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Hintergrund-Wissen – das Geheimnis des erotischen Straf-Rituals

Lustvolle Gaffer sehen dem Ritual einer Züchtigung zu
Warum lassen sich Menschen schlagen? Warum wünschen sie sich, dass der Rohrstock, die Peitsche oder der Teppichklopfer zischend auf ihr nacktes Gesäß niedergeht? Erwartet bitte keine psychologischen Erklärungen oder andere wissenschaftliche Beweise. Ich gehe mit euch ins Theater des Lebens – zunächst in die Vergangenheit.

Ohne Psychologie – das Theater der rituellen Strafen

Ich will das Problem heute einmal nicht „psychologisch“ angehen, wie es so viele andere tun, sondern von der „Aufführung des Ereignisses“ angehen. Dazu muss man wissen, dass in den „alten Zeiten“, in denen körperliche Züchtigungen noch sehr populär waren, theatralische Rituale um die eigentliche Züchtigung herum aufgebaut wurden.

Das erniedrigende, aber erregende Theater der Züchtigungen

Nahezu die gesamte Literatur, besonders aber die britische, legt den allergrößten Wert darauf, das komplette Schauspiel wie eine Theateraufführung zu beschreiben. Sie beginnt damit, dass der Delinquent eine Art Bühne betritt, sich dann schamhaft vor Publikum zu entblößen hat, bevor er in eine erniedrigende und oft noch schamvollere Position gebracht wird. Sodann werden die Schläge vollzogen, jeder einzeln auf das nackte Gesäß, mal auf die rechte, dann wieder auf die linke Popbacke. Mal sind es vier Augen, die das Schauspiel begierig verfolgen, mal sind es ein Dutzend Augen und mal sind es aller Augen, die in einer Aula begierig und lüstern auf die Bühne schauen.

Das Ende der öffentlichen, schamvollen Züchtigungen

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Rituale mit immer mehr Argwohn betrachtet. Es war nicht die „gerechte Strafe“, die in zweifelgezogen wurde, sondern das Ritual, das „drum herum“ stattfand. Zur 1900ter Jahrhundertwende sollten junge Frauen wie auch junge Männer vor allem zu „gesunden jungen Menschen“ erzogen werden, die durch die Strafen nicht zu perversen Gedanken verführt werden sollten. Schon zuvor hatte man sich darauf geeinigt, junge Frauen auf keinen Fall mit nacktem Gesäß vor Publikum zu züchtigen.

Das bedeutet nicht, dass die Strafen an sich wegfielen – nun aber geschehen die körperlichen Züchtigungen mehr und mehr in der Abgeschiedenheit verschlossener Räume.

Nachdem das „Theatralische“ oder die „Inszenierung“ wegfiel, wurde das Lust steigernde Sinnestheater auf „Privatbühnen“ verbannt, und zudem geriert es in die Literatur, wo es jeder nachempfinden konnte, der lesen gelernt hatte. Das galt für die aktiven Liebhaber solcher Rituale wie auch für die Passiven. Wie bekannt, standen dem englischen Gentleman, der rituell gezüchtigt werden wollte, damals auch ausreichen Bordelle zur Verfügung, die eigens zu diesem Zweck mit entsprechend kräftigen Damen und den notwendigen Geräten und Dekorationen ausgestattet waren.

Die Gegenwart – Realität und Literatur

Es mag Momente der Schmerzlust geben, in denen sich deren Liebhaber allein dem Schreien, dem Weinen, dem Sabbern und dem Schmerz als solchem hingeben möchten. Doch berichten nahezu alle Quellen der Gegenwart, dass rituelle Handlungen, Beschämungen und raffinierte Rollenspiele nach wie vor das Salz der Lust ist, dass den Wunden des Körpers und der Seele die rechte Würze gibt.

Fantasievolle Kreativität ist der Schlüssel zur Inszenierung von Körperstrafen aller Art, gleich, ob sie real oder in Worten und Sätzen vollzogen werden.

Und nun – schreibt etwas. Dieses Blog hat euch die Informationen geliefert, die ihr benötigt.

Bild: Nach einer Zeichnung, die Helga Bode (Pseudonym, richtiger Name unbekannt) zugeschrieben wurde.Über sie (wenn sie eine Frau war, was ebenfalls unsicher ist) gibt es es keine zuverlässige Informationen, jedoch sollen die Zeichnungen aus der Zeit der Weimarer Republik stammen.

Sind DREIER eigentlich erstrebenswert?

Dreier - so ein "Männerding" - oder doch nicht?
Ist dieser Artikel relevant? Ja, für 85 Prozent der Männer und mindestens 30 Prozent der Frauen – denn so viel sind es, die entweder vom Sex mit zwei Frauen oder vom Sex mit zwei Männern träumen. (1) Wie viele Frauen/Männer tatsächlich Triolen irgendeiner Art erlebt haben, ist hingegen wenig erforscht und möglicherweise auch nicht wirklich relevant. Denn es sind vor allem die Träumer, die auf den Klippen stehen und sich fragen, ob sie den Sprung ins Meer der Triolen, des Partnertausches oder der Orgien wagen sollten. Zwischen den drei Aussagen: „Warum eigentlich nicht?“, „Was habe ich davon?“ und „Ich fürchte mich davor“ liegen Welten. Diese Betrachtung versucht, die Sache mit dem Dreier möglichst neutral zu sehen.

