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Herrin Gnadenlos – Neuauflage von „Die Herrin“

Dieser Tage las ich nochmals „Die Herrin“ von Gigi Martin. Ich hörte, es sei neu verlegt als „Herrin Gnadenlos“ – was dem Inhalt näher kommt. Denn die Heldin ist nicht nur „gnadenlos“, sondern über alle Maßen geldgierig und skrupellos.

Das Werk wurde 1988 zum ersten Mal bei Ikoo verlegt und gewann sofort eine große Anhängerschaft unter mutigen, feministisch behauchten Frauen. Ob das Hauptmotiv der weiblichen Leserschaft damals in den lesbischen Szenen lag oder in der Genugtuung, dass eine Frau mithilfe seiner „perversen Begierde“ einen Mann wirtschaftlich und sozial vernichten kann, mag das Geheimnis der damaligen Leserinnen bleiben.

Der Mann hat selbst Schuld - der Klappentext von 1988

Erzählt wird die Geschichte so, als sei es das Selbstverständlichste der Welt, einen Mann auf grausame Art zu dominieren, zu entwürdigen und aus Geldgier zu Verbrechen anzustiften.

Der Klappentext bei IKOO war ganz darauf abgestimmt, die Geschichte als „konsequent“ hinzustellen:

Ihre Befehle, Burt zu demütigen, nehmen ungewöhnliche Formen an, sodass sein Leben im selbst geschaffenen Käfig zwangsläufig hinter Gittern endet.


Das ist sicherlich nicht der Fall. Die Heldin ist ein abgehalftertes Fotomodell ohne berufliche Perspektive mit überwiegend lesbischer sexueller Orientierung. Sie lernt zufälligerweise einen Industriellen kennen, der eine Frau sucht, die ihn demütigt. Erstaunlicherweise erweist sich die Heldin von vornherein als ausgezeichnet geeignet für die Tätigkeit, an die sie kalt und emotionslos herangeht – und zwar in einem Maße, dass dieser für sie Verbrechen begeht, an denen sie sich finanziell bereichert.

25 Jahre später - SM-Fantasien als Klappentext

Der neue Klappentext verherrlicht den Inhalt abermals so, dass die von krimineller Energie und Skrupellosigkeit strotzende, männerverachtende Heldin in den Hintergrund. Dafür gerät die konsequent agierende und gekonnt dominierende „Herrin“ in den Vordergrund.

Mit gekonnten Spielchen knechtet und demütigt sie ihren willigen Sklaven und lässt sich jeden Wunsch erfüllen. Halsbänder, Lederslips, Ketten, Peitschen und Rohrstöcke gebraucht die Gnadenlose, um ihren gehorsamen Sklaven mehr und mehr zu peinigen und ihn so zur höchsten Erfüllung zu treiben.


Das Buch enthält sicher einige Szenen, die ganz hübsch ausgearbeitet sind, doch kann es nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Autorin völlig unfähig ist, echte Gefühle zu schildern. Dabei wirken ihre lesbische Szenen weitaus überzeugender als die Szenen, in denen sie ihren „Sklaven“ dominiert. Insgesamt ist es die Geschichte einer selbstherrlichen Frau, die völlig skrupellos andere Menschen benutzt, und sich dabei völlig im Recht fühlt.

Wie Pegging von einer Strafe zu einer Herausforderung wurde

Zitat aus "Weiberherrschaft", Anonym, Ende 19. Jahrhundert
Selbst in den der pornografischen Literatur schwanken die Autoren (und erst recht die Autorinnen), ob eine am Mann vollzogene, instrumentelle Penetration als Strafe oder als Vergnügen zu werten ist. Der Mann auf der Straße steht dem Thema meist gleichgültig gegenüber, oder er ist voreingenommen, und möglicherweise gar empört.

Pegging - absolut inakzeptabel oder doch lustvoll?

Die Vorlauten wollen wissen, dass „so etwas“ nur schwule Männer tun, die „starken Kerle“ behaupten, es sei etwas für Schwächlinge, Weicheier oder gar „Sissys“. Und einige erröten leicht, weil sie entsprechende Erfahrungen haben. Den meisten von ihnen ist es peinlich, darüber zu reden – „passiv anal“, gleich wie die Praxis erfahren wurde, ist und bleibt ein Tabuthema.

Frauen führen "das Zepter" beim Pegging

Kaum jemand kann sich vorstellen, dass Frauen dergleichen gerne und vehement vollziehen. Doch der Mann, der Pegging erleidet oder genießt, geht selbstverständlich davon aus, dass es ihm eine Frau „besorgt“.

Doch genau so ist es – in allen Variationen der analen Stimulation und der besonderen Situation des „Pegging“, sind es Frauen, die das Zepter führen – oder besser gesagt: einen Dildo oder Vibrator, oftmals eine besondere Version, deren Spitze etwas gekrümmt ist. Je mehr Vibration zum Einsatz kommt oder je mehr der Dildo an die männliche Anatomie angepasst wurde, umsomehr dürfen wir auf „Lust“ tippen. Die monströsen, schlecht geführten oder trocken eingeführten Exemplare deuten hingegen auf Strafe, Folter oder sinnlose Herausforderungen des Körpers und der Psyche hin.

Literatur: von der Strafe zum Genuss

Dass es sich im Ursprung um eine Strafe, eine Revanche oder eine Demütigung handelte, steht außer Zweifel. Die Begriffe, die dabei verwendet werden, können wir hier großenteils nicht wiederholen, aber „Bitch“, also „Schlampe“ ist einer von den Harmlostesten für den penetrieren Mann.

Einem anonymen Autor des 19. Jahrhunderts folgend, wird die Strafe als eine Art „Revanche“ dafür angesehen, eine Dame vaginal penetriert zu haben. „Der Pfropfen schmerzte nicht gerade, aber er war fürchterlich unbequem“ heißt es – doch die Schmach, ihn überhaupt von Damen verabreicht zu bekommen, wiegt wesentlich schwerer. Vor allem wenn, wie in dem zitierten Buch, auch noch eine Zuschauerin dazu eingeladen wird. Indessen scheint sich der junge Mann später zu besinnen: Das „Röhrchen, das ihm eingeführt wurde, „brannte, aber es war nicht unangenehm.“

Wesentlich unangenehmer war da die nicht-instrumentelle Penetration einer „Lady Digwell“ in „The Petticoat Dominant“. Sie nahm einfach ihre Finger, was sie zuvor bereits als „unehrenhaft“ für den Mann angekündigt hatte, und ihr Opfer (Zitat)

Stöhnte und weinte, während sie mich gewaltsam niederdrückte und am Ende – oh Schrecken aller Schrecken – ihren Finger tief in mich hineinpresste.


Durchbruch der Lust erst im 21. Jahrhundert

Während des 20. Jahrhunderts gab es einen kurzen Boom ähnlicher Geschichten um Flagellation und anale Strafen, aber erst im 21. Jahrhundert kamen einige Dutzend E-Books sowie noch mehr Artikel auf, in denen die anale Penetration als Lust aufgewertet wurde. Und zwar sowohl bei knackigen Hetero-Kerlen wie auch bei lustvoll weiblich gestylten „Sissys“. Dabei geht es immer wieder um den Zwiespalt zwischen Erniedrigung und Lustgewinn, der auch bleibt, wenn Pegging nicht als „reine Herausforderung“ verstanden wird.

