Dieser Fall wird auch bei Gigi Martin angenommen, so skurril die Abhängigkeit auch sein mag, während bei E. L James nicht klar wird, warum eine Fremde die Macht über den ansonsten behütet aufgezogenen Jungen übernehmen konnte.

Abhängigkeit funktioniert nicht nur durch "Liebkosungen und Schläge"

Wer derartige Romane realistischer und aktueller schreiben will, sollte eher auf die Faszination und das sorgsame gehütete Geheimnis der beiden Figuren achten. Und wer sich für Psychologie interessiert, sollte nicht auf Küchenpsychologie hereinfallen, also nicht darum, dass Schläge auf den Po plus Pubertät plus Zuneigung zu der Frau, die schlägt, zwangsläufig zur „Perversion“ führt. Auch viele kleine, sinnliche Gunstbeweise können dazu führen, immer mehr in Abhängigkeit zu geraten. Das Schema ist dann oftmals gleich: Die Frau gewährt eine „kleine Gunst“, die den Jüngling begeistert. Will er diese Gunst erneut erwerben, oder wünscht er sich gar mehr, so werden die Hürden höher gesetzt: Er muss dafür etwas tun oder erdulden, was ihm im Grunde missfällt. Mit der Zeit wird der Preis immer höher – solange bis der Jüngling abhängig wird oder abspringt.

Die Option "Schläge" bietet viel - wir aber meist sehr oberflächlich genutzt

Die „Schläge“, die oftmals benutzt werden, weil sie sehr bildhaft und zugleich schmerzhaft die Macht der dominanten Frau zeigen, sind im Grunde nur ein sensationelles Beiwerk. Allerdings kann gerade die Lust am Schmerz sehr lange und intensiv beschrieben werden, sobald man sich als Autor(in) in die Tiefen der Psyche traut. Und wir können nahezu überall nachlesen, wie wenig dies der Fall ist.

Wer es wagen sollte, wirklich tiefer zu gehen, sollte es tun - und uns sagen, wo er (sie) es veröffentlicht hat.
Bild oben: "Die Gouvernante", aus Frankreich, unbekanntes Copyright. Bild unten: "Der nachlässige Zögling", um 1900, anonym. Textauszüge: "Die Herrin", Berlin 1988, "Shades of Grey", München 2012

Was willst du einmal werden?

So wichtig das Thema der Berufswahl auch sein mag. Es gibt andere Antworten als beispielsweise „Rechtsanwältin“ oder „Programmierer“. Nämlich diese:

Ich möchte einmal glücklich werden.


Ich weiß nicht, ob es junge Menschen sagen, deren Kindheit nicht glücklich war. Aber es ist ein wundervolles Ziel, glücklich zu werden.

Herrin Gnadenlos – Neuauflage von „Die Herrin“

Dieser Tage las ich nochmals „Die Herrin“ von Gigi Martin. Ich hörte, es sei neu verlegt als „Herrin Gnadenlos“ – was dem Inhalt näher kommt. Denn die Heldin ist nicht nur „gnadenlos“, sondern über alle Maßen geldgierig und skrupellos.

Das Werk wurde 1988 zum ersten Mal bei Ikoo verlegt und gewann sofort eine große Anhängerschaft unter mutigen, feministisch behauchten Frauen. Ob das Hauptmotiv der weiblichen Leserschaft damals in den lesbischen Szenen lag oder in der Genugtuung, dass eine Frau mithilfe seiner „perversen Begierde“ einen Mann wirtschaftlich und sozial vernichten kann, mag das Geheimnis der damaligen Leserinnen bleiben.

Der Mann hat selbst Schuld - der Klappentext von 1988

Erzählt wird die Geschichte so, als sei es das Selbstverständlichste der Welt, einen Mann auf grausame Art zu dominieren, zu entwürdigen und aus Geldgier zu Verbrechen anzustiften.

Der Klappentext bei IKOO war ganz darauf abgestimmt, die Geschichte als „konsequent“ hinzustellen:

Ihre Befehle, Burt zu demütigen, nehmen ungewöhnliche Formen an, sodass sein Leben im selbst geschaffenen Käfig zwangsläufig hinter Gittern endet.


