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Komm ins Bett, du riechst so gut …

Jetzt wäre es Zeit für die Riechprobe ...
Forscher sind immer wieder für Überraschungen gut. Ich erinnere mich noch recht gut, dass vor ein paar Jahren behauptet wurde, Menschen, die einander gut riechen könnten, hätten unterschiedliche Immunsysteme. Das wäre sogar plausibel, denn wenn sich solche Menschen paaren, dann würden die Nachkommen möglicherweise noch bessere Immunsysteme haben, und die Evolution …

Immer, wenn ich das Wort „Evolution“ im Zusammenhang mit Klugscheißern aus der Psychologie höre, wird mir mulmig. Irgendwie, so denke ich, waren die nicht die ganze Zeit dabei, als die Evolution stattfand. Ich erinnere mich auch noch recht genau an „Studien“, die beweisen sollten, dass sich heutige Menschen „paaren wir die Neandertaler“. Auch wegen der Evolution. „Festgestellt“ hatte man dies allerdings bei Speed-Dating-Veranstaltungen. Und weil es so hübsch einfach ist, hat man sich gedacht: „na, wenn die stärksten Kerle heute noch die schönsten Weiber abschleppen wollen, dann war das immer so.“

Ja, und nun gibt’s eine Studie, die sagt: Nö, das mit den passendne oder unpassenden Immunsystemen hat nun mal gar keinen Einfluss auf die männliche Geilheit. Ins Bett soll vielmehr die Frau, die super riecht, und zwar wegen der „reproduktiven Hormone“ aka Östrogen. Zitat:

Reproduktive Hormone sind Hinweise für die Fruchtbarkeit der Frau. Und je höher deren Spiegel ist, desto attraktiver wirkt die Frau auf Männer.


Na also – nur mit dem kleinen Hinweis, dass du deine Nase schon ziemlich na ahn die Achselhöhlen halten musst, um das festzustellen – und das, obgleich die meisten Frauen dort keine Haare mehr haben. Ob der sogenannte „Muschiduft“, den es ja angeblich auch schon als Beimischung zu Parfüms geben soll, die gleiche Wirkung hat?

Oh, die Männer kommen eigentlich gar nicht so nah an eine Frau ran, die gegenüber am Schreibtisch sitzt oder in einer Bar auf dem Hocker gegenüber. Die Probanden der Forscher hatten es da besser – sie durften sich schweißgetränkte Wattebäuschchen mit Duftstoffen aus den Achselhöhlen vor die Nase halten.

Und also haben wir nun den Beweis:

Frauen mit hohen Östrogen- und niedrigen Progesteronwerten sind olfaktorisch am anziehendsten für Männer.

Olfaktorisch – da haben wir mal wieder so ein Wort der Gescheidles, nicht wahr? Heißt auf Deutsch: „Durch den Geruch“.

Ei, ei, wie toll. Beantwortet aber nicht die Frage, wie echte Männer an echten Frauen auf die Entfernung solche Duftstoffe wahrnehmen und in welcher Konzentration sie überhaupt in der Luft (und nicht in Wattebäuschchen) vorkommen. Und all dies abhängig von dem Raum, in dem sie sich bewegen.

Uff … also, ich behaupte mal: Wenn es stimmt, dass „Frauen mit hohen Östrogen- und niedrigen Progesteronwerten“ wirklich „dufter“ sind als solche mit kümmerlichen Östrogenwerten, dann strahlen sie dies auch über ihr Verhalten und ihre Erscheinung aus. Sprich: Sie kommunizieren via Gestik, Mimik und Aussehen anders. Wissen das die Forscher? Klar, und sie schreiben es auch:

Östrogen zum Beispiel wirke auch positiv auf die visuelle weibliche Anziehungskraft, wie Studien zeigten: Hohe Östrogenspiegel machen Gesicht und Körper der Frau attraktiv für Männer.


Ei potz … wer hätte das gedacht.

Und nun …? Ja, nun sind wir so schlau wie vorher – Frauen, die einen fruchtbaren Eindruck machen, sind attraktiver für Männer als solche, die’s nicht tun.

Die Zitate stammen aus einer Pressemitteilung der Uni Bern. Wer sich mit der Wissenschaftssprache auskennt, darf auch gerne die Original-Studie lesen.

Hinweis: Der Ursprung des Bildes ist bedauerlicherweise unbekannt.

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