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Einen Ehemann liebevoll, streng und nachhaltig erziehen …

Er ist Schriftsteller – erschreckt jetzt nicht. Er ist ganz gut und er kann damit richtig Geld verdienen. Aber er ist nicht zielstrebig genug, liefert selten pünktlich ab und gefährdet so das Hauhaltseinkommen. Und so ist es auch mit seiner sexuellen Energie. Ich weiß, dass er einen Großteil davon verplempert – außer Haus und im Haus. Er denkt, ich sehe nicht die vielen Papiertaschentücher … allein der Geruch verrät ihn.

Autorin werden? Ja, bitte!
Aber er scheint erziehbar zu sein. Und gestern habe ich es ihm gesagt. Ich bin nicht die Frau, die einem Mann seine Mängel vorhält - das machen nur Frauen, die sich nicht auskennen mit der Psyche des Mannes. Ich weiß, was ich will, wann ich es will und wie viel ich davon brauche. Und ich weiß, dass ich es bekomme – von ihm oder von jemand anderem. Aber ich will, dass er es mir gibt – jedenfalls das, was ich mal die „Grundversorgung“ nenne.

Ich habe ihm alles präsentiert, was ich über ihn weiß. Seine Vergangenheit. Seine Geheimnisse, seine Perversionen. Ganz ruhig, wie es meine Art ist. Es gibt nichts zu beklagen oder zu beschönigen. Er hat die Energien, aber die Bahnen, in der er sie lenkt, müssen korrigiert werden. Ich werde es sehr liebevoll tun, und doch mit der Strenge, die nötig ist – es soll kein Nachhilfeunterricht sein, um bei mir eine bessere Not zu bekommen. Die Erziehung soll nachhaltig wirken.

Wir haben noch nichts vereinbart, aber ich bin sicher, dass wir einen Weg finden. Es ist nur zu seinem Vorteil. Und ich werde mir überlegen, wie ich ihn strafen und beschämen kann, wenn er wieder schwach werden sollte. Und auch für mich wird es einfacher werden, weil ich ganz sicher bin, dass er die Lust und die Energie, die bisher im Papiertaschentuch landete, besser auf mich verströmen sollte.

Vielleicht werde ich darüber schreiben … es wird ohnehin Zeit, dass ich mit dem professionellen Schreiben beginne.


Nein, auch dies ist kein Roman .. es ist eine Anregung, über eine ungewöhnliche Beziehung zu schreiben – mit viel Fantasie, aber vielleicht auch mithilfe eigener Erfahrungen. Mal sehen, wer den Faden aufnimmt …

Isidora schrieb den Text nach einer Idee aus dem Internet.

Naked Attraction – um Himmels willen, zieht euch etwas an!

Nur sehr wenige Menschen sehen nackt hübscher aus als sie angezogen aussehen. Wir erinnern uns an Hanne Wieder? Nein, dann kann ich euch Nachhilfeunterricht geben.


Was kann ich mir denn nachts noch für 'ne Blöße geben?
Er hat ja alles schon gesehen für sein Geld!


Und:

Erst gestern sagte einer in der Sofaecke:
"Wenn du mich reizen willst, dann zieh dir bloß was an!"


Na also. Und nun haben wir schon den Grund, warum der ganze Zauber beim RTL-2-Format „Nacked Attraction“ bereits verflogen ist, wenn die ersten Penisse oder Vulven auf den Bildschirm kommen. Völlig entblößt und enthaart sieht der Zuschauer am Mann verschiedene Modelle des körpereigenen Wasserhahns samt der dazugehörigen Bällchen. Na ja, vielleicht mögen manche Zuschauerinnen ja begeistert sein, wenn sie das Organ, das sie im Schutz der Dunkelheit in sich aufnehmen, auch mal ganz nah sehen dürfen. Ich stelle mir da mal vor, wie das Instrument auf einem 55-Zoll-Bildschirm aussieht. (Zieht um Himmels willen die Vorhänge zu, wenn ihr die Sendung guckt).

symbolische darstellung - der erste blick
Schlitze wie beim Parkautomaten

Bei den Damen geht es noch lustloser zu. Da mittlerweile fast alle Vulven gleich aussehen (keine Vaginen, ihr Dummköpfe!) sieht man nichts als schmale, senkrecht verlaufende Hautfalten, die auch als Schlitze von Parkautomaten durchgehen würden. Ja, wie soll der Typ sich entscheiden? Soll er diejenige Vulva bevorzugen, die aussieht, als stünde die Inhaberin im Wachsfigurenkabinett oder die leicht gekräuselte, die noch ein wenig menschlich wirkt? So richtig weiß der Typ nun auch nicht, was er damit anfangen soll. Immerhin halten die Damen noch ihre Hände bereit, die sicher mehr Aufschluss bieten als die Vulven.

So weit, so blöd. Wir nehmen mit: Die meisten der Beteiligten, ob Penisvorzeiger oder Vulvapräsentatorinnen, sahen angezogen erheblich besser aus als nackt.

Bild: Symboldarstellung - künstlerische Nachahmung der "Telefonzellen", in denen die Damen und Herren vorgeführt werden.

Pst … der eher nicht so harte Penis

Warum muss „er“ eigentlich stahlhart sein? Wir ließen uns von einer Frau erklären, warum die Lust auch ohne einen Penis hervorgerufen werden kann, der „steht wie ein Reiterstandbild“.

1. Oh, sieh mal – so richtig „stehen“ will er nicht … also mag er mich nicht?
Das ist die traurigste Sache der Welt – der Mann will, kann aber nicht so recht, und du sagst ihm, dass er dich wahrscheinlich nicht liebt, wenn er nicht so recht kann. Dann mach es ihm doch anders schön … und hinterher sagst du, wie er es dir auf „schön“ machen soll.

