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Hintergrund-Wissen – das Geheimnis des erotischen Straf-Rituals

Lustvolle Gaffer sehen dem Ritual einer Züchtigung zu
Warum lassen sich Menschen schlagen? Warum wünschen sie sich, dass der Rohrstock, die Peitsche oder der Teppichklopfer zischend auf ihr nacktes Gesäß niedergeht? Erwartet bitte keine psychologischen Erklärungen oder andere wissenschaftliche Beweise. Ich gehe mit euch ins Theater des Lebens – zunächst in die Vergangenheit.

Ohne Psychologie – das Theater der rituellen Strafen

Ich will das Problem heute einmal nicht „psychologisch“ angehen, wie es so viele andere tun, sondern von der „Aufführung des Ereignisses“ angehen. Dazu muss man wissen, dass in den „alten Zeiten“, in denen körperliche Züchtigungen noch sehr populär waren, theatralische Rituale um die eigentliche Züchtigung herum aufgebaut wurden.

Das erniedrigende, aber erregende Theater der Züchtigungen

Nahezu die gesamte Literatur, besonders aber die britische, legt den allergrößten Wert darauf, das komplette Schauspiel wie eine Theateraufführung zu beschreiben. Sie beginnt damit, dass der Delinquent eine Art Bühne betritt, sich dann schamhaft vor Publikum zu entblößen hat, bevor er in eine erniedrigende und oft noch schamvollere Position gebracht wird. Sodann werden die Schläge vollzogen, jeder einzeln auf das nackte Gesäß, mal auf die rechte, dann wieder auf die linke Popbacke. Mal sind es vier Augen, die das Schauspiel begierig verfolgen, mal sind es ein Dutzend Augen und mal sind es aller Augen, die in einer Aula begierig und lüstern auf die Bühne schauen.

Das Ende der öffentlichen, schamvollen Züchtigungen

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Rituale mit immer mehr Argwohn betrachtet. Es war nicht die „gerechte Strafe“, die in zweifelgezogen wurde, sondern das Ritual, das „drum herum“ stattfand. Zur 1900ter Jahrhundertwende sollten junge Frauen wie auch junge Männer vor allem zu „gesunden jungen Menschen“ erzogen werden, die durch die Strafen nicht zu perversen Gedanken verführt werden sollten. Schon zuvor hatte man sich darauf geeinigt, junge Frauen auf keinen Fall mit nacktem Gesäß vor Publikum zu züchtigen.

Das bedeutet nicht, dass die Strafen an sich wegfielen – nun aber geschehen die körperlichen Züchtigungen mehr und mehr in der Abgeschiedenheit verschlossener Räume.

Nachdem das „Theatralische“ oder die „Inszenierung“ wegfiel, wurde das Lust steigernde Sinnestheater auf „Privatbühnen“ verbannt, und zudem geriert es in die Literatur, wo es jeder nachempfinden konnte, der lesen gelernt hatte. Das galt für die aktiven Liebhaber solcher Rituale wie auch für die Passiven. Wie bekannt, standen dem englischen Gentleman, der rituell gezüchtigt werden wollte, damals auch ausreichen Bordelle zur Verfügung, die eigens zu diesem Zweck mit entsprechend kräftigen Damen und den notwendigen Geräten und Dekorationen ausgestattet waren.

Die Gegenwart – Realität und Literatur

Es mag Momente der Schmerzlust geben, in denen sich deren Liebhaber allein dem Schreien, dem Weinen, dem Sabbern und dem Schmerz als solchem hingeben möchten. Doch berichten nahezu alle Quellen der Gegenwart, dass rituelle Handlungen, Beschämungen und raffinierte Rollenspiele nach wie vor das Salz der Lust ist, dass den Wunden des Körpers und der Seele die rechte Würze gibt.

Fantasievolle Kreativität ist der Schlüssel zur Inszenierung von Körperstrafen aller Art, gleich, ob sie real oder in Worten und Sätzen vollzogen werden.

Und nun – schreibt etwas. Dieses Blog hat euch die Informationen geliefert, die ihr benötigt.

