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Wie gewöhnst du dich an den Strap-On?

Pegging? An sich kein Problem, sagen viele Frauen. Isidora hat sich kundig gemacht und sagt euch, wie ihr die ersten Hürden zum Strap-On-Sex nehmt.
Selbst nichts fühlen, und dennoch behutsam vorgehen - das ist das Geheimnis

Du kannst es drehen und wenden, wie du willst: Ein Strap-On-Dildo ist ein Fremdkörper. Er ist schwer, passt weder so recht in die Jeans noch unter den Rock und ist alles andere als bequem zu tragen. Ihn zu handhaben (ha, habt ihr mein Lächeln bei „Hand“ gesehen?) ist dann noch schwieriger: Du hast kein Gefühl für das Ding und musst es trotzdem so führen, als würdest du etwas fühlen.

Nein, dies ist keine Kaufempfehlung oder so was. Dies ist ein Plan, wie du dich mit dem Teil befreundest, das du schon hast oder demnächst kaufen willst.

Spiegel

Wenn du das Teil angelegt hast (du kannst es über der Kleidung tragen) stell dich vor einen großen Garderobenspiegel. Zeig dich in deinem neuen „Geschirr“ und versuch mal, es zu bewegen - in jede Richtung.

Hand

Fass es an. Was du da anfasst, ist nicht ein Teil deines Körpers. Aber für deinen Partner soll es durchaus so wirken. Mach dich mit dem Umfang und der Länge vertraut.

Becken

Das Ding drückt gegen dein Becken, und du musst es mit dem Becken führen – manchmal mit Nachdruck. Das musst du üben – echt. Mit einem Kissen oder mit dem Widerstand, den deine Hand bietet. Hauptsache du spürst, dass jeder Druck auf jemanden auch Druck auf dich erzeugt.

Tragfähig

Betrachte deinen Strap-On als ganz gewöhnliche Ergänzung zur Kleidung. Es wird viele Fälle geben, in denen du es schon tragen solltest, bevor deine Liebste / dien Liebster zur Tür hereinkommt. Dann muss es so aussehen, als hättest du nie etwas anderes getan. Wenn das klappen soll, musst du das Ding zuerst allein in deiner Wohnung tragen - mal im Stehen, mal im Sitzen, mal im Liegen. Es wird nicht Teil deines Körpers, aber für deinen Partner ist er Teil deines Seins.

Echter Einsatz

Nutze das „Werkzeug“ nicht an unerfahrenen Menschen. In Filmen wird manchmal gezeigt, wie „problemlos“ so ein Ding „hineinflutscht“. Tut es nicht, auf gar keinen Fall, wenn du einen Anfänger /eine Anfängerin vor dir hast – die Frauen und Männer, die einen Dildo im Durchmesser von drei Zentimetern aufnehmen können, haben dies auch schon vorher getan. Für einen Anfänger ist es Schmerz und Horror. Versuche zunächst, mit dem behandschuhten Finger und Gleitmittel zu prüfen, ob dir dein Partner / deine Partnerin „entgegenkommt“. Und dann: immer hübsch vorsichtig und sanft … Strap-On-Sex ist keine Strafe, sondern eine alterative Herausforderung mit viel Lust und ein bisschen Demut.

Wenn du versuchst, Pegging als Autorin zu verarbeiten, haben wir auf "Sinnlich Schreiben" weitere Hinweise.

Hintergrund-Wissen – das Geheimnis des erotischen Straf-Rituals

Lustvolle Gaffer sehen dem Ritual einer Züchtigung zu
Warum lassen sich Menschen schlagen? Warum wünschen sie sich, dass der Rohrstock, die Peitsche oder der Teppichklopfer zischend auf ihr nacktes Gesäß niedergeht? Erwartet bitte keine psychologischen Erklärungen oder andere wissenschaftliche Beweise. Ich gehe mit euch ins Theater des Lebens – zunächst in die Vergangenheit.

Ohne Psychologie – das Theater der rituellen Strafen

Ich will das Problem heute einmal nicht „psychologisch“ angehen, wie es so viele andere tun, sondern von der „Aufführung des Ereignisses“ angehen. Dazu muss man wissen, dass in den „alten Zeiten“, in denen körperliche Züchtigungen noch sehr populär waren, theatralische Rituale um die eigentliche Züchtigung herum aufgebaut wurden.