Das ist sicherlich nicht der Fall. Die Heldin ist ein abgehalftertes Fotomodell ohne berufliche Perspektive mit überwiegend lesbischer sexueller Orientierung. Sie lernt zufälligerweise einen Industriellen kennen, der eine Frau sucht, die ihn demütigt. Erstaunlicherweise erweist sich die Heldin von vornherein als ausgezeichnet geeignet für die Tätigkeit, an die sie kalt und emotionslos herangeht – und zwar in einem Maße, dass dieser für sie Verbrechen begeht, an denen sie sich finanziell bereichert.

25 Jahre später - SM-Fantasien als Klappentext

Der neue Klappentext verherrlicht den Inhalt abermals so, dass die von krimineller Energie und Skrupellosigkeit strotzende, männerverachtende Heldin in den Hintergrund gedrängt wird. Stattdessen gerät die konsequent agierende und gekonnt dominierende „Herrin“ in den Vordergrund.

Mit gekonnten Spielchen knechtet und demütigt sie ihren willigen Sklaven und lässt sich jeden Wunsch erfüllen. Halsbänder, Lederslips, Ketten, Peitschen und Rohrstöcke gebraucht die Gnadenlose, um ihren gehorsamen Sklaven mehr und mehr zu peinigen und ihn so zur höchsten Erfüllung zu treiben.


Das Buch enthält sicher einige Szenen, die ganz hübsch ausgearbeitet sind, doch kann es nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Autorin völlig unfähig ist, echte Gefühle zu schildern. Dabei wirken ihre lesbische Szenen weitaus überzeugender als die Szenen, in denen sie ihren „Sklaven“ dominiert. Insgesamt ist es die Geschichte einer selbstherrlichen Frau, die völlig skrupellos andere Menschen benutzt, und sich dabei völlig im Recht fühlt.

Wie Pegging von einer Strafe zu einer Herausforderung wurde

Zitat aus "Weiberherrschaft", Anonym, Ende 19. Jahrhundert
Selbst in den der pornografischen Literatur schwanken die Autoren (und erst recht die Autorinnen), ob eine am Mann vollzogene, instrumentelle Penetration als Strafe oder als Vergnügen zu werten ist. Der Mann auf der Straße steht dem Thema meist gleichgültig gegenüber, oder er ist voreingenommen, und möglicherweise gar empört.

Pegging - absolut inakzeptabel oder doch lustvoll?

Die Vorlauten wollen wissen, dass „so etwas“ nur schwule Männer tun, die „starken Kerle“ behaupten, es sei etwas für Schwächlinge, Weicheier oder gar „Sissys“. Und einige erröten leicht, weil sie entsprechende Erfahrungen haben. Den meisten von ihnen ist es peinlich, darüber zu reden – „passiv anal“, gleich wie die Praxis erfahren wurde, ist und bleibt ein Tabuthema.

Frauen führen "das Zepter" beim Pegging

Kaum jemand kann sich vorstellen, dass Frauen dergleichen gerne und vehement vollziehen. Doch der Mann, der Pegging erleidet oder genießt, geht selbstverständlich davon aus, dass es ihm eine Frau „besorgt“.

Doch genau so ist es – in allen Variationen der analen Stimulation und der besonderen Situation des „Pegging“, sind es Frauen, die das Zepter führen – oder besser gesagt: einen Dildo oder Vibrator, oftmals eine besondere Version, deren Spitze etwas gekrümmt ist. Je mehr Vibration zum Einsatz kommt oder je mehr der Dildo an die männliche Anatomie angepasst wurde, umsomehr dürfen wir auf „Lust“ tippen. Die monströsen, schlecht geführten oder trocken eingeführten Exemplare deuten hingegen auf Strafe, Folter oder sinnlose Herausforderungen des Körpers und der Psyche hin.

Literatur: von der Strafe zum Genuss

Dass es sich im Ursprung um eine Strafe, eine Revanche oder eine Demütigung handelte, steht außer Zweifel. Die Begriffe, die dabei verwendet werden, können wir hier großenteils nicht wiederholen, aber „Bitch“, also „Schlampe“ ist einer von den Harmlostesten für den penetrieren Mann.

