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Über die Nippel zum Orgasmus?

Nippel heißen eigentlich Brustwarzen, aber der Name ist nicht schön. Und darum sagen wir lieber: Nippel oder Nippelchen, etwa so: „schau mal, wie ihre Nippel hervorstehen, ich möchte bloß wissen, an was sie jetzt denkt.“

Ich weiß nicht, wie es bei euch ist: Aber es gibt wirklich Frauen (und Männer sowieso) , für die sind die Nippel „wie nutzlose Kippschalter, die es in fast jeder Wohnung gibt. Du kannst daran herumknipsen, so oft du willst, und nichts regt sich.

Nippel: Quelle der Nahrung, Anzeiger für Erregung, sensible erogene Zonen

Die Lust daran - Überbleibsel aus der Jugend der Primaten?
Und das bleibt vielleicht eine ganze Zeit so, bis du sie für dich entdeckst. Denn der Mediziner weiß, dass du in den Brustwarzen und den Warzenhöfen sehr sensible Nerven besitzt, die besonders stark auf äußere Reize reagieren. Sie gelten sogar als ausgesprochen erogene Zonen des weiblichen Körpers. Und zu allem Überfluss zeigen sie auch noch den Zustand der Erregung äußerlich angezeigt wird. Diese Art der Erektion wird durch hormongesteuerte Nervenzellen verursacht, die beim Stillen von Säuglingen aktiviert werden, aber auch bei anderen Berührungen der Brustwarzen mit den Fingern, dem Mund oder der Zunge. Viele Frauen sagen, sie könnten die Erektion auch durch „geile Gedanken“ hervorrufen, während Aktfotografen auch Kälte (Eiswürfel) einsetzen, um die Brustwarzen in den erigierten Zustand zu versetzen.

Wie kann es nun sein, dass Frauen über die Brustwarzen so enorm stimuliert werden können? Und ist dies bei Männern auch möglich?

Stellt euer Wissen über Anatomie auf den Kopf!

So – und nun müssen wir euer gesamtes anatomisches Wissen auf den Kopf stellen, um uns an die Wahrheit heranzutasten. Und das heißt konkret: Eine erogene Zone (egal welche) löste zwar einen Reflex aus, und er kann auch heftig sein, aber sie führt nicht automatisch dazu, „feucht zu werden“. Und das geht noch weiter: „Feucht werden“ heißt immer noch nicht, den absoluten, wilden Drang in dir zu spüren, jetzt, hier sofort und absolut vögeln zu wollen.

Ei, und wie mag das kommen?

Wie wir wirklich zur höchsten Erregung und zum Orgasmus kommen

Allein die Optik regt manche Männer an ...
Weil wir bisher so getan haben, als hätten wir kein Gehirn. Es ist dazu da, Eindrücke aufzunehmen, zu verarbeiten und am Ende Körperreaktionen auszulösen.

So mag es der Frau mit den „Kippschaltern“ gegangen sein: Sie könnte ihre Nippel geschnippt, gezwickt oder zwischen Daumen und Zeigefinger gezwirbelt haben, und alles, was daraufhin im Gehirn ankam, mag unter „tut weh“ oder „macht gar nichts“ abgelegt worden sein. Das heißt: Diese Frau wurde nicht geil, als sie ihre Brustwarze berühren ließ oder selbst berührte.

Schilderungen von Frauen lesen sich etwa so:

Irgendwann entdeckst du dann, dass diese Nippel von allerlei sensiblen Nerven durchzogen sind, die irgendwo mit deinem Lustzentrum verdrahtet sind, auch wenn das eigentlich gar nicht sein kann. Und wenn du dann an den kleinen Schaltern spielst, dann spürst du Lust, Wonne und Schmerz und manchmal alles miteinander.

Hier mal in einer Schilderung, die wir erst kürzlich entdeckten:

Es fühlt sich so an, als würde eine direkte Nerven-Verbindung zwischen meinen Brustwaren und der Klitoris bestehen, wenn meine Nippel stimuliert werden. Also, wenn meine Nippel stimuliert werden, dann fühle ich das auch in der Klitoris.