Das erniedrigende, aber erregende Theater der Züchtigungen

Nahezu die gesamte Literatur, besonders aber die britische, legt den allergrößten Wert darauf, das komplette Schauspiel wie eine Theateraufführung zu beschreiben. Sie beginnt damit, dass der Delinquent eine Art Bühne betritt, sich dann schamhaft vor Publikum zu entblößen hat, bevor er in eine erniedrigende und oft noch schamvollere Position gebracht wird. Sodann werden die Schläge vollzogen, jeder einzeln auf das nackte Gesäß, mal auf die rechte, dann wieder auf die linke Popbacke. Mal sind es vier Augen, die das Schauspiel begierig verfolgen, mal sind es ein Dutzend Augen und mal sind es aller Augen, die in einer Aula begierig und lüstern auf die Bühne schauen.

Das Ende der öffentlichen, schamvollen Züchtigungen

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Rituale mit immer mehr Argwohn betrachtet. Es war nicht die „gerechte Strafe“, die in zweifelgezogen wurde, sondern das Ritual, das „drum herum“ stattfand. Zur 1900ter Jahrhundertwende sollten junge Frauen wie auch junge Männer vor allem zu „gesunden jungen Menschen“ erzogen werden, die durch die Strafen nicht zu perversen Gedanken verführt werden sollten. Schon zuvor hatte man sich darauf geeinigt, junge Frauen auf keinen Fall mit nacktem Gesäß vor Publikum zu züchtigen.

Das bedeutet nicht, dass die Strafen an sich wegfielen – nun aber geschehen die körperlichen Züchtigungen mehr und mehr in der Abgeschiedenheit verschlossener Räume.

Nachdem das „Theatralische“ oder die „Inszenierung“ wegfiel, wurde das Lust steigernde Sinnestheater auf „Privatbühnen“ verbannt, und zudem geriert es in die Literatur, wo es jeder nachempfinden konnte, der lesen gelernt hatte. Das galt für die aktiven Liebhaber solcher Rituale wie auch für die Passiven. Wie bekannt, standen dem englischen Gentleman, der rituell gezüchtigt werden wollte, damals auch ausreichen Bordelle zur Verfügung, die eigens zu diesem Zweck mit entsprechend kräftigen Damen und den notwendigen Geräten und Dekorationen ausgestattet waren.

Die Gegenwart – Realität und Literatur

Es mag Momente der Schmerzlust geben, in denen sich deren Liebhaber allein dem Schreien, dem Weinen, dem Sabbern und dem Schmerz als solchem hingeben möchten. Doch berichten nahezu alle Quellen der Gegenwart, dass rituelle Handlungen, Beschämungen und raffinierte Rollenspiele nach wie vor das Salz der Lust ist, dass den Wunden des Körpers und der Seele die rechte Würze gibt.

Fantasievolle Kreativität ist der Schlüssel zur Inszenierung von Körperstrafen aller Art, gleich, ob sie real oder in Worten und Sätzen vollzogen werden.

Und nun – schreibt etwas. Dieses Blog hat euch die Informationen geliefert, die ihr benötigt.

Bild: Nach einer Zeichnung, die Helga Bode (Pseudonym, richtiger Name unbekannt) zugeschrieben wurde.Über sie (wenn sie eine Frau war, was ebenfalls unsicher ist) gibt es es keine zuverlässige Informationen, jedoch sollen die Zeichnungen aus der Zeit der Weimarer Republik stammen.

Was Männer wirklich wollen - nach Sex gieren oder Sex genießen?

Der Artikel "Was Männer wirklich wollen - nach Sex gieren oder Sex genießen?" soll zur Diskussion anregen - und genau deshalb haben wir Aussagen aus dem Internet gesammelt und sie etwas überspitzt wiedergegeben.