Einem anonymen Autor des 19. Jahrhunderts folgend, wird die Strafe als eine Art „Revanche“ dafür angesehen, eine Dame vaginal penetriert zu haben. „Der Pfropfen schmerzte nicht gerade, aber er war fürchterlich unbequem“ heißt es – doch die Schmach, ihn überhaupt von Damen verabreicht zu bekommen, wiegt wesentlich schwerer. Vor allem wenn, wie in dem zitierten Buch, auch noch eine Zuschauerin dazu eingeladen wird. Indessen scheint sich der junge Mann später zu besinnen: Das „Röhrchen, das ihm eingeführt wurde, „brannte, aber es war nicht unangenehm.“

Wesentlich unangenehmer war da die nicht-instrumentelle Penetration einer „Lady Digwell“ in „The Petticoat Dominant“. Sie nahm einfach ihre Finger, was sie zuvor bereits als „unehrenhaft“ für den Mann angekündigt hatte, und ihr Opfer (Zitat)

Stöhnte und weinte, während sie mich gewaltsam niederdrückte und am Ende – oh Schrecken aller Schrecken – ihren Finger tief in mich hineinpresste.


Durchbruch der Lust erst im 21. Jahrhundert

Während des 20. Jahrhunderts gab es einen kurzen Boom ähnlicher Geschichten um Flagellation und anale Strafen, aber erst im 21. Jahrhundert kamen einige Dutzend E-Books sowie noch mehr Artikel auf, in denen die anale Penetration als Lust aufgewertet wurde. Und zwar sowohl bei knackigen Hetero-Kerlen wie auch bei lustvoll weiblich gestylten „Sissys“. Dabei geht es immer wieder um den Zwiespalt zwischen Erniedrigung und Lustgewinn, der auch bleibt, wenn Pegging nicht als „reine Herausforderung“ verstanden wird.

Kaum Gefühlsschilderungen, aber viele starke Gefühle

Die Wonnen der analen Penetration wurden allerdings kaum beschrieben. Und es ist wirklich eine Tatsache, dass viele Männer emotionale und physische Probleme damit haben, sich anal verwöhnen zu lassen. Wobei wir hier definitiv nur von der Penetration mit einem Gegenstand sprechen, und auch nur dann, wenn dieser von einer Frau geführt wird. Solltest du meinen, dass dies schon alles ist – nein, ist es nicht, denn es gibt da noch da noch andere Ängste, Schmerzen sowie Lüste und Wonnen, von denen wir besser nicht schreiben.

Was Männer über Pegging sagen und schreiben

Hübsch fanden wir die Meinung eines etwas älteren Mannes, man müsse darauf achten, dass die „Eintrittsöffnung“ nicht einfach „ein Loch“ sei, sondern dass dahinter ein menschliches Wesen voller Angst und Lust stecke. Bei der Penetration, das wissen dann eher erfahrene Männer, käme es sehr auf den Winkel an, in dem der Dildo eingeführt wird. Letzteres ist unzweifelhaft richtig, denn nur beim sinnlichen Kontakt mit der Prostata wird der volle Effekt der Lust erreicht. Schließlich steht unter den „Top Tipps“ stets noch, dass du gar nicht „zu viel“ Gleitmittel nehmen kannst.

Häufig wird gesagt, dass der Mann unbedingt entspannt sein muss – alles andere sei ein Krampf, und seltener wird darüber informiert, dass die meisten Dildos für Anfänger (natürlich auch Anfängerinnen) zu dick sind.

Zum Vergleich: Ein Damen-Zeigefinger misst ungefähr 15 mm im Durchmesser, und die kleinsten Dildos haben etwa 20 mm Durchmesser. Das reicht völlig aus, um den gewünschten Effekt der Lust zu erzielen.

Pegging - immer noch eine Herausforderung

Eine Herausforderung – das wissen wir aus glaubwürdigen Schilderungen – ist Pegging für einen „gestandenen“ Hetero-Mann immer noch. Doch die Abenteuerlust und das erstaunliche Gefühl, das sich beim Mann (und nur bei ihm) dabei einstellt, treibt eben doch viele Männer an, sich dem enormen Lustgefühl hinzugeben, das sich nur schwer beschreiben lässt.

