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Wieso eigentlich „Sex“ und „Sexuell“?

Wie nennst du deine Gefühle?
Nichts ist natürlicher, als ein geschlechtliches Wesen zu sein. Wenn wir in Lexika von etwa 1890 schauen, finden wir darin den Begriff „Sex“ nicht – und auch das lächerliche Monsterwort „Heterosexuell“ ist dort nicht zu finden.

Wir sind zunächst einmal geschlechtliche Wesen. Wären wir es nicht, hätten wir nicht die Möglichkeit, uns fortzupflanzen. Zudem bringt und der Geschlechtsverkehr Freude – dafür sorgte die Natur schon von selbst.

Warum müssen wir uns also als „Sexuell“ bezeichnen, wenn wir es doch ohnehin sind? Warum sagen wir, dass wir „Sex hatten“ oder einen ähnlichen neudeutschen Blödsinn?

Können wir nicht einfach sagen, wir hätten einander geliebt? Oder vielleicht, wir hätten einander Lust geschenkt?

Manche Zeitgenossen betonen gerne, dass Sex keine Liebe ist. Das zu sagen, ist weder besonders intelligent noch entspricht es den Tatsachen. Das Wort „Sex“ ist noch nicht einmal 100 Jahre fest in unserem Wortschatz verankert, und dennoch wissen wir, was Sex ist und was nicht? Sind wir da nicht den Traktätchen der Kirchen aus den 1960er Jahren und auf die Ultra-Moralisten unserer Zeit hereingefallen?

Tacheles über den Sex

Reden wir mal Tacheles: Es gibt mehrere willkürliche und historische Definitionen von Liebe. Manche schließen Sex aus, andere aber nicht. Was aber in jedem Fall erlogen ist, ist ein Gegensatz oder ein Ausschluss von Sex und Liebe. Ihn gab es vor etwa 1900 nicht, und es dürfte ihn eigentlich heute schon gar nicht mehr geben.

Bewiesen hat dies unter anderem die Gehirnforschung. Aber das ist erst der Anfang: Die Gehirnforschung sagt nur etwas aus über die biochemischen Reaktionen – wie sie ausgelöst werden, wo im Gehirn Gehirn sie stattfinden und dergleichen. Da ist der Souverän, die Persönlichkeit, noch kaum beteiligt.

Körperlich, psychisch - alles kommt zusammen

Die Kommunikationstheorie kann modellhaft beweisen, dass Gefühle, seien, sie „körperlich“ oder „psychisch“ nicht restlos „digitalisiert“ werden können. Was letztlich heißt: Da kommt etwas aus verschiedenen Gefühlsbereichen zusammen, was wir zwar erfahren, aber nicht restlos mit Worten kommunizieren können.

Und dennoch wollen uns manche Zeitgenossen, unter ihnen leider auch viele angebliche „Wissenschaftler“, jeden Tag erklären, wie sich diese oder jene Liebe „richtig“ nennt und was sie für uns bedeutet.

Ich denke, wir müssen uns dagegen wehren. Dagegen, dass „Sex“ abgewertet und diffamiert wird. Und dagegen, dass „Liebe“ von den Wortpiraten gekapert wird.

Die verdammt kurze Geschichte des Wortes "Sex"

Für DICH gelesen
In diesem Zusammenhang will ich auf einen Artikel von mir hinweisen, aber nicht ohne Hanne Blank zu erwähnen, die mich dazu angeregt hat, die Verwendung des Wortes „Sex“ im Deutschen zu untersuchen. Hanne Blank hat etwas Ähnliches mit dem Wort „Heterosexuell“ versucht. Aber letztlich kommt alles aufs Gleiche heraus: Wir benutzen Begriffe, die uns übergestülpt wurden. Das Einzige, was wir wirklich tun können (Du auch, der du dies liest) ist, sie nicht zu benutzen. Oh, ich bin auch ständig in Versuchung, das Wort "Sex“ zu verwenden, weile es so schön kurz und griffig ist. Aber ich bemühe mich, das zu ändern.