Was Frauen von Männern annehmen

Der Hauptirrtum ist, dass Männer die Frauen „ins Bett locken“ wollen und zufrieden sind, wenn sie sich „irgendwie“ vögeln lassen. Das ist so, als wenn man einem Hund oder einem Bettler etwas zu essen gibt, was man eigentlich nicht mehr mag. Nur, dass die Männer eben oft alles mitnehmen, was im Angebot ist.– und das ist sehr schade. Für Männer, für Frauen und für das, was darüber an die Öffentlichkeit kommt.

Sex-Klischees statt Sinnlichkeit

Ziemlich viele Irrtümer gib es auch darüber, welche Präsentationen und Praktiken als „schön“ empfunden werden. Frauen sollten eigentlich wissen, dass die Lust des Mannes wie ein Puzzle im Kopf entsteht und dass Sinnlichkeit nicht durch Klischees hervorgerufen werden kann. Gelegentlich glauben Frauen, es würde einen Mann begeistern, wenn sie nackt aus dem Badezimmer kommen oder – wie im Film – das Badehandtuch fallen lassen. Das muss irgendwie noch aus den Zeiten kommen, als eine nackte Frau eine Attraktion war. Die wirkliche Sensation liegt immer darin, wenn sie etwas trägt, was der Mann nicht erwartet, etwas sagt, das der Mann nicht erwartet oder unerwartet die Initiative ergreift.

Ist PiV-Sex wirklich so interessant für Männer?

Und wenn es „soweit ist“? Manche Frauen glauben heute, sie könnten schon dadurch gewinnen, dass sie, wenn auch widerwillig, Fellatio ausüben. Auch hier gilt: Fast jeder Mann nimmt, was angeboten wird. Nur ist Fellatio eine Kunst und kein geistloses Herumlutschen. Übrigens auch Cunnilingus, aber das ist ein besonderes Thema, weil sich nicht mal alle Frauen zutrauen, so etwas anzubieten. Ganz zu schweigen von Männern, die es „eklig“ finden. Und das „Normale“? Es begeistert oder befremdet, wenn man es zum ersten Mal erlebt. Es macht vielleicht süchtig und man bekommt dann wahrscheinlich Appetit auf mehr. Aber führt das wirklich zu sinnlichem Genuss? Es darf bezweifelt werden.

Was wollen Männer normalerweise wirklich?

Die meisten Männer wollen zwar beim Sex führen, aber es ist ebenso interessant, beim Sex geführt zu werden. Wenn ein Mann sich scheut, seine Wünsche in Worte zu fassen, was ziemlich häufig geschieht, kann es immer noch sein, dass die Frau zielsicher entdeckt, was ihm Freude bereitet – und es könnte etwas sein, was auch ihr Freude macht.

Die meisten Männer wünschen sich eine aufgeschlossene Frau. Nur ihr kann ein Mann letztlich die sexuellen Wünsche und Vorstellungen offenbaren, ohne dass er ihr Urteil fürchten muss. Die meisten Männer haben zudem schlechte Erfahrungen damit gemacht, überhaupt sexuelle Wünsche zu äußern – zumal, wenn sie über das schnelle und gewöhnliche Muster „Penis in Vagina“ hinausgehen.

Sexuelles „Fast Food“ kontra Genuss

Die meisten Männer wissen in jungen Jahren noch nicht, was sie wirklich wollen. Sie brauchen daher Frauen, die sie vom Gourmand zum Gourmet machen. Das wieder lehnen immer mehr Frauen ab mit dem Argument, sie seien sich zu schade, um als „Sex-Ausbilder“ zu wirken. Kein Wunder, dass die Männer auch später sexuelles „Fast Food“ wollen, wenn sie nichts anderes kennen. Und auch, dass Männer Sex-Stoffel belieben, wenn sie keine Frau finden, die sie in die Abgründe der Lust einführt.

Der unlösbare Knoten

Es gibt keine „Schulen der Lust“ – vielleicht aus guten Gründen. Aber wenn es auch keine „Privatlehrer“ oder „Privatlehrerinnen“ mehr gibt, woher soll dann die Fähigkeit zu echtem Genuss kommen?

Und du? Hast du eine Lösung für all diese Probleme? Dann sag uns, was du darüber denkst.

Liebe schenken oder mit Liebe handeln?