(wird fortgesetzt, wenn ihr wollt) mehr Informationen (auf Englisch) über alle Arten von Analstimulation. Deutsch recht gut bei Netdoktor.

Hinweis: Wenn ihr über mehr Informationen aus der Literatur zwischen 1900 und 1999 verfügt, die nicht auf den Nachahmern und Plagiaten von "Gynecocracy" ("Weiberherrschaft") beruhen, dann schreibt mir bitte:

Pegging – der Begriff

Der Begriff „Peg“ hat im Englischen viele Bedeutungen. Außer der Wäscheklammer bezeichnet das Wort auch alle Arten von Pfählen, Stangen, Zapfen und Pflöcke. „Off-the-peg“ ist zum Beispiel Konfektionsware, also Kleidung von der Stange.

Pegging – ein neues Wort für eine alte Sexualpraktik

„Pegging“ folgt dem Begriff und bezeichnet zunächst ein Wort für „Pfählen“ oder „Pflocken“. Im weiteren ist es dann ein Begriff für eine bestimmte Art von instrumentellem Sexualverkehr. Er geht auf den amerikanischen Journalisten Dan Savage (2001) zurück.

Eine ungewöhnliche Methode, Männer sexuell zu reizen

Schon 1909 in Deutschland erschienen
Das Wort wurde ursprünglich dafür benutzt, um den mit einem Instrument vollzogenen Analverkehr zwischen einer aktiven Frau und einem passiven Mann zu beschreiben. Bereits der Marquis de Sade soll 1795 dergleichen beschrieben haben. Am populärsten innerhalb der erotischen Literatur dürfte hingegen die Beschreibung in der 1893 veröffentlichten Trilogie „Gynecocracy“ (Gynäkokratie) sein. Dort vollziehen unterschiedliche Frauen (teils als Mann vermummt) den instrumentellen Analverkehr mit einem jungen Mann, der seinerseits in Frauenkleider gesteckt wurde.

Als der Begriff „Pegging“ erschaffen wurde, gingen andere Begriffe für dasselbe Phänomen unter, wie beispielsweise „Strap-on-Sex“, „BoB“ (englisch) oder „Rollentausch“, „den Spieß umdrehen“ oder „Revanche“. Gelegentlich wird auch die englische Umschreibung verwendet „Was gut für die Gans ist, ist auch gut für den Ganter.“

Kaum sinnliche Beschreibungen, aber viel Pornografie

Was er für die Sexualität oder überhaupt für den Mann bedeutet, der Pegging erleidet, erduldet oder genießt, sollte getrennt behandelt werden. Allerdings scheitert dergleichen oft daran, dass Männer, die Pegging erlebt haben, ungerne darüber schreiben, gleich, ob sie die Praktik genossen oder verfluchten. Was die Frauen betrifft, die sich aktiv damit beschäftigen, so scheint es so zu sein, dass die größere Anzahl dabei wenig fühlt, und schon gar keine körperliche Erregung. In der einschlägigen Pornografie kommen gar keine Gefühlsregungen vor, dort wir nur optisch veranschaulicht, was möglich ist.

Wer etwas anderes liest, sollte die Quellen genau überprüfen, dann oftmals stehen Hersteller von „Toys“ dahinter, die angeblich sowohl den aktiven wie den passiven Teilnehmer sexuell reizen sollen.

Lest auch den Folgeartikel, in dem beschrieben wird, wie sich das "Strafpotenzial" in ein "Lustpotenzial" wandelte.

Einen Ehemann liebevoll, streng und nachhaltig erziehen …

Er ist Schriftsteller – erschreckt jetzt nicht. Er ist ganz gut und er kann damit richtig Geld verdienen. Aber er ist nicht zielstrebig genug, liefert selten pünktlich ab und gefährdet so das Hauhaltseinkommen. Und so ist es auch mit seiner sexuellen Energie. Ich weiß, dass er einen Großteil davon verplempert – außer Haus und im Haus. Er denkt, ich sehe nicht die vielen Papiertaschentücher … allein der Geruch verrät ihn.