Wie kann eine Frau ihren Freund sanft dominieren?

sanftes hinführen zum ziel
Welchen Rat würde man einer Frau geben, die herausfinden will, ob ihr Freund Lust auf weibliche Dominanz hat? Sie ist allerdings nicht sicher, und sie schämt sich, ihn darauf anzusprechen, obgleich sie Anzeichen für eine gewisse Unterwürfigkeit spürt. Und sie ist unsicher, ob sie ihn einmal auf „solch eine Art“ verführen soll.

Wir fanden einen wirklich klugen Rat. Er wurde etwas verändert, um ihn auch Lesern zugänglich zu machen, die nicht mit „unanständigen Wörtern“ belästigt werden wollen.

Ich glaube, du wärst unheimlich schockiert, wenn du herausfinden würdest, wie viele Männer extrem begeistert wären, wenn eine Frau beim Sex Macht ausübt. Betrachten wir die Sache mal aus sozialkultureller Sicht: Männer gelten als der auffordernde, aktive Teil beim Sex, nicht wahr? Es ist leider so: Die einzige Rolle, die wir ihm bei der Liebe oder beim Sex zuschreiben, ist der offensive Mann. Es mag wohl daran liegen, dass Männer sich selbst nicht als begehrenswert empfinden. Deswegen glauben sie, sexuell immer offensiv, initiativ oder dominant sein zu müssen.

Der durchschnittliche, heterosexuelle Mann weiß überhaupt nicht, wie es ist, sinnlich begehrt zu werden. Er hat keine Ahnung, wie es ist, das Objekt weiblicher Begierde zu sein oder einfach „genommen zu werden“.

Zeig ihm, dass du es bist, die ihn begehrt. Verführe ihn nach Strich und Faden. Das geht am besten, indem du ihm zuerst mal die Augen verbindest, was mehrere Vorteile hat. Erstens wird er dadurch sensibler, zweitens verliert er die Macht, das Geschehen zu steuern, und drittens kann er dich nicht beobachten – er merkt also nicht, wenn du etwas unsicher oder zögerlich bist.

Wahrscheinlich mag er es – und ihr beide habt ein neues Feld der Lust entdeckt: das sanfte Spiel mit der Macht.


Was meint ihr? Würdet ihr es auch so machen? Oder habt ihr schon einmal probiert, die Macht im Bett zu übernehmen?

Bild: Humorvolle Illustration (Titelbild) zu einem Buch: Der Mann als Hund

Dating mit 48

Du kannst natürlich denken, was du willst und wie du willst. Doch die Zeit zwischen 45 und 50 ist erregend, und du kannst noch mitnehmen, was du willst. Warum gehst du die Sache nicht positiv an? Vielleicht so:

Die Jahre vergehen
Die Bedürfnisse steigen an.
Deine Wünsche treiben dich
Und du schwingst dich auf
Zu unerreichten Höhen.


Ich denke, alles ist besser als dies:

Die Jahre vergehen,
Die Bedürfnisse schwinden.
Deine Wünsche schweigen.
Und du ziehst dich zurück
In ein dunkles Mauseloch.


Wie hast du es erfahren? Und wie möchtest du es gerne erfahren?

(Wir benutzten die Idee einer 48jährigen Frau als Inspiration.)

Wie geht eigentlich „unartiger Sex“?

Was sexuell gewagt ist, entscheidet jeder selbst, weil wir alle unterschiedliche Grenzen haben. Wenn du etwas für „unartig“ hältst, kann es andererseits enorm prickelnd sein. Vielleicht hast du hinterher auch „Lust auf mehr“ und willst noch viele „unartige“ Sachen probieren. Freiheit kann sehr „unartig“ sein, während Unfreiheit immer als „brav“ gilt.

Trotzdem: Frag dich, was du zu verlieren hast und was du gewinnen kannst, wenn du ein bisschen mit der Lust experimentierst.