Darf man als "anständiger" Mensch mit Liebe handeln?
Mancher schenkt Liebe, um sein Karma aufzupolieren – man kann ja nie wissen, wozu es gut ist. Andere saugen Liebe auf wie Schwämme. Die weitaus meisten Menschen verhandeln aber die Liebe untereinander.

Desillusioniert? Ist Liebe nicht etwas, das aus Füllhörnern ohne Bedingungen ausgeschüttet wird, wie Manna, das vom Himmel fällt?

Leider nicht. Liebe wird aufgesaugt, konsumiert, verschenkt, verhandelt und verhökert.

Die Teilnehmer am großen Liebesmarkt und ihre Rollen

Die Welt teilt sich dabei in Schenker, Verhandler und Verhökerer von Liebe einerseits und Genießer, Blutsauger und Klienten anderseits. Erstere brauchen große Vorräte an Emotionen, um sich an den Partnermarkt zu wagen. Letztere versuchen, diese Emotionen günstig zu erwerben, teils aus lauteren Absichten, etwas, um eine wundervolle Beziehung einzugehen oder eine Familie zu gründen, teils aber auch, um ihren Bedarf an Liebe günstig aufzufüllen.

Hinweis für empfindsame Gemüter

An dieser Stelle gestattet mir bitte einen Hinweis: Was ich hier beschreibe, ist ein Modell der Wirklichkeit, nicht die Wirklichkeit selbst. In Wahrheit sind wie alle deutlich differenzierter in dem, was wir anderen bieten können und was wir von anderen gerne bekommen würden. Und nun – lest mit diesem Hinweis bewaffnet weiter.

Schenker(innen)

Wer Liebe schenken will, muss einen großen Vorrat an emotionalem Kapital haben. Oder es muss schneller nachwachsen, als es verbraucht wird. Schenker sind entweder selbstlos oder zufrieden mit dem, was sie e zurückbekommen. Sie rechnen niemals das Gegebene und Empfangene auf.

Verhandler(innen)

Auch wer über die Liebe verhandelt, braucht Vorräte an Emotionen – sonst hat man nichts, was man in den Tauschhandel einbringen kann. Das „Verhandeln“ spielt sich oftmals unbewusst ab. Die Partner erwägen im Geheimen, welche kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Gewinn sie aus einer Liebe, Affäre, Partnerschaft oder Ehe herausholen können.

Verhökerer – Liebeshändler(innen)

Verkäufer(innen) von Liebe werfen mit Wurst nach der Speckseite. Das heißt, sie bieten eine Gabe an, die Ihnen leicht fällt und erwarten, dafür eine größere zurückzubekommen. Das populärste Beispiel wäre, Sex anzubieten und eine Beziehung dafür einzuhandeln. Es ist nicht unbedingt nötig, dazu erhebliche Vorräte an Emotionen zu besitzen.

Wer steht ihnen gegenüber?

Genießer(innen)

Genießer machen sich keine Gedanken darüber, wie sich für die Liebe revanchieren können. Sie nehmen, was geboten wird, fordern aber auch nicht mehr. Und sie kommen, genießen und gehen wieder, wann immer es ihnen beliebt.

Blutsauger

Im Gegensatz zum Genießer, der die Liebe nimmt, weil sie angeboten wird, versucht der Blutsauger (oder die Blutsaugerin) alles an Liebe anzuschöpfen, was möglich ist. Ihm oder Ihr ist es egal, was dem Opfer passiert.

Klienten / Klientinnen

Klienten wenden sich an Schenker(innen), Verhandler(innen) und Liebeshändler(innen), um einen „deal“ zu machen. Entweder zu ihren Nutzen, zu beider Nutzen oder zu Nutzen des jeweiligen anderen. Sie müssen etwas im Angebot haben, was der andere brauchen kann, sonst klappt der Deal nicht. Handelsgut sind Emotionen, Sex, soziale Vorteile, Macht und Einfluss, Geld oder Geldeswert. Normalerweise handeln typische „Schenker(innen)“ nicht – sie versprechen dafür aber auch nichts.

Ob es eine Diskussion gibt?

Deine Meinung ist gefragt. Was ich vorgestellt habe, ist ein Modell. Es ist nicht jedermanns/jederfraus Wahrheit. Was also ist deine Wahrheit?