Kaum Gefühlsschilderungen, aber viele starke Gefühle

Die Wonnen der analen Penetration wurden allerdings kaum beschrieben. Und es ist wirklich eine Tatsache, dass viele Männer emotionale und physische Probleme damit haben, sich anal verwöhnen zu lassen. Wobei wir hier definitiv nur von der Penetration mit einem Gegenstand sprechen, und auch nur dann, wenn dieser von einer Frau geführt wird. Solltest du meinen, dass dies schon alles ist – nein, ist es nicht, denn es gibt da noch da noch andere Ängste, Schmerzen sowie Lüste und Wonnen, von denen wir besser nicht schreiben.

Was Männer über Pegging sagen und schreiben

Hübsch fanden wir die Meinung eines etwas älteren Mannes, man müsse darauf achten, dass die „Eintrittsöffnung“ nicht einfach „ein Loch“ sei, sondern dass dahinter ein menschliches Wesen voller Angst und Lust stecke. Bei der Penetration, das wissen dann eher erfahrene Männer, käme es sehr auf den Winkel an, in dem der Dildo eingeführt wird. Letzteres ist unzweifelhaft richtig, denn nur beim sinnlichen Kontakt mit der Prostata wird der volle Effekt der Lust erreicht. Schließlich steht unter den „Top Tipps“ stets noch, dass du gar nicht „zu viel“ Gleitmittel nehmen kannst.

Häufig wird gesagt, dass der Mann unbedingt entspannt sein muss – alles andere sei ein Krampf, und seltener wird darüber informiert, dass die meisten Dildos für Anfänger (natürlich auch Anfängerinnen) zu dick sind.

Zum Vergleich: Ein Damen-Zeigefinger misst ungefähr 15 mm im Durchmesser, und die kleinsten Dildos haben etwa 20 mm Durchmesser. Das reicht völlig aus, um den gewünschten Effekt der Lust zu erzielen.

Pegging - immer noch eine Herausforderung

Eine Herausforderung – das wissen wir aus glaubwürdigen Schilderungen – ist Pegging für einen „gestandenen“ Hetero-Mann immer noch. Doch die Abenteuerlust und das erstaunliche Gefühl, das sich beim Mann (und nur bei ihm) dabei einstellt, treibt eben doch viele Männer an, sich dem enormen Lustgefühl hinzugeben, das sich nur schwer beschreiben lässt.

(wird fortgesetzt, wenn ihr wollt) mehr Informationen (auf Englisch) über alle Arten von Analstimulation. Deutsch recht gut bei Netdoktor.

Hinweis: Wenn ihr über mehr Informationen aus der Literatur zwischen 1900 und 1999 verfügt, die nicht auf den Nachahmern und Plagiaten von "Gynecocracy" ("Weiberherrschaft") beruhen, dann schreibt mir bitte:

Pegging – der Begriff

Der Begriff „Peg“ hat im Englischen viele Bedeutungen. Außer der Wäscheklammer bezeichnet das Wort auch alle Arten von Pfählen, Stangen, Zapfen und Pflöcke. „Off-the-peg“ ist zum Beispiel Konfektionsware, also Kleidung von der Stange.

Pegging – ein neues Wort für eine alte Sexualpraktik

„Pegging“ folgt dem Begriff und bezeichnet zunächst ein Wort für „Pfählen“ oder „Pflocken“. Im weiteren ist es dann ein Begriff für eine bestimmte Art von instrumentellem Sexualverkehr. Er geht auf den amerikanischen Journalisten Dan Savage (2001) zurück.

Eine ungewöhnliche Methode, Männer sexuell zu reizen

Schon 1909 in Deutschland erschienen
Das Wort wurde ursprünglich dafür benutzt, um den mit einem Instrument vollzogenen Analverkehr zwischen einer aktiven Frau und einem passiven Mann zu beschreiben. Bereits der Marquis de Sade soll 1795 dergleichen beschrieben haben. Am populärsten innerhalb der erotischen Literatur dürfte hingegen die Beschreibung in der 1893 veröffentlichten Trilogie „Gynecocracy“ (Gynäkokratie) sein. Dort vollziehen unterschiedliche Frauen (teils als Mann vermummt) den instrumentellen Analverkehr mit einem jungen Mann, der seinerseits in Frauenkleider gesteckt wurde.

Als der Begriff „Pegging“ erschaffen wurde, gingen andere Begriffe für dasselbe Phänomen unter, wie beispielsweise „Strap-on-Sex“, „BoB“ (englisch) oder „Rollentausch“, „den Spieß umdrehen“ oder „Revanche“. Gelegentlich wird auch die englische Umschreibung verwendet „Was gut für die Gans ist, ist auch gut für den Ganter.“

Kaum sinnliche Beschreibungen, aber viel Pornografie

Was er für die Sexualität oder überhaupt für den Mann bedeutet, der Pegging erleidet, erduldet oder genießt, sollte getrennt behandelt werden. Allerdings scheitert dergleichen oft daran, dass Männer, die Pegging erlebt haben, ungerne darüber schreiben, gleich, ob sie die Praktik genossen oder verfluchten. Was die Frauen betrifft, die sich aktiv damit beschäftigen, so scheint es so zu sein, dass die größere Anzahl dabei wenig fühlt, und schon gar keine körperliche Erregung. In der einschlägigen Pornografie kommen gar keine Gefühlsregungen vor, dort wir nur optisch veranschaulicht, was möglich ist.

Wer etwas anderes liest, sollte die Quellen genau überprüfen, dann oftmals stehen Hersteller von „Toys“ dahinter, die angeblich sowohl den aktiven wie den passiven Teilnehmer sexuell reizen sollen.

Lest auch den Folgeartikel, in dem beschrieben wird, wie sich das "Strafpotenzial" in ein "Lustpotenzial" wandelte.

Der Teppichklopfer in mittleren Jahren

Teppichklopfer, Ausklopfer oder Züchtigungsinstrument?
Der Teppichklopfer diente neben dem Ausklopfen des Staubs aus dem Teppich auch der „häuslichen Erziehung“. Einfach deshalb, weil er stets zur Verfügung stand und leicht zu handhaben war. Mit ihm geschlagen zu werden, war nicht so intim wie das Schlagen mit der Hand. Und die Distanz zwischen der strafenden Hand und dem entblößten Gesäß ließ deutlich weniger sinnliche Gefühle zu – für den Schlagende so wenig wie für die Geschlagene. Man sagte ja, dass aber einem gewissen Alter mit dem Abklingen des Schmerzes ohnehin ein sinnliches Verlangen entstehen könnte, und man wollte des auf keinen Fall fördern. Tat man es doch, so könnte die physische Nähe während der körperlichen Züchtigung zwiespältige Gefühle erzeugen – nicht nur körperlich, sondern auch emotional. Heißt es nicht, dass es die Schläge nach Beginn der Pubertät waren, bei denen eine Melange zwischen Strafe und und sinnlichem Genuss entstand?

Nehmen wir an, unsere Figur habe solche Schläge nie erlebt. Die Landkarte der Lust, die durch Schläge entsteht, sei bei ihr noch ganz und gar weiß.