Bild: Nach einer Zeichnung, die Helga Bode (Pseudonym, richtiger Name unbekannt) zugeschrieben wurde.Über sie (wenn sie eine Frau war, was ebenfalls unsicher ist) gibt es es keine zuverlässige Informationen, jedoch sollen die Zeichnungen aus der Zeit der Weimarer Republik stammen.

Sex-Blogging in der Krise – was mag der Grund sein?

Anders zu sein als die anderen, nicht dem Mainstream zu folgen, sich selbst in ungewöhnlicher Art zu verwirklichen? Das alles ist legitim und sogar wünschenswerte in einer Gesellschaftsordnung, die Promi-Kaspern und Promi-Greteln nachläuft. Wer mit seinem "Anderssein" Erfolg hat, wird kaum um Anerkennung ringen müssen – persönlicher Erfolg, zumal wenn er mit finanziellem Erfolg einhergeht, ist ein begehrtes Ziel.

Ich lese seit Jahren Blogs von Sex-Bloggern und (weil es davon viel mehr gibt) Sex-Bloggerinnen. Ein Teil von ihnen sah (und sieht) die Sache „cool“ – sie haben einen Job, der sie nährt, sei er nun „kinky“ oder „vanilla“. Sie kalkulieren in Pfund Sterling, US-Dollars und gelegentlich in Euros. Und das, was sie schreiben, hat immer „irgendwie“ mit dem „Business“ zu tun, das sie betreiben.

Ich kann auch goutieren, wenn diese Frauen über komplizierte Widersprüche schreiben. Denn Sexarbeiterin zu sein, sich als Sexbloggerin mit wechselndem Geschlechtsverkehr zu offenbaren oder auch nur Erotik zu verfassen ist oft ein Widerspruch zum Alltag.

Allerdings – und da scheiden sich die Geister – finde ich deprimierend, wenn jemand ständig über sich sagt: „Ich bin eigentlich innerlich zerrissen und das, was ich tue, macht mich krank“ – und dennoch alles so weitermacht wie bisher.

Soziale Netzwerke als Blog-Totengräber?

Die Abkehr von Sex-Blogs hat viele Gründe: soziale Netzwerke, angeblich „Nachrichtendienste“, Selbstdarstellerportale und vieles mehr. Und diejenigen, die bleiben, „schwimmen im eigenen Saft“. Der Grund ist ebenso logisch wie eingängig: Keine Person ist auf Dauer so interessant, dass es Wesentliches von ihr zu berichten gäbe.

Nein – hier finden Sie keinen Beitrag von irgendwelchen „Frauen von nebenan“, die als Nebenjob getragene Höschen verkaufen. Hier werden keine „Toys“ getestet und keine Fotos aus dem Badezimmer gepostet. Hier sagt niemand, wen er gestern gevögelt hat und wie er/sie war.

Dafür gibt es Vielfalt, manchmal Lust und möglichst keinen Kommerz, wenn sich‘s vermeiden lässt.

Keine Ahnung, wie lange sich dieses Blog noch „hält“. Ich hoffe, dass ich immer Meinungen, Tatsachen und Kuriositäten finde, die euch interessieren könnten.

Die Sache mit dem schmutzigen Sex

Ich sag mal, was ich denke: Sex ist sowieso nicht sauber. Irgendwas landet im Slip oder auf dem Teppich, irgendwas spritzt auf die gute Lackoberfläche, und manchmal wird das Laken so feucht, dass du dich anschließend nicht mehr drauflegen magst.

Aber richtiger schmutziger Sex ist ja gar nicht „schmutzig“, sondern einfach – geil. So geil, dass du ihn dir oft wünscht. Aber du kriegst ihn nicht – nicht von deinem Partner, nicht von deinem Date.

Stöhnen, Brüllen von Lust, süße kleine Bisse, sinnliche Schläge und all diese anderen Lüste, die du in deinen Tagträumen durchlebst, aber niemals mit einem Typen.

