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Woran denkst du? Ein Dialog während eines Dates ...

Hast du schon mal daran gedacht, ein Date zu beschreiben, das nur aus intelligenten Dialogen besteht, und hinter dem doch die höchste Lust lauert? Diesen Dialog haben wir uns von Isidora schreiben lassen. In ihm fällt kein Wort über Lust oder Sex. Und doch geht in den Köpfen der beiden Teilnehmer nichts anderes vor.

Dazu haben wir noch eine besondere Form gewählt, die den Dialog noch etwas geheimnisvoller macht: „Ich denke, dass du denkst.“ Wenn du das Thema „Dating“ oder „Begegnungen“ behandelst, wirst du immer finden, dass ein Thema im Kopf herumschwirrt:

„Was denkt sie von mir?“
„Was denkt sie, denke ich von ihr?“


Das Thema hat der britische Psychiater Ronald D. Laing wissenschaftlich und literarisch verarbeitet. Wir haben hier die einfachste Form eingearbeitet, die zwischen Frauen und Männern tatsächlich oft vorkommt.

„Wie denkst du darüber, den Abend noch … etwas auszudehnen?“
„Du würdest gerne etwas … intimer werden, habe ich recht?“
„Wenn du es sagst … hast du schon etwas im Sinn?“
„Ich denke, der Mann macht die Vorschläge?
„Was muss ich tun, damit du … na ja, mitkommen würdest?“
„Du musst etwas Nettes sagen.“
„Du bist schön …“
„Schön sind viele Frauen … doch was findest du besonders an mir?“
„Ich liebe dein volles, dunkles Haar … es macht dich … sinnlich.“
„Und sonst?“
„Deine hübschen, reifen Lippen … sie locken verführerisch …“
„Und an was denkst du dabei?“
„Ich frage mich, wie sie wohl schmecken …“
„Darüber müssen wir noch reden …“
„Warum darüber?“
„Weil du dabei noch an etwas anders denkst, wie ich annehme …?“
„Und wie denkst du über das, was ich denke?“
„Kommt drauf an, was du selbst zu bieten hast.“
„Darüber kann man nicht sprechen, fürchte ich …“
„Ich rede nicht von dem, was du jetzt denkst.“
„Wovon dann?“
„Du bist doch ein Gourmet, oder?“
„Ja, schon …“
„Schon mal Austern genossen?“
„Ja sicher … letztes Jahr in der Bretagne. Sie waren köstlich.“
„Ein wenig salzig, und sie schmeckten nach Meer und Tang?“
„Ja, warum fragst du?“
„Denk nach …“

(Zum Weiterschreiben geeignet ...)

Ein ungewöhnlicher Dialog über Dating

„Ich kenne einen, der dir gefallen würde.“

„Wieso, hast du mal mit ihm …?“

„Red‘ nicht so dummes Zeug. Er hat einen guten Charakter, und er verdient gutes Geld … was willst du mehr?“

„Wie alt ist er?“

„Etwas über 40.“

„Über 40? Bist du bescheuert?“

„Du bist selber fast 35, oder?“

„Hör mal zu: Ich habe oft genug Männer über 40 getroffen. Das reicht mir für eine Weile, verstehst du?“

„Nein, was reicht dir?“

„Solche Männer haben längst unförmige Körper, fette Bäuche und so. Und sie tun so, als ob sie dein Vater wären, wollen dir sagen, wie das Leben wirklich ist und so. Und ich sag dir: Die meisten kommen in fünf Minuten und das war’s dann. Das ist nichts für mich, echt nicht.“

„Du meinst, dass sie fünf Minuten kommen?“

„Du versteht das nicht. Es ist das ganze Paket, das da kommt. Wenn er mich nicht richtig vögelt, versuch ich auch keine Beziehung, kapiert?“

„Geht’s nicht auch anders herum?“

„Ich sag ja: Du verstehst gar nichts.“

Nicht jedes T-Shirt schmückt die Trägerin

Wer's tragen will, sollte die Öffentlichkeit meiden
Sprüche auf T-Shirts missfallen mir, egal, wie "sinnvoll" sie sich lesen. Dieses fand ich dieser Tage. No comment - und übersetzt es euch selbst. Und fragt nicht, wo ihr's bekommt - wir haben keinerlei Quelle gefunden.

Experimente in Stil – die Vorbereitung zum Aufsitzen

Wie ist dein Stil? Dies ist ein Schnipsel aus einer erotischen Geschichte, die aus einer ganz ähnlichen Episode entwickelt wurde. Wahrscheinlich werdet ihr denken: „So etwas gibt es nicht.“ Aber für Menschen mit Fantasie gibt es auch Elfen, Feen und Zauberdrachen.

Seine rechte Hand betont mit ihrem sanften Rhythmus den beachtlichen Umfang seines Geschlechtsteils. Es wirkt leicht aufgeheizt, rötlich getönt und es ist ohne Zweifel schon recht voluminös. Dicke, bläuliche Adern treten hervor, solche, wie sie in manche Dildos eingeprägt sind, doch in der Natur wirken sie viel bedrohlicher. Ein Spruch kommt mir in den Sinn: „Deine Augen sind größer als dein Magen.“ Unwillkürlich huscht ein kleines Lächeln über meine Lippen. Schließlich war es meine Idee, ihn erst zu reiten, wenn er in der nötigen Verfassung wäre.

Dieser Mann macht den Eindruck, als würde es sein normaler Alltag sein, auf einer schwarzen Samtdecke zu liegen und seinem Penis konzentriert und konsequent die richtige Steife zu geben. Sein Gesicht ist von einem beinahe unwirklichen Ernst geprägt, und nicht die geringste Spur sexueller Erregung zeigt sich in seinen Augen. Ich denke an das Schlimmste, was nun gesehen könnte: was wäre, wenn er seine Ruhe verlöre, wenn es in einfach überkäme? Dann würde der ganze Segen seiner Lenden verpuffen, der Samtstoff wäre vollgespritzt mit einer klebrigen, opaken Masse, und alles Bemühen hätte ein Ende.

Seine Stimme holt mich aus den trübseligen Gedanken. Fast tonlos, ohne Erregung, aber überaus freundlich lud er mich ein: „Es ist nun Zeit für Ihren Ritt, Madame. Senken sie ihren Körper ab, und zeigen Sie ihre Reitkünste, solange sie wollen.“

Eine wirkliche Dame genießt und schweigt, und genau das beherzige ich über den Verlauf meines Abenteuers. Nur eins will ich euch verraten: Die Augen waren nicht größer als der Magen.

Dieser Artikel ist reine Fiktion. Die Veröffentlichung erfolgt in folgendem Sinne: Ihr dürft die Story stehlen, wenn ihr die Quelle der Idee angebt. Isidora schreibt bei uns Textfetzen aus der Literatur um und setzt dabei neue Akzente.