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Wie du liebst …

Die Frage „wie liebe ich“ beschäftigt derzeit viele erotisch motivierte Bloggerinnen.

Unter den vielen Antworten gefällt mir eine besonders gut: „Wenn du liebst, dann liebe enthusiastisch.“ Es hat keinen Sinn, nur „mitzumachen“, weil der andere gerade bedürftig ist. Klar darf man das auch. Aber du bist nicht die Caritas.

Es gibt andere Antworten, und viele beziehen sich auf sinnliche Abweichungen. Aber drei Sätze solltest du beherzigen, wenn du liebst:

1. Begeistert sein von der Liebe und vom Partner.
2. Offen lustvoll sein und zeigen, was dir gefällt.
3. Freude an Sinnlichkeit haben.

Und wirklich … ich meine Liebe. Nicht Sex allein, aber eben auch.

Sind DREIER eigentlich erstrebenswert?

Dreier - so ein "Männerding" - oder doch nicht?
Ist dieser Artikel relevant? Ja, für 85 Prozent der Männer und mindestens 30 Prozent der Frauen – denn so viel sind es, die entweder vom Sex mit zwei Frauen oder vom Sex mit zwei Männern träumen. (1) Wie viele Frauen/Männer tatsächlich Triolen irgendeiner Art erlebt haben, ist hingegen wenig erforscht und möglicherweise auch nicht wirklich relevant. Denn es sind vor allem die Träumer, die auf den Klippen stehen und sich fragen, ob sie den Sprung ins Meer der Triolen, des Partnertausches oder der Orgien wagen sollten. Zwischen den drei Aussagen: „Warum eigentlich nicht?“, „Was habe ich davon?“ und „Ich fürchte mich davor“ liegen Welten. Diese Betrachtung versucht, die Sache mit dem Dreier möglichst neutral zu sehen.

Lohnt sich das Risiko des Dreiers?

Alles, was wir tun, bemessen wir nach dem Risiko, das damit verbunden ist. Wagen wir es, haben wir möglicherweise einen Gewinn, sei er nun hoch oder niedrig. Wir können aber auch einen Verlust erleiden, und auch er kann so klein sein, dass wir ihn verschmerzen. Oder aber ebenso auch so groß, dass wir später bereuen, das Risiko eingegangen zu sein.

Das gilt für alle Risiken des Lebens - nicht nur auf sexuellem Gebiet und schon gar nicht nur für DREIER.

Ein Männerding oder eher die Lust, Grenzen zu überwinden?

In einem Artikel lasen wir jüngst sinngemäß: „Ach, Dreier – dass ist so ein Männerding.“ Heißt auf gut deutsch: Da fühlen sich die Kerle als Paschas oder sie werden „von oben bis unten bedient.“ Und das alles mit einem einzigen Penis … nun ja. So ein Männerding eben.

Frauen, so lasen und hörten wir, seien nun eigentlich gar nicht an Dreier interessiert, weil sie sich das Vergnügen mit einer Frau auch ohne männliche Unterstützung gönnen könnten. Aha, da hat jemand die Sache zu Ende gedacht … wahrscheinlich, weil ein Penis eben mal erschlafft.

Zwei Männer - sind Frauen daran interessiert?

War da nicht noch so etwas mit einer Frau mit zwei Männern? MMF, wie man so sagt? Soll ja eher bei Frauen ankommen, weil … ja, warum denn eigentlich? Weil … da könnten die Männer ja einen „Spießbraten“ zelebrieren? Klingt nicht gerade appetitlich. Oder wie war das mit einem Sandwich? Oder ist die Planung dafür ganz anders? Immer schön einer nach dem anderen? Oder willst du gar sehen, wie die Männer …?

Beim Dreier - wie viel BI ist nötig?

Nun wird behauptet: Männer mögen Bi-Frauen, aber Frauen mögen keine Bi-Männer. Auch die Begründung folgt auf dem Fuß: Bi-Männer gelten als verdeckte Homosexuelle, während von Bi-Frauen angenommen wird, sie hätten einfach mal Freude an Frauen und mal an Männern.

Ob dem der Irrtum zugrunde liegt, gleichgeschlechtliche Aktivitäten seien eine Veranlagung und nicht nur eine Möglichkeit, um neue Lüste kennenzulernen? Mit anderen Worten: Ist „Bi“ eine Frage der lustvollen Situation oder eine Frage der sexuellen Orientierung?

Wie viel "BI" ist also nötig? Eigentlich ist "Bisexualität" gar nicht nötig für Dreier. Es reicht völlig, nicht homophob zu sein, also keine Berührungsängste mit dem eigenen Geschlecht zu haben, denn Berührungen kommen nun einmal - gewollt oder ungewollt - bei Dreiern vor.

Was haben eigentlich die Kerle vom MMF-Dreier?

Und wenn die Männer nun beide absolut und vollständig „hetero“ sind und nichts anderes von dem Dreier wollen, als Lust an der Frau und mit der Frau zu gewinnen? Wäre da nicht die Frage: Was haben die Kerle davon?

Eine Frau fragt sich beispielsweise (2):

Die Idee, dass zwei Männer miteinander rummachen, erregt mich einfach nicht. Ich würde vorziehen, wenn ich ihre ungeteilte Aufmerksamkeit genießen könnte. Aber woher sollte ich zwei Männer nehmen, für des in Ordnung ist, nackt zu sein und die davon geil werden, eine Frau miteinander zu teilen?


Die Frage ist schwer zu beantworten, wenn die Intention von einer Frau ausgeht, wie wir anderwärts erfuhren. Wenn zwei Männer eine Frau für einen „Dreier“ suchen, denken sie an die Lust, die ihnen die Frau bereiten soll - nicht an die Lust, die eine Frau aus der Situation gewinnen könnte. Denn MMF sollte nicht heißen: „Mal sehen, was zwei Kerle mit einer Frau machen können.“ Vielmehr wäre die Frage: „Was kann eine Frau mit zwei Kerlen machen?“ Die Antwort ist meist: „in der heißen Phase einer nach dem anderen, nicht beide zugleich.

Ein anderer Satz, den wir oft hörten: „Auf keinen Fall versuchen, Pornos nachzuspielen.“ Das sollte ernst genommen werden, denn in Pornos spielt keine Rolle, wie sich die Beteiligten fühlen. Im richtigen Leben aber schon, und zwar vorher, währenddessen und danach. Demnach wird Paaren in traditionellen Beziehungen, also solchen die sich nicht in „offenen“ Beziehungen oder innerhalb der Swinger- oder SM-Szene bewegen, dringend abgeraten, das Experiment einzugehen. Wer nicht in einer Beziehung lebt, sollte sich vor allem fragen, wie vertrauensvoll die Partner sind – und vor allem, was „währenddessen“ geschehen soll. Das gilt für MMF und FFM.

Gefiel euch dieser Artikel? War er informativ? Konntet ihr mit dem Inhat etwas anfangen? Dann sagt es uns.
(1) Bei den Frauen wurden nur diejenigen berücksichtigt, die ausdrücklich zwei Männer als Partner angaben, nicht drei Personen. Quelle auf Anfrage.
Das Zitat (2) entnahmen wir VICE (ca).

Den Körper präsentieren und Feministin sein?

Den Körper präsentieren und Feministin sein? Falls Sie sich wundern, dass ich diesen Artikel selber schreibe - es wird einfach Zeit, dass wir Männer Flagge zeigen - insbesondere die liberalen unter uns. Dieser Artikel handelt auch davon, Widersprüche zuzulassen und sie nicht aus ideologischen Gründen zu verteufeln.

Manchen scheint es seltsam, wenn jemand wohlhabend und Sozialdemokrat ist. Andere gucken scheel, falls jemand am Existenzminimum nagt und liberal wählt.

Würde man sich wundern, wenn ein hübscher junger Mann Maskulinist wäre? Nein, wohl nicht. Man würde sagen: „Nun ja, er kann nichts dafür, dass er schön ist, und es ist sicher nicht so toll, einer solchen Weltanschauung anzuhängen, aber es ist sein gutes Recht, nicht wahr?“ Jedenfalls würde das Thema keine der journalistischen Quasselstrippen erregen.

Eine schöne Frau, die ihren Körper zeigt - und Feministin ist?