Autorin werden? Ja, bitte!
Aber er scheint erziehbar zu sein. Und gestern habe ich es ihm gesagt. Ich bin nicht die Frau, die einem Mann seine Mängel vorhält - das machen nur Frauen, die sich nicht auskennen mit der Psyche des Mannes. Ich weiß, was ich will, wann ich es will und wie viel ich davon brauche. Und ich weiß, dass ich es bekomme – von ihm oder von jemand anderem. Aber ich will, dass er es mir gibt – jedenfalls das, was ich mal die „Grundversorgung“ nenne.

Ich habe ihm alles präsentiert, was ich über ihn weiß. Seine Vergangenheit. Seine Geheimnisse, seine Perversionen. Ganz ruhig, wie es meine Art ist. Es gibt nichts zu beklagen oder zu beschönigen. Er hat die Energien, aber die Bahnen, in der er sie lenkt, müssen korrigiert werden. Ich werde es sehr liebevoll tun, und doch mit der Strenge, die nötig ist – es soll kein Nachhilfeunterricht sein, um bei mir eine bessere Not zu bekommen. Die Erziehung soll nachhaltig wirken.

Wir haben noch nichts vereinbart, aber ich bin sicher, dass wir einen Weg finden. Es ist nur zu seinem Vorteil. Und ich werde mir überlegen, wie ich ihn strafen und beschämen kann, wenn er wieder schwach werden sollte. Und auch für mich wird es einfacher werden, weil ich ganz sicher bin, dass er die Lust und die Energie, die bisher im Papiertaschentuch landete, besser auf mich verströmen sollte.

Vielleicht werde ich darüber schreiben … es wird ohnehin Zeit, dass ich mit dem professionellen Schreiben beginne.


Nein, auch dies ist kein Roman .. es ist eine Anregung, über eine ungewöhnliche Beziehung zu schreiben – mit viel Fantasie, aber vielleicht auch mithilfe eigener Erfahrungen. Mal sehen, wer den Faden aufnimmt …

Isidora schrieb den Text nach einer Idee aus dem Internet.

Naked Attraction – um Himmels willen, zieht euch etwas an!

Nur sehr wenige Menschen sehen nackt hübscher aus als sie angezogen aussehen. Wir erinnern uns an Hanne Wieder? Nein, dann kann ich euch Nachhilfeunterricht geben.


Was kann ich mir denn nachts noch für 'ne Blöße geben?
Er hat ja alles schon gesehen für sein Geld!


Und:

Erst gestern sagte einer in der Sofaecke:
"Wenn du mich reizen willst, dann zieh dir bloß was an!"


Na also. Und nun haben wir schon den Grund, warum der ganze Zauber beim RTL-2-Format „Nacked Attraction“ bereits verflogen ist, wenn die ersten Penisse oder Vulven auf den Bildschirm kommen. Völlig entblößt und enthaart sieht der Zuschauer am Mann verschiedene Modelle des körpereigenen Wasserhahns samt der dazugehörigen Bällchen. Na ja, vielleicht mögen manche Zuschauerinnen ja begeistert sein, wenn sie das Organ, das sie im Schutz der Dunkelheit in sich aufnehmen, auch mal ganz nah sehen dürfen. Ich stelle mir da mal vor, wie das Instrument auf einem 55-Zoll-Bildschirm aussieht. (Zieht um Himmels willen die Vorhänge zu, wenn ihr die Sendung guckt).

symbolische darstellung - der erste blick
Schlitze wie beim Parkautomaten

Bei den Damen geht es noch lustloser zu. Da mittlerweile fast alle Vulven gleich aussehen (keine Vaginen, ihr Dummköpfe!) sieht man nichts als schmale, senkrecht verlaufende Hautfalten, die auch als Schlitze von Parkautomaten durchgehen würden. Ja, wie soll der Typ sich entscheiden? Soll er diejenige Vulva bevorzugen, die aussieht, als stünde die Inhaberin im Wachsfigurenkabinett oder die leicht gekräuselte, die noch ein wenig menschlich wirkt? So richtig weiß der Typ nun auch nicht, was er damit anfangen soll. Immerhin halten die Damen noch ihre Hände bereit, die sicher mehr Aufschluss bieten als die Vulven.