Oh ja … es ist sehr unterschiedlich, ob du Single oder in einer Beziehung bist. Singles haben nicht viel Möglichkeiten außer Masturbation. Für fast alles, was wirklich erregt, brauchst du eine zweite Person.

Was ist „artiger Sex“?

Eigentlich nur der Sex, bei dem der Penis irgendwie in die Vagina kommt, sich dort austobt und schließlich sein Sperma hinterlässt. Daran sieht man schon, dass selbst das „gewöhnliche Ungewöhnliche“ schon „unartig“ sein kann, zum Beispiel gegenseitiges Masturbieren, Fellatio oder Cunnilingus.

Sexuelle Experimente une neue Lüste

Alles, was auch noch darüber hinausgeht, gilt als „experimentell“. Das heißt, du brauchst Vorbereitungen, Übereinkünfte, die über das „Übliche“ hinausgehen und vor allem einen Partner / eine Partnerin, der du absolut vertrauen kannst. Eventuell benötigst du Geräte und Substanzen, die du erst anschaffen musst.

Ja, und dann … dann brauchst du Selbstvertrauen – und die Hoffnung, dass du am Ende wirklich etwas Tolles erlebt hast.

Was gilt als "unartiger" Sex?

Besonders beliebt: "Häusliche Disziplin"
Als typische „unartige“ sexuelle Praktiken gelten alle Formen von Sex an „ungewöhnlichen Orten“ Analverkehr, Dreier, Partnertausch, Rollenspiele mit und ohne Verkleidungen, Fesselungen und Schläge sowie gleichgeschlechtliche Aktivitäten von Heterosexuellen – und sicherlich vieles mehr. Hinzu kommt das „Naheliegende“: schicke Dessous, frivole Präsentationen, Videos drehen und fotografieren.

Tipp: Nur mit einer vertrauenswürdigen Person anfangen und keine Pornos imitieren, sondern sich sanft an die „unartigen“ Lüste heranzutasten, die du erleben willst. Falls du dich für etwas „Optisches“ entscheidest: Pass auf, dass die Bilder nicht in falsche Hände kommen.

Wie du liebst …

Die Frage „wie liebe ich“ beschäftigt derzeit viele erotisch motivierte Bloggerinnen.

Unter den vielen Antworten gefällt mir eine besonders gut: „Wenn du liebst, dann liebe enthusiastisch.“ Es hat keinen Sinn, nur „mitzumachen“, weil der andere gerade bedürftig ist. Klar darf man das auch. Aber du bist nicht die Caritas.

Es gibt andere Antworten, und viele beziehen sich auf sinnliche Abweichungen. Aber drei Sätze solltest du beherzigen, wenn du liebst:

1. Begeistert sein von der Liebe und vom Partner.
2. Offen lustvoll sein und zeigen, was dir gefällt.
3. Freude an Sinnlichkeit haben.

Und wirklich … ich meine Liebe. Nicht Sex allein, aber eben auch.

Die Sache mit dem schmutzigen Sex

Ich sag mal, was ich denke: Sex ist sowieso nicht sauber. Irgendwas landet im Slip oder auf dem Teppich, irgendwas spritzt auf die gute Lackoberfläche, und manchmal wird das Laken so feucht, dass du dich anschließend nicht mehr drauflegen magst.

Aber richtiger schmutziger Sex ist ja gar nicht „schmutzig“, sondern einfach – geil. So geil, dass du ihn dir oft wünscht. Aber du kriegst ihn nicht – nicht von deinem Partner, nicht von deinem Date.

Stöhnen, Brüllen von Lust, süße kleine Bisse, sinnliche Schläge und all diese anderen Lüste, die du in deinen Tagträumen durchlebst, aber niemals mit einem Typen.

Verdammt – ja. In der Beziehung sagst du dir: „Nein, wir sollten es nicht tun, es könnte etwas Wertvolles in unserer Beziehung zerstören.“ Wenn du Single bist, besänftigst du dich: „Nein, so etwas sollte man nie mit Fremden tun – viel zu gefährlich.“

Die Grenzen – du erreichst sie nie, weil du dich nicht fragst: „Warum eigentlich nicht?“, und du sagst dir: „Besser … ich wage gar nicht, daran zu denken.“ Dir kommt in den Sinn, dass es nicht nur eklig oder verstörend sein könnte, sondern auch äußerst schlecht für deinen Ruf.