Nun aber, Freunde wird es ernst: Wenn eine schöne, schlanke und sehr feminin wirkende Frau sagt, sie würde gerne ihre Körper präsentieren, aber sie sei eben auch eine Feministin, was dann? Was, wenn sie ihren Körper stolz präsentiert und dennoch für die Rechte und insbesondere die Selbstbestimmung der Frauen eintritt? Dann kocht die Volksseele, jedenfalls bei dem Teil des Volkes, das eigene Anschauungen für religionsähnliche Dogmen hält. Da heißt es dann:

Eine Frau, die ihr Geld damit verdient, sich als Sexobjekt zu inszenieren, kann keine Feministin sein.

Wer sagt denn so etwas?

Nun, es ist das rastlose und von Ideologien getriebene Köcheln in den Netzwerken, die sich völlig grundlos „sozial“ nennen. Hier lebt das Anprangern, hier wird der Hass erzeugt. Und hier heißt es nicht: Fein, dass du deine Schönheit und deine Popularität nutzt, um die Sache der Frauen zu vertreten. Hier heißt es: „Du darfst nicht zugleich deinen Körper zeigen und Feministin sein. Tust du es dennoch, überschütten wir dich mit unserem Hass.“ Aktueller Anlass für die Hasstriaden ist beispielsweise ein Interview, das Emily Ratajkowski dem Magazin Magazin „Grazia“ gab. Darin bekannte sie sich zum Feminismus und sagte:

Beim Feminismus geht es darum, die Wahl zu haben: sozial, sexuell, am Arbeitsplatz und in jeder anderen Hinsicht. Es geht darum, dass Frauen die freie Wahl haben.


Eine Frage, die sich viele junge Frauen stellen, ist stets, ob sie bereits Grenzen ziehen soll, bevor sie das Spektrum der Möglichkeiten durchforstet haben, was Frau Ratajkowski verneint.

Unabhängig von der Diskussion um Schönheit und Feminismus muss allerdings gesagt werden: eine wirklich freie Wahl zu haben, ist selten, weder sozial, noch sexuell, noch am Arbeitsplatz. Und dabei sind es nicht ausschließlich die äußeren Bedingungen, die dies verhindern: Die Einschränkung ist allzu oft hausgemacht und liegt in einer selbst auferlegten Einschränkung. Und nein, dies ist nicht ausschließlich bei Frauen der Fall – es betrifft auch unendlich viele Männer.

Nun, Frau Ratajkowski ist jedenfalls nicht empört über die Wühlmäuse in den „sozialen“ Netzwerken. Gegenüber dem Magazin Grazia gab sie zu, sie würde Menschen dazu anregen, wütend zu werden. Sie sei eben nicht „Durchschnitt“, ja, sie habe wirklich Angst davor, als Mittelmaß angesehen zu werden – und 300.000 Trolle seien immer noch besser, als gar nicht beachtet zu werden.

Zitate, Nachlesen: Berner Zeitung Grazia Daily (englisch)

Die Sache mit dem schmutzigen Sex

Ich sag mal, was ich denke: Sex ist sowieso nicht sauber. Irgendwas landet im Slip oder auf dem Teppich, irgendwas spritzt auf die gute Lackoberfläche, und manchmal wird das Laken so feucht, dass du dich anschließend nicht mehr drauflegen magst.

Aber richtiger schmutziger Sex ist ja gar nicht „schmutzig“, sondern einfach – geil. So geil, dass du ihn dir oft wünscht. Aber du kriegst ihn nicht – nicht von deinem Partner, nicht von deinem Date.

Stöhnen, Brüllen von Lust, süße kleine Bisse, sinnliche Schläge und all diese anderen Lüste, die du in deinen Tagträumen durchlebst, aber niemals mit einem Typen.

Verdammt – ja. In der Beziehung sagst du dir: „Nein, wir sollten es nicht tun, es könnte etwas Wertvolles in unserer Beziehung zerstören.“ Wenn du Single bist, besänftigst du dich: „Nein, so etwas sollte man nie mit Fremden tun – viel zu gefährlich.“

Die Grenzen – du erreichst sie nie, weil du dich nicht fragst: „Warum eigentlich nicht?“, und du sagst dir: „Besser … ich wage gar nicht, daran zu denken.“ Dir kommt in den Sinn, dass es nicht nur eklig oder verstörend sein könnte, sondern auch äußerst schlecht für deinen Ruf.

Wenn du Single bist und eine Frau: Erinnerst und ich noch, wie alles roch? Hinterher? Nach Sekt, Muschiduft, Sperma und warmem Schweiß?

Oh, ich schreibe dies alles, um dir zu sagen, was die Figur denken und fühlen könnte, über die du schreibst. Und im Gegensatz zu dir wird sie alles durchleben, was so schrecklich schmutzig ist – egal, ob sie Single ist oder einen Partner hat.

Benutzten Frauen im Mittelalter Dildos?

Benutzten Frauen im Mittelalter Dildos? Die Antwort mag viele Menschen der heutigen Zeit überraschen.

Gezielt bei der Beichte nachgefragt ...

Oh ja … und sie taten es offensichtlich so häufig, dass die Beichtväter gehalten waren, danach zu fragen. (1)

Hast du getan, was bestimmte Frauen gewöhnlich tun, das heißt, hast du ein Gerät oder Werkzeug benutzt, das dem Penis eines Mannes ähnelt, genau vorn der Größe, die deinem Wunsch entsprach, und hast du es im Bereich deines Unterleibs befestigt oder es in andere Weise an dir und damit Unzucht mit anderen Frauen betrieben oder haben andere Frauen dies mit gleichen oder ähnlichen Instrumenten bei dir getan?

Hast du getan, was bestimmte Frauen gewöhnlich tun? Das heißt, hast du Unzucht mit dir selbst getrieben mit dem Gerät, dass ich zuvor erwähnt hatte oder mit einem anderen Instrument?


Natürlich mussten die Damen, die es betraf, Buße tun.

Kommen wir mal wieder ind er Jetztzeit an. Viele Frauen besitzen (und nutzen) Vibratoren und Dildos, solo oder miteinander. Der viel gepriesene und gelegentlich verachtete Strap-On-Sex ist auch unter Frauen weiterhin populär, trotz der vielen feministischen Kommentare, dass vaginaler Sex kaum Sinn hat.

Die Autorin des Artikels, aus dem ich die Zitate entnommen habe, weiß, warum die Sicht auf das Mittelalter (wir befinden uns ungefähr im Jahre 1000) so wichtig ist (Zitat, 2).

Nun, erstens zeigt es uns, dass wir, die wir glauben, so wild und versessen auf unsere Sexspielzeuge zu sein, eigentlich wissen sollten: Es gibt nichts Neues unter der Sonne. Und es zeigt uns auch, dass im Gegensatz zu den vielen Vorstellungen einiger Leute von einer keuschen und asexuellen Lebensart (der Frauen) in der Vergangenheit, die Menschen immer Freude an sexueller Lust hatten. Frauen hatten schon immer Sex mit Frauen und sich selbst und grundsätzlich mit wem auch immer, denn auch Frauen sind geil.


Die Keuschheit des Weibes - ein Ammenmärchen

Die Frage, warum Frauen damals zur Keuschheit und Enthaltsamkeit angehalten wurden und vor allem davor bewahrt werden sollten, sexuell „erweckt“ zu werden, steht auf einem anderen Blatt. Ich erinnere mich mit Befremden an die Behauptung des Psychiaters Richard von Krafft-Ebing, der kurz vor der 19hunderter Jahrhundertwende in seinem Werk „Psychopathia Sexualis“ dies behauptete:

Ist (das Weib) geistig normal entwickelt und wohl erzogen, so ist sein sinnliches Verlangen ein geringes. Wäre dem nicht so, so müsste die ganze Welt ein Bordell und Ehe und Familie undenkbar sein. Jedenfalls (ist) das Weib, welches dem Geschlechtsgenusse nachgeht, (eine) abnorme Erscheinung.


Was sagt uns das?

Wir müssen jederzeit bereit sein, das, was wir über die Kultur, die Geschichte und das Dasein erlernt haben, zu überdenken. Und wir sollten uns niemals auf Experten verlassen.

(1) Ich verlasse mich hier auf diese englische Quelle - eine deutsche Übersetzung aus dem Lateinischen stand nicht zur Verfügung.
(2) Das Zitat musste im Deutschen etwas verändert werden, besonders, weil die im Deutschen nicht gebräuchliche und unübersetzbare Abkürzung "DTF" verwendet wurde)

Schlafzimmer oder Lustzimmer?

Installation in Rot - Künstlerdarstellung
Mutter, Tochter, Schwiegermutter, Nachbar oder Arbeitgeber haben sich angesagt, und natürlich wollen alle die nagelneue Wohnung inspizieren. Höfliche Menschen verzichten natürlich darauf, das Schlafzimmer zu sehen, aber zum perfekten Gastgeber gehört natürlich auch, alles „vorzeigen“ zu können. Das kann peinlich werden, wenn sich das Schlafzimmer als Lust- und Lasterhöhle identifizieren lässt.