2. Wenn du die Dinge in die Hand nimmst …
Ein nicht völlig steifer Penis bedeutet für dich eine wunderbare Möglichkeit, deine Kenntnisse in „Handarbeit“ zu erproben (oder in Anatomie?). Jedenfalls fühlt der Mann alles, was er sonst auch fühlen würde – Lust und Schmerz. „Hübsches Spielzeug“, sagte unsere Gewährsfrau. Na ja.

3. Und er kann sogar ejakulieren …
Hast du gelesen, dass nur ein harter Penis in der Lage ist, das Ejakulat in die Welt hinauszuschießen? Es ist psychisch wie physisch völliger Unsinn. Der Penis ist überhaupt nicht daran beteiligt, die Spermaflüssigkeit zu erzeugen und hinauszuschießen – er ist sozusagen nur das „Rohr zum Ausgang“.

Handarbeit am weichen Objekt
4. Die Herausforderung: nachgiebig, biegsam und geschmeidig …
So mancher Mann wird erst richtig „geil“, wenn ihn die Frau stimuliert – mit der Hand oder wenn du magst mit den Lippen. Du kannst auch Toys benutzen, wenn die das andere zu „schmutzig“ ist. Fang behutsam an und erfreu dich daran, wenn er „wächst“ und du es deutlich spürst.

5. Manchmal lernst du ihn besser kennen wenn er weich ist
Abgesehen von der Antrotomie (also Eichel, Vorhaut und so) kommst du seinem Körper näher, wenn du dich länger mit ihm beschäftigst. Es ist ein bisschen so wie bei dir selbst: Wenn du entspannt bist und dir Zeit nimmst, kommst du viel intensiver, als wenn du dir eine „kleine Erfrischung zwischendurch“ gönnst.

Und wenn alles versagt? Da gibt es noch chemische oder mechanische Helfer und die Möglichkeit, dass er sich „irgendwie fürchtet“.

Wie du dabei Lust empfindest? Mach mit ihm aus, was du willst: Toys, Fingern, Cunnilingus oder was dir sonst Freude bereitet. Ob vorher oder hinterher, musst du selbst entscheiden.

Die Kreativität des Ärgerns

Was können Frauen tun, die erotisch schreiben wollen und zugleich frauenbewegt sind? Solche, die #MeToo nicht nur für eine Bewegung halten, sondern darin eine Herausforderung sehen?

Zum Beispiel, sich zu ärgern, und zwar richtig zu ärgern. Gut, aber das nützt nicht viel. Denn wenn der Ärger nicht hinauskann, dann staut er sich. Und etwas wirklich Tolles ist, den Ärger zu beschreiben. Auch die Lust? Na klar, auch die Lust. Kreativ zu sein heißt vor allem, die eher nebulösen Gefühle in Worte zu setzen.

Eine Autorin drückt das für den gesamten Bereich der Literatur so aus:

Für mich war das Schreiben ein Mechanismus, um mächtige negative Gefühle in ein ungeheuer befriedigende und kreative Arbeit zu verwandeln.


Also: Ärgert euch ruhig über die Männer, andere Frauen oder die Umstände, unter denen viele Frauen leben. Aber gebt dem Ärger ein Gesicht – nicht einfach einen Hashtag. Und so viel kann ich sagen: Ärger und Sex gibt eine ganz besondere Mischung, die auch eure Leserinnen begeistern könnte.

Zitat aus Ideas

Woran denkst du? Ein Dialog während eines Dates ...

Hast du schon mal daran gedacht, ein Date zu beschreiben, das nur aus intelligenten Dialogen besteht, und hinter dem doch die höchste Lust lauert? Diesen Dialog haben wir uns von Isidora schreiben lassen. In ihm fällt kein Wort über Lust oder Sex. Und doch geht in den Köpfen der beiden Teilnehmer nichts anderes vor.

Dazu haben wir noch eine besondere Form gewählt, die den Dialog noch etwas geheimnisvoller macht: „Ich denke, dass du denkst.“ Wenn du das Thema „Dating“ oder „Begegnungen“ behandelst, wirst du immer finden, dass ein Thema im Kopf herumschwirrt:

„Was denkt sie von mir?“
„Was denkt sie, denke ich von ihr?“


Das Thema hat der britische Psychiater Ronald D. Laing wissenschaftlich und literarisch verarbeitet. Wir haben hier die einfachste Form eingearbeitet, die zwischen Frauen und Männern tatsächlich oft vorkommt.

„Wie denkst du darüber, den Abend noch … etwas auszudehnen?“
„Du würdest gerne etwas … intimer werden, habe ich recht?“
„Wenn du es sagst … hast du schon etwas im Sinn?“
„Ich denke, der Mann macht die Vorschläge?
„Was muss ich tun, damit du … na ja, mitkommen würdest?“
„Du musst etwas Nettes sagen.“
„Du bist schön …“
„Schön sind viele Frauen … doch was findest du besonders an mir?“
„Ich liebe dein volles, dunkles Haar … es macht dich … sinnlich.“
„Und sonst?“
„Deine hübschen, reifen Lippen … sie locken verführerisch …“
„Und an was denkst du dabei?“
„Ich frage mich, wie sie wohl schmecken …“
„Darüber müssen wir noch reden …“
„Warum darüber?“
„Weil du dabei noch an etwas anders denkst, wie ich annehme …?“
„Und wie denkst du über das, was ich denke?“
„Kommt drauf an, was du selbst zu bieten hast.“
„Darüber kann man nicht sprechen, fürchte ich …“
„Ich rede nicht von dem, was du jetzt denkst.“
„Wovon dann?“
„Du bist doch ein Gourmet, oder?“
„Ja, schon …“
„Schon mal Austern genossen?“
„Ja sicher … letztes Jahr in der Bretagne. Sie waren köstlich.“
„Ein wenig salzig, und sie schmeckten nach Meer und Tang?“
„Ja, warum fragst du?“
„Denk nach …“

(Zum Weiterschreiben geeignet ...)