Und nun bekommen wir auch die Idee, warum manche Frau allein durch Zungenküsse geil wird, eine andere durch G-Punkt-Dildos und eine dritte durch den bloßen Gedanken an Sex. Das Gehirn reagiert auf viele unterschiedliche Reize: die Intensivsten gewinnt es zweifellos aus der Berührung der Klitoris, doch am Ende ist es das Gesamtbild, das stimmen muss –und das kann für jede Frau ganz unterschiedlich sein. Die Zunge im Mund, die Haut des/der anderen auf der eigenen Haut, die Stimulation der Brustwarzen, der Klitoris oder des G-Punkts – alles mischt sich ab mit vorausgegangenen schönen Erlebnissen oder auch nur geilen Fantasien.

Der Nippel-Orgasmus - gibt es den?

Der sogenannte „nipplegasm“ auf deutsch etwa “Nippelgasmus”, also ein Orgasmus, der alleine durch Brustwarzenstimulation hervorgerufen wird, ist allerdings offenbar selten. Viel häufiger sind Schilderungen von Frauen, dass der Orgasmus beschleunigt wird oder sich „anders anfühlt“, wenn die Brustwarzen stimuliert werden. Dies wird deutlich in einer Schilderung:

Und wie ist es mit den Nippel beim Mann?

Erst auf den zweiten Blick erogen
Männer sind nicht gewohnt, an den Brustwarzen stimuliert zu werden. Es mag ihnen daher zu Anfang so ergehen wie der anfangs zitierten Frau: Man kann an ihnen soviel herumknipsen wie an einem Kippschalter ohne Funktion. Doch sobald du sie an den Brustwarzen und zugleich an anderer Stelle stimulierst, wirst du merken: Auch beim Mann geht da etwas. Denn sowohl bei der Frau wie beim Mann können die Nippel sexuell gereizt werden – oft durch einfache Stimulation (Küssen), vor allem aber durch heftige Manipulation (zum Beispiel Ansaugen, bei manchen Männern auch durch sanftes Beißen).

Es scheint so zu sein, dass Männer sich davor fürchten, ihre vielen erotisch sensiblen Zonen („erogene Zonen“) zu entdecken. Einmal, weil Männer nicht als „sensibel“ dastehen wollen und dann sicher auch, um nicht als „schwul“ angesehen zu werden – eine weitverbreitete Meinung. Der erste Schritt besteht daher immer darin, ihnen diese Angst zu nehmen und ihre relativ vielen sensiblen Punkte, Zonen und Flächen zu entdecken. Man mag es fast nicht sagen: Aber vielfach werden dazu Soft-SM-Spiele verwendet, zum Beispiel sanfte Fesselungen und Augenbinden. Beide Maßnahmen helfen fast sicher, um die Sinnlichkeit zu schärfen.

Junge Männer haben solche Gefühle meist noch nicht – warum auch immer. Und auch dazu fanden wir eine Schilderung:

Wenn eine Frau mit meinen Nippeln spielt (ich bin hetero), wird „meiner“ viel schneller steif. Das war nicht so, als ich jünger war. Es geht auch nur, wenn es eine Frau tut, sonst spüre ich nichts. Ich mag es nicht nur als Vorspiel, sondern auch beim Sex.


Der Mann hat mehr erogene Zonen, als er selbst weiß

Und was können wir daraus entnehmen? Na, vor allem doch wohl dies: Es gibt noch viele erogene Zonen am Mann zu entdecken – und die angeblich so seltsame Verbindung zwischen den Nerven ist so „seltsam“ nun auch wieder nicht. Viel merkwürdiger ist doch, dass wir uns durch die Kraft lustvoller Gedanken in Verbindung mit lustbetonten Stimulationen in Stimmung bringen (lassen) können – und eben auch zum Orgasmus.

Anmerkungen: Alle Zitate stehen nicht im Original, sondern wurden bearbeitet und „entschärft“, um sie veröffentlichen zu können. Sie stehen aber sinngemäß so in Internet-Foren. Die Verlinkung ist nicht angebracht, weil auf diesen Seiten auch Themen behandelt werden, die wir als nicht adäquat für Veröffentlichungen ansehen.

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