Verdammt – ja. In der Beziehung sagst du dir: „Nein, wir sollten es nicht tun, es könnte etwas Wertvolles in unserer Beziehung zerstören.“ Wenn du Single bist, besänftigst du dich: „Nein, so etwas sollte man nie mit Fremden tun – viel zu gefährlich.“

Die Grenzen – du erreichst sie nie, weil du dich nicht fragst: „Warum eigentlich nicht?“, und du sagst dir: „Besser … ich wage gar nicht, daran zu denken.“ Dir kommt in den Sinn, dass es nicht nur eklig oder verstörend sein könnte, sondern auch äußerst schlecht für deinen Ruf.

Wenn du Single bist und eine Frau: Erinnerst und ich noch, wie alles roch? Hinterher? Nach Sekt, Muschiduft, Sperma und warmem Schweiß?

Oh, ich schreibe dies alles, um dir zu sagen, was die Figur denken und fühlen könnte, über die du schreibst. Und im Gegensatz zu dir wird sie alles durchleben, was so schrecklich schmutzig ist – egal, ob sie Single ist oder einen Partner hat.

Ziemlich revolutionär: Sexualität und Erotik im 21. Jahrhundert

Sex gibt es immer - aber die Bedingungen ändern sich
Unser Team hat eine neue Idee für Autorinnen und Autoren: die sinnlichen, erotischen und sexuellen Themen des 21. Jahrhunderts.

Nun könntet ihr fragen: „Ja, gibt es denn etwas Neues in der Liebe?“ Oder ihr könntet vielleicht behaupten „Sex ist doch immer dasselbe“, oder vielleicht auch; „Erotik ist doch so etwas von ausgelutscht“.

Das mag alles stimmen – aber die Gesellschaft hat sich entwickelt. Frauen treten wesentlich offensiver auf, während Männer mehr und mehr nachdenklich werden, was mit ihnen und ihrer Rolle geschehen könnte.

Sexuelle Experimentierlust, neue Phänomene und ratlose Psychologen

Parallel dazu wird die Lust am sexuellen Experimentieren immer größer. Das Manifest der Heterosexualität wackelt sein Langem, aber auch die „Konkurrenz“, die LGBT-Kreise, können sich nicht mehr sicher sein, dass sie die „Allein selig Machende“ Idee für alle sexuellen Identitäten haben. Es gibt immer mehr Menschen, namentlich intellektuelle Frauen, die sich zur fließenden Sexualität bekennen. Zudem ist bemerkenswert, dass die Psychologie, die sonst immer gleich den Arm hebt, wenn es um die Erläuterung des menschlichen Verhaltens geht, dazu schweigt. Nach deren Auffassung hat der Mensch ja ein ICH, aber niemals ein „ANDERE“, obgleich das „Alter Ego“ schon die Griechen kannten. Darüber wäre noch zu sprechen, denn kein Kybernetiker würde unterschreiben, dass die körpereigene CPU nur eine Persönlichkeit managen kann. Das Thema kann hier nicht erschöpfend behandelt werden - lasst mich dies an anderem Orte tun.

Auch das Kommunikationszeitalter ist noch längst nicht in der Literatur angekommen. Sich digital zu verlieben oder Illusionen über eine Liebe im Internet zu machen, sind Fakten – in der Literatur finden wir sie kaum.

Ja – und was machen wir daraus? Wir nennen Themen, mit denen sich die Literatur endlich auseinandersetzen sollte – die sinnliche Literatur, die erotische Literatur und die Literatur schlechthin. Der erste Teil beschäftigt sich mit Lust und Digitalisierung in der erotischen Literatur.

Ich bin gespannt auf die Reaktionen, wie immer sie ausfallen mögen.

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Du erreichst uns über unsere Adresse:

Alle Plots, die es in der Literatur gibt

In der letzten Folge meiner kleinen Serie habe ich darüber geschrieben, wie einfach ein erotischer Plot ist. Das wiederholen wir noch mal mit anderen Worten:

Phase eins: Deine Figur lebt in ruhigen Bahnen und kennt nur das, was alle Frauen ihres Alters oder ihrer Herkunft üblicherweise wissen oder kennen.