Ein ungewöhnlicher Dialog über Dating

„Ich kenne einen, der dir gefallen würde.“

„Wieso, hast du mal mit ihm …?“

„Red‘ nicht so dummes Zeug. Er hat einen guten Charakter, und er verdient gutes Geld … was willst du mehr?“

„Wie alt ist er?“

„Etwas über 40.“

„Über 40? Bist du bescheuert?“

„Du bist selber fast 35, oder?“

„Hör mal zu: Ich habe oft genug Männer über 40 getroffen. Das reicht mir für eine Weile, verstehst du?“

„Nein, was reicht dir?“

„Solche Männer haben längst unförmige Körper, fette Bäuche und so. Und sie tun so, als ob sie dein Vater wären, wollen dir sagen, wie das Leben wirklich ist und so. Und ich sag dir: Die meisten kommen in fünf Minuten und das war’s dann. Das ist nichts für mich, echt nicht.“

„Du meinst, dass sie fünf Minuten kommen?“

„Du versteht das nicht. Es ist das ganze Paket, das da kommt. Wenn er mich nicht richtig vögelt, versuch ich auch keine Beziehung, kapiert?“

„Geht’s nicht auch anders herum?“

„Ich sag ja: Du verstehst gar nichts.“

Was nützt es mir, Jungfrau zu sein?

Rückzug im letzten Moment: Heute bitte nicht, Schatz ...
Da steht der Satz also im Raum. Ja, ihr könntet nun fragen: „Muss denn alles einen Nutzen haben?“ Oder die Gegenfrage stellen: „Was nützt es dir, keine Jungfrau mehr zu sein?“

Professorchen sagt, ich müsse das alles von außen betrachten. Kein Mann würde mir von mir annehmen, Jungfrau zu sein, so frei und offen, wie ich mich „geben“ würde. „Gebe“ ich mich denn? Ich bin frei und offen, sinnlich und - soweit ich dem Spieglein an der Wand glauben darf, auch hinreichend schön. Aber es ist eben so: Die anderen können denken, was sie wollen – aber wenn ich einen Mann treffe, und – na ja, wenn es „so weit ist“– dann ziehe ich die Notbremse. Mal früher, mal später.

Ich muss nicht lange zurückdenken, da trug ich nichts als einen Tanga – und dann habe ich mich wieder angezogen. „Geht heute nicht“, habe ich gesagt, „tu mir leid.“ So weit war ich noch nie. Männer haben ja komischerweise Verständnis dafür, wenn du sagst: „Es geht heute nicht“, aber sie kommen dann auch nicht wieder. „Schwanzfopperin“ hätte man so etwas früher genannt, meint Professorchen, und das ist nun gar kein schöner Ausdruck.

Irgendwie bist du nicht das, was du bist, wenn alle glauben, du wärst etwas anderes. Wahrscheinlich kennt ihr die doofen Sprüche alle auswendig: „Das ist sicher dein Sternzeichen“ oder „in was bist du denn noch Jungfrau?“

Oh, ja, das wäre noch Professorchen. Der ist eigentlich keiner, aber er ist ziemlich schlau. Ich habe lange drüber nachdenken müssen, was er sagt: „Du bist immer das, was die Leute von dir glauben, dass du es bist.“

Na schön, in den Augen der Leute bin ich keine Jungfrau, obwohl ich eine bin. Nur: Was werde ich in den Augen meiner Mitmenschen sein, wenn ich keine mehr bin? Ich kenne ein paar Frauen, die in einem „gewissen Ruf“ stehen, und da denke ich doch: Ist es nicht besser, wenn mich jemand als „sehr zurückhaltend“ wahrnimmt? Viel besser jedenfalls, als in den Geruch zu kommen, „alles ausprobieren zu müssen“? Die Nachbarn in meiner Heimat sagen oftmals: „Du kannst tun, was du willst, die Leute zerreißen sich eh das Maul über dich.“ Aber da gibt es immer die anderen, die wie die kleinen Mäuschen in den Ohren hängen: „Mädchen, du musst auf deinen Ruf achten, er ist so schnell zerstört.“

Ich will euch teilhaben lassen an dem, was ich erlebe, wie ich mich dabei fühle und was die Menschen am Ende wirklich über mich sagen. Deswegen beginne ich heute ein Tagebuch.

***

Nein, ich beginne heute kein Tagebuch. Was ich euch geschrieben habe, ist der Beginn eines Tagebuch-Romans, den ihr beliebig ausschmücken und weiterschreiben könnt. Ich sage euch gleich, dass solche Romane immer „rückwirkend“ geschrieben werden … dann kannst du noch viel korrigieren, was wirklich niemand lesen soll. Fragst du dich, ob der Roman der Wahrheit entsprechen muss? Nein, sicher nicht, aber er muss zupackend geschrieben sein, beinahe so, als ob deine Leserinnen jede Nervenfaser deines Körpers spüren können, wenn sie ihn lesen. „Professorchen“ als Figur wurde eingesetzt, um den Gedanken von „Sein“ und „Scheinen“ jederzeit wieder aufnehmen zu können. Damit setzt du einen Kontrapunkt zu deiner Schilderung, die du dann wirklich sehr erotisch und „hautnah“ darstellen kannst.

Lest bitte dazu noch die Bedingungen, die ihr erfüllen müsst, um die Geschichte weiterzuschreiben.
Bild: La Vie Parisienne, 1914.

Die Lust, einem Mann die Leviten zu lesen

Nadelstreifen schützen nicht vor Unterwürfigkeit
Ich sehe in seinen Augen, wonach er sich sehnt. Er möchte, dass ich das Fleisch seines schönen Hinterns gerbe, aber das passiert nicht einfach so. Er muss mich schon bitten, ja, er muss mich anflehen, es zu tun. Dieser Hundeblick … nur, dass mein Hund nach Leckerli bettelt, und dieser Mann bittet um Hiebe.