Lohnt sich das Risiko des Dreiers?

Alles, was wir tun, bemessen wir nach dem Risiko, das damit verbunden ist. Wagen wir es, haben wir möglicherweise einen Gewinn, sei er nun hoch oder niedrig. Wir können aber auch einen Verlust erleiden, und auch er kann so klein sein, dass wir ihn verschmerzen. Oder aber ebenso auch so groß, dass wir später bereuen, das Risiko eingegangen zu sein.

Das gilt für alle Risiken des Lebens - nicht nur auf sexuellem Gebiet und schon gar nicht nur für DREIER.

Ein Männerding oder eher die Lust, Grenzen zu überwinden?

In einem Artikel lasen wir jüngst sinngemäß: „Ach, Dreier – dass ist so ein Männerding.“ Heißt auf gut deutsch: Da fühlen sich die Kerle als Paschas oder sie werden „von oben bis unten bedient.“ Und das alles mit einem einzigen Penis … nun ja. So ein Männerding eben.

Frauen, so lasen und hörten wir, seien nun eigentlich gar nicht an Dreier interessiert, weil sie sich das Vergnügen mit einer Frau auch ohne männliche Unterstützung gönnen könnten. Aha, da hat jemand die Sache zu Ende gedacht … wahrscheinlich, weil ein Penis eben mal erschlafft.

Zwei Männer - sind Frauen daran interessiert?

War da nicht noch so etwas mit einer Frau mit zwei Männern? MMF, wie man so sagt? Soll ja eher bei Frauen ankommen, weil … ja, warum denn eigentlich? Weil … da könnten die Männer ja einen „Spießbraten“ zelebrieren? Klingt nicht gerade appetitlich. Oder wie war das mit einem Sandwich? Oder ist die Planung dafür ganz anders? Immer schön einer nach dem anderen? Oder willst du gar sehen, wie die Männer …?

Beim Dreier - wie viel BI ist nötig?

Nun wird behauptet: Männer mögen Bi-Frauen, aber Frauen mögen keine Bi-Männer. Auch die Begründung folgt auf dem Fuß: Bi-Männer gelten als verdeckte Homosexuelle, während von Bi-Frauen angenommen wird, sie hätten einfach mal Freude an Frauen und mal an Männern.

Ob dem der Irrtum zugrunde liegt, gleichgeschlechtliche Aktivitäten seien eine Veranlagung und nicht nur eine Möglichkeit, um neue Lüste kennenzulernen? Mit anderen Worten: Ist „Bi“ eine Frage der lustvollen Situation oder eine Frage der sexuellen Orientierung?

Wie viel "BI" ist also nötig? Eigentlich ist "Bisexualität" gar nicht nötig für Dreier. Es reicht völlig, nicht homophob zu sein, also keine Berührungsängste mit dem eigenen Geschlecht zu haben, denn Berührungen kommen nun einmal - gewollt oder ungewollt - bei Dreiern vor.

Was haben eigentlich die Kerle vom MMF-Dreier?

Und wenn die Männer nun beide absolut und vollständig „hetero“ sind und nichts anderes von dem Dreier wollen, als Lust an der Frau und mit der Frau zu gewinnen? Wäre da nicht die Frage: Was haben die Kerle davon?

Eine Frau fragt sich beispielsweise (2):

Die Idee, dass zwei Männer miteinander rummachen, erregt mich einfach nicht. Ich würde vorziehen, wenn ich ihre ungeteilte Aufmerksamkeit genießen könnte. Aber woher sollte ich zwei Männer nehmen, für des in Ordnung ist, nackt zu sein und die davon geil werden, eine Frau miteinander zu teilen?


Die Frage ist schwer zu beantworten, wenn die Intention von einer Frau ausgeht, wie wir anderwärts erfuhren. Wenn zwei Männer eine Frau für einen „Dreier“ suchen, denken sie an die Lust, die ihnen die Frau bereiten soll - nicht an die Lust, die eine Frau aus der Situation gewinnen könnte. Denn MMF sollte nicht heißen: „Mal sehen, was zwei Kerle mit einer Frau machen können.“ Vielmehr wäre die Frage: „Was kann eine Frau mit zwei Kerlen machen?“ Die Antwort ist meist: „in der heißen Phase einer nach dem anderen, nicht beide zugleich.

Ein anderer Satz, den wir oft hörten: „Auf keinen Fall versuchen, Pornos nachzuspielen.“ Das sollte ernst genommen werden, denn in Pornos spielt keine Rolle, wie sich die Beteiligten fühlen. Im richtigen Leben aber schon, und zwar vorher, währenddessen und danach. Demnach wird Paaren in traditionellen Beziehungen, also solchen die sich nicht in „offenen“ Beziehungen oder innerhalb der Swinger- oder SM-Szene bewegen, dringend abgeraten, das Experiment einzugehen. Wer nicht in einer Beziehung lebt, sollte sich vor allem fragen, wie vertrauensvoll die Partner sind – und vor allem, was „währenddessen“ geschehen soll. Das gilt für MMF und FFM.

Gefiel euch dieser Artikel? War er informativ? Konntet ihr mit dem Inhat etwas anfangen? Dann sagt es uns.
(1) Bei den Frauen wurden nur diejenigen berücksichtigt, die ausdrücklich zwei Männer als Partner angaben, nicht drei Personen. Quelle auf Anfrage.
Das Zitat (2) entnahmen wir VICE (ca).