Wenn du Single bist und eine Frau: Erinnerst und ich noch, wie alles roch? Hinterher? Nach Sekt, Muschiduft, Sperma und warmem Schweiß?

Oh, ich schreibe dies alles, um dir zu sagen, was die Figur denken und fühlen könnte, über die du schreibst. Und im Gegensatz zu dir wird sie alles durchleben, was so schrecklich schmutzig ist – egal, ob sie Single ist oder einen Partner hat.

Für dieses Blog gilt: Null Kosten für Dich

Kein Reichtum mit Schreiben
Falls du ein eiliger Leser bist: Die Inhalte dieses Blogs sind mein Geschenk an alle, die sich für Tatsachen und Fiktionen interessieren, die im Umfeld sinnlicher Genüsse oder sinnlicher Begegnungen entstehen. Punkt.

Und nun das Gleiche noch einmal im Klartext für Neugierige

Das Lesen dieses Blog kostet euch 0,00 Euro. Ich zahle 0,00 Euro für Fremdbeiträge und bekomme 0,00 Euro, falls ich einmal wirklich (was selten vorkommt) ein Produkt empfehle. Die empfohlenen Bücher sind mehr Dekoration als Einnahmequelle – im letzten Jahr erzielte ich daraus 0,00 Euro.

Würde ich selbst für andere dies Blog (oder ein ähnliches Blog) schreiben, würde ich möglicherweise zwischen sechs und bestenfalls zehn Euro pro Tag verdienen können – es würde sich also ebenfalls kaum lohnen. Solltest du mehr bieten, wenn ich für dich schreibe, bin ich natürlich interessiert.

Dies Blog ist ein Geschenk für euch, und ich schenke euch meine Texte und die teils enorm aufwendigen Recherchen wirklich sehr gern. Natürlich kostet es mich ein paar Euro, diese Seite zu betreiben – das ist nicht mit 0,00 abgetan. Die Domäne, das Hosting und das Sicherheitszertifikat kosten Geld.

Was wirklich wichtig ist: Man kann mit mir über Texte, Worte und Wörter reden, auch über Meinungen und Tatsachen. Aber nicht über meine persönlichen Belange.

Warum kann Sexualität fließend sein und warum nicht?

Wahrscheinlich kennt ihr Begriffe wie die „sexuelle Ausrichtung“. Das ist der Weg, den jemand nach der Pubertät einschlägt und dann weiter verfolgt. Dabei zeigen sich drei Grundtendenzen:

1. Jemand ist eindeutig heterosexuell oder eindeutig homosexuell.
2. Jemand bevorzugt heterosexuell Beziehungen, ist aber anderen nicht grundsätzlich abgeneigt.
3. Jemand schwankt zwischen Homosexualität und Heterosexualität.

Völlig unabhängig von Begriffen wie „Sexueller Orientierung“, „sexueller Veranlagung“ oder“, „sexueller Präferenz“, „sexueller Neigung“ und „sexueller Identität“ kann jede Person auch Freude an sexuellen Handlungen haben die er selbst verursacht oder die ein beliebig geschlechtlicher Mensch an ihm vollbringt. In den ersten Fällen ist es eine Lebenseinstellung, in den zuletzt genanten ein lustvolles Spiel, das nur sehr bedingt etwas mit der „Orientierung“ zu tun hat.


Hat sich jemand festgelegt und kann er sich nichts anderes vorstellen, als „Entweder-oder“ zu sein, ist das in Ordnung. Ist er im Konflikt um seine „wahre Orientierung“, kann er dies in Einzelgesprächen, Selbsthilfegruppen und Therapien herausfinden. Solche Menschen und Institutionen haben Erfahrung damit, das Hirn zu lüften und Klärungen herbeizuführen.