Schließlich sagt er einfach: „Bitte schlage mich … bitte.“ Ich lache spöttisch: „Im Anzug mit Krawatte? Kommt da nicht wenigstens die Hose runter?“ Er will sich sogleich der Nadelsteifenhose entledigen und beginnt schon, die Schuhbänder zu öffnen. So leicht will ich es ihm nicht machen.

„Stopp!“, sage ich scharf, „was trägst du darunter?“
„Einen Slip, Miss Jane, einen schwarzen Herrenslip.“
„Würdest du nicht lieber Damenwäsche tragen, so mit Nylons und Strapsen?“

Er wird sofort puterrot und schluckt. Ich weiß, dass er wortgewandt und gut erzogen ist, und warte gespannt auf die Antwort.

„Ich habe noch nicht darüber nachgedacht, so etwas zu tun.“
„Noch nie …?“

Er schweigt.

„Du hast nicht nur darüber nachgedacht, nicht wahr?“

Er nickt kaum merklich.

„Sprich es aus … oder geh wieder. Du bist hier nicht im Panoptikum.“
„Ich habe schon … Wäsche getragen, aber noch nie unter dem Anzug …“
„Und du hast Spaß dabei gehabt?“
„Ja, Miss Jane, ich hatte Freude daran.“
„Erzähl mal, wo du es gemacht hast und was du getragen hast.“

Er zögert, errötet erneut – richtig niedlich.

„In meinem Schlafzimmer – ich habe mich aufs Bett gelegt, nachdem ich Halterlose und einen roten Spitzenslip angezogen habe.“
„Und – war es schön?“
„Es war … herrlich, ja.“
„Beim Masturbieren oder schon vorher?“

Er schweigt wieder, es ist ihm total peinlich.

„Da fehlt noch eine Antwort … also bitte?“
„Ich habe … noch nie so herrlich … masturbiert, Miss Jane.“

Erwischt. Mehr brauche ich nicht. Er wird sich wundern, was ich alles aus diesem Satz für ihn hervorzaubern, kann. Aber das will ich jetzt gar nicht … ich gebe die Staffel an euch weiter.

Und damit verlasse ich euch … denn ihr sollte die Geschichte weiterschreiben Und falls ihr es tut … sagt, woher ihr die Idee habt … nicht von Miss Jane, sondern von Isidora, die bei „Sinn und Sinnlichkeit“ Ideen für euch entwickelt. Lest bitte dazu noch die Bedingungen.
Für das Bild fanden wir keine Urheberbezeichnung.

Wenn die Kerle endlich zu wimmern beginnen …

Devoter Mann - ohne Tränen
Wisst ihr, Männer glauben, sie wären umso interessanter, je mehr Schmerz sie ertragen könnten. Natürlich können sie mit dieser Haltung Frauen imponieren, die sie im Büro oder in einer Bar treffen. „Alles schier Muskelfleisch und Samenstränge“ hat mal jemand zu mir gesagt und das "Muskelfleisch" auch gleich mal gezeigt - die Samenstränge glücklicherweise nicht.

Doch gilt dies auch, wenn sich Männer einer Domina unterwerfen, um die Wonne der Schmerzlust zu genießen? Oder nur den Schmerz, um ihre Seelen vom Schmutz zu befreien?

Wir lasen gerade, was eine professionelle Domina dazu meint. Der Beitrag wurde gekürzt, überarbeitet und textlich abgemildert.

Es langweilt mich, wenn ein Kerl stoisch und ruhig bleibt. Und es nervt, denn wenn du dein Bestes tust, um ihn zu einer Reaktion zu bringen und nichts passiert – ja, was denkst du denn, wie frustig das ist?

Jede Frau will Reaktionen auf das, was sie für einen Mann tut. Und wenn du einen Mann „behandelst“, dann willst du, dass etwas passiert. Du willst, dass er die Selbstkontrolle aufgibt, sich windet, bettelt, wimmert und stöhnt.

Es ist, als ob du sein wahres Ich freilegst. Wenn der Mann weint, dich anfleht, seine Stimmlage verändert … oh ja, dann hat er bekommen, was er eigentlich wollte. Und du kannst sagen: „Ich war wirklich gut.“


Und du, was hast du zu sagen?

Hast du schon mal erlebt, dass dich ein Kerl anbettelt, etwas für ihn zu tun oder zu unterlassen? Hat schon mal ein Mann vor dir gekniet? Hat er dich angefleht? Sag es einfach … egal, ob er ein Weichei war oder ein harter Kerl, dessen Panzer du geknackt hast.

Wir schützen unsere Quellen - wir nennen weder die Urheberin des Textauszugs noch dieinen Namen, wenn du uns schreibst.

Dreier aus der Sicht einer Frau

Wir schreiben nicht nur, wir lesen auch. Wenn wir glauben, dass eine Meinung wirklich interessant ist, dann berichten wir darüber. Und hier geht’s um Dreier. Die ursprüngliche Autorin mahnt dabei zur Umsicht.

1. Such dir jemanden, der es wirklich will

Eigentlich klar, oder? Und doch wichtig: Erst mal muss es jemand wollen. Angeblich gehen die meisten Dreier von Frauen aus, meint die fremde Autorin. Wir dachten eigentlich, Dreier würden von Paaren oder Männern ausgehen – aber – wer weiß?

2. Sei sicher, auf derselben Wellenlänge zu sein

Ein Dreier ist … für jeden etwas anderes. Die fremde Autorin eist darauf hin, dass vorher klar sein muss, in welcher Bandbreite ihr spielen wollt und welche Grenzen ihr persönlich habt. Der Hinweis ist wirklich wichtig: Nicht sagen: „OK, ich weiß doch, was da passiert.“ Nö. Weißt du nicht. Manchmal werden Handlungen erwartet, die nicht in dein ethisches Konzept passen.

