Analsex

  sex, sexualpraktiken Keine Kommentare

Analsex -und Analverkehr im neuen Lexikon der Lust

Anal bedeutet „durch den Anus“ und steht in der Medizin wie in der Erotik dafür, den Anus als „Einstieg“ in den Enddarm zu nutzen. Anale Stimulation, Analverkehr oder Analsex kann in verschiedenen Varianten ausgeführt werden. Man teilt den „echten“ Analverkehr in „aktiv“ und „passiv“. „Aktiv“ heißt, dass jemand die Rosette des anderen nutzt, um mit seinem Penis oder einem Dildo in ihn „einzudringen“ und ihn so anal zu reizen. „Passiv“ heißt, dem anderen die Möglichkeit zu bieten, dies zu tun. Analverkehr sollte immer mit Kondom und einem Gleitmittel ausgeübt werden.

Frauen und Männer

Beide Geschlechter empfinden beim Analverkehr Reizungen, die als angenehm oder unangenehm empfunden werden können. Männer haben sehr heftige Empfindungen, wenn der eindringende Finger, Penis oder Dildo die Prostata berührt. Vielen Männer, die zur Vorsorgeuntersuchung gehen, ist dieses Gefühl bekannt – es wird zumeist am Anfang als unangenehm empfundnen, doch berichten viele Männer, dass es eine sehr herausfordernde sexuelle Reaktion auslöst.

Analerotik und Analsex

Analsex heißt allgemein jede Praxis, bei der einer der Beteiligten ein Körperteil nutzt, um in den Anus vorzudringen, während Analverkehr oftmals auch für andere anale Lüste benutzt wird, etwa dem Gebrauch von Kugelketten, Analplugs oder P-Punkt-Dildos. Wird der Dildo von Frauen „angeschnallt“, spricht man auch von „Pegging“.

Anale Rollenspiele

Bei erotischen Spielen werden in den Anus Finger oder Dildos eingeführt, teilweise auch Gegenstände, Zäpfchen und medizinische Geräte (Beispiel: Fiebermessen beim Doktorspiel). Beim sogenannten Kliniksex kommen auch noch Irrigatoren (für Einläufe) zum Einsatz.

Anal – jenseits des Üblichen

Bei manchen „hart gesottenen“ Spielern und in der BDSM-Szene spielt die Analdehnung eine bedeutende Rolle, weil auch Fisting zum Einsatz kommt. Teilweise werden auch reizende Stoffe verwendet, um die Lust zu verstärken, typischerweise der Ingwer, der bei der eher seltenen Praxis des „Figging“ eine Rolle spielt.

Ausführlich informieren, gut vorbereiten

Der Analverkehr kann normalerweise nicht ohne Vorbereitung ausgeführt werden, und es gibt gesundheitliche Risiken unterschiedlicher Art. Als Faustregel gilt: Immer mit Kondom, und mit reichlich Gleitmittel. Ob es sinnvoll ist, zuvor Einläufe zu verwenden, ist umstritten.

Ausführliche Informationen findest du bei Lilli und anderwärts auf verlässlichen Webseiten.