Diejenigen, die im Grunde heterosexuell orientiert sind, daran ihr Glück gefunden haben und dennoch gerne mal in Nachbars Garten grasen, benötigen sehr viel Selbstbewusstsein und eine geschlechtsneutrale Genussfähigkeit. Das Selbstbewusstsein hilft, sich gegen Angriffe von außen zu verteidigen und innerlich stabil zu bleiben. Die geschlechtsunabhängige Genussfähigkeit ist meist gewachsen.

Eines der eher harmlosen Beispiele: Die Hand, die den Penis berührt, kann die eigene sein, die einer liebevollen Frau oder die eines erfahrenen Mannes. Für Frauen gilt dies analog für die Klitoris. Besonders geschlechtsneutral werden zumeist die Tagträume und Fantasien empfunden, in denn wirklich nicht klar ist, wer wen berührt, weil alle Berührungen nur in der eigenen Vorstellung stattfinden.

Die Beispiele mögen zeigen, warum es keine „fließende sexuelle Orientierung“, wohl aber eine fließende sexuelle Genussfähigkeit geben kann.

Klar – diese Thesen sind nicht genügend gesichert. Aber alles spricht dafür, dass es neben der eher geschlechtszentrierten Orientierung auch eine solche auf den höchsten erzielbaren Genuss gibt.

Zwölf brauchbare Lust-Vorsätze für 2019

Schamvoll? Es gibt keinen Grund, sich seiner Lust zu schämen
Vorsätze sind im Grunde sinnlos. Aber wenn du diese 12 Vorschläge ausführst, oder sagen wir mal, wenigste acht davon (bitte kopieren und ankreuzen), dann hast du mehr Freude am Leben, mehr Lust – und vielleicht gar mehr Sex.

1. Frag dich häufiger, was du wirklich willst.
2. Verlerne nicht, was dir Lust bereitet.
3. Probiere neue Lüste aus.
4. Versuch, dich niemals dessen zu schämen, was du tust.
5. Praktiziere sicheren Sex.
6. Versuche, anders zu denken als die Masse.
7. Beschwere dich nicht über die Menschen – es gibt keine anderen.
8. Mach Menschen Komplimente. Nicht nur den „Schönen“.
9. Liebe dich selbst (in jeder Hinsicht).
10. Kauf die ein hochwertiges Toy für einsame Stunden.
11. Stell die Qualität deiner Lust vor die Frequenz.
12. Trainiere deine Beckenbodenmuskulatur.

Viel Erfolg damit! Tu es einfach!

Keuschheit, Schüchternheit und Züchtigungen

Im Harem - Jean Babtist Huysmans, Teilansicht
Keusch zu sein heißt weder erotisch zu provozieren, noch sich provozieren zu lassen. Doch das ist schwierig, denn die Kleidung der „Keuschheit“ provoziert oftmals fast ebenso stark wie die frivole Wäsche auf nackter Haut.

Frauen in Uniform

Als „keusche“ Kleidung gilt neben Formalkleidung vor allem die Uniform. Sekretärinnen, Flugbegleiterinnen, ja selbst Polizistinnen und Soldatinnen gelten als unbeschreiblich sinnlich. Für den „geneigten“ Mann sind sie sogar umso erotischer, je mehr sie ihre Befehlsstimme ertönen lassen. Übrigen reicht als Kleidung bei manchen Männern durchaus die Kombination von Kittel und Strapsen oder von Trench und Strapsen.

Orientalinnen und Stripperinnen

Ungebrochen schient auch der Trend zu Orientalinnen zu sein – in manchen Fantasien ist der „Sklavenmarkt im Orient“ nach wie vor ein beliebter Schauplatz der Sinnlichkeit. Durchaus auch von Frauen, die aktiv auf Sklaven bieten möchten oder sich passiv zur Schau stellen und hoffen, dass ein hübscher junger Orientale auf sie bietet.

