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Herausforderungen im Leben, in der Lust und im Schmerz

Herausforderung - was wird geschehen?
Im Bereich der Sexualität trifft nahezu jeder Mensch einmal oder auch mehrfach in seinem Leben auf besondere Herausforderungen. Nach der üblichen Definition sind „Herausforderungen“ besondere Aufgaben, die wir uns selbst stellen oder die eine andere Person an uns stellt.

Nehmen wir die Herausforderung an, so gehen wir ein Risiko ein, das zu mehr Lust oder aber auch zu Verdruss oder Schmerz führen kann.

Erste sexuelle Handlungen sind immer Herausforderungen

Es gibt kaum etwas auf dem weiten Feld der Sexualität, das keine Herausforderung darstellt. „Das“ erste Mal, oder die „ersten Male“, in denen wir Abweichungen praktizieren, die Abenteuer, die wir eingehen – all das sind Herausforderungen. In vielen Fällen müssen wir Vorbehalte oder massive Ängste überwinden, um den Mut zu fassen, eine Herausforderung einzugehen, und sicher nicht nur in der Sexualität.

Wer sich herausfordern lässt, will in der Regel siegen, will dem Herausforderer zeigen, dass er den Mut und die Kraft hat, über sich hinauswachsen.

Die Grenze überschreiten – die besondere Herausforderung

Besonders intensive Herausforderungen bieten sich, wenn wir Grenzen überschreiten, vor deren Übertritt man uns gewarnt hat. Wir wissen dann, dass wir uns auf unsicherem Territorium befinden, und müssen wohl oder übel darauf vertrauen, sicher geleitet zu werden. Falls wir diese Abenteuer bestehen, gehen wir gestärkt heraus, fall nicht, treten häufig Konsequenzen auf, die wir nicht mögen. Vielleicht verlieren wir unser Ansehen bei den oder dem Anderen, oder wir beginnen, an uns zu zweifeln.

Dies alles gilt für uns hier, im wirklichen Leben, in dem Bereich also, den wir gerne als „unsere Realität“ bezeichnen.

Doch wie verhält es sich in der Fiktion? In unseren Tagträumen? In den Romanen, die von Herausforderungen handeln? Und was ist dort zum Beispiel eine „sexuelle Herausforderung“?

Die Herausforderung und das Gemenge, das uns hindert

Im Grunde sind alle „sexuellen Herausforderungen“ in Wahrheit Gemenge aus der Überwindung geistiger, emotionaler und körperlicher Grenzen – vermutlich gar in dieser Reihenfolge. Zuerst muss das „Undenkbare“ wahrhaftig „denkbar“ werden, dann müssen die Schranken unserer Befürchtungen und Ängste überwunden werden, und schließlich muss zugelassen werden, dass der Körper herausgefordert wird.

Der Körper, die Fiktion und die Realität

Auch dies gehört in weiten Teilen noch zur Realität, geht aber in die Fiktion über, sobald der Körper betroffen ist. Autorinnen und Autoren neigen dazu, ihren Figuren wesentlich mehr zuzumuten als sich selbst. Sowohl die Lust als auch der Schmerz können im erotischen Roman auf die Spitze getrieben werden, ohne dass der Körper unter der Last der Herausforderungen zusammenbricht. Und daher kommt es auch, dass sogar Geschichten über erotische Unterwerfungen, Strafen, Versklavungen oder gar Folterszenen von den Leserinnen und Lesern noch weitgehend goutiert werden.

In der Realität geht kaum jemand „bis zum Äußersten“, weil eben dieses „Äußerste“ unabsehbare Folgen haben kann – sogar im Sport. Indessen ist im Bereich vergleichbarere Storys „das Äußerste“ gar nicht fassbar. Und so mag es kommen, dass sich Leserinnen und Leser mit den Heldinnen und Helden, die „das denkbare Äußerste jenseits des erlebbaren Äußersten“ wagen, in besonderem Maße identifizieren.

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