Promiskuität

  retro - opas und omas lüste und leidenschaften, sex Keine Kommentare

Promiskuität im neuen Lexikon der Lust erklärt

Das Wort ist Bestandteil der Bildungssprache und bedeutet, dass Menschen ihre Sexualpartner entweder häufig wechseln oder dass sie mehrere parallele sexuelle Beziehungen unterhalten. Diese Definition wird seit den 1970er Jahren in vielen leicht abgewandelten Formen verwendet. Eine zweite Bedeutung als Adjektiv (promiskuitiv oder promisk) bezeichnet seither die Eigenschaft, sexuell freizügig zu agieren oder zu reagieren.

Vorausgegangene Bedeutung von Promiskuität

Im 19. und früher 20 Jahrhundert war diese Bedeutung noch völlig unbekannt. Damals galt noch die ursprüngliche Bedeutung „Vermischung“ oder, in anderem Zusammenhang, die „Gemeinschaft der Frauen “ (Weibergemeinschaft).

Zukünftige Anwendung des Wortes         

Obgleich das Wort in letzter Zeit (2020) wieder häufig verwendet wird, ist es zu unscharf, um als wissenschaftlich exakt zu gelten. Die Frage, „wie viele Partner, in welchem Zeitraum“ nötig sind, um von Promiskuität zu sprechen, ist niemals beantwortet worden – unter anderem, weil sie sehr abhängig von der Zeit ist, in der sie gestellt wird.

Andere Bedeutungen von Promiskuität

Teilweise steht das Wort für eine suchtartige Neigung, Sex mit möglichst vielen verschiedenen Partnern auszuführen und sich dabei in Abhängigkeit von den Gefühlen zu begeben, die dabei entstehen. In diesem Zusammenhang wird dann von Hypersexualität, Nymphomanie (Mannstollheit) oder Sexsucht gesprochen. All diese Begriffe werden gerne an die Öffentlichkeit gebracht, weil sie publikumswirksam sind. Doch auch hier gilt: Was dabei öffentlich behandelt wird, entspricht nur selten der Realität.

Quellen:

Wikipedia, Meyers Lexikon (19. Jh., 5. Auflage), Brockhaus (19. Jh.), Duden (heute)