Nun ist die „Orient-Show“ mit der hageren Schaubudenfrau, die in eine Tüllgardine gehüllt auf der Bühne friert, inzwischen nicht einmal mehr als Jahrmarktsattraktion populär. Aber offenbar leben Reste solcher Fantasien den Männern, die noch immer Bilder aus dem „Serail“ in sich tragen, in denen lustbetonte Obelisken und Sklavinnen dem Herrscher Pläsier schenken.

Ich las gerade bei Fatima:

(
Die Beteiligten waren sich immer bewusst, dass es um das Ausleben von Fantasien gehen sollte und dass eine verschleierte Haremsdame ebenso weit von der Realität entfernt ist wie ein Fetischgirl im Nonnen-Outfit. Aber vielleicht hatten meine Bekanntschaften in ihrer Jugend einfach zu lange vor dem Fernseher gehockt und »Bezaubernde Jeannie« geschaut.

Für die Nachgeborenen: Jeannie war der sinnliche weibliche Geist mit züchtigem, aber dennoch sinnlichem orientalischen Outfit aus der Flasche. Sie kam meist bauchfrei mit Pluderhosen und hübschen, vollen Brüsten aus der Flasche, die zwar bikiniartig verdeckt waren, aber dennoch wirksam präsentiert wurden. Es gibt Fans, die Bilder aus der Fernsehserie gesammelt haben.

Nun, es gibt sie noch, die nostalgische Bühnenschau. Einerseits in der sogenannten Burlesque, dann aber auch als Repertoire eher „gehobener“ Strip-Darbietungen. Die Stripperinnen tragen nach wie vor Nonnenkostüme und Rüschenkleider, aber auch orientalisch anmutende Verhüllungen, bevor sie ihre schönen Körper lasziv präsentieren.

Die Kombination von „züchtig“, „keusch“ und „naiv“ in Verbindung mit dem Bonmot „sucht nach einer starken Hand, die ihr den Weg weist“ ist zwar völlig altmodisch, wird aber auch in modernen Romanen noch gerne als Leitthema verwendet. Dabei wird das „naive graue Mäuschen“ mehr und mehr durch eine intellektuell selbstbewusste und durchaus emanzipierte, erotisch aber unerfahrene Frau ersetzt.

Lest mehr auf „Sinnlich Schreiben“, wenn ihr Autorinnen seid.

Kann es die Schönste am Besten?

glamourös schön sein ist nicht immer das schönste für den partner
Männer glauben oftmals, die schönste, ebenmäßigste (ja, wir wissen, das Wort gibt’s eigentlich nicht) und von äußerer Sinnlichkeit umhüllte Frau könnte den Kerlen auch die höchsten erotischen, sexuellen oder einfach sinnlich-schmervollsten Vergnügungen bereiten.

Falsche Vorstellungen aus der Pornografie

Diese Vorstellung nährt sich (mehr oder weniger) aus der Pornografie, hat aber keinerlei Verankerung ind der Realität. Äußere Schönheit und Ebenmäßigkeit ist ein Geschenk der Gene, und oftmals auch (manche Frauen werden wissen, wovon wir reden) ein Fluch. Die erotischen, sinnlichen und sexuellen Praktiken hingegen haben nichts mit der Schönheit, sondern mit der Begeisterung für alles Sexuelle zu tun, vermischt mit möglichst reicher Erfahrung.

Nicht Schönheit zählt, sondern sinnliche Begeisterung

Frauen hören dies nicht gerne. Eine Frau, die von ihrer Sexualität begeistert ist und ebenso gerne Lüste schenkt, wie empfängt, wird oft mit dem Wort „Schlampe“ bedacht. Und weil dies so ist, halten sich viele Frauen zurück, bis sie eine Möglichkeit sehen, die Beute „Mann“ damit so zu fesseln, dass er etwas oder auch viel länger bleibt als eine Nacht.

