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Macht, Reichtum oder Ruhm – was wollen Frauen eigentlich?

Diese Schweine - aber Schweine sind immer die anderen ...
Männer können, wenn sie wollen, genau so unverschämt über Frauen herziehen, wie manche Frauen über Männer reden. Das hat seinen Grund: Wenn Männer nur noch als Schweine, schwanzgesteuerte Ungeheuer oder gar potenzielle Vergewaltiger dargestellt werden, dann schlagen sie mit Hass statt mit Argumenten zurück. Eines davon: Die Triebfeder der Frauen für ihre Handlungen sei in Wahrheit der Zuwachs an Macht, Reichtum und Geld – und das würden sie sich nach wie vor bei Männern besorgen.

Wonach Frauen angeblich lechzen

Aus dieser Sicht tun Frauen fast alles, um mithilfe von Männern Macht, Geld oder Ruhm zu gewinnen. Diese Männer halten Frauen für völlig zügellos, wenn sie nach einem dieser drei Faktoren lechzen – oder gleich nach allen drei. Zügellosigkeit, Selbstsucht, Materialismus seien die Auslöser, Skrupellosigkeit das Erfolgsrezept.

Die meisten Frauen allerdings – so diese Theorie - seien an Geld interessiert. Dazu sagen die Amreikaner gerne, sie seien "Goldgräberinnen".

Sie sind wie besessen, Dinge zu besitzen. Mit einem Satz: Frauen identifizieren sich mit den Dingen, die die sie kaufen können. Sie betrachten dies als Quelle und Ziel ihres Daseins.


Gilt dies nun auch für emanzipierte Frauen? „Oh ja“, sagen die Männer, die so denken. Es habe gar nichts mit Emanzipation zu tun, denn Frauen wollten Unabhängigkeit, Freiheit und ein eigenes Einkommen so, wie sie eine teure Handtasche wollen: Sie glauben, einen Anspruch darauf zu haben.

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Wer solche Sätze liest, wird zunächst denken: Die sind ja meschugge, die Jungs. Doch was ist der Hintergrund?

Macht, Mittel und Möglichkeiten

Dazu müssen wir mal nach „ganz oben“ gucken, wo das Geld der Nadelstreifenmänner sitzt, und nach „ganz unten“, wo die frustrierten Kerle hocken. Und während sich die männlichen Geld-Eliten alles kaufen können – notfalls auch die Zuneigung von Frauen - sitzen die armen Jungs am unteren Ende vor ihren Handys uns versuchen, Frauen per Online-Dating an Land zu ziehen.

Die Männer „da oben“ locken heiratswillige Frauen aller gesellschaftlichen Gruppierungen an. Diese Frauen versuchen, den genannten Männern nahezukommen – und das ist keine Schande, sondern eine verständliche Reaktion. Einige der Frauen begegnen diesen Männern „auf Augenhöhe“, andere nicht – sie wünschen sich den sozialen Aufstieg. Auch das ist nicht verwerflich. Es ist die einfachste Art, die Hierarchien der Gesellschaft zu überwinden und zu versöhnen. Im Endeffekt heißt dies: Diese Männer haben die Auswahl – und nicht nur unter „seriösen“ Frauen. Wer (noch) keine Lust auf Beziehungen hat, kann sich mit Affären begnügen. Das Angebot ist vorhanden, und es ist größer als die Nachfrage. Warum sollten diese Männer einen Groll oder Hass auf Frauen hegen?

Wo die Männer auf die weibliche „Anspruchshaltung“ treffen

Die Männer „da unten“ (wo immer „da unten“ beginnt) mühen sich, Partnerinnen zu finden. Und sie sehen dabei, dass Frauen sich gerne einen gewissen Luxus leisten: Sieben Handtaschen sind selten genug, und 70 Paar Schuhe keine Seltenheit – auch unter Frauen, die nicht glorios verdienen. Sie glauben, dass all die überflüssig sei, und sie denken darüber hinaus, dass die Frauenseele offenbar umso mehr zu ihren Gunsten ausschlägt, je mehr sie mit Euroscheinen betankt wird. Und nun geschieht zweierlei: Erstens kommen sie beim Online-Dating unweigerlich mit Frauen zusammen, die ihre „Anspruchshaltung“ offen zur Schau tragen, obgleich sie sich zumeist völlig überbewerten. Und anderseits treffen sie im Internet auf Frauen, die ihrerseits Profit daraus ziehen wollen, dass diese Männer so schrecklich gefrustet sind.

Die Mehrheit liegt „irgendwo dazwischen“

Gesagt werden muss an dieser Stelle noch, dass es nicht nur „die da oben“ und „die da unten“ gibt. Sie wurden hier nur als Extreme genommen. Die große Masse liegt, wie immer und überall, zwischen den Extremen.

Frust und Betrug vor allem bei den ohnehin Enttäuschten

Nimmt man nun alles zusammen, so haben wir die Ursachen für Hass und Missgunst. Ausgehend vom Online-Dating kann man sagen: Je besser Männer sozial, finanziell und auch mental dastehen, umso weniger interessiert sie, ob Frauen „Ansprüche“ haben – die können sie notfalls weglächeln. Und sie verfallen auch weiblichen Betrügern wesentlich seltener: Eine hübsche Affäre gibt’s für wenig Einsatz – ab null Euro und auf kurzen Wegen. Und warum sollte der selbstbewusste Mann einer Betrügerin ein paar Hundert Euro dafür bezahlen, dass sie dem Mann „Aufmerksamkeit“ schenkt, so wie es manche Internet-Frauen anbieten?

Die Klischees existieren auf beiden Seiten – bei Frauen wie bei Männern, und immer wieder finden wir Menschen, die solchen Klischees entsprechen. Aber nur wenige Frauen und Männer unseres Alltags leben von und in „Klischees“. Und deshalb: Männer-Bashing ist so fies wie Frauen-Bashing. Wir sind alle Personen und sprechen nicht für das gesamte Geschlecht, dem wir angehören.

Hinweis: Alle Zitate wurden verfremdet. Wir möchten nicht, dass die Quellen erkannt werden und die Hassprediger dadurch mehr Zulauf bekommen.

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