3. Versuche mal, ohne Erwartungen heranzugehen

Wenn du etwas erwartest, und es trifft nicht ein, bist du enttäuscht. Also versuch mal, alle Erwartungen auf ein Minimum zu reduzieren. Die Autorin, die wir gelesen haben, warnt vor allem davor, sich irgendetwas von Pornos abzugucken: In der Realität läuft nichts „wie geschmiert“.

4. Es kann schiefgehen

Egal, was du vorher besprochen hast: Es kann Unmut und Tränen geben. Eigene und Fremde. Die Autorin des verlinkten Artikels spricht das Hauptproblem an: Eifersucht bei Paaren, die auch plötzlich aufkommen kann. Sei also sicher, dass wenigstens du zu 100 Prozent einverstandene bist. Aber wenn du den Eindruck hast, dass deine Gefühle verletzt werden, dann brich den Dreier ab, bevor es heikel wird.

5. Die anderen verdienen Respekt und Erfüllung

Oft wird vergessen, dass der Dritte (oder auch die beiden anderen) nicht deine Sex-Sklaven sind, sondern dass sie Respekt verdienen. Und sie wollen selbstverständlich auch Lust an dem Spiel zu dritt haben und nicht nur den anderen Lust verschaffen. Du kannst nicht davon ausgehen, dass sie sich ihren Teil schon „holen“ würden, meint sinngemäß die Autorin des verlinkten Artikels.

Drei Personen sind drei Individuen

alles über dreier
Zum Schluss noch ein Wort an alle, die dies lesen: Jede Aktion zu dritt, ob es nun um Sex geht oder um eine gemeinsame Reise, erfordert gemeinsame Ziele, aber auch die Möglichkeit, kurz innezuhalten und sich auf sich selbst zu besinnen. Wenn der Gruppendruck unerträglich wird und zu Fehlentscheidungen führt, kann dies bitter werden. Die reine Freude nur ein, wenn jeder der Teilnehmer von der Lust angetrieben wird, etwas Besonderes zu erleben.

Gelesen in und teilweise adaptiert aus "Adultpress"

Auch in dieser Serie: Fakten über Triolen

Lust richtig ausdrücken – geht das?

sinnlich zu schreiben kann sehr sinnlich sein
Warum wollen Frauen so selten über ihre Sinnlichkeit schreiben? Warum verheimlichen sie ihre sexuellen Erfahrungen ebenso wie ihre sexuelle Kompetenz?

Einmal, weil sie nicht als Schlampen gelten wollen. Wer erotische Romane schreibt, wird immer wieder bezichtigt, dass ein Teil „autobiografisch“ ist. Und bekanntlich ist eine Frau schon eine „Schlampe“ wenn sie mehr als einen Vibrator besitzt.

Und die Realität? Sie ist ja nicht immer so goldig, nicht? Mal macht es allein keinen Spaß, und mal ist der Mann, den du kennenlernst, zwar tagestauglich, aber nicht gerade nachtaktiv. Na ja, oder er will was, was dir keine Freude bringt. Und dann fällt dir erst recht schwer, über dich zu schreiben, oder?

Aber das ist noch etwas anderes, nämlich die, und das zitiere ich hier mal:

Ich mag das Schreiben nicht, weil es die Dinge so endgültig macht. Und weil dann alles in eine Schachtel kommt mit einem ordentlichen Etikett drauf. Und schließlich wird es abgelegt und vielleicht später gelöscht. Doch was ich fühle, scheint zu komplex zu sein, und zu ungeordnet, um es richtig auszudrücken.


Sinnlichkeit ist ein unordentliches Gefühl und erotisches Verlangen schon zwei Mal. Und wenn du „unordentliche Gefühle“ beschreiben willst, kannst du das nicht mit „sozial korrekten“ Begriffen, ja vielleicht nicht einmal mit ganzen, ungebrochenen Sätzen.

Sag uns, wie du es machst. Jede hat ja ihre eigene Methode – und klar, es macht einen Unterschied, ob du von dir schreibst oder deine Figuren sinnlich aufheizt. Wie sagt doch Elisabeth Benedict?

Es ist – wirklich! – in Ordnung, wenn du beim Schreiben erregst wirst.


Und was meinst du? Egal was du zu sagen hast: Sag es uns.

Bild: Leider haben wir den Namen des Malers nicht ermitteln können.

Männer begeistern: Geizen, Reizen, Spreizen oder Peitschen?

Männer begeistern: mit den Reizen geizen, zum Reizen spreizen? Oder vielleicht gar peitschen? Die Antwort müsst ihr selber finden. Aber Möglichkeiten sehen wir schon ...

Romantik ade … irgendwann ist die Zeit des Küssens und Kosens vorbei. Und miteinander zu schmusen, ein paar Zungenküsse auszutauschen und dabei rollig zu werden wie einst im Mai? Ach, alles nutzt sich ab.

Geizen mit Reizen

Da sagt die Freundin: „Ach, verweiger dich einfach, dann wird er schon um dich werben.“ Ja, wenn er’s nur täte. Mit den Reizen zu geizen bringt wirklich nichts, auch wenn dann und wann ein Raunen durchs Internet geht: „Musst ihn mal eine Weile keusch halten, dann wirst du dein blaues Wunder erleben.“

Reizen mit Reizwäsche?

die wirkung des negligés
Ob der Gang zum Miederwarengeschäft etwas bringt? Sündhaft teuer süße Fummel, spitzenbesetzt, chic, frivol und teuer? Vielleicht ein Negligé oder Baby Doll? „Strapse“, flüstert eine andere Freundin, „die wirken immer, wegen der Kontraste an den Schenkeln, weißt du … und zieh auf keinen Fall einen Slip drunter an …“

Doch, was ist, wenn frau sich in Retro-Dessous oder Hurenklamotten nicht wohlfühlt? Was, wenn es dir einfach peinlich ist, dich mit 50 anziehen wie ein Sugar-Baby? Oder wenn alles an dir aussieht, als sei’s nicht für dich gemacht?