So weit, so blöd. Wir nehmen mit: Die meisten der Beteiligten, ob Penisvorzeiger oder Vulvapräsentatorinnen, sahen angezogen erheblich besser aus als nackt.

Bild: Symboldarstellung - künstlerische Nachahmung der "Telefonzellen", in denen die Damen und Herren vorgeführt werden.

Einen Penis sehen – der Erste, den ich jemals sah …

Manche denken, er ähnele einer Banane ...
Nein, es geht nicht alleine darum, zum ersten Mal einen Penis zu sehen. Irgendwo siehst du ihn halt zum ersten Mal, und im Internet musst du nicht lange suchen. Das wirklich Interessante ist, ihn aus der Nähe zu sehen. Sagen wir mal, während er wächst und sich aufrichtet, in die Luft starrt und nach einer Hand oder einem Mund giert, der sich seiner erbarmt.

Die Forscherinnen unter euch haben möglicherweise schon einmal einen Mann eingeladen, der sich nicht darüber klar war, dass er der „Wissenschaft dienen“ sollte. Und die Mutigen werden sich den gesamten Prozess von der Erregung über die weißliche Fontäne bis hin zur Erschlaffung schon einmal angesehen haben. Willige Opfer soll es ja in Hülle und Fülle geben.

Selbst, wenn ihr schon Fotos, Videos oder medizinische Darstellungen gesehen habt, werdet ihr feststellen (oder bereits wissen), dass der Eindruck aus der Nähe und im „richtigen Leben“ ganz anders ist. Der echte Penis ist weitaus empfindlicher, sieht oftmals ganz anders aus und er ist nicht „von Natur steif“. Die beste Auffassung besteht darin, den Penis als ein Stück der Natur zu betrachten – und die Natur macht nichts falsch. Allerdings fanden wir unter allen Aussagen nur eine, die in etwa lautete: „Ich war darauf vorbereitet, was ich sehen würde, und es hat mich deshalb nicht überrascht.“

Eine Analyse von Aussagen über „den ersten Penis, den ich sah“ ergab deutlich drei Gruppen von Frauen:

Drei Gruppen von Frauen zeichnen sich deutlich ab

Die Frauen der ersten Gruppe können wir „Beobachter“ nennen. Sie konnten beschreiben, was sie sahen und ob es ihren Vorstellungen und Erwartungen entsprach.

Die Frauen der zweiten Gruppe dachten pragmatisch – sie überlegten, wie sie mit dem umgehen könnten, was sie sahen, unabhängig davon, ob es ihren Erwartungen entsprach oder nicht. Sie dachten also pragmatisch.

Eine dritte Gruppe reagierte ausschließlich emotional. Die Frauen dieser Gruppe beschrieben in der Regel nicht, was sie sahen, sondern ausschließlich, wie sie sich fühlten – zumeist angeekelt, gelegentlich aber auch starr und manchmal auch belustigt.

Typische Aussagen für die erste Gruppe waren Aussagen über den Unterschied zwischen dem schlaffen und dem erigierten Penis, Beobachtungen an der Eichel und der Vorhaut oder der Beschaffenheit der Hoden.

Die zweite Gruppe beschäftigte sich überwiegend mit dem erigierten Penis und seinen Verwendungsmöglichkeiten. Eine der Aussagen war „Bewegt sich der Penis jetzt unkontrolliert oder kann ich das irgendwie steuern?“ Andere fragte sich, ob sie die Lippen oder die Hände einsetzen sollten oder ob ein „derartig großes Ding“ tatsächlich „in sie hineinpassen“ würde.

Die dritte Gruppe war sichtlich befremdet und wusste nichts mit dem „hässlichen Wurm“ anzufangen, im Englischen auch das „einäugige Monster“ genannt. Sie sprachen von Angst oder Ekel vor dem Penis und auch über das Aussehen von Penis, Hoden und Schamhaar, dass sie als unästhetisch empfanden.

Frauen und Männer – so denken wir – sollten sich nie voreinander fürchten, sondern einander entdecken und der Natur einen möglichst freien Lauf lassen.