Singles und der Ort, an dem die Lust ausgelebt wird

Singles? Ach ja – bei ihnen sollte das Schlafzimmer eigentlich immer für den nächsten Lover vorbereitet sein – und da fragt sich natürlich: Wie stattet man es aus? Matratze auf dem Boden? Single-Bett, eigentlich zu schmal für den Lustgewinn? Schleiflack-Doppelbett? Einsvierzig-Bett mit überteuerter Matratze? Oder Lust-Imperium mit Rotlicht, Kuschelecken und diesen merkwürdigen Ringen, die mit kräftigen Dübeln fest in der Wand verankert werden?

Was findet man in deinem Schlafzimmer, Single?

Vor zwei Jahrzehnten gab es mal eine Webseite mit Partnersuch-Sparte, bei der eine wichtige Frage gestellt wurde: „Was finde ich in deinem Schlafzimmer vor?“ Einen Gecko, ein Frettchen, eine Katze? Ein Himmelbett, ein Wasserbett oder eine Matratze? Na, darum ging es nicht ausschließlich. Sondern auch, ob es eine Sammlung von „Toys“, Kondomen, Handfesseln, Gleitmitteln, Lustverstärkern, Seilen oder Peitschen gab. Da konnte der geneigte Single schon mal feststellen, ob die eigenen Gelüste mit der des/der Andere korrespondierten. Und die Vorsichtigen, aber dennoch Begierigen nutzten meist die Chance, einfach zu schreiben: „In meinem Schlafzimmer findest du mich.

Selbst Eigentümer? Wie wäre es mit einem Lustzimmer?

Nun aber mal Butter bei die Fisch: Wenn du der Eigentümer bist, dein Haus groß genug ist, und du über die Partykeller-Zeit hinaus bist: warum dann nicht „Schlafzimmer“ und Lustzimmer trennen? Heißt nicht, dass man im Schlafzimmer in Zukunft nicht mehr der Lust frönen darf oder im Lustzimmer niemals einschlafen darf. Sonder nur, dass ein Lustzimmer für die Lust eingerichtet wird und ein Schlafzimmer zum Schlafen.

Rosa, Lila, Rot und Schwarz

Die Lust kann rosa, rot oder schwarz sei, wenn wir mal von Liebhabern vom Weißräumen für Klinik-Erotik absehen wollen. Manche romantische Frauen richten sich ihre Lustzimmer (auch Schlafzimmer, ja doch) gerne als „Liebeslauben“ ein, damit ein bisschen Romantik aufkommt. Dann sind Rosa- und Lilatöne gar nicht so schlecht, und auch ein bisschen Kunstblumen- oder Beleuchtungskitsch darf sein. Ist das Lustzimmer im Keller oder auf dem Dachboden, nicht vergessen, ein Bad oder einen Waschraum vorzusehen – ist ja wirklich Mist, wenn du erst über zwei Stockwerke zum Pinkeln gehen musst. Ach – und ein flüstersanfter Kühlschrank hilft auch, den nächtlichen Nachschub an Blubberwasser mit und ohne Alkohol zu sichern.

Für heftige Lüste: Rot und Schwarz

Die wirklich heftigen Frauen, Paare und Männer bevorzugen ein rotes Interieur für die Lust. Rot und Schwarz sind von jeher die Farben der verbotenen Liebe und etwas „verboten“ soll es ja wirken. Wer die Wände Schwarz streicht oder einen Gewölbekeller umbaut, hat meist auch die schwarzen Gedanken, den Raum nicht ausschließlich (oder gar nicht) für die geschlechtlichen Lüste als solche zu nutzen. Er wird vielmehr eine Ausstattung mit sogenannten SM-Möbeln bevorzugen, die ja nicht gerade zum Ausruhen gedacht sind.

Ein Raum für nahezu jede Lust

Wenn ich euch etwas empfehlen darf, dann versucht es zunächst mit einem in rot gehaltenen Raum, der durchaus über ein Bett verfügen darf. Gedämpfte, vielleicht indirekte Beleuchtung, eine kleine Stereoanlage mit entsprechenden CDs oder Streaming-Diensten, einen Bildschirm, einer kleinen (oder großen) Sammlung von erotischen Filmen, einem Utensilien-Schrank und einem Kleiderschrank. Unbedingt auf mehrere Sitzgelegenheiten für die verschiedensten Anlässe achten, dazu eine längliche, schmale Liege. Spiegel, erotische Bilder und Darstellungen gehören auch dazu, und sehr empfehlenswert ist ein Paravent – möglichst historisch. Vor allem Damen lieben nach wie vor, sich dem Liebhaber gelegentlich optisch entziehen zu können.

Du kannst in solch ein Liebeszimmer von vornherein die Einrichtungen integrieren, die du für deine bevorzugen Spiele benötigst – vor allem massive Befestigungsmöglichkeiten an Wänden, Decken oder auch am Fußboden. Das solltest du auch tun, wenn du an sich eher „Blümchensex“ liebst – du könntest mal jemanden treffen, der es „härter“ mag.

Es soll nicht aussehen wie im Bordell

Der größte Fehler, den du begehen kannst, ist das Zimmer erotisch zu überladen – das gilt besonders, wenn du als Single ein Lust- oder Liebeszimmer ausstattest. Dein Schlaf- oder Liebeszimmer soll nicht aussehen wie ein Zimmer im Bordell – das gibt deinen Bekannten oder Liebhabern einen falschen Eindruck, auch von dir selber.

Gewöhnliche Schlafzimmer? Möglichst ohne Wandel-Möbel

Für „gewöhnliche“ Schlafzimmer gibt es zwar Spezialmöbel, deren Funktion nicht sofort erkennbar wird, sie können aber dennoch zufälligerweise enttarnt werden, und sie sind enorm teuer. Viel besser ist, unauffällige Möbel zu verwenden, udn nur die Dekoration zu ändern, bevor der Lover eintrifft.

Und du?

Was wirst du tun? Ich habe einen Tipp für dich: Bei Erotik-Versendern sind „SM-Möbel“ erheblich teurer als gewöhnliches Mobiliar aus dem Möbel- oder Antiquitätenhandel, die oft den gleichen Zweck erfüllen und die, ganz nebenbei, noch erheblich sinnlicher sind.

Foto: © 2019 by Liebesverlag.de für die farblich verbesserte Original-Version.

Der romantische Mann – ein devoter Mann?

Am Ziel seiner Wünsche oder Opfer seiner Neigung?
Dieser Artikel handelt von der unbewussten oder offenkundigen Macht, die manche Frauen auf Männer ausüben und diskutiert kontrovers, ob es dir (und ihm) wirklich guttut.

Stell dir einen Mann vor, der durch und durch romantisch und zuvorkommend ist. Er versucht, dir jeden Wunsch von den Augen abzulesen und legt noch ein Sahnehäubchen darüber. Er stellt seine eigenen Bedürfnisse in den Hintergrund, um deine zu erfüllen.

Gefällt dir das? Wolltest du schon einmal Prinzessin zu sein, ja vielleicht gar die Königin auf dem Thron der Liebe? Oder hast du es schon einmal erlebt?

Ein bisschen dominant sein nützt dir zunächst

Wenn du ein wenig dominant veranlagt bist, und dazu noch gewohnt, dass Männer dir gerne ihre Unterstützung anbieten, dann wirst du die Situation kennen. Es muss es sich dabei gar nicht um eine Liebesbeziehung handeln, es reicht, wenn der Mann dir als Kollege, Dienstleister oder Lieferant begegnet. Wenn er offensichtlich von dir begeistert ist, wird er dir von sich aus anbieten, Arbeiten für dich zu übernehmen, Probleme für dich lösen oder einige Dienste kostenlos zu verrichten, die er eigentlich berechnen müsste. Du tauscht dabei deinen Charme gegen etwas, was du gerne hättest, was dich beruflich voranbringt oder was dir Kosten erspart.

Wenn aus einem Gefallen die Gewohnheit wird, etwas zu fordern

Nimm an, dass es nicht dabei bleibt. Die nächste Arbeit, die er für dich ausführen könnte, das nächste Problem, das er für dich lösen könnte, die nächste Leistung, die er kostengünstig erbringen könnte? Je nachdem, wer du bist und wo es geschieht, lädst du ihn zu einem Kaffee in der Kantine ein oder zu einem Glas Wein in der Bodega. Oh, er wird stolz sein, von dir eingeladen zu werden, mit dir einige Zeit verbringen zu dürfen. Dann erklärst du ihm, was dich bedrückt – und er wird alles zum Besten lösen.

