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Was heißt eigentlich „finanzielle Interessen“?

Der Anblick mag kostenlos sein ... doch kfi oder ofi für die nähere Betrachtung ist selten
Immer wieder kannst du lesen, dass sich Frauen für Kurzzeit-Beziehungen anbieten, die „keine finanziellen Interessen“ haben. Das kürzt sich dann kfi ab. Nur wenige Damen machen vor vornherein klar, dass sie „finanzielle Interessen“ haben – dann handelt es sich meist um semi-professionelle Huren oder „Escort-Girls“.

Manchmal taucht in Suchanzeigen, aber auch in Angeboten, der Name „ofi“ auf – „ohne finanzielle Interessen“, was das gleiche (aber möglicherweise grammatikalisch korrekter) ist, als „kfi“ zu schreiben. Neuerdings sind es oft Männer, die Frauen, Paare oder andere Männer "ohne finanzielle Interessen" suchen.

Sex und noch viel mehr zum Nulltarif - durch "ofi" oder "kfi"?

„Suche Sex ofi“ ist inzwischen ein Knüller in Suchmaschinen, der auffällig oft in der Schweiz verwendet wird, „Sie sucht ihn“ mit „kfi“ findet man häufig in Deutschland.

Wer ist auf der Suche nach Schmerz und Wonne "ofi"?

In den Beispielen, die wir aktuell durchsahen, wurden überwiegend Frauen oder Paare gesucht – von Männern, die auf diese Weise „kostenlos auf ihre Kosten“ kommen wollen. Auch ältere, schwule Männer suchen immer noch in Anzeigenspalten nach jungen, rasierten Kerlen, die „kfi“ haben.

Anzeigen von Frauen sind hingegen seltener geworden, aber dafür oft skurriler.

Beispielanzeige (textlich entschärft)

Eine wilde Stute in Strapsen, rasiert, für alles offen, auch ov gegenseitig, sucht erfahrenen Mann für Treffen. Sag mir, worauf du stehst – kannst ruhig normal bestückt sein, darauf kommt’s nicht an. Ich habe keine finanziellen Interessen (kfi).


Anzeigen, in denen „kfi“ odre „ofi“ gesucht wird, werden in der Regel von sex- oder schmerzsüchtigen Menschen aufgegeben - gelegentlich auch von Fetischisten. Ihnen gemeinsam ist, dass sie auf keinen Fall für die Gegenleistungen bezahlen wollen. Da macht die Sache aber nicht „edler“, sondern eher fragwürdiger, weil die meisten dieser „Leistungen“ nicht „kostenlos“ am Markt der Lüste zu haben sind.

Wer bietet sich oder seine Dienste ohne finanzielle Interessen an?

Ähnlich verhält es sich mit den Angeboten, in denen erotische, sexuelle, schmerzbetonte oder fetischistische Dienstleistungen aller Art ohne finanzielle Interessen, also „kfi“ oder „ofi“, geboten werden.

Jeder, der annimmt, es gäbe sexuelle Dienstleistungen ohne jegliches finanzielle Interesse, sollte sich vergegenwärtigen, dass die meisten dieser Dienste viel Selbstüberwindung und/oder Routine benötigen. Schon deshalb verlangen Dienstleister(innen) Geld oder Geldeswert. Zudem sollte sich jeder fragen: Wenn die Dame (oder der Herr) keine finanziellen Interessen hat, welches Interesse hat sie/er dann an der Begegnung? Oft stehen niedrige Motive, kriminelle Energien und dergleichen dahinter. Und gelegentlich heißt „kfi“ auch nur: „Ich beanspruche keine Vorauszahlungen, aber ich weiß schon, wie ich dich vor Ort ausnehmen kann.“ Bei solchen Anzeigen ist also stets die größte Vorsicht geboten.

(1) Geld (Bargeld) wird oft als „Tribut“ bezeichnet, bei Gelegenheitsprostituierten auch als „Taschengeld“.)

Siehe auch: Lexikon der Lust.

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