Schönheit ist absolut zweitrangig, wenn du Lust oder Beziehungen suchst

Männer, die unbedingt eine wunderschöne Frau an Tisch, Bett sehen und erfühlen wollen oder die sich gar wünschen, von einer Spitzenschönheit in Leder oder Dessous gepeitscht zu werden, haben extrem schlechte Karten. Zunächst einmal haben die Schönen oft nicht viel Lust, sich anzustrengen, wenn es um die Erfüllung männlicher Wünsche geht. Haben diese Schönheiten Langzeiterwartungen, so werden sie mehr auf das soziale und monetäre Kapital achten, das der Mann mitbringt – und letztlich auch auf seine äußerliche Attraktivität. Haben sie Erwerbssinn und sind sie auf Abwegen, so werden sie versuchen, ihre Schönheit auf die eine oder andere Art in Geld oder Geldeswert umzuwandeln. Und weil sie dabei „anständig“ bleiben wollen, in möglichst viel innerhalb kürzester Zeit, um nicht in schlechten Ruf zu geraten. Das heißt für den Mann, der immer, überall und für alles, was ihm Lust bereitet, privat eine „schöne Frau“ sucht. Er wird unterküsst, untervögelt und mit schwanenweißem Gesäß leben müssen.

Die Lust am Körper des anderen ist wichtiger als seine Schönheit

Die Kunst, sinnlich Erotik oder erfüllten Sex zu schenken, liegt darin, wie Frauen (und Männer) Körper, Geist und Psyche dahin wenden, die größtmögliche Lust zu erzielen. Das ist (mindestens bei Frauen) unabhängig von Alter, Aussehen oder Gewicht, und was das Alter betrifft, so ist Reife sicherlich kein Schaden. Und die wahren Fähigkeiten entwickelt eine Frau selten „aus dem Stand“, sondern eher innerhalb einer erotischen Beziehung, in der sie auf das Feedback des Körpers des (oder auch der) anderen achtet. Falls ihr jetzt sagt: Aber Escort-Girls oder Pro-Dommes tun es doch auch ad hoc, dann bedenkt bitte, dass diese Frauen Routinen nutzen. Der Unterschied: Sie beruhen nicht auf der Freude am Erlernten, nicht auf der eigenen Lust oder der Freude am Schenken, sondern auf dem Gedanken, dass die Erfüllung des Partners Geld in die Kasse spült.

Es ist keine Schande, eine ganz normale Person zu sein und sinnliche Lust zu verspüren oder jemanden damit zu beschenken. Du kannst über 50 sein, über 90 Kilo wiegen oder schlaffe Brüste haben – das spielt keine Rolle, wenn du weißt, was du kannst und wem du es gegebenenfalls schenken möchtest.

VIVID - Grand Show - unbedingt besuchen

VIVID - Grand Show - derzeit im Friedrichstadt Palast Berlin

Ich habe sie gesehen, die VIVID Grand Show. Sie ist mehr als eine Show, mehr als Zirkus und Varieté – sie ist wahrhaftig eine Liebeserklärung an das Leben.

Die Frage nach dem Sinn wird gleich zu Anfang gestellt, und die Frage nach dem, was das Leben bietet.

Das Leben bietet mehr - aber du musst es auch zulassen

Die Antwort: Es bietet mehr – viel mehr als du dir erträumst, aber du musst auch bereit sein, ein Risiko einzugehen, dich einzulassen. Bereit sein, dem Geist der Massen zu entfliehen, die mittlerweile wie die Roboter funktionieren. Du könntest (und vielleicht sollest du?) dich im Dschungel der Lebens- und Liebesvarianten umsehen, dich erproben und dann erst deinen Weg wählen …

Nicht jeder wird dies unterschreiben … aber tatsächlich steht unsere Jugend morgens mit dem Mobiltelefon auf, lässt sich den ganzen Tag über „irgendwie“ manipulieren und schläft abends damit ein. So werden sie zu den Robotern, zu den Uninteressierten, Gleichgeschalteten. Zu denen, die der Schwarmdummheit folgen, statt sich herauszuheben aus der Masse.

Und ja – abgesehen von alledem – es war eine wundervolle Revue, gekonnt, artistisch überragend, mit Lust und Humor.