Was dir beruflich leichtfällt, geht vielleicht auch privat.

Einmal als Königin auf den Thron gehoben werden?

Gefällt dir so etwas? Wolltest du schon einmal Prinzessin zu sein, ja vielleicht gar die Königin auf dem Thron der Liebe? Magst du es, über alle Maßen bewundert oder gar vergöttert zu werden? Es gibt sie, die romantischen, etwas devoten Männer. Sie versuchen, deine Wünsche zu erraten, machen gerne Geschenke, manchmal auch solche, die völlig überzogen sind, und sie erwarten dafür nichts als dein gewinnendes Lächeln oder einen flüchtigen Kuss. Eine professionelle Domina hat jüngst behauptet, romantische Männer seien ideale Kandidaten, um sie völlig abhängig von ihrer Gunst zu machen. Solche Männer benötigten nur leichte sinnliche Anzeichen, um sich zu fügen und schließlich zu unterwerfen.

Gefällt dir die Machtfülle? Wolltest du schon einmal Prinzessin zu sein, ja vielleicht gar die Königin auf dem Thron der Liebe? Hast du schon einmal darüber nachgedacht, es selbst auszuprobieren oder befremdet dich schon der Gedanke daran?

Der romantische Sklave und du

Manche der romantischen, etwas verwirrten und leicht devoten Männer bieten sich als „Lückenbüßer“ an. Sie ahnen, das sie nie wirklich in deinem Bett landen werden, aber sie nutzen die Chance, mit dir zusammen sein zu dürfen. Und weil sie dich immer wieder sehen wollen, werden sie dafür auch einen Preis bezahlen: Aufgaben für sich übernehmen, Restaurantrechnungen zu bezahlen und vieles mehr. Und sie werden andere soziale Kontakte vernachlässigen, weil sie denken, dass du die einzige emotionale Beziehung in ihrem Leben sein sollst.

Rückzugverhandlungen und Hass

Das ist der Grund, warum diese Männer nach und nach von dir abhängig werden. Nehmen wir an, du bist keine Lifestyle-Domina oder eine begnadete Männerdompteuse, dann wird dir ein solcher Lover früher oder später lästig. Dann ist es gut, wenn der Mann einsieht, dass er einen Spleen hat und du jetzt andere Wege gehen willst – und das ist die Voraussetzung, dass du selber wieder herauskommst aus der Nummer.

Ansonsten ist es sehr schwer, einen romantisch verliebten, devoten Mann wieder loszuwerden. Wahrscheinlich hat sich seine „fixe Idee“, dich zu „lieben“, schon so verfestigt, dass er nicht mehr von dir loskommt, und danach werden solche Männer wirklich lästig, weil sie gar nicht begreifen, wie beschissen ihr Zustand schon ist. Und dann hast du die Arschkarte und musst dich vor ihm schützen. Ich kann das niemandem wünschen.

Was, wenn der Mann ungewöhnlich romantisch ist?

Der romantische Mann - nützt er dir oder schadet er dir?

Nicht jeder Mann mit einer betont romantischen Neigung ist devot, und nicht jeder, der devot ist, ist auch gefährdet, einer Frau zu verfallen. Und du wirst vielleicht zunächst mal gar nichts dagegen haben, wenn er dich ein bisschen hofiert. Ja, vielleicht genießt du sogar, wie viel er für dich tut – es kitzelt dein Selbstbewusstsein.

Devot sein - aber nicht selbstlos: Wenn die Illusion platzt

Doch vergiss nicht: Wer extrem romantisch und ein wenig devot ist, muss nicht zwangsläufig auch selbstlos sein. Selbst jene, die gerne schenken und deinen Charme als Belohnung nehmen, erträumen sich mehr. Und wenn du dann nicht mehr gibst, ändert sich ihr Verhalten. Und du? Du hättest nie gedacht, dass der Preis eines Tages so hoch werden könnte. Und du bist nicht bereit, ihn zu zahlen. War nicht alles nur ein Spiel? Dein Charme gegen seine Leistungen? Ja, das war mal so. Und von einem Tag auf den anderen ist es anders.

Wenn diese Blase platzt, drohen schlimme Konsequenzen. Das Ansehen, das du dir beruflich erworben hast, fällt möglicherweise wie ein Kartenhaus zusammen. Der Geschäftspartner, dem du manchen Preis durch ein Lächeln abgerungen hast, verlangt plötzlich andere Konditionen. Und sollte sich gar einer der Männer geschädigt oder „ausgenommen“ fühlen, dann könnte deren Seele kochen und dich mit Hass überschütten.

Ich weiß, wie verführerisch es ist, verehrt und umworben zu werden, aber jemanden in die Abhängigkeit zu treiben ist eine ander eSache. Und deshalb: lass es bleiben. Es zahlt sich nicht aus.

Bi, echt?

Tendenz "BI" für den Dreier?
Seit einigen Monaten recherchiere ich über Dreier – ja Triolen, also Gelegenheitssex in Gruppen mit drei Partnern. Einmal, um herauszufinden, wo sich Wunsch und Wirklichkeit trennen, und dann, um festzustellen, welche Strömungen besonders attraktiv für Voyeure (Voyeurinnen) und Leser(innen) sind, die von solchen Geschichten richtig geil werden sollen. Und schließlich wäre da noch die Frage, ob du solche Geschichten auch in die „seriöse“ Literatur einbetten kannst. Das kann ich heute leider nicht behandeln, aber ich kann sagen – alles, was es gibt, kann auch seriös beschrieben werden.

Ein Satz ist mir besonders aufgefallen (1):

Wenn eine Triole aus drei heterosexuellen Personen besteht, kann sie ganz nett sein. Wenn einer der Partner „bi“ ist, wird sie interessant. Und wenn mindestens zwei der Partner „bi“ sind, wird sie richtig abenteuerlich.


Stimmt das? Reden wir einmal über „Bi“.

Bi und Frauen

Reden wir also über „Bi“, und erst einmal über Frauen. Forscher haben definitiv festgestellt, dass Frauen eher „sexuell“ als heterosexuell sind, egal, wie sie das selbst sehen. Diejenigen, die damit umgehen können, bevorzugen zwar fallweise Frauen oder Männer, würden sich selbst aber nicht als „bisexuell“ bezeichnen. Die etwas verstörten Frauen, die sich „nicht entscheiden“ können, ob sie nun Frauen oder Männer lieben, neigen am ehesten dazu, sich als „bisexuell“ zu bezeichnen, und sie verhalten sich, bei Frauen wie auch bei Männern, meist höchst problematisch. Besonders Frauen, die von Grund auf sexuell aktiv und dabei auch herausfordernd sind, gehören sexuelle Kontakte zu Frauen zu den Genüssen, die sie sich einfach gönnen wollen.

Du kannst vielfach lesen, dass der Zungenkuss ein Auslöser ist: Manche Frauen geben einander leichthin Zungenküsse, und sie werden davon nicht sonderlich erregt. Andere hingegen verweigern Zungenküsse, weil sie fürchten, davon sexuell erregt oder als „lesbisch“ zu gelten. Du kannst aus fast allen Aussagen über „Frauen und Dreier“ entnehmen: Furcht und Neugierde halten sich die Waage. Vor allem haben „überzeugte“ Hetero-Frauen Angst davor, nicht zu wissen, wie sie eine Frau lustvoll befriedigen können – sie fürchten also, als „unerfahren“ zu gelten oder beim Sex mit Frauen zu versagen.

Bi und Männer

Bei Männern ist die Lage ein wenig anders. Männer geben einander wenig Chancen, körperliche Zärtlichkeiten zuzulassen. Sie fürchten meist, etwas von ihrer Männlichkeit zu verlieren, als „schwul“ zu gelten oder etwas in der Art. Selbst unter Swingern oder anderen tendenziell sexuellen Gruppen haben Hetero-Männer vorbehalte, sich auf andere Männer einzulassen. Jeder Versuch einer lustvollen Berührung durch einen Mann wird zurückgewiesen, und selbst jede ungewöhnliche Berührung oder sexuelle Handlung von Frauen wird zurückgewiesen, wenn sie nicht in den „üblichen Rahmen“ passt. Die neue Lust am „Pegging“ hat daran offenbar wenig geändert. Ein kleiner Trick hilft im erotischen Roman (und möglicherweise auch dann und wann in der Realität): Bei einem sogenannten FMM-Dreier verführt die Frau beide Männer und bereitet sie darauf vor, auch aneinander gefallen zu finden.