Lena will es wissen ...

Nennen wir diese Figur Lena. Nehmen wir an, dass sie dreißig Jahre alt ist und sich nach einer besonderen Art der Lust sehnt. Es ist ein unbestimmtes Verlangen, aber wenn diese Lena sich etwas in den Kopf setzt, ist sie auch besessen davon, es zu erproben. Der Abenteuergeist unserer Lena paart sich, wie so oft, mit einer gewissen Scheu davor, in ihrem Bestreben erkannt zu werden. Sie würde sich schämen, einer Gruppe beizutreten oder auch nur ein einziges der Instrumente, die erkennbar der körperlichen Züchtigung dienen, im Versandhandel zu bestellen. Also besinnt sie sich darauf, was der Haushalt hergibt: Kochlöffel aus Holz sollen sich gut eignen … und Pfannenwender ebenso. Eine große Haarbürste aus Holz? Nein, eher nicht. Doch da war doch noch ein Teppichklopfer … sie holte ihn also aus der Kammer, nimmt ihn in die Hand und schlägt ein paar Mal in die Luft. Die Luft mag solche Schläge nicht und widersetzt sich, wobei sie ein zischendes Geräusch ertönen lässt. Lena merkt schnell, wie viel mehr Energie sie aufwenden muss, und sie erinnert sich, dass die Energie ja nicht restlos verloren geht. Ganz unphysikalisch ausgedrückt: Sobald der Schlag von einem weichen Gegenstand gestoppt wird, dann knallt es, staubt gewaltig und der träge Teppich leistet etwas Widerstand.

Der Ausklopfer und die Gefühle, die er zu erzeugen vermag

Wie unterscheidet sich nun der Teppich auf der Stange von einem weichen Gesäß? Und welchen Unterschied würde jemand verspüren, wenn er diese Schläge durch einen schützenden Kleiderstoff wie beispielsweise Jeans oder Flanell spüren würde? Und was wäre der Unterschied, wenn Po und Ausklopfer nur ein Baumwollslip trennen würde? Oder gar – überhaupt nichts mehr?

Nun, das Problem würde sich nicht durch Nachdenken lösen lassen. Lena würde wohl nur durch einen Selbstversuch erfahren, welche Empfindungen bei all diesen Prozeduren entstehen könnten.

Und nun …? Nun wird Lena eure Figur … behandelt sie recht sorgfältig, und wenn ihr das Thema tatsächlich aufnehmt, dann schreibt ein paar Zeilen an die Redaktion.

Das Verlangen nach dem süßen Schmerz …

Geschönt oder real? Der süße Schmerz ...
Die Suchmaschinen bieten euch heute alles. "Das Verlangen nach dem süßen Schmerz" wird ersetzt durch „Das Verlangen nach Süßem.“ Da kann jedes Lieschen Müller ihr Scherflein beitragen, nicht wahr?

Das Hirn tickt, versucht Varianten zu finden. Das Verlangen, Schmerzen zu empfinden? Die Lust, Schmerzreize zu empfangen? Die lustvolle Sehnsucht nach dem süßen Schmerz? Oder der „Süße Schmerz“ schlechthin?

In der Romantik finden wie ihn, den süßen Schmerz – meist ist er ein in tiefer Seele empfundener Liebesschmerz, dann und wann auch der Schmerz des Verlustes schlechthin, und schließlich die Lust am Leid der Existenz.

Von Heine sind die Zeilen überliefert:

Ich fühle den süßen Schmerz der Existenz, ich fühle alle Freuden und Qualen der Welt, ich leide für das Heil des ganzen Menschengeschlechts, ich büße dessen Sünden, aber ich genieße sie auch.


Was Heine quält, will Kant wohl gelten lassen:

In Romanen, in denen man sich einer Art von Schmerz gern überlässt und es ist in der menschlichen Natur ein Grund dazu ... an seinem eigenen Schmerz ein Wohlgefallen zu finden.


In diesem Fall ist es die Lust, den Schmerz stark einwirken zu lassen, wohl, um in später endlich zu überwinden. Eher mit der leiblichen Lust hatte es wohl Hoffmann, der sich wie so oft auf die Musik bezog:

Der süße Schmerz der brünstigen Liebessehnsucht, war darin in einfacher Melodie, mit einer Wahrheit, mit einer Stärke ausgedrückt, die jedes fühlende Gemüt unwiderstehlich ergreifen musste.


Soweit der süße, bisweilen bittersüße psychische Schmerz, den Denker und Dichter beobachteten oder selbst an sich erkannten.

Der süße Schmerz - von der Psyche aufs Gesäß

Wie kommt die bittere Süße nun von der Psyche auf das Gesäß? Finden wir die Antwort etwa bei Hoffmann? Dort wird die junge Heldin, Malchen genannt, mit der bitteren Süße konfrontiert, die in Gestalt eines Komponisten auftritt. Sie soll mit entblößtem Gesäß die „Noten a posteriori“ (1) kennenlernen, wobei noch ergänzt wird: „Vielleicht erfindet sie daraus noch eine Philosophie der Musik.“

"Das Verlangen nach dem süßen Schmerz …" vollständig lesen

Solltest du über Ingwer im Po schreiben? Teil 4: Figging allein ist zu wenig

Dieser Beitrag hat vier Teile. Dies ist Teil vier.

Der Ingwer im Po macht noch keine erotische Sensation aus

Figging ist kein Selbstzweck – weder in der Realität noch in einer erotischen Story. Die Prozedur fällt unter die erotischen Machtspiele, und darin wieder in den Bereich körperlicher Züchtigungen. Das Figging ist nur eine Verschärfung.

Erotische Machtspiele entstehen nicht zufällig, sondern aus dem Zusammentreffen einer Person, die sich solche Spiele aus voller Seele wünscht und einer Person, die bereit ist, ihr/ihm dabei zu helfen, sie möglichst wunschgemäß zu verwirklichen. Dabei entstehen vielfältige Beziehungsfacetten zwischen beiden, die teils widersprüchlich sein können. Wenn du dies berücksichtigst, fehlt nun nur noch der Hergang deiner Story, auch Plot genannt.

Die Akteure und der Hergang

Auch das Warten gehört zur Szene
Versuch dir klar zu machen, wie ein ganz gewöhnlicher Geschäftsmann in Nadelstreifen oder eine Geschäftsfrau im strengen Kostüm sich in die Rolle eines willfährigen, unterwürfigen Sklaven begibt. Es kann auch ein neugieriger junger Mann in Jeans oder eine abenteuergetriebene junge Frau im Sommerkleid sein, die/der einer dominanten, reifen Dame verfällt. Jeder Dulder, jede Dulderin unterscheidet sich in ihren Motiven, Wünschen und Wirrungen. Die Motive dominanter Personen sind hingegen meist unklar - und auch wirklich schwer zu erklären. Wie bereits in Teil drei erklärt, ist es für Schreibanfänger dennoch einfacher, aus der Sicht der Dominanz zu schreiben. Der Grund sei hier noch einmal erwähnt: Nur sie können die Handlung als solche beschreiben, versagen aber bei emotionalen Betrachtungen.