Reizen und es gar nicht reizend finden?

ob es freude bereitet?
„Wie steht’s bei dir eigentlich mit oral, machst du’s ihm?“ Wieder so eine Frage, die du nicht wirklich beantworten willst, oder? Tapfer ausprobieren mit Augen zu und hinterher ausspucken? Was, wenn es dich ekelt, ich meine richtig ekelt, egal ob er vorher Ananassaft getrunken hat oder nicht?“

Reizen mit Spreizen

„Nichts ist geiler, als wenn du es dir selbst machst und er zuschaut“, aha, der nächste kühne Rat. „Spreiz die Beine und zeig’s ihm.“ Aber was ist, wenn du dich schämst, nie „Toys“ verwendet hast und du sowieso nicht wirklich willst, dass dich dein Liebster „so“ sieht?

In der Rolle der Domina oder Sklavin reizen?
reizen durch peitschen?
„Und … schon mal mit Rollenspielen versucht?“ Das ist der letzte Schrei, und angeblich machen es inzwischen alle. Na ja, fast alle und wohl eher irgendwie als konsequent.

Bist du schon auf die Idee gekommen, eine Episode aus den „50 Shades of Grey“ auszuprobieren? Ich rate dir gut: Mach es andersrum. Werde zur sinnlichen Tante mit Röckchen und Stöckchen, der dem bösen Buben von Mann mal den Hintern versohlt. Es gibt noch mehr Rollenspiele, und dein Männlein wird nicht gleich auf alle eingehen. Aber ich in ziemlich sicher: Von irgendetwas in der Art wird er geil. Er? Oder vielleicht du? Was hast du so gefühlt, als du die „50 Shades“ gelesen hast?

Nun gut. Wenn du Rollenspiele für Affentheater hältst, Fesselungen für Freiheitsberaubung oder Peitschenhiebe für Körperverletzung, dann ist das nicht dein Ding.

Vanilleschoten oder doch lieber Chilischoten?

Aber irgendwie willst du doch, dass deine Lust von Vanilleschoten zu Chilischoten übergeht, oder?

Wir haben überall nachgefragt und angeklopft - und teils verblüffend positive, teils aber auch ausgesprochen abschreckende Antworten bekommen. Eines aber scheint sicher zu sein: „Es gibt nichts Gutes, es sei denn, man tut es.“ Manchmal kommt einem der alte Liedertext ins Gedächtnis zurück … „Beim ersten Mal da tut’s noch weh … doch nach und nach, so peu a peu, gewöhnt man sich daran.“

Nur Gewöhnung? Das wäre traurig, weil dann die lustvolle Begeisterung fehlt, die sinnliche Ekstase, das abtauchen in die Lust. Denn so viel fanden wir heraus: Der Appetit kommt beim Essen. Und wer einmal seinen Finger in Tabasco oder Mousse au Chocolat getaucht hat, der kann auch süchtig danach werden, es immer wieder zu tun.

Und du ...?

Ja, was würdest du gerne tun? Und was auf gar keinen Fall? Verrate uns deine Wünsche, Träume, Geheimnisse und süße Perversionen, die sich in dien Hirn eingenistet haben. Wir sind gespannt darauf. Und wenn du’s nicht magst – vielleicht kennst du ja jemanden, der mal drüber schreiben möchte.

Hinweis: Der Artikel aus der Ex-Liebeszeitung vom 4. September 2012 wurde von Isidora umgeschrieben, der Zeit angepasst und erweitert.Die Liebeszeitung verzeichnete 125.329 Zugriffe.

Bilder:
Paar: Beranger.
Mund: Fotomontage.
Peitschenlady: Zeichnung eine ungarischen Künstlers, gegen 1935.

Die nüchterne Seite des erotischen Schlagens und anderer Künste

Die nackte Hand auf dem nackten Po
Hast du mal einen Kriminalroman gelesen? Sicher hast du das. Und dann weißt du sicherlich, dass ein solcher Roman zumeist Polizeiarbeit bedeutet, von der die Autoren mal keine Ahnung, mal aber auch ausgefeilte Kenntnisse haben. Psychologische Kenntnisse helfen, um über Motive, Opfer und Täter zu spekulieren. Forensische und pathologische Grundkenntnisse sind nützlich … und dann menschelt es eben auch noch zwischen den modernen Paarungen zwischen Kommissar und Sergeant, vor allem, wenn beide auch noch erweiterte außerberufliche Konflikte haben.

Lerne, das Terrain kennen, auf dem dich bewegst - wenigstens ansatzweise

Alles richtig? Und nun versuchst du also, einen erotischen Roman zu schreiben. Vielleicht weißt du ja, wie die ganz gewöhnlichen Vorgänge so ablaufen … aber sicher wäre es auch nützlich, noch ein paar andere Kenntnisse zu erwerben. Einwände? „Ich soll SO etwas tun?“ Nein, nicht unbedingt. Aber du könntest deinen Horizont mal um die Vorstellungen erweitern, wie so etwas ablaufen könnte. Solltest du über etwas schreiben, was „zart und hart“ beinhaltet, dann erprobe davon wenigstens die Details, die du dir zumuten kannst. Und wenn etwas aus deiner Sicht „unappetitlich, bedrohlich oder menschenverachtend“ ist – dann lass es so weit an dich heran, dass du glaubwürdig darüber schreiben kannst. Ich kenne den Einwand: „Andere können es auch nicht und haben trotzdem Erfolg“. Mag sein. Aber ein Kriminalkommissar, der du in in Oslo oder Kopenhagen ermitteln lässt, sollte wenigstens sein Terrain kennen – und du solltest ein bisschen auf die Anatomie von Frauen und Männern achten.