Was sagt uns das alles über "Bi"?

Das Wort „Bi“ oder „Bisexuell“ steht überwiegend für Menschen, die in ihrer sexuellen Präferenz schwanken, aber nicht für solche, die darin eine Möglichkeit sehen, ihre erotischen Fähigkeiten zu vervollkommnen oder zu mehr Genuss zu gelangen. Swinger, Darsteller(innen) und Menschen in erotischen Dienstleistungsberufen sind dabei eher geneigt, sich der Lust hinzugeben als zu fragen, wer sie gibt und wer sie empfängt.

Da viele Dreier, die in der Öffentlichkeit beschrieben werden, sogenannte MFF-Dreier sind, fühlen sich Frauen eher genötigt, dafür zu sorgen, dass „alle Beteiligten daran Spaß haben“. Was im Klartext heißt, sich auch um die „zweite Frau“ zu bemühen, wenn sie darin schon etwas Erfahrung haben.

Also: keine Angst davor, dass „Triolen“ auch gleichgeschlechtliche Komponenten enthalten. In der Realität gibt es darüber zumeist Absprachen, während es in erotischen Romanen meist Impulse sind, die eine gleichgeschlechtliche Aktivität einleiten.

(1) Ich erinnere mich nicht mehr, wo dieses Zitat (in französischer Sprache) stand.
Bild: Groschenroman (Titel) ohne Datum

Über das Spiel mit der Lust und die Lust an der Lust

Seide ist immer eine Alternative ...
Geht es dir auch so? Wenn du an wirklich sinnliche, ja vielleicht frivole Dessous denkst, dann denkst du auch daran: „Oh je, hoffentlich muss ich die nicht zu lange tragen …“

Meistens tragen wir die frivolen Teilchen ja, um unsere Lover so richtig scharf zu machen, nicht wahr? Dreiteilig, mindestens der BH mit Spitze und Strickerei, dazu Strapse und (erröte ruhig, du tust es ja doch) mit einem „schrittoffenen“ Höschen.

Sexy Klamotten in der Bahnhofstoilette wechseln?

Mir schrieb einmal eine Frau, sie würde in ganz gewöhnlichen Klamotten zu ihrem Lover fahren, und sich erst auf der Bahnhofstoilette umziehen. Und meine Kosmetikerin hat mir erzählt, wie sie eine schöne junge Frau noch am späten Abend anmeldete, um sich ihre Schamhaare entfernen zu lassen … ja, er kenne sie nur so, und er wolle sie nur so sehen.

Dem Lover eine Show bieten?

Alles nur Show, um dem Lover zu gefallen? Manchmal ja, manchmal nein. Es gibt eben diese Momente, in denen du dich verkleiden willst. Die Assistentin vom Vertriebsleiter oder meinetwegen die Wurstverkäuferin and er Supermarkttheke zu sein ist dir nicht genug. Wolltet du nie ein Vamp sein, eine Femme fatale oder wie so etwas sonst heißt? Hast du nie probiert, einen Mann zu verführen, der als „Unverführbar“ galt? Und hast du dazu nicht wirklich „alles“ gegeben?

Gelesen habe ich dies … es geht wohl um Dates:

Sollte man einen Menschen erst näher kennenlernen und zumindest ein bisschen an sich binden, bevor man ihm die Gammellook-Version seiner Selbst zeigt? Oder sollte man frühzeitig klarstellen, was Sache ist und jegliche ungeschminkte Wahrheit zeigen?


Na ja, also die Lust ist ja auch ein bisschen ein Spiel, und das nicht nur, wenn du Dates hast. Und wer würde nicht gerne ein bisschen „Verführerin“ spielen? Und geht's wirklich immer darum, sich zu „binden“?

Kommen wir mal zurück zu den Klamotten und dem Spiel mit der Lust.

Wenn du wirklich keine Kratzklamotten und keine nuttigen Sachen tragen magst, dann kauf dir ein schwarzes, weißes oder rotes Seidennachthemd – ruhig auch mit Spitzen und so. Da hat dein Lover was zum Sehen, zum Ahnen und zum Anfassen. Und … du musst es nicht einmal ausziehen.

Ich muss euch noch mal was sagen: Normalerweise weißt doch jede Frau, wann ein Mann ein Lover ist und wann „Beziehungsmaterial“, oder? Und wenn du deinen Lover triffst, dann mach es ihm so schön wie möglich.

Bild: © 2010 by figleaves.
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Wie kann man die Sinne schärfen und die Lust erhöhen?

Einfaches Arrangement: Schal und Warenhaus-Handschellen
Der Mensch verfügt über mindestens fünf Sinneseindrücke, die für unseren Alltag unerlässlich sind. Sobald wir die Wichtigsten davon willentlich stilllegen lassen, schärfen sich die übrigen. Um einen starken Lustgewinn zu erreichen, wird im Allgemeinen geraten, alle Sinne auf Berührungen zu reduzieren. Die Kombination aus Unsicherheit, Furcht und Genuss bietet ein Spielfeld für alle Menschen, die mehr Lust oder erregendere Lust empfinden möchten. In den weitaus meisten Fällen werden „Hören“ und „Sehen“ blockiert, um die Empfindlichkeit der Haut heraufzusetzen.

Augen und Ohren und Bewegungshemmungen

Augen – sobald die Augen verbunden werden, versuchen wir, das Gehör zu schärfen – und zugleich werden die Berührungsreize stärker empfunden. Klar, dass diese Methode ausgesprochen beliebt ist – sogar bei Paaren, die ausgesprochenen Blümchensex praktizieren.

Ohren – ein Mensch, der nichts hört und nichts sieht, ist am sensibelsten für alle Berührungsreize. Nur die Ohren zu verstopfen ist dann angebracht, wenn jemand nicht hören soll, was auf ihn zukommt oder wer sich außerhalb seines Sehfelds im Raum befindet.

Nase – das Riechen ist bei den meisten Menschen nicht sonderlich ausgeprägt. Deshalb lohnt sich kaum, den Geruchssinn zu blockieren.

Zu alldem kommt noch das Grundbedürfnis, jemandem ausweichen zu können, sich also einer möglichen Berührung zu entziehen. Im Spiel mit der Lust soll genau das oft verhindert werden. Dazu werden sanfte bis harte Fesselung benutzt – je nach dem Sinn und Ziel des erotischen Spiels.

Von super sanft bis extrem hart

Wenn wir da alles zu einem Paket schnüren und allerlei Möglichkeiten finden, den Partner lustvoll zu berühren, sei es mit der nackten oder behandschuhten Hand, dann haben wir die Grundlagen. Nun können wir ihn auch mit anderen Körperteilen (Lippen, Brüsten, Füßen) berühren, ihn mit Stoffen (Seide, Federn oder auch Sisal) überstreichen oder Gegenstände auf seine Haut einwirken lassen, zum Beispiel einen Teppichklopfer. Das alles ist anhängig davon, wer mit wem was spielen möchte, und die Grundzüge dieser Spiele müssen unbedingt vorher vereinbart werden.

Ihr könnt unschwer erkennen, dass hier unglaublich sanfte Spiele (Augenbinden, Federn, Seidenstoffe, Schals als Bewegungshemmer) verwirklicht werden können wie auch Spiele härterer Gangart (Masken, Eis und Wachs, Flogger und Handschellen).

Sicherheit zuerst

Jedes der Spiele muss sofort und ohne Widerspruch unterbrochen werden können – dafür gibt es Sicherheitswörter. Und im Moment der Gefahr sollten sich eventuelle verwendete Fesselungen sofort lösen lassen –ungefähr so schnell, wie man einen Hund von der Leine lassen kann.

Sex - die Frage nach dem „P“ im „V“

Das "P" im "V"
Meine Leserinnen werden mittlerweile wissen, was „PiV“ bedeutet. Ja, es ist die Frage, ob und wie du „penetrativen Sex“ siehst, praktizierst und genießt. Ich hoff wirklich nicht, dass jemand sagt: „Aber nur das ist doch wirklicher, echter Sex.“

Die nächste Frage ist dann immer (und sie ist nun wirklich schrecklich): „Und wie soll er sein?“

Es ist wirklich besser, wenn niemand fragt und du nie antworten musst, oder?