Ich sagte schon: Machtspiele entstehen nicht zufällig, sodass dein Plot mindestens drei Teile haben sollte:

(1) Wie sie sich kennenlernten, (Alternativ, wie wie sie erkannten, dass sie derartige Rollen einnehmen wollen). (2) Wie sie dies ausführten und wie mindestens einer der Beteiligten dies in Abläufen und Gefühlen ausdrücken kann, und zuletzt, (3) was sich für mindestens einen der Beteiligten daraus ergibt. In Novellen können als Plots für eine positive Grundstimmung empfehlen sich „Reise und Rückkehr“ oder „Neu geboren“ empfohlen werden. Meist ist damit die Situation des Duldenden gemeint, jedoch kannst du den Spieß auch umdrehen: Ein junger Mann bittet eine an sich wenig bereite Frau, einige „erzieherische Maßnahmen“ an ihm durchzuführen, und sie gewinnt Freude daran.

Na also, einen fünften Teil gibt es nicht. Und damit wir hier „sauber“ bleiben, verzichten wir auch darauf, dir Beispiele oder Dialogfetzen zum heiklen Thema zu überreichen. Ich hoffe, du kommst auch ohne sie zurecht und wünsche dir viel Glück und Erfolg beim Schreiben.

Hinweis: Wir lasen mindestens auf 12 Webseiten, die wir hier zum größten Teil nicht erwähnen können und werteten etliche Rezensionen aus. Die vier Teile des Beitrags gehören zu einem Experiment, einen einzelnen, stigmatisierten Vorgang so zu beschreiben, dass er seine Brisanz verliert.

Solltest du über Ingwer im Po schreiben? Teil 3: Schreiben über Figging?

Dieser Artikel hat vier Teile - dies ist Teil drei.

Und nun gehen wir mal zum Schreiben über – das war doch das Ziel, nicht wahr?

Die interessanten 20 Minuten, davor und danach

Alsbald wird die Prozedur beginnen
Beim Schreiben kommt es sehr darauf an, sich in die Situation mindestens einer der beteiligten Personen hineinzuversetzen. Deine Figur kann also die strafende oder die duldende Person sein, und das Geschlecht spielt keine so große Rolle. Denk dabei daran, dass zum Figging eine umfassende Vorbereitung nötig ist, und dass der Prozess, einmal eingeleitet, so gut, wie nicht mehr zu stoppen ist. Das Brennen, und damit auch das Hitzegefühl und der Schmerz, beginnen nach wenigen Minuten, und halten etwa 20 Minuten an. Während dieser Zeit kann bereits eine weitere „Behandlung“ mit Instrumenten stattfinden – oder sie kann im Anschluss daran erfolgen. Es ist auch denkbar, danach zu anderen analen Lüsten überzugehen.

Aus welcher Sicht willst du schreiben? Eine Kontroverse besonderer Art

Ich empfehle Anfängerinnen, bei der strafenden Person anzusetzen, weil es einfacher ist. Sie kann die duldende Person beobachten, sie trägt die Verantwortung, dass nichts schiefgeht und ist in gleicher Weise für den „korrekten Sadismus“ zuständig.

Der einfache Weg: Aus der Sicht der Strafenden schreiben

Für die Strafende als als Hauptfigur und Erzählerin spricht: Nur die strafende Person hat den Überblick und kann alles beobachten. Der/die Duldende oder „Schmerzgeile“ kann es nicht – er/sie ist mit dem eigenen Schmerz, der eignen Lust, mit dem Abtauchen und Wiederauftauchen aus unterschiedlichen Stimmungen, drogenähnlichen Rauschzuständen und dergleichen beschäftigt. Wie soll diese Person da noch „berichten“? Gegen die Strafende als Hauptfigur spricht freilich, dass sie sich kaum „von etwas zu etwas“ entwickeln kann – das ist übrigens der Knackpunkt bei vielen Domina-Geschichten.

Der dornige Weg: Aus der Sicht der Duldenden schreiben

Doch was würde für den Duldenden sprechen? Er bündelt, wie schon angedeutet, etliche Facetten widersprüchlicher Gefühle, die sich nur schwer in Worte fassen lassen. Doch es ist eine große Herausforderung, einmal zu versuchen, diese „unfrisierten Gedanken“, so zerfetzt und widersprüchlich sie auch sein mögen, zu Papier zu bringen. Wenn wir vom „Plot“ sprechen“, wirst du sehen, dass es meist der Duldende ist, der sich auf die Reise in die Hölle seines „inneren, verbogenen Selbst“ begibt. Wähle also Erzähler oder Erzählerin sorgfältig – ihre oder seien Gedanken sollen deinen Lesern ja „unter die Haut“ gehen. Übrigens kann auch eine ausgesprochen oberflächliche, unglaubwürdige Sub-Figur als Ich-Erzählerin den wirtschaftlichen Erfolg bringen. Erfolg und Glaubwürdigkeit gehören nicht immer zusammen.

Worauf es sonst noch ankommt

Es kommt nun auch noch ein bisschen darauf an, wo du ansetzen willst: ganz am Anfang, also an einem Punkt, an dem die ungeschälte Ingwerwurzel noch im Supermarkt liegt? Zu der Zeit, als sie geschält wird? In dem Moment, in dem sie eingeführt wird? Oder erst dann, wenn sie schon im Anus versenkt wurde? Willst du ein komplettes Rollenspiel beschreiben, in dem das „Figging“ nur ein Teil der lustvollen und/oder schmerzvollen Prozedur ist? Soll es eine selbstständige Kurzgeschichte werden oder willst du die Prozedur in einen Roman einbinden?

Egal, was du vorhast, du brauchst eine Umgebung, in der alles stattfindet, und deine Geschichte muss ein wenig mehr beinhalten, als nur diese eine Sache. „Figging“ ist nicht das Thema. Das Thema heißt eigentlich: Jemand unterwirft sich freiwillig einer anderen Person, um Höllenqualen zu erleiden, die er mit Lust verbindet.

Das sollten wir noch mal ein wenig beäugen, nicht wahr? Und deshalb setzen wir diesen Artikel noch einmal fort - mit "Figging allein ist zu wenig",

Eine Aufgabe zum Thema Unterwerfung und Dominanz gefällig?

So bessert er sich wahrscheinlich nie ...
Manche Schriftsteller(innen) beklagen sich über mangelnde Anregungen für ungewöhnliche erotische Romane, Novellen und Kurzgeschichten.

Meine Anregung wär heute ein Satz von Felix Weiße (1726-1804):

Aber ich denke, wo kein Gefühl von Ehre und Schande ist, da setzt man sich auch wohl über das Gefühl der Stockschläge weg.


Dieser Satz ist nun wahrhaftig ein guter Ansatz für eine Geschichte über eine Körperstrafe, sei sie erotisch oder nicht. Sie wird immer dann erotisch, wenn die Person weiblich, attraktiv, selbstbewusst und engagiert ist, die eine solche Strafe vollziehen soll. Die Geschichte kann im ausgehenden 19. Jahrhundert oder in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in England, Österreich oder Deutschland spielen. In der Jetztzeit wirkt sie etwas deplatziert, kann aber gerade dadurch erregend wirken: Dann sollte ein Rollenspiel nach historischem Vorbild zwischen den Beteiligten stattfinden.