Leg dich hin und knie nieder

Ach ja: Eine Kernfrage ist immer. Wenn deine Figur so-und-so liegt, sitzt oder steht, kann sie dann das-und-das wirklich ausführen? Klingt banal – ist es aber nicht. Auch hier hilft dir, dich wenigstens solo mal in die Lage zu begeben – schadet nichts, dient aber der Wahrheitsfindung.

Von Vanille zu Chili - wie scharf spürst du die Schärfe im Inneren?

Viele Sorgen macht insbesondere Autorinnen die Frage: „Was mache ich eigentlich, wenn mein Sex eher von Vanillearoma geprägt ist, meine Figur aber Chili (in echt oder mental) bevorzugt? Oder einfacher: Wie fühlt sich die Schmerlust an, bevor (ja: bevor) jemand leise „aua“ sagt oder gar vor Schmerz gellende Schreie hervorbringt und heiße Tränen vergießt?

Dazu musst du dich wirklich mit der nüchternen Seite des Schlagens und Geschlagenwerdens beschäftigen – was ausgesprochen schwerfällt, weil dabei schon im Gespräch Emotionen aufkochen.

Zehn nüchterne und hilfreiche Informationen über Schläge

Schläge haben mehrere Komponenten, an die du vielleicht noch nie gedacht hast:

1. Sie erzeugen zweifellos körperliche Schmerzen – doch fühlen sich nicht alle Schmerzen gleich an.
2. Schläge erzeugen aber auch sichtbare, beschreibbare Körperreaktionen, die keine Schmerzen darstellen. (Aufbäumen, ausweichen, Laute von sich geben, Weinen).
3. Innerhalb von Schlägen werden Schamgrenzen und andere übliche menschliche Grenzen übersprungen. (Nacktheit, Schamverletzungen)
4. Schläge erzeugen weitere verborgene körperliche Reaktionen, weil durch sie vom Gehirn Botenstoffe freigesetzt werden. (Drogenähnliche Effekte)
5. Manche Schläge erzeugen Geilheit, besonders solche, die auf das Gesäß appliziert werden.
6. Psychische Reaktionen können ausgesprochen vielfältig sein – vom „Wiedererinnern“ an frühe Erfahrungen bis hin zum Auslösen von Wut, Hass, Geilheit, Unterwerfung oder Demut.
7. Schläge sind – neben Sex und Massagen – die intimste Möglichkeit, jemandem sinnlich zu begegnen.
8. Die tatsächliche, Schmerz auslösende Wirkung von Schlägen ist von vielen Variablen abhängig: der Intensität, mit der der Schlag ausgeführt wird, der Art des Instruments, mit dem geschlagen wird, und der Schmerztoleranz dessen, der geschlagen wird.
9. Die psychische Wirkung von Schlägen ist vom Szenario abhängig, das dafür aufgebaut wurde, aber auch von der Adaptionsfähigkeit des Geschlagenen.
10. Schläge stehen stehen zumeist nicht „für sich allein“ und sind nicht immer Teil einer Bestrafung. Sie haben mal mehr, mal weniger mit Sex zu tun, können aber durchaus auch sexuelle Genüsse beflügeln.

Alles mit der Hand am Arm - der Anfang lustvoller Schläge

Als einfachstes Beispiel möchte ich euch die Schläge mit der Hand vorstellen. Sie sind die intimsten Schläge überhaupt, weil sie unmittelbar bidirektional wirken.

Der Arm dient dabei als Beschleuniger für die Hand, die erst im letzen Moment die volle Geschwindigkeit und damit die volle Energie für einen schmerzhaften Schlag abgeben kann. Wird auf das nackte Gesäß geschlagen, so ist dies ein Haut-zu-Haut-Kontakt, der bidirektional wirkt: Beide fühlen etwas, und sogar der Schlagende spürt einen leichten, flächigen Schmerz. Das ist sozusagen ein Bio-Spanking, weil nichts anderes als eine natürliche, allzeit verfügbare Ressource eingesetzt wird: die nackte Hand. Zudem entstehen zwischen dem Schlagenden und dem Geschlagenen deutlich spürbare Rückkoppelungseffekte, die von manchen der Betroffenen als besonders intim und sinnlich empfunden werden.

Handschläge dienen auch dazu, den Körper auf weitere, dann meist heftigere und nicht mehr derart flächige Schläge vorzubereiten, ähnlich wie beim „warming up“ im Sport.

Was du über Sex mit dem Date wissen musst

Zweifel, ob sie mehr schenken soll?
Sex mit einem neuen Partner kann für dich ein Weg in die Abwertung sein. Üblicherweise ist er bei Frauen er mit der Furcht verbunden, ihre Stärke zu verlieren, wenn sie nackt mit einem Mann im Bett liegen. Frauen denken oft, sie geben ihre Persönlichkeit auf, wenn sie ihren Körper anbieten.

Was du wissen musst:

Sex mit jemandem (egal ob neu oder „irgendwie“ bekannt) ist niemals eine Garantie für eine Liebesbeziehung. Du solltest dir wirklich zur Regel machen: Wenn du den Sex selbst genießt, dann ist er auch gut für dich. Wenn du ihm Sex schenkst, um ihn zu behalten, liegst du schief. Es geht also niemals darum, wann, wo und wie du ihm erstmals Sex geben wirst, sondern darum, ob du Lust auf Sex mit ihm hast.