Na schön. Ich versuche mal, Sinn in die Frage zu bringen, und ich beziehe mich mal auf eine sehr erfahrene Frau, die dies sagte:

Nicht alle meine Sexualpartner hatten Penisse, und trotz der Abwesenheit eines Penis kann ich immer noch wirklich erfüllende und ausgefallene sexuelle Erlebnisse haben. Und sollte ein Penis verfügbar sein, ist seine Anwesenheit nicht so relevant wie die Frage, ob er ein erfahrener und leidenschaftlicher Liebhaber ist.


Sollte ich mich nun erstmal an die Männer wenden, die Stolz auf ihre Stückchen sind oder eben auch besorgt um sie?

Ich könnet ja nun sagen: Jungs, ihr habt zwei Hände mit je 10 Fingern, hübsche Lippen und eine Zunge, das dürfte fürs Erste reichen, oder? Oh, da trete ich ins Fettnäpfchen. Denn erstens glauben die Männer, unter solchen Bedingungen dürften sie das Erlebnis der „warmen Umschlingung“ der Vagina nicht genießen, und zweites kämen sie dann ja gar nicht zum „Entleeren“.

Aber da ist noch was.

Bedauerlicherweise bestehen ja viele Frauen auf die P-Sache, auch wenn sie es eigentlich gar nicht so richtig mögen. Nur – all diese Alternativen – die ängstigen sie ganz fürchterlich. Also, konkret: Immer wenn das „P“ nicht im „V“ landet, dann ist es kein „echter Sex“. Oder er ist „schmutzig“.

Wow! Wer hätte das gedacht. Alles ist möglich, und vieles von dem, was möglich ist, ist sogar viel intensiver als das, was Mister „P“ und Miss „V“ vorher gekannt haben. Aber sie versuchen es erst gar nicht.

Oh, oh … was mag der Grund sein, dass sich Männer ständig fragen, wie sie größere Kaliber bekommen, und Frauen sich „eigentlich“ gar nicht so sehr dafür interessieren. Und warum glauben fast alle Frauen, dass Männer unbedingt „PiV“ wollen? Oder: Warum geben sie ausgerechnet das so bereitwillig, wenn sie doch im Grunde nicht viel davon haben?

„Besser, du fragst so etwas nie“, hat mir mal ein Mann gesagt, „du kriegst nie eine ehrliche Antwort.“ Aber warum sollten wir nicht fragen? Können wir nicht zugeben, dass da ein Problem besteht? Oder ist es gar keines? Was meint ihr dazu?

Mädchenhaftigkeit und Wohlanstand - fragwürdige Voraussetzungen für die Partnersuche

Mädchenträume - Darstellung von ca. 1910
Ich habe vor einiger Zeit meine Aktivitäten im Online-Dating-Bereich erheblich eingeschränkt. Vor etwa 10 Jahren galt ich noch als wegweisender Experte für das Online-Dating. Dann allerdings habe ich zu vielen Menschen auf den Schlips und noch mehr auf den Rockzipfel getreten. Das liegt nur an einem Umstand: Während andere mit sinnlosen Verhaltensregeln und Tipps um sich warfen, trösteten und beschönigten, sagte ich die Wahrheit: Wenn du keinen Partner findest, dann liegt es an dir – nur an dir. Also arbeite daran, dass sich dies ändert.

Dating-Tipps kann jeder Idiot abschreiben

Ein Großteil der irreführenden und sinnlosen Tipps wird über Frauenzeitschriften und sogenannte „Beratungsliteratur“, („How to …“) verbreitet. Man muss keine eigenen Erfahrungen haben und keinen Recherchen anstellen, um solche „Tipps“ zu veröffentlichen. Ja, man muss sich nicht einmal etwas dabei denken. Es reicht völlig, sie aus einer der vielen fragwürdigen Quellen abzukupfern.

Partnersuche: Es geht um Sexualität und noch etwas anderes

Ja, ich behaupte sogar: Die Autorinnen und Autoren verschweigen, worum es eigentlich geht: Um das Bedürfnis, sich fortzupflanzen. Und wenn nicht darum, dann eben darum, seine Lüste mit jemandem ausleben zu können. „Dating“ ist also keine Kulthandlung, sondern der Ausdruck des animalischen Bedürfnisses nach Nähe oder nach einer gemeinsamen Höhle, in die man sich gemeinsame verkriechen kann. Das Ziel besteht also immer in „Sex und noch etwas Anderem“, und das „Andere“ ist so vielfältig, wie es suchende Singles gibt.

Begegnungen: es geht nicht darum, die Prinzessin zu spielen

Vor allem Frauen glauben immer noch, „Dating“ sei eine Art Gesellschaftsspiel, in dem es „Anstandsregeln“ einzuhalten gilt. Und sehr viele Frauen glauben, sich dabei in die Rolle einer Prinzessin zu befinden, in der sie Männer beliebig antanzen lassen können, um sie zu bewerten.

Morallos: Auf keinen Fall geht es darum, seinen Liebreiz zu verhökern

Schönheit, Liebreiz, Charme und sexuelle Künste lassen sich natürlich in die Partnersuche einbringen, aber sie sind nicht als Lockmittel. Dennoch versuchen etliche Frauen, ihre Attribute meistbietenden an den Mann zu bringen – nicht gegen Geld, verstehst sich. Sondern gegen Macht, Ansehen und Einkommenssicherheit. Merkwürdigerweise sehen wenige dieser Frauen darin etwas Verachtenswertes, sondern fühlen sich weiterhin als moralisch integre Menschen, wenn sie so handlen.

Das dümmliche Spiel mit der Mädchenhaftigkeit

Bemerkenswert oft spielen Frauen „mädchenhaft sein“, das heißt, sie handeln so, als ginge es bei der Begegnung darum, wie sie sich „gibt“, wie zurückhaltend sie ist, oder wie hübsch sie Konversation machen kann. Der Mann wird nach seinem „höflichen“ Verhalten beurteilt, und vorsichtig werden seine sozialen und finanziellen Ressourcen abgefragt. Das „Was-wäre-wenn-Prinzip“ wird dabei pervertiert: Diese „Mädchen“ versuchen, im ersten Gespräch herauszufinden, wie es wäre, wenn sie den Mann heiraten würden – viel zu früh. Und diese „Mädchen“ sind Frauen des 21. Jahrhunderts, die sich gelegentlich gar als emanzipiert und selbstbewusst definieren. Ich sag es mal absolut unverblümt: Eine erwachsen Frau, die dem Mann beim Date den Charakter eines historischen bürgerlichen „Backfisches“ vorspielt, ist nicht tragbar – ebenso wenig, als wenn sie die Rolle der Prinzessin einnimmt.

Dates sind Begegnungen - und nichts mehr

Reden wir Tacheles: Sogenannte „Dates“ sind Begegnungen, aus denen jeder Beteiligte den maximalen Nutzen ziehen möchte: Die Anfängerinnen orientieren sich über den Markt, die Erfahrenen genießen die Unterhaltung und treffen dabei ihre Entscheidungen. Genießerinnen suchen sich die geeignetsten Herren für ein erotisch erfülltes Wochenende, und Begierige nehmen sich, was geboten wird. Und die Klugen halten früher oder später denjenigen fest, der ein passabler Ehepartner werden könnte. Aber halt …

Treffen, um einen Partner zu finden: Je festgelegter, umso aussichtsloser

Da wären nun noch diejenigen, die sich absolut auf eine bestimmte Art von Begegnungen festgelegt haben. Und das heißt: Hohe Erwartungen mit dem Endziel einer festen, dauerhaften Beziehung – und sie denken: „Wenn das nicht geht, dann geht gar nichts.“

Die brutale Wahrheit

Solltest du dazugehören, dann lies bitte einmal diesen kurzen, zitierten Tipp:

Fieberst du schon seit Tagen auf dieses Treffen hin … oder malst du dir aus, wie ihr in diese gigantische Altbauwohnung zieht? Hör auf damit. Anderenfalls gibt es nur zwei Möglichkeiten: Erstens, du siehst beim Date selbst alles Mögliche, nur nicht dein Gegenüber, oder zweitens, du bist enttäuscht, weil etwas anders ist, als du es dir vorgestellt hast. Auf Erstens folgt übrigens auch Zweitens. Es gibt kein Entrinnen, Baby.


Das ist die brutale Wahrheit. Und was deine „bürgerlichen Tugenden“ und andere Phänomene betrifft – es gibt noch 19 andere Tipps, die alle sinnvoll sind. Die Tipps von 12 bis 14 drehen sich im Übrigen um ein Thema, das fast überall verschwiegen wird: um die Frage, wie du es mit dem Sex hältst. Die Antworten sind brutal einfach … aber die solltest du vielleicht im Original lesen.