Du kannst das Geschlecht ohne Mühe abwandeln – das geht fast immer. Dann hieße der Satz:

Aber ich denke, wo kein Gefühl von Anstand und Scham ist, da setzt sich die Frau auch wohl über das Gefühl der Stockschläge weg.


Eine Frau in den Mittelpunkt zu stellen, kann heikel sein, wenn der Ausführende ein Mann ist. Du kannst dies abmildern, indem du eine ältere Frau als Gegenpart zu der jungen Frau einsetzt, die eine „Verfehlung“ begangen hat.

Bild: "Jim Black", ein Pseudonym aus den 1920er / 1930 Jahren.

Turnlehrerinnen

Eine der Illustrationen um Lehrerinnen, Turnen und Strafen
Die schlanke Schönheit, aber auch die strenge, fordernde Haltung von Turnlehrerinnen scheint eine ganze Generation von Männern beflügelt zu habe, sich in einen wohligen Masochismus hineinzuträumen.

Das Thema "strenge Turnlehrerin" wurde in den 1930er Jahren mehrfach behandelt

Buchtitel
Jedenfalls tauchen seit den 1930er Jahren immer wieder Zeichnungen auf, in denen sich junge Männer einer Turnlehrerin unterwerfen. Erstaunlicherweise, denn das „Turnen“ war zwar Unterrichtsfach, doch wurde gerade das Geräteturnen nicht von „Fräuleins“ in Knabenschulen unterrichtet. Der Titel (links) schafft noch mehr Verwirrung: da ist von einem weiblichen "Turnlehrer" die Rede, der eher Mädchen als Knaben unterrichtet.

Turnpause
So musste denn wohl die Fantasie die reale Verbindung von „Turnlehrerin“ und unterwürfigen Knaben ersetzen. Die meisten dieser Bilder entstanden allerdings in den 1930er Jahren. Als Autoren wurden Paul Kamm oder C. Soulier angegeben, und dem Vernehmen nach sollen die Bilder sollen aus einem Buch von Hans Leydeneg (1) stammen. Nur die Grafik von Rudolf Schlichter ist etwas älter – und stammt aus der Jugend von 1930.

Bilder und weitere Belege
Oben: Vermutlich, aber nicht sicher, von Paul Kamm , oder einem seiner Pseudonyme. Nach eine verblichenen Illustration technisch bearbeitet, ausgeschnitten und nachkoloriert. Der Titel des Buches in der Mitte soll ebenfalls von Klamm sein. Es gibt ähnliche Laiendarstellungen in einem Privatdruck und das Bild eiener "Knabenriege", das vermutlich fälschlich Helga Bode zugeschrieben wurde.
(1) Oder Hanns von Leydenegg

Sex und etwas anderes

Ein Konflikt muss schon dabei sein ...
„In einer guten erotischen Szene dreht es sich immer um Sex und etwas anderes.“
Elisabeth Benedict

Nehmen wir an, du schreibst Romane, Novellen oder Kurzgeschichten. Worum geht da? Um Sex und noch etwas anders oder um etwas anderes und um Sex?

Ich kann soviel sagen:

„Definiere zuerst das Andere, dann wird dir klar, was aus der Geschichte werden kann.


Das „Andere“ ist meist Liebe, und schon kommen wir in einen Automatismus. Da ist die Liebe, die durch Sex aufgeweicht oder aber gestärkt werden könnte, und die damit auch zu einem retardierenden Moment beim Aufstieg in den siebten Himmel werden kann. Ich erinnere mich dann immer an das bekannte Cinderella-Konzept: erst unten, dann ein kurzer Aufstieg, dann ein Abfall, bevor der erneute Aufstieg gelingt. Die „Magie“ mit der im Märchen gearbeitet wird, entspricht das lustvolle Verlangen in der Realität. Doch das Konzept ist abgenutzt - überlegen wir also, welches "Gesicht" wir dem "Anderen" geben können.

Das Andere und der Sex - Widersacher oder Befeurer?

Das „Andere“ kann zum Beispiel die Unsicherheit sein, wie der weitere Lebensweg verlaufen soll: ein erfolgreicher Schulabschluss, eine abgeschlossene akademische Ausbildung, ein Job. Und nun schreit der Körper nach Befriedigung. Dafür benötigt deine Figur einen Partner oder eine Partnerin - und er oder sie könnte alles Erreichte infrage stellen.

Ebenso könnte das „Andere“ die Suche nach der Identität sein. Die Fragen an diene Figur sind: Wer bin ich, was will ich hier, wo liegen meine Stärken und Schwächen, und warum habe ich bei Männern/Frauen immer so merkwürdige Gefühle, als ob irgendetwas nicht stimmt?

Besonders gewagt, aber nicht uninteressant, ist die Frage an deine Figur: Warum setze ich mich Abenteuern, Gefahren und Herausforderungen aus, und wieso gehe ich dabei immer an die Grenze zu wirklichen Gefahren? Erwarte ich, in der Gefahr zu erliegen oder sie zu meistern? („Die Angst ist dein bester Freund“).

Die übrigen möglichen „zweiten“ Themen basieren zumeist auf Konflikten:

Sex und Ansehen.
Sex und Macht.
Sex und Religion.
Sex und Geld.
Sex und Gewalt.
Sex und Unterwerfung.
Sex und (geschlechtliche) Verwirrungen.


Einfache Plots - mit Happy End

Die Konzeption wird in vielen Fällen in die Plots einmünden, die allgemein bekannt sind – und diesmal schildere ich alles ohne „Plots“, aber bildhaft:

1. Der eingeschlagene Weg führt trotz (sozialer, innerer) Hürden letztlich zur Zufriedenheit.
2. Der Weg ist dornenreich, schmerzlich und verwirrend, führt aber dennoch zum Glück.
3. Der Weg wird immer wieder von dichtem Dschungel, fehlenden Brücken und physischen Gefahren unterbrochen, führt aber zu einer gestärkten Persönlichkeit, die ihr Glück in jedem Fall finden wird.

Selbstverständlich könnt ihr in allen Themen auch den „Abstieg“ unterbringen. Er ist jedoch unter Autorinnen äußert unbeliebt – und kommt auch bei Leserinnen nicht gut an. Es sei denn, du schilderst märchenähnlich den Weg zweier Freundinnen, von denen eine den Aufstieg schafft und die andere daran verzweifelt.

BDSM ist nicht ganz das, was SIE denken

S/M - die sinnliche Art, lustvoll zu leiden
Viele – zu viele, wie ich meine – reden über BDSM – geradezu so, als stünde der Begriff so fest wie ein Kriegerdenkmal. Doch die Frage ist, ob man „organisierten Insidern“ die Definition überlassen sollte, was richtig, falsch, gut oder schädlich ist. Und letztlich muss man auch fragen, ob „BDSM“ wirklich ein stimmiger Begriff ist oder ein Sammelsurium von Meinungen, Ideologien, Praktiken und Lebensweisen. Ich will es für heute kurz machen, nicht alles hinterfragen, sondern vor allem differenzieren. Dann bekomme ich folgendes Bild:

Was ist BDSM wirklich?

Eine Bewegung, die besondere sexuelle Lüste aus der Schmuddelecke herausbrachte

Erstens eine Bewegung, die aus dem Untergrund an die Öffentlichkeit gegangen ist, um die besonderen Lustvarianten, die sie ausüben, deutlicher zu machen und sie dem „Geheimen“ zu entreißen. Diese Bewegung ist das Urgestein der Aufklärung über das, was sie selbst als „BDSM“ definiert haben.