Mehr begeisterte Presseberichte hier.

Wird jetzt der Mann in den Mittelpunkt gestellt?

Erstaunlicherweise haben derzeit zahllose Journalisten den Mann entdeckt. Genau gesagt: seine Sexualität.

Im Prinzip ist das richtig. Denn nahezu alles, was Männer über ihre Sexualität hören (und oft nicht hören wollen), stammt von Frauen. Vom generellen sexuellen Verhalten über die Zärtlichkeit und Sinnlichkeit bis hin zur sinnvollen Penisgröße und der Potenz – alle Aussagen kommen von Frauen. Teils von weiblichen Individuen mit viel Erfahrung. Das mag der Mann gelten lassen, zumal diese Frauen sinnvolle Vorschläge zur generellen Modifikation und Luststeigerung unterbreiten können. Wenn aber „die Gruppe der Frauen“ sich über das männliche Geschlecht hermacht, um es einseitig zu definieren, dann ist die Grenze erreicht, an der sich Männer mutig wehren müssen.

Es gibt keine simple Sexualität beim Mann

Die männliche Sexualität ist nicht „offenkundig“ und sie ist keinesfalls „simpel“. Die meisten Frauen haben darüber absolut einseitige Vorstellung – und erstaunlicherweise auch viele Männer.

Wäre es da nicht an der Zeit, etwas über männliche Sexualität zu schreiben? So einfach aus dem Gefühl heraus? Ohne „akademische“ Hintergründe?

Über den Penis hinaus denken ...

Manchmal denke ich, dass Frauen nicht wissen, was eine Prostata ist, wo sie sich befindet, was im Mann vorgeht, wenn sie sich explosionsartig entlädt. Und oftmals erfahre ich, dass es Männer auch nicht so genau wissen.

Es wäre also wirklich und wahrhaftig an der Zeit, darüber zu reden, dass Männer sinnlich, sensibel und vielschichtig sind. Und dass sie sich vielleicht etwas anderes vorstellen könnten als das, was sie so oft tun: Eine Frau zu vögeln, weil gerade eine verfügbar ist.

Meinungen? Dann mal her damit.

Selbstbewusstsein

Worte, die ich dir empfehlen kann – und falls du auf Partnersuche bist, lies bitte auch noch den Rest.

Nach einer langen Zeit der Suche nach meiner verlorene Seele lernte ich, dass nur ich verantwortlich bin für mein Selbstbewusstsein. Ich – und sonst niemand. Das bedeutet reales Erwachsensein.


Selbstbewusst sein und einen ONS haben

Stiller Abschied
Kann sich jemand, der selbstbewusst ist, während der Lust völlig hingeben? Frag nicht. Eigentlich kannst du es nur dann, wenn du wirklich selbstbewusst bist. Du kannst dann wirklich sagen: „Danach wirst du wieder dieselbe sein.“ Vielleicht wirst du dich sogar anziehen, und nachts um drei Uhr still und heimlich gehen. Du schuldest dem Mann nichts mehr, mit dem du geschlafen hast.

Selbstbewusst sein und eine Beziehung suchen

Und wenn es mehr sein soll? Zeig ihm, wer du bist. Erweiter vorsichtig seine Grenzen, so wie es dir gefällt, und versuche, deine eignen Grenzen auch auszuweiten. Grenzen zu ziehen ist so gut für das Selbstbewusstsein wie sie zu erweitern.

Selbstbewusstsein zu behalten ist ein Prozess, kein Zustand.

Was meinst du?

Bild von Becat (Illustration, historisch) Blogzitat Anonym.

Was willst du einmal werden?

So wichtig das Thema der Berufswahl auch sein mag. Es gibt andere Antworten als beispielsweise „Rechtsanwältin“ oder „Programmierer“. Nämlich diese:

Ich möchte einmal glücklich werden.


Ich weiß nicht, ob es junge Menschen sagen, deren Kindheit nicht glücklich war. Aber es ist ein wundervolles Ziel, glücklich zu werden.
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