Dominanz und die Domina - was steckt dahinter?

Kein Zweifel - die Haltung wirkt dominant
Dominanz und die Domina - was steckt dahinter? Wenn euch Illusionen interessieren, lest woanders nach. Hier beschäftigen wir uns in erster Linie damit, was "Dominanz" wirklich bedeutet.

Das Wort „Dominanz“ wird gegenwärtig eher abfällig als anerkennend benutzt. Wie unterbelichtet die Lexika dabei vorgehen, kann man in Wikipedia nachlesen (1):

In der Psychologie spricht man von Dominanzverhalten, wenn ein Individuum das Verhalten eines oder mehrerer anderer Individuen beherrschen bzw. kontrollieren möchte.


Anderorts wird sogar behauptet, Dominanz sei

das Durchsetzungsvermögen gegenüber Schwächeren.


Zuvor hatte man neutralere Formulierungen gefunden: Dominanz, so lesen wir in einem älteren Psychologielexikon (2), können durchaus mehrdimensional (3) sein, und sie können „charismatisch“ oder „bürokratisch“ bestimmt sein. Ältere Lexika kennen das Wort gar nicht. (4) Die übliche Übersetzung ins Deutsche lautet „Vorherrschaft „Überlegenheit“ oder – abgemildert – die „führenden Rolle“.

Dominanz als Negativverhalten

Im Grunde können wir sagen: Dominanz wird von neueren Lexikon-Autoren nahezu immer negativ belegt – es ist zu vermuten, dass dies aus ideologischen Gründen geschieht, denn in unserem täglichen Leben begegnen wir durchaus der natürlichen Dominanz.

Lexika: Oftmals Bullshit mit großer Verbreitung

Wir müssen also die Lexika korrigieren, bevor wir fortfahren. Dominanz ist ein Verhalten, das vielen Lebewesen, besonders aber den Säugetieren, eigen ist. Der Mensch hat dieselben Anlagen behalten, wenngleich die Auswirkungen der Dominanz durch soziale und kulturelle Einflüsse vermindert werden.

Natürliche Dominanz

Das ändert jedoch nichts an der Veranlagung, Dominanz auszustrahlen und die Kräfte, die davon ausgehen, auch zu nutzen. Nach allgemeiner Auffassung über menschliche Eigenschaften gibt es einige, die vererbt sind und die durch die Erziehung und den sozialen Umgang miteinander verstärkt oder abgemildert werden können. Dabei zeigt sich bei der natürlichen Dominanz: Sie wirkt sehr natürlich und strahlt nahezu wie von selbst auf andere aus - und verstärkt sich immer dann, wenn andere sich der Dominanz fügen. Die dominant wirkende Person kann wenig „dafür“ und so gut wie gar nichts dagegen tun, dass sie so wirkt, und weder die/der Dominante noch die anderen nehmen daran Schaden.

Dominanz erlernen oder „dominantes Verhalten annehmen?“

Das Internet ist – wie immer – voll von Klugscheißern. Sie behaupten, man könne Dominanz lernen und sie lehren dies teilweise selbst. Streng genommen ist das, was sie lehren, eine Verhaltensänderung. „Natürliche Dominanz“ ist aber kein Verhalten, sondern eine Eigenschaft, was letztlich heißt, sie lehren ihre Schüler, so zu handeln wie jemand, der seine natürliche Dominanz einsetzt.

Nehmen wir einen Schauspieler im Theater: Er kann drei Stunden eine dominante Person spielen, ohne sie zu sein. Zuvor und hernach ist er wieder er selbst, und er weiß, dass die Figur, die er dargestellt hat, nicht er selbst ist.

Frauen sind nicht weniger dominant als Männer

Ein leider immer noch weitverbreiteter Irrtum sagt aus, Männer seien von Natur aus dominant, Frauen aber unterwürfig. Dies ist ein kultureller Irrtum, der aus einem jahrtausendelang eingeübten und immer wieder weitergegebenen Rollenverhalten erwächst. Die Wahrheit ist: Frauen üben auf andere Art Macht aus als Männer, und manche Frauen gelten dabei als „dominant“. Das heißt nun wieder, dass die dominanten Frauen andere Frauen und eben auch Männer finden, die sich ihnen gerne unterwerfen, sich von ihnen führen und verführen lassen oder ihre „Fans“ werden.

Willkürliche Dominanz als Rolle

Worin sich willkürlich ausgeübte Dominanz zeigt? Die meisten Menschen werden mit kunstvoll inszenierter Dominanz bestenfalls einmal bei einer Verkehrskontrolle konfrontiert. Wir gehen davon aus, dass die Menschen, die dahinterstehen, nicht wirklich in dem unmissverständlichen Ton sprechen, den sie uns gegenüber an den Tag legen und nicht immer die etwas gekünstelte Haltung dabei einnehmen.

Die Rolle der gewerbsmäßigen „Domina“

Das machtvolle Auftreten, die unmissverständliche Sprache und die Konsequenz des Handelns werden also von von uns als „Dominanz“ empfunden. Und nun kommen wir in die Nähe der „Domiae“, auch Dominas, Dominatricen. Peitschenladys und recht abfällig „Stiefelhuren“ genannt.

Die meisten von ihnen machen einen Job, der zwar nicht wie jeder andere ist, aber auch keinen speziellen „Lifestyle“ voraussetzt. Sie gewinnen ihre Dominanz aus ähnlichen Verhaltenselementen, die auch eine Polizistin erlernt. Durch ihre körperliche Erscheinung, ihr Verhalten, ihre Sprache und ihre Kleidung, gelegentlich auch durch die Umgebung des „Dungeons“, in dem sie arbeiten.

Es gibt so viele Varianten zum Thema „Domina sein“, wie es Wünsche an diese Frauen gibt. Ihr Beruf ist mindestens leidlich einträglich, und er wird immer häufiger von „Seiteneinsteigerinnen“ in Teilzeit ausgeübt, die nicht aus dem Rotlichtmilieu stammen. Die „Konkurrenz“, so hört man häufig, sei dadurch größer geworden, und die Preise für die „Behandlung“ würden fallen.

Wie überall in den Bereichen erotischer Dienstleistungen wird in der Branche mit Illusionen und Übertreibungen gearbeitet. Man fühlt sich an Zirkusankündigungen oder die „Parade“ vor Jahrmarktsschaubuden erinnert. It’s only a Paper Moon …“

Quellen: (1) Wikipedia. Die Aussage, dass jemand "herrschen oder kontrollieren möchte" ist die reine Ideologie.
(2) "Psychologie" Frankfurt 1957.
(3) bedeutet, das Dominanz nicht unbedingt nur von A auf B, C und D wirkt, sondern, dass beispielsweise C auf anderen Gebieten auch Dominant auf A, B oder D wirken kann.
(4) Meyers und Brockhaus bis ca. 1870.
Weitere Quellen: gelesen wurden Bücher von Frauen, die die als "Domina" tätig waren sowie weitgehend authentische Berichte über die Hintergründe. Außerdem wurden gut 300 Fotos analysiert.
Bild: Anonyme Buchillustration

Dating, wenn du besondere Wünsche hast …

Komm ... aber wohin will sie dich führen?
Also, das sage ich dir gleich: echt „abweichende Interessen“ beim Dating sind schwer zu verwirklichen. Wenn du damit direkt an den Markt gehst, ziehst du Neugierige, echt Perverse und Dummbacken an. Das Blöde ist ja, dass du entweder auf Seiten gehen kannst, auf denen nur Lust gesucht wird, aber bloß keine Beziehung oder auf Seiten, wo eine Beziehung gesucht wird – aber nicht mit „solchen“ Lüsten. Ja, da geht vielleicht ein bisschen „Blümchensex Plus“ aber das reicht ja manchem nicht, oder?

Einschlägige Seiten - Nischenseiten oder gewöhnliche Singlebörsen?

Ich geb ja nie Empfehlungen, aber die Leute, die sich auf „einschlägigen Seiten“ tummeln, sind oft nicht die, auf die du bauen willst. Also wird deine Welt vielleicht doch so eine ganz gewöhnliche Single-Börse sein. Da geht natürlich auch was, weil manche Singles den Blümchen-Sex satthaben.

