Heteroflexibilität

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Heteroflexibel sein – im neuen Lexikon der Lust

Der Begriff Heteroflexibel wird für Frauen und Männer verwendet, die weder als heterosexuell noch als bisexuell eingestuft werden wollen, weil sei keine Grundeinstellung (Orientierung) zu der einen oder anderen Form der Sexualität haben, sondern flexibel gegenüber der Wahl ihrer Liebespartner sind.

Dabei bezeichnen sich die Menschen, die ihn praktizieren, als heterosexuell, gelegentlich lehnen sie den Begriff auch ganz ab und sagen, sie seien sexuelle Wesen, und das müsse reichen. Man spricht auch von „Fluidty“ oder „fluid sexuality“, auf Deutsch „fließende sexuelle Orientierung“

Heteroflexibel – das gleiche wie Bisexuell?

Oftmals wird diskutiert, ob es einen Unterschied zwischen „Heteroflexibilität“ und „Bisexualität“ gibt. Offenbar liegt er in der Einstellung zu sich selbst und seinen eigenen sexuellen Bedürfnissen sowie der Art, in der man Menschen begegnet. Menschen, die sich als „bisexuell“ bezeichnen, neigen allerdings eher dazu, sich der „Etikettierung“ zu unterwerfen als Personen, die sich nach eigener Einschätzung flexibel verhalten.

Heteroflexbilität und Partnersuche

Zumeist wird kein gleichgeschlechtlicher Partner gesucht, zumal nicht für eine Lebenspartnerschaft. Die Kontakte ergeben sich aus einer allgemein-positiven Einstellung zur Sexualität, zum Beispiel als Dritte/Dritter bei einem Paar und bei Ausflügen „auf die andere Seite“, um die Abwechslung zu genießen.

Hat es Sinn, sich selbst als „heteroflexibel“ einzuordnen?

  • Im Grunde hat jeder Mensch eine gewisse Heteroflexibiliät, das heißt, er kann sexuelle Handlungen an beiden Geschlechtern vornehmen oder sich auf solche Wünsche einlassen. VieleMenschen (besonders Männer) tun es nicht, weil sie fürchten, dann als „homosexuell“ bezeichnet zu werden.
  • Der Begriff fällt auch unter all die neuen, im Mode gekommenen „geschlechtlichen Ausrichtungen“, zu denen auch Asexuelle, Pansexuelle, Demi-Sexuelle und Sapiosexuelle gehören. Diese Differenzierungen in nahezu unendlich viele geschlechtliche Orientierungen hat jedoch kaum Sinn, weil damit nur noch mehr fragwürdige „Etiketten“ vergeben werden.
  • Wenn nicht nur von sexueller Anziehung und entsprechenden Aktivitäten, sondern auch oder stattdessen von Liebes die Rede ist, wird auch von „heteroromantischen“ Neigungen gesprochen.

Eine andere Bezeichnung, ist die „fließende Sexualität“. Auch sie wird als Bezeichnung für das verwendet, was heteroflexible Menschen tun: Ihre Sexualität nicht festlegen lassen, sondern sie fließend auszuleben.