Ein Netzwerk, das eine Subkultur darstellt

Zweitens ist sie eine Gruppierung von Menschen, die örtliche und überregionale Vereinigungen bilden, Bücher und Zeitschriften herausgeben und eine Art Subkultur bilden, die auch außerhalb wahrgenommen wird, zum Beispiel in der Mode. Ein Teil dieser Personen geht an die Öffentlichkeit und findet das, was sie tun, auch wirklich „chic“.

Eine neue Untergrund-Kultur?

Drittens ist es weiterhin eine Subkultur, die teils neu entstanden ist und auch neue Praktiken und Verfahrensweisen propagiert, wie „noncon“ und „Tunnelspiele“. Sie sind die umstrittenste Gruppe.

Ein Erwerbszweig im Bereich sexueller Dienstleistungen

Viertens ist es ein Erwerbszweig für sogenannte „Dominas“, die teils an der Subkultur hängen, teils aber auch ausschließlich aus finanziellen Erwägungen handeln. Ihre Kunden sind Kunden, und sie sind Dienstleister und kaum mehr.

Die besondere Lust einzelner Personen oder Paare

Fünftens ist es als „Sadomaso“ eine Lust von Paaren und Einzelpersonen, die sich in frivolen Rollenspielen engagieren, ohne zur Szene zu gehören oder sich damit verbunden zu fühlen.

Kritik an BDSM unerwünscht?

Interessant ist, dass Kritiker an BDSM stets damit rechnen müssen, von „der Szene“ angegriffen zu werden, auch wenn einige von ihnen religionsähnliche Ideologien oder gefährliche, menschenfeindliche Thesen vertreten.

Ideologen gegen Ideologen - ein dümmlicher Kampf

Bedauerlich dabei ist allerdings auch, dass die Kritiker(innen) oftmals selbst aus ideologischer (feministischer/religiöser/konservativer) Überzeugung gegen das Ausleben von als „BDSM“ bezeichneten Lüsten sind. Man wünscht sich dann mehr Offenheit, Liberalismus oder Toleranz gegenüber jenen, die wissen, was sie tun und dazu stehen.

Sehen wir einmal in ein sehr altes, recht humorvoll und pragmatisch geschriebenes Buch über S/M, dann lesen wir im Grunde nichts als Versöhnliches:

Sadomasochismus handelt vom Fabulieren über Sexualität, vom Abmischen von Fakten und und Fantasien, Dramen und Komödien, Traditionen und Innovationen. Das Verschlingen und Komplizieren von Gefühlen ist keine empfehlenswerte Praxis, wenn wir unseren Alltag ansehen. Aber gerade solche Praktiken geben uns die Möglichkeit, uns selbst zu entdecken und unsere Sexualität weiterzuentwickeln.


Es könnte Menschen geben, die schon immer einen Hang dazu hatten, sich neuen und herausfordernden Lüsten hinzugeben. Andererseits mag es solche geben, die erst durch andere „auf den Geschmack gekommen“ sind. Und es mag sein, dass in jeder Lust ein bisschen Sadismus und Masochismus wohnt. Das alles ist so normal, dass man gar nicht darüber erden müsste. Aber offenbar besteht ein Bedürfnis danach – und deshalb steht dieser Artikel hier.

Zitat von Miller/Devon, Fairfield 1995.

Solltest du über Ingwer im Po schreiben? - Teil 2: Die Wirkung

Solltest du über Ingwer im Po schreiben? Jedenfalls musst du ein wenig davon wissen, wenn du das heikle Thema angehst. Dies ist der zweite Teil von vier Teilen – Figging - Ingwer und seien Wirkung. Den ersten Teil über unsere Auffassung zu Mr. Grey findest du hier.

Figging - Ingwer und seine Wirkung

Nun zum anstehendenden weniger anständigen Teil. Dazu musst du zunächst mal wissen, dass Frauen und Männer anatomisch etwas anders gebaut sind. Ach, das weißt du schon? Aber vielleicht nicht dies: Männer haben eine besonders reizempfindliche Stelle im unteren Teil des Darms, dort, wo die Prostata sitzt – und die ist druck- und schmerzempfindlich. Manche Männer lieben es, diese Stelle in der einen oder anderen Form zu reizen – mit Analdildos, Analplugs oder unter Mithilfe von Frauen, die dann das sogenannte „Pegging“ ausführen.

Kein "Masochimus der Frau" - sondern eine Herausforderung für jeden

Das heiße Wunder
Nachdem dies über Männer gesagt wurde, komme ich zu einem sehr heiklen Teil: warum ist beim Einführen einer Ingwerwurzel so viel von den schönen Hinterteilen der Frauen die Rede? Warum nicht von Männern, denen eine Ingwerwurzel doch auch ganz gut „zu Po“ stehen würde?

Ich weiß es nicht, denn Männer spüren dabei mindestens gleich viel, wahrscheinlich aber deutlich mehr als Frauen. Und ich vermute, dass sich Männer einfach nicht trauen, den Wunsch nach einer „Ingwer-Behandlung“ zu äußern. Man (oder frau) muss übrigens keine extreme Sadistin sein, um es an anderen zu versuchen, während der oder die „Begünstigte“ schon ziemlich masochistisch sein sollte. Denn wenn der „Vorgang“ einmal eingeleitet ist, dann kann man ihn zwar noch rückgängig machen, aber dann ist es meist zu spät – der Schmerz wirkt schon, und er wirkt noch lange nach – wie im Mund.

Die Wirkung - unerträglicher Schmerz oder ungeheure Lust?

Es muss nicht in viktorianischer Zeit sein
Natürlich weiß ich dies alles nicht aus eigener Anschauung, sondern aus offenen und versteckten Berichten von Menschen, die es genossen oder erlitten haben. Jedenfalls habe ich gelesen, dass die enthaltenen Wirkstoffe „über die Schleimhaut in die Blutgefäße und in den Blutkreislauf aufgenommen“ werden.

Menschen, die sich einer analen „Behandlung“ mit Ingwer unterzogen haben, berichten zudem von einer „inneren Hitze“, die den Schmerz begleitet, der durch die Schärfe entsteht. Dafür fand ich allerdings keine hinreichenden Beweise. Tatsache ist lediglich, dass Ingwer auf die „Wärmerezeptoren“ des Nervensystems trifft – erst das Gehirn entscheidet offenbar darüber, ob es sich um Hitze oder Schärfe handelt.

Die wirklichen Gefühle sind kaum jemals beschrieben worden

Die wirklichen Gefühle eines mit „Figging“ oder Ingwerextrakten anal behandelten Menschen wurden selten beschrieben – deshalb sind kaum Quellen bekannt, und falls doch, sind sie nur bedingt glaubwürdig. Bekannt ist nur der Effekt, dass sich die Schärfe, vom Darm ausgehend, den ganzen Körper erwärmt. Wegen der nahezu unerträglichen Schärfe, verkrampft sich zudem der Po, drückt noch mehr gegen die Ingwerwurzel und verschlimmert dadurch das Brennen. Übrigens auch ohne Schläge, die meist gemeinsam mit der Ingwer-Behandlung angewendet werden.