Das Foto kann Verborgenes zeigen

Meine Freundin Gritt behauptet immer, „ich bin ein wirklich braves Mädchen“ wäre schon ganz gut, weil dann jeder glaubt, dass du nicht ganz so brav bist. Ein Lederhalsband macht sich auch immer gut, oder eine locker am Handgelenk hängende Handfessel. Nimm eine, die aussieht wie ein Schmuckstück. Leder macht sich sowieso immer gut – der Enthusiast erkennt, was du bist und wie du bist, und die anderen denken einfach, du hast einen besonderen Modegeschmack. Und natürlich Korsetts – egal, ob du Sub oder dominant bist – es ist für alle ein Hingucker.

Soft-SM - was soll denn das heißen?

In letzter Zeit liest man ja oft „Soft-SM ist OK“ – und das kann heißen: „Bitte nicht zu soft“ oder „ich weiß zwar nicht´, wovon ich rede, aber ich hab‘ davon gehört.“ Schreib lieber: „eine herausfordernde Beziehung“, dann klingelt beim anderen, dass du ihn hart rannehmen willst – oder er dich hart rannehmen soll. Ich weiß, das Wort „rannehmen“ klingt blöd, aber mir fiel kein besseres ein.

Medien erwähnen , in denen deine Neigung vorkommt

Bücher und Filme zu erwähnen sind auch OK – das gibt es sogar ein paar Mainstream-Filme, die du erwähnen kannst. („Secretary“ vielleicht oder sogar noch „9½ Wochen?). Bei Büchern nimm auf keinen Fall die SoG – das ist Kleckerkram für lüsterne Muttis. Nimm einen Roman, der wirklich unter die Haut geht, und dessen Inhalt man bei Buchhändlern (online oder im Geschäft) anlesen kann.

Nicht zu offen sein

Wenn du etwas schreibst, das jeder versteht, kann dich auch jeder angreifen – und unter den „Vanille-Leuten“ (Blümchensexliebhabern) gibt es genügend Idioten, die das tun werden. Wenn du also schreibst: „Ich bin verrückt danach, dass du mir die Flötentöne beibringst“, oder „ich will dich zu meinen Füßen sehen, elendiger Wurm“ dann ist das einfach zu klar ausgerückt. Außerdem lockt es echt Leute an, die nicht alle Tassen im Schrank haben.

Na gut … oder doch nicht? Ich bin ja mal echt gespannt, wie ihr eure Partner findet, wenn ihr ein bisschen mehr wollt als ein kuscheliges Ehebett. Beim Online-Dating? In Chats? In Klubs oder Bars? Oder sprecht ihr einfach einen Mann an (oder eine Frau, natürlich), ob sie an „etwas Besonderem“ interessiert ist?


Können Frauen die männliche Rolle lustvoll spielen?

Mit Humor wechseln sich die Rollen leichter ...
Können Frauen die männliche Rolle lustvoll spielen? Oder können Männer sinnlich und lustvoll mit der weiblichen Rolle umgehen? Dieser Artikel handelt davon, ob Frauen und Männer so rollenflexibel sein sollte, auch in der Sexualität die zugeschriebene Rolle des anderen Geschlechts annehmen zu können – zumindest im Verhalten.

Die sozialen Geschlechterrollen, also die Rollen, die wir persönlich erlernt und weiterentwickelt haben, werden oftmals als „natürlich“ bezeichnet, und daraus wird abgeleitet, dass sie zu den „ewigen“ Werten gehört.

Die Natur hat allerdings eigene Gesetze, die nicht mit den Geschlechterrollen der Gesellschaft übereinstimmen müssen. Ja, im Grunde genommen haben die Gesetze der Natur mit den Gesetzen der Gesellschaft gar nicht zu tun.

Mehrdeutigkeit beim modernen Menschen

Unser Hauptproblem heute ist die Redundanz, also die Mehrdeutigkeit. Das Geschlechterverhalten war im 19. Jahrhundert stark reguliert, und dieser Zustand wirkte bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts hinein. Aus diesem Grund haben wir (eher kulturell als sozial) zwei Prinzipien: die traditionellen Frauen- und Männerrollen in Geist und Emotionen, aber nicht mehr unbedingt in Persönlichkeit und Verhalten. Und eine neue Rolle in Verhalten und Bewusstsein, die wir teils mit der althergebrachten Rolle paaren und teils für unvereinbar halten.

Die Kontroverse aus wissenschaftlicher Sicht

In einem wissenschaftlichen Beitrag wird diese Kontroverse so beschrieben (aus der Sicht des Mannes):

Da Männer im Glauben erzogen werden, Frauen seien sozial und sexuell passiv, verwirrt es sie unter Umständen erheblich, auf eine Frau zu treffen, die aktiv ist und zum Beispiel beim Geschlechtsverkehr die Initiative ergreift. Angesichts so „unfemininen" Verhaltens kann ein Mann dann versucht sein, die Weiblichkeit einer Frau anzuzweifeln. Wenn diese Zweifel angesichts offensichtlicher Beweise nicht aufrechterhalten werden können, beginnt er möglicherweise, an seiner Männlichkeit zu zweifeln.


Der tägliche Geschlechterwahn bei der Partnersuche

Diesen Widerspruch, ja, dieses Paradoxon, erleben Frauen und Männer jeden Tag: Gefordert wird der sanfte, sinnliche Macho, den es nicht gibt, während der typische „Macho“ oder der typische „Softie“ gemieden wird. Bei den Frauen wird, die selbstbewusste, sinnlich begabte, sanfte Familienfrau bevorzugt, die es in der Kombination auch selten gibt.

Viele Autoren haben sich ernsthaft Gedanken gemacht, wie wir aus diesem Schlamassel jemals herauskommen wollen – zumal, wenn interessierte Kreise den Konflikt noch verschärfen.

Die Rolle der Geschlechter im Alltag ist heute kaum noch veränderbar: Frauen und Männer leben autonom, gleichberechtigt und selbstverantwortlich. Die Rolle, die wir in unserer natürlichen Begierde, also der Partnerwahl, bei der Suche nach Lust und Sex spielen, ist hingegen deutlich an die alten Gesetzte gekoppelt.

Auf diese Weise ist die Frau, die unabhängig und selbstbewusst Männer kennenlernt, mit ihnen schläft oder auch nicht und auch sonst tut, was sie will, den Männern „irgendwie verdächtig“. Und der Mann, der sich finden lassen will, der verführt werden will und der letztlich die Abhängigkeit durchaus als genussvoll empfindet, ist in gleicher Weise den Frauen verdächtig.

Könnten Autorinnen "erotische Wege hinaus" weisen?

Soweit die gesellschaftlichen und sozialen Fragen. Der Wandel, der daraus entsteht, ist noch nicht einmal genügend von den angeblich „seriösen“ Autorinnen behandelt worden. Und wenn wir auf eine sinnliche, erotische oder sexuelle Ebene kommen?

Was, wenn Frauen nicht nur das Eheleben und die Rollenverteilung bestimmen wollen, sondern auch die sexuellen Rituale und Rollenspiele? Dann wären Frauen in der Rolle des Yang, also in der aggressiven, fordernden und dominanten Rolle. Sie würde alles tun, um den Mann zu zwingen, sie in der von ihr gewünschten Weise zu behandeln. Und das würde auch bedeuten: Sie sexuell so zu befriedigen, wie sie es wünscht – und falls nicht, sich einen anderen Partner zu suchen. Zugleich würde der Mann in die Rolle des Yin fallen, was bedeuten würde, passiv und unterwürfig zu handeln und das an Befriedigung zu akzeptieren, was ihm die Frau anbietet.

Das Thema ist in der erotischen Literatur nicht neu. Die emotionale Geschlechterumkehr, die Geschlechterverwirrung und dergleichen sind schon beschreiben worden – aber stets als erotische Märchen.

Doch warum greifen wir nicht einfach die „neue Realität“ auf? Und warum schreiben unsere Autorinnen nicht über ein Thema, das wirklich sehr populär ist: täglich neu (auch mit sich selbst) auszumachen, wer wann und wie welche Rolle spielt.

Wie wäre es, das Thema sinnvoll anzugehen?

Die Wissenschaft behauptet ja mehr oder weniger, wir würden uns über unser Geschlecht definieren, und hätten wir die Identifikation gefunden und verfestigt, so seien keine Modifikationen mehr möglich. Mag ja sein, aber das heißt nicht, dass es uns dadurch verboten ist, andere Verhaltensweisen auszuprobieren.

All dies wird tatsächlich schon dann und wann praktiziert – aber darüber geschrieben wird selten. Und wenn, dann sicher nicht in lustvollen, anregenden Abhandlungen.

Ja – und was meint ihr zum Thema? Ich hoffe, ihr seid nicht sprachlos.

Bild: Extrakt des Titels eines Groschenhefts