Bild von Konstantin Andrejewitsch Somow, ca.1910

Der Teppichklopfer in zarter Hand und auf zarten Popos

Auf Märkten verkaufen Korbmacher noch heute "Ausklopfer"

Der Teppichklopfer in zarter Hand - das ist ein Thema für Retro-Schmerzlust. Meist waren es Frauen, die dieses Instrument der Züchtigung führten - und oftmals waren es junge Frauen, die von ihnen geschlagen wurden. Natürlich war dies nie wirklich sinnlich - und aus heutiger Sicht sogar höchst bedenklich. Was manche Damen allerdings nicht hinderte, später ein Spiel daraus zu machen. Doch wie war das eigentlich alles? Und kann man heute noch nachvollziehen, wie jemand "ausgeklopft" wurde wie ein Teppich?

Erinnert ihr euch noch an den Teppichklopfer? Es gibt ihn heute noch bei Korbmachern, auf Wochenmärkten und manchmal sogar noch in einem Haushaltwarengeschäft. Wie ihr euch denken könnt, war er dazu gedacht, einen Teppich auszuklopfen. Man legte ihn dazu über eine Teppichstange im Hof, schlug mit dem Teppichklopfer kräftig auf beide Seiten des guten Stücks ein, und nahm ihn schließlich wieder von der Stange, um ihn wieder in die „gute Stube“ zu legen. Im Winter konnte man den Teppich auch in den Schnee legen, dann wurde er ebenfalls ausgeklopft und man konnte dann sehen, wie viel Staub später im Schnee hängen blieb.

Der Ausklopfer als Verlegenheitslösung bei Züchtigungen

Die Dienstmagd schwang den Ausklopfer - die Hausherrin nahm ihn nicht einmal in die Hand
Mancher hat den Teppichklopfer auch in einer ganz anderen Funktion kennengelernt, denn er war ein beliebtes Mittel, um den „Popovoll“ kreativer zu gestalten. Wie kaum ein anderes Instrument der Züchtigung, von der Wiedenrute vielleicht einmal abgesehen, was der Teppichklopfer das Instrument der Frau, wenn es galt, die körperliche Züchtung zu verschärfen und nachdrücklichere Wirkungen zu erzielen. Denn so viel wussten Mütter, Erzieherinnen, Gouvernanten und andere „Vollzugspersonen“: Die flache Hand auf dem Po der Tochter oder des Sohnes schmerzt auf Dauer mehr die Pobacken selbst.

Da war es natürlich vorteilhaft, dass sich die Damen mit dem Teppichklopfer, auch „Ausklopfer“ genannt, gut auskannten. Denn andere Instrumente zu führen, etwa einen Ledergurt, eine Klopfpeitsche oder einen Rohrstock, war ihnen eher nicht geläufig. Und so zog er eben in die schmerzhafte Erziehung ein, der „Ausklopfer“, der seither manchen Po markierte. Eine kleine Anekdote am Rande will ich noch erzählen: Zu früheren Zeiten war es üblich, die Tochter mit allerlei Haushaltsgegenständen im Mini-Format zu beschenken, so auch mit einer Miniaturausführung des Teppichklopfers. Und dabei entdeckte manche Erzieherin, dass sich dieser Ausklopfer viel besser für den Po der jungen Damen eignete als der Ausklopfer der Hausfrau, der deutlich schwerer zu führen war.

Wie wirkte eigentlich der Teppichklopfer?

Ein Ausklopfer hat eine durchbrochene Fläche, die der Luft relativ wenig Widerstand entgegensetzt. Da der Schaft sehr flexibel ist, gewinnt der Teppichklopfer beim Schlagen an Geschwindigkeit und trifft mit großer Wuchte auf den Teppich auf – allerdings fängt die durchbrochene Fläche dann den Schlag wieder ab, sodass der Teppich zwar ausgeklopft, aber nicht zerstört werden kann.

Wenn du dir nun vorstellst, dass sich dies auf den Po ungefähr genauso auswirkt wie auf den Teppich, dann kannst du ermessen, wie sich die Strafe auf dem Po und im Kopf anfühlt. Die Erniedrigung ist groß, weil mit einem Haushaltsgegenstand geschlagen wird, der Schmerz liegt im mittleren Bereich und wird zunächst wegen der flächigen Verteilung nicht als extrem wahrgenommen. Auf Dauer jedoch wird derjenige, der die Schläge empfängt, ein deutliches Brennen verspüren, zumal, wenn so heftig zugeschlagen wird, dass noch lange sichtbare und fühlbare Muster (durch die geflochtene Struktur) entstehen. Aus Erfahrungsberichten geht auch hervor, dass es auf die Stellung ankommt, die jemand einnimmt, wenn er mit dem Teppichklopfer gezüchtigt wurde – und natürlich, wie immer bei Züchtigungen, ob die Schläge aufs Höschen oder auf den nackten Po niedergingen.

Die Lust am Teppichklopfer

Ein altes Symbol für moderne Rollenspiele?
Teppichklopfer werden gelegentlich noch für erotische Strafspiele verwendet. Dabei versuchen die Partner, an die Spannung und Beschämung anzuknüpfen, die sie als Kinder empfundene haben. Allerdings geben sich heutzutage immer mehr Menschen der spielerischen Strafe hin, die in Jugendzeit niemals solche Erfahrungen machen mussten. Das ist auf die Situation zurückzuführen, die meist als extrem skurril empfundenen wird: hier die Person, die ein Haushaltsgerät führt und sich damit auf die Stufe einer Bediensteten stellt (eine feine Dame hätte niemals mit einem Haushaltsgerät gezüchtigt). Dort die Person, die sich nach Art eines Kindes, eines Internatszöglings oder eines Backfisches (1) in die Position der (manchmal auch des) Bestraften begibt. Was nicht heißen soll, dass nicht auch diese Konstellation ihre Reize hat – ein wenig frivole Retro-Erotik liegt in fast allen Spielen, die mit der erotischen Züchtigung unter Erwachsenen zu tun haben.

(1) "Backfische" der damaligen Zeit waren alle Frauen vor ihrer Verlobungszeit.
Der Original-Artikel erschien am 22, Februar 2017 bei "Sinnlichschreiben" - er wurde nicht verändert