Generell und ohne die üblichen Bewertungen, lässt sich sagen, dass einige Frauen und Männer, die es versucht haben, von einem nahezu unerträglichen Schmerz und intensiven emotionalen Effekten sprachen, während andere lediglich von einer „sensationellen Erfahrung“ berichteten. Dazu zitiere ich eine anonyme Stimme.

Niemand kann voraussagen, wie du dich dabei fühlen wirst, so wie niemand voraussagen kann, wie du auf Schläge reagierst.


Soweit die Fakten nach einem besten Wissen und den Erfahrungen, die ich las.

Wird fortgesetzt - Im dritten Teil geht es um die Umsetzung, falls ihr die Praxis in einem Roman verwenden wollt.

Solltest du über Ingwer im Po schreiben?

Ingwer ist auch eine Gewürz - und doch würzt sie auch Erotik-Geschichten
Solltest du über Ingwer im Po schreiben? Ganz so abwegig ist es nicht, doch zuvor wollen wir erst mal gucken, worum es eigentlich geht. Dies ist der erste Teil von vier Teilen – E. L. James und die Folgen

Figging - E. L. James, Mr. Grey und die Folgen

Über kaum eine Textstelle von E. L. James hat sich das Lesevolk der wohlanständigen, aber dennoch der lustvollen Perversion zugewandten Leserinnen so erregt, wie diese eine Passage. Dort stellt sich Mister Grey vor, wie Miss Anastasia, „mit Handschellen an eine Bank“ gefesselt, eine geschälte Ingwerwurzel „in Hintern“ festhält, sodass sie die Backen ihres Popos „nicht zusammendrücken kann“ wenn sie sich nun in der einen oder anderen Weise züchtigen lässt.

Man nennt es Figging

Oft sagt man in diesem Zusammenhang „Figging“ und verweist dabei auf die Praxis betrügerischer Pferdehändler, ihre Tiere mit einem Ingwer-Stück im Pferde-Po Jugend, Elan und Grazie zurückzugeben.

Wie wirkt der Ingwer auf der Schleimhaut?

Nun, um es mal alles zu relativieren: die Ingwerwurzel ist sehr bekannt als Nahrungsmittel wie auch als Heilmittel, und wer die Wirkung erproben will, kann es durchaus an einem weniger intimen Ort versuchen. Da schlage ich doch mal die Zunge vor. Der Hauptwirkstoff des Ingwers, das Gingerol, ist für den scharfen Geschmack verantwortlich, der uns das „Wasser im Mund“ zusammenlaufen lässt und gegebenenfalls auch dafür sorgt, dass uns „die Nase läuft“. Wer eine frische, geschälte Ingwerknolle anbeißt, wird bald herausfinden, dass es nicht angebracht ist, sie länger im Mund zu behalten oder zu zerkauen: Die Wirkung gilt als unerträglich. Es ist dann gut, ein Glas Wasser in der Nähe zu haben, weil Ingwer auf den Schleimhäuten noch lange nachwirkt. Auf diese Weise kann auch ein unbefangener Mensch beurteilen, wie so ein Ingwerstückchen wohl anderwärts wirken mag.

Ach? Frau traut sich nicht mehr, Ingwer zu kaufen?

Wie kommt die Wurzel nun in den scheinbaren üblen Ruf, ein perverses Mittel von Fetischisten, Sadisten, Dominae und Flagellaten zu sein? Und sollte sich die notgeile Hausfrau, die zwar die anderen Textstellen von E. L. James goutiert, sich nun schämen, wenn sie im Supermarkt eine ganze „Hand“ mit vielen langen „Fingern“ Ingwer kauft?

Zunächst einmal: Das Unwissen der biederen Hausfrau ist verständlich. Ein Zitat fällt mir auf:

Ich fürchte mich jetzt, eine Ingwerwurzel im Supermarkt zu kaufen - da könnten die anderen Kunden doch etwas vermuten, oder?
.

Beim Kauf einer Ingwerwurzel? Oh, oh, welch ein Konflikt bahnt sich da an ...

Wieso schon mal was in den Po kommt

Gemach, gemach, euch kann geholfen werden, Hausfrauen dieser Erde. Denn die Sache ist so:

Nichts im Po zu haben, ist allgemein üblich, nicht wahr? Die meisten werden sich wohl nicht mehr daran erinnern (hoffe ich): An Seifenzäpfchen, medizinische Zäpfchen oder Fieberthermometer, die brutal zwischen die Pobacken gepresst wurden. Solltet ihr jemals einen medizinisch notwendigen Einlauf, eine bei vollem Bewusstsein durchgeführte Endoskopie oder dergleichen erlebt haben, so habt ihr wahrscheinlich gedacht: „Na ja, muss sein, oder? Aber ein tolles Gefühl? Nein, Danke ...“ Und der berühmte Finger im Po? Den erleben erstens hauptsächlich Männer (ja, beim Urologen, wo sonst?) und zweitens mögen auch manche Frauen gelegentlich eine gewisse Stimulation der Rosette, scheuen aber das Eindringen.

Figging - müssen wir uns jetzt auf sumpfiges Terrain begeben?

Aber damit ist noch nicht alles erklärt, was Figging betrifft. Wenn wir uns damit beschäftigen, müssen wir uns in der Tat auf ein sumpfigeres Terrain begeben – und noch mal genau gucken, worum es denn nun wirklich geht. Nämlich um den Ingwer, um Macht und Erniedrigung. Und warum das kleine Stück Ingwerwurzel zugleich lustvoll, schmerzbehaftet und verrucht sein kann.

Soweit der anständige Teil des Unanständigen, nicht wahr? Wir kommen nun zum nächsten Teil ...

(Wird fortgesetzt)
Wir raten nicht zur Ausführung, wie informieren nur

Show – don’t tell nicht als ein Mythos?

Bullshit - diese Sätze wollen wir nicht lesen ...
„Erzähl mir nicht, dass der Mond scheint. Zeig mir den Glanz seines Lichts auf zerbrochenem Glas“ (Anton Tschechow,1).

Schreibschulen, die das „kreative Schreiben“ lehren, sind immer ganz versessen darauf, diese merkwürdigen Begriff zu verwenden: „Show, don’t tell“. Er darf in keinem Seminar fehlen – doch was bedeutet er eigentlich konkret?

Die Verben, die plakativ Gedanken und Gefühle bezeichnen

Da ist sehr einfach: der Satz bezeichnet eine Steigerung des anschaulichen Schreibens. Wer sich daran hält, vermeidet die üblichen Fehler. Einer der schlimmsten Anfängerfehler besteht demnach darin, Verben zu verwenden, die Gedanken bezeichnen, aber nicht beschreiben können. Dazu gehören nach Auffassung der Befürworter des „kreativen Schreibens“ vor allem die verbalisierten Begriffe von Denken, Wissen, Verstehen, Bemerken, Glauben, Wollen, Erinnern, Vorstellen oder Verlangen.

Sicher gehört dazu auch der häufige Gebrauch des „Fühlens“ – ein Kardinalfehler bei Schreibanfängern. In Erotik-Geschichten lesen wir zum Beispiel:

„Ich fühle mich seltsam glücklich und zufrieden.“
„Ich lag allein im Bett und fühlte, wie nass mein Slip war.“
„Ich fühlte, wie sein Penis in mich eindrang“.