Was meint ihr?

(Analyse aufgrund von etwa 60 im Internet dokumentierten udn bewerteten Aussagen, also nicht repräsentativ)

Der Teppichklopfer in mittleren Jahren

Teppichklopfer, Ausklopfer oder Züchtigungsinstrument?
Der Teppichklopfer diente neben dem Ausklopfen des Staubs aus dem Teppich auch der „häuslichen Erziehung“. Einfach deshalb, weil er stets zur Verfügung stand und leicht zu handhaben war. Mit ihm geschlagen zu werden, war nicht so intim wie das Schlagen mit der Hand. Und die Distanz zwischen der strafenden Hand und dem entblößten Gesäß ließ deutlich weniger sinnliche Gefühle zu – für den Schlagende so wenig wie für die Geschlagene. Man sagte ja, dass aber einem gewissen Alter mit dem Abklingen des Schmerzes ohnehin ein sinnliches Verlangen entstehen könnte, und man wollte des auf keinen Fall fördern. Tat man es doch, so könnte die physische Nähe während der körperlichen Züchtigung zwiespältige Gefühle erzeugen – nicht nur körperlich, sondern auch emotional. Heißt es nicht, dass es die Schläge nach Beginn der Pubertät waren, bei denen eine Melange zwischen Strafe und und sinnlichem Genuss entstand?

Nehmen wir an, unsere Figur habe solche Schläge nie erlebt. Die Landkarte der Lust, die durch Schläge entsteht, sei bei ihr noch ganz und gar weiß.

Lena will es wissen ...

Nennen wir diese Figur Lena. Nehmen wir an, dass sie dreißig Jahre alt ist und sich nach einer besonderen Art der Lust sehnt. Es ist ein unbestimmtes Verlangen, aber wenn diese Lena sich etwas in den Kopf setzt, ist sie auch besessen davon, es zu erproben. Der Abenteuergeist unserer Lena paart sich, wie so oft, mit einer gewissen Scheu davor, in ihrem Bestreben erkannt zu werden. Sie würde sich schämen, einer Gruppe beizutreten oder auch nur ein einziges der Instrumente, die erkennbar der körperlichen Züchtigung dienen, im Versandhandel zu bestellen. Also besinnt sie sich darauf, was der Haushalt hergibt: Kochlöffel aus Holz sollen sich gut eignen … und Pfannenwender ebenso. Eine große Haarbürste aus Holz? Nein, eher nicht. Doch da war doch noch ein Teppichklopfer … sie holte ihn also aus der Kammer, nimmt ihn in die Hand und schlägt ein paar Mal in die Luft. Die Luft mag solche Schläge nicht und widersetzt sich, wobei sie ein zischendes Geräusch ertönen lässt. Lena merkt schnell, wie viel mehr Energie sie aufwenden muss, und sie erinnert sich, dass die Energie ja nicht restlos verloren geht. Ganz unphysikalisch ausgedrückt: Sobald der Schlag von einem weichen Gegenstand gestoppt wird, dann knallt es, staubt gewaltig und der träge Teppich leistet etwas Widerstand.

Der Ausklopfer und die Gefühle, die er zu erzeugen vermag

Wie unterscheidet sich nun der Teppich auf der Stange von einem weichen Gesäß? Und welchen Unterschied würde jemand verspüren, wenn er diese Schläge durch einen schützenden Kleiderstoff wie beispielsweise Jeans oder Flanell spüren würde? Und was wäre der Unterschied, wenn Po und Ausklopfer nur ein Baumwollslip trennen würde? Oder gar – überhaupt nichts mehr?

Nun, das Problem würde sich nicht durch Nachdenken lösen lassen. Lena würde wohl nur durch einen Selbstversuch erfahren, welche Empfindungen bei all diesen Prozeduren entstehen könnten.

Und nun …? Nun wird Lena eure Figur … behandelt sie recht sorgfältig, und wenn ihr das Thema tatsächlich aufnehmt, dann schreibt ein paar Zeilen an die Redaktion.

Kann denn Liebe Sünde sein?

