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Benutzten Frauen im Mittelalter Dildos?

Benutzten Frauen im Mittelalter Dildos? Die Antwort mag viele Menschen der heutigen Zeit überraschen.

Gezielt bei der Beichte nachgefragt ...

Oh ja … und sie taten es offensichtlich so häufig, dass die Beichtväter gehalten waren, danach zu fragen. (1)

Hast du getan, was bestimmte Frauen gewöhnlich tun, das heißt, hast du ein Gerät oder Werkzeug benutzt, das dem Penis eines Mannes ähnelt, genau vorn der Größe, die deinem Wunsch entsprach, und hast du es im Bereich deines Unterleibs befestigt oder es in andere Weise an dir und damit Unzucht mit anderen Frauen betrieben oder haben andere Frauen dies mit gleichen oder ähnlichen Instrumenten bei dir getan?

Hast du getan, was bestimmte Frauen gewöhnlich tun? Das heißt, hast du Unzucht mit dir selbst getrieben mit dem Gerät, dass ich zuvor erwähnt hatte oder mit einem anderen Instrument?


Natürlich mussten die Damen, die es betraf, Buße tun.

Kommen wir mal wieder ind er Jetztzeit an. Viele Frauen besitzen (und nutzen) Vibratoren und Dildos, solo oder miteinander. Der viel gepriesene und gelegentlich verachtete Strap-On-Sex ist auch unter Frauen weiterhin populär, trotz der vielen feministischen Kommentare, dass vaginaler Sex kaum Sinn hat.

Die Autorin des Artikels, aus dem ich die Zitate entnommen habe, weiß, warum die Sicht auf das Mittelalter (wir befinden uns ungefähr im Jahre 1000) so wichtig ist (Zitat, 2).

Nun, erstens zeigt es uns, dass wir, die wir glauben, so wild und versessen auf unsere Sexspielzeuge zu sein, eigentlich wissen sollten: Es gibt nichts Neues unter der Sonne. Und es zeigt uns auch, dass im Gegensatz zu den vielen Vorstellungen einiger Leute von einer keuschen und asexuellen Lebensart (der Frauen) in der Vergangenheit, die Menschen immer Freude an sexueller Lust hatten. Frauen hatten schon immer Sex mit Frauen und sich selbst und grundsätzlich mit wem auch immer, denn auch Frauen sind geil.


Die Keuschheit des Weibes - ein Ammenmärchen

Die Frage, warum Frauen damals zur Keuschheit und Enthaltsamkeit angehalten wurden und vor allem davor bewahrt werden sollten, sexuell „erweckt“ zu werden, steht auf einem anderen Blatt. Ich erinnere mich mit Befremden an die Behauptung des Psychiaters Richard von Krafft-Ebing, der kurz vor der 19hunderter Jahrhundertwende in seinem Werk „Psychopathia Sexualis“ dies behauptete:

Ist (das Weib) geistig normal entwickelt und wohl erzogen, so ist sein sinnliches Verlangen ein geringes. Wäre dem nicht so, so müsste die ganze Welt ein Bordell und Ehe und Familie undenkbar sein. Jedenfalls (ist) das Weib, welches dem Geschlechtsgenusse nachgeht, (eine) abnorme Erscheinung.


Was sagt uns das?

Wir müssen jederzeit bereit sein, das, was wir über die Kultur, die Geschichte und das Dasein erlernt haben, zu überdenken. Und wir sollten uns niemals auf Experten verlassen.

(1) Ich verlasse mich hier auf diese englische Quelle - eine deutsche Übersetzung aus dem Lateinischen stand nicht zur Verfügung.
(2) Das Zitat musste im Deutschen etwas verändert werden, besonders, weil die im Deutschen nicht gebräuchliche und unübersetzbare Abkürzung "DTF" verwendet wurde)

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