Versuchen wir, diese verbalisierten Hohlwörter zu umgehen, dann heißt es für uns zunächst „beschreiben, nicht benennen“ und im zweiten Schritt „bildhaft beschreiben, statt rein verbal zu beschreiben“.

Aus den folgenden Sätzen habe ich einen herausgegriffen, um zu zeigen, wie es gehen könnte:

„Plötzlich spüre ich, wie ich nach ihm verlange.“
„Ich verstand ihn sehr gut.“
„Ich glaube, dass sie mehr will als sie zugibt.“
„Ich stelle mir vor, dass sie bereits nackt neben mir liegt.“
„Ich erinnerte ich daran, wie mein ‘erstes Mal’, war.“


Ich nehme nun den ersten Satz, analysiere ihn und verändere den Text, also: „Plötzlich spüre ich, wie ich nach ihm verlange.

Hier wird das Wort „Spüren“ verwendet. Es steht in diesem Zusammenhang eher für für ein „instinktives Gefühl“ als für eine „körperliche Wahrnehmung“, und also wissen wir nicht einmal, was unsere Protagonistin „spürt“, und auch ihr „Verlangen“ ist nichts als ein Wort. Die Figur „spürt ihr Verlangen“ – und das kann sehr viel oder sehr wenig bedeuten.

Beschrieben würde es so heißen:

Plötzlich beginnt mein Unterleib zu zittern, zuerst fast unmerklich, dann so, dass er nach Aufmerksamkeit schreit, nach Lust giert. Nein, nicht nach meinem Finger, sondern danach, dass mich dieser Mann endlich vögelt.


Wenn du solche Ausdrücke scheust, geht es auch so:

Plötzlich kann ich mich nicht mehr konzentrieren, auf gar nichts. Meine Gedanken sind wie weggeblasen, und langsam schleicht sich die Lust ein. Nicht eine dieser unklaren Lüste, bei denen dein Kopf zurückfällt und du die Decke anstarrst, wenn sie dich überfallen. Nein, eine sehr konkrete Lust befällt mich: Ich will einen Mann. Mein Körper verlangt danach, meine Gedanken kreisen sich um nichts anderes mehr, und meine Psyche wird zu einem offenen Kelch, der befüllt werden will.


Diese Texte lassen sich erheblich farbiger ausschmücken, und auch so, dass sie deine Leserin wesentlich geiler machen, als wir dies hier vorschlagen.

Und nun, zum Schluss, verrate ich dir, wie du das ganze Buhei auf einen einfachen Nenner bringen kannst:

Schreib nicht darüber, was es ist – schreib einfach, wie es ist.


Das bedeutet „Show don’t tell“, wenn du es stark vereinfachst. Wenn du dann noch so schreiben kannst, dass deine Worte deine Leserin in Geist,Gefühl und Körper befeuern – dann hast du gewonnen.

(1) Da ich kein Russisch spreche, habe ich den Satz nach der englischen Übersetzung wiedergegeben.

Für Autorinnen: Verführer allenthalben – und ihr Ruf ist mies

Dieser Artikel wendet sich an Autorinnen, die in Liebesromanen, erotischen Romanen oder auch Kriminalromanen sowie Novellen und Kurzgeschichten eine ungewöhnliche Verführung beschreiben wollen.

Das „Gewöhnliche“ – absolut fad

Die Frau ist jung, ein bisschen naiv und unsicher über ihre Gefühle, und vielleicht gar noch Jungfrau. Der Mann hingegen erfahren, ein klein wenig durchtrieben, zielsicher und erfolgsgewohnt, und er hat schon vielen Frauen die kleinen Freuden jener Gefühle beschert, die in den Lenden erspürt werden.

Das kommt euch irgendwie bekannt vor? Mir auch. Mal wird die naive süße Maid dann Prinzessin, neuerdings auch wohl Lustsklavin, und manchmal frisst sie der Wolf.

Der Ruf der Verführer, Prinzen, Jäger und ein paar andere Märchengestalten mal ausgenommen, ist dabei durchgehen mies. Wobei wir schon mal mitten drin sind: „Der“ Verführer, heißt: männlich, skrupellos. Arbeitet mit allen Tricks und ist – wie könnte es anders sein – leicht pervers.

Ach Gottchen, Agathe, die Puppe kotzt auf den Teppich. Und die Flecken gehen nicht mehr raus. Oder mit anderen Worten: Das Klischee der männlichen Spermaschleuder mit miesem Charakter wird am Leben erhalten, so gut es geht.

Alternativen für Autorinnen

Wäre es nicht an der Zeit, einmal etwas tiefer zu gehen, etwas weiter zu denken und etwas mehr Varianten in die Thematik zu bringen?

Eine der Möglichkeiten, die du als Autorin hast: Deine Figur sei weiblich, Jungfrau, etwas unbeholfen, unsicher aber auch neugierig. Dann musst du sie nur losschicken, um sie in Grenzsituationen zu bringen, in denen es möglich ist, lustvolle, sinnliche oder gar „harte“ sexuelle Erfahrungen zu machen. Basissituation: Sie bietet sich ein wenig an, aber zögert noch aus Angst vor der eigenen Courage.

Die zweite Variante ist so realistisch, dass mich wundert, warum sie nicht häufiger verwendet wird. Diesmal ist diene Figur erfahren, sinnlich, lustvoll und darauf aus, Abenteuer zu erleben. Du schickst sie nun an Orte, an denen es sehr wahrscheinlich ist, Männerbekanntschaft zu machen, und du gibst ihr die Direktive, in jedem Fall die verführbare Unschuld zu spielen. Kurz: Kehr die Rollen um: Die Verführte ist in Wahrheit die Verführerin, aber das weiß der Verführer nicht – der ist zunächst einmal stolz auf seinen Erfolg. Basissituation: Sie gibt vor, naiv und zurückhaltend zu sein und lässt ihn im Glauben, er verführe sie.

Na schön, das wäre der Anfang, nun könnte es noch etwas bunter werden.

Frauen verführen …

… Männer zu vielen Handlungen. Nicht nur im Bereich der konventionellen Sexualität, sondern auch auf Randgebieten, und auch weit über die Sexualität hinaus. Sie können dabei Freude, Schmerz, Leid und sogar Verderben auslösen. All dies ist noch nicht oft beschreiben worden.

Und? Hast Du Lust, es einmal zu versuchen?

Frauen Verführen …

… Frauen. Aus sexueller Lust, aus Machtgelüsten, um sie zu beeinflussen oder gar, um sie in der einen oder anderen Art zu beherrschen. Deine Verführerin muss nicht unbedingt „lesbisch“ sein, um dies zu tun. Sexuelle Lüste sind nicht zwangsläufig an die Grundausrichtung gebunden.

Frauen verführen …

… manchmal Männer dazu, sich gleichgeschlechtlich zu betätigen. Das passiert gelegentlich in sogenannten „Dreiern“. Ein Thema, das man kaum Anfängerinnen empfehlen würde, aber immerhin eine weitere Variante.

Und nun nochmal: Hast Du Lust, es einmal zu versuchen? Also wenn nicht jetzt ... wann dann?