Wollust als Haltlosigkeit?
Wir sollten mal über die Sünde sprechen. Denn viele Menschen glauben, dass sie sich „versündigen“, wenn sie lieben. Falls wir das präzisieren müssen: wenn sie so lieben, wie es die christliche Kirche nicht vorsieht. Denn „die Liebe an sich“ ist ja schon von Grund auf sakral – sie kann also keine Sünde sein.

Steigen wir ein bisschen tiefer ein: Wie kommen die Kirchen eigentlich auf die Idee, dass es Sünden gibt?

Das erklärt uns ein Autor von Wikipedia so:

Die Sünde besteht nach christlichem Verständnis in einer Abkehr von Gottes Willen, im Misstrauen Gott gegenüber, im Zulassen des Bösen oder im Sich-Verführen-Lassen.


Fassen wir’s mal zusammen: Wir müssen „Gottes Wille“ kennen, dürfen seinen Worten nicht misstrauen und uns nicht „dem Bösen“ zuwenden, das uns verführen will.

Halt! Leben wir eigentlich im historischen mosaischen Umfeld? Oder im Mittelalter?

Nicht frei, nicht gleich, dafür sündig und unmündig

Nein – natürlich nicht. Nach christlicher (insbesondere katholischer) Auffassung sind wir weder frei und gleich geboren noch zu Gottes Ebenbild, sondern leben von Geburt an unter dem Makel der Erbsünde. Ob das nun wirklich so in den Büchern Mose steht? Da könnt ihr ja mal einen Theologen fragen. Er wird euch wahrscheinlich sagen, dass die Erbsünde eine Konstruktion ist.

Und die Liebe? Sie existiert eben auch als Lust, und als Lust steht sie der Wollust nahe, und eben jene Wollust ist nicht nur eine Sünde wie viel andere, sondern eine Todsünde – und davon gibt’s nur sieben.

Die anderen sind Hochmut, Geiz, Zorn, Völlerei, Neid und Faulheit.

Wollust - die Mutter weiterer Sünden?

Was ist sie nun, die Wollust? Sie führt, so habe ich mir sagen lassen, zu weiteren Sünden, weil sie vom Genuss, dem begehren und dem unkeuschen Verhalten angetrieben wird. Pikanterweise wurde der Vorwurf der Wollust in Hexen- und Ketzerprozessen erhoben, und er richtet sich ebenso gegen einen großen Teil der „unkeuschen“ Literatur.

Im Volksmund sind „Sünden“ eher kleinere Abweichungen von ungeschrieben Gesetzen. Und weil wir „allemal Sünder“ sind, dürfen wir sie zumeist weglächeln.

Findet eure Antworten selbst; Sünder

Und was die Lust betrifft, die Sinnlichkeit, die Verführung und was sonst noch als Sünde zählt?

Findet eure Antwort darauf, wenn ihr katholisch seid, Mitmenschen. Und für den Rest gilt her, was Zarah Leander mit rauchiger Altstimme vortrug:

Liebe kann nicht Sünde sein,
doch wenn sie es wär'
dann wär's mir egal -
lieber will ich sündigen mal,
als ohne Liebe sein!


Wem das zu profan ist, dem füge ich noch ein Zitat aus „Schwester Monika“ hinzu (um nicht gleich de Sade zu zitieren, der hier wahrscheinlich als Ketzer herausfallen würde):


Beide, die Schönheit der Seele und die des Leibes, sind ja ohnehin dem Verderben und der Auflösung unterworfen, warum sie nicht genießen, warum sich ihrer nicht teilhaftig machen? Nicht zu lieben, nicht zu genießen, sind die größten Verbrechen gegen die Gottheit und die Natur.


Ja, die Gesetze … vor allem die mosaischen. Man wird unter den „Zehn Geboten“ keines finden, das die Lust an sich verdammt. Nur das Neiden, das Begehren des „Eigentums“ des anderen, das wird verdammt.

Zitat Leander: Nach der Aufnahme. Zitat "Monika" nach dem Original von 1815 aus einer Ausgabe von 1910. Als Autor gilt nach ausführlichen Textanalysen und anderen Indizien der Jurist und Dichtermusiker E.T.A. Hoffmann.Bild oben (Auszug) Pieter Brueghel