Phase zwei: Dann folgt ein Ereignis, das alles verändert. Meist handelt es sich um eine Begegnung. Sie erzeugt eine völlig neue, erregende, aber auch verwirrende Welt der Lust.

Phase drei: Schließlich geht sie diesen Weg weiter, oder verlässt ihn, um einen anderen Weg zu finden oder sie geht zurück zum Ausgangspunkt, um ihr Leben neu zu ordnen.

Um viel Spannung zu erzeugen und deine Geschichte dramatischer auszugestalten, musst du den Bereich der Veränderungen ausbauen. Üblicherweise durch ein „auf und ab“ der Gemütszustände oder äußeren Umstände, in die deine Figur gerät.

Es gibt mehrere Standard-Plots, die oft beschrieben werden. Nicht alle handeln davon, wie aus einer schlechten Ausgangslage ein „Aufstieg“ ins Glück erreicht wird, der nicht mehr gefährdet ist. Tatsächlich spricht man davon, dass es nur fünf, bestenfalls sieben Plots gibt. Jeder Schreib- oder Lebenslehrer hat da so seine eigenen Ideen, was abgetrennt und was integriert werden muss.

Hier führe ich mal (nahezu) alle auf, zunächst ohne ihre Eignung auf erotische Romane zu überprüfen:

1. Die Figur steckt in der Misere und kämpft darum, wieder herauszukommen. (Fallen – Aufsteigen).
2. Aufzusteigen, wieder abzufallen und erneut aufzusteigen. (Cinderella, Liebesromane, moderne erotische Märchen)
3. Abzusteigen, wieder hinaufzusteigen und erneut abzufallen.
4. Aufzusteigen und am Ende zu versagen.
5. Das Monster (in sich selbst oder in einer anderen Person) zu besiegen. (Kampf um das Glück, Kampf mit den eigenen Dämonen, zum Beispiel Süchten, Perversionen)
6. Ohne Not eine Suche nach dem Glück zu beginnen. (Abenteuer, auch erotische Abenteuer aus reiner Lust beginnen)
7. Eine Reise beginnen und geläutert oder erfahren zurückkommen. (Besonders für Romane und Erzählungen, die eine Persönlichkeitsentwicklung beschreiben).
8. Wiedergeboren (im Sinne von geläutert) zu werden. (Im Grunde das bisherige Verhalten oder das Selbstverständnis völlig austauschen)
9. An einem Ränkespiel beteiligt zu sein, das sich zum Glück hin auflöst. Das Böse oder Unverständliche wandelt sich zum Guten. (Komödie)
10. In einem Strudel von Ereignissen geraten, der für deine Figur den Abstieg bedeutet. Das Verständliche wandelt sich zum Bösen ohne Ausweg. (Tragödie).


Das sagt noch nicht viel darüber, welche dieser Plots in anspruchsvollen erotischen Romanen verwendbar sind. Und deswegen schreibe ich das nächste Mal darüber, welche Plots sich möglicherweise für deine Geschichte eignen.

Der einfachste erotische Plot

Der einfachste Plot für jede Art von erotischer Literatur ist sehr simpel. Deine Figur lebt im Zustand „A“, von dem sie erwartet, dass er unweigerlich zum Ziel „B“ führt.

Nun hat deine Figur eine erotische Begegnung, die sie daran zweifeln lässt oder die sie daran daran hindert, das Ziel „B“ noch weiter zu verfolgen. Sie sucht also nach neuen Zielen, und …

1. Entscheidet sich nach einem inneren Zwiespalt für ein neues Ziel, „C“.
2. Kämpft, um weiter das Ziel „B“ zu verfolgen und wächst dabei über sich hinaus.
3. Kehrt nach erheblichen Zweifeln in den Ausgangspunkt „A“ zurück, um nach neuen Zielen zu suchen.

Das müsst ihr wissen: Erotische Plots unterscheiden sich von gewöhnlichen Plots vor allem dadurch, dass eure Figur eine erotische Begegnung hat, die ihr Leben verändert. Es kann sich auch um mehrere Begegnungen in Folge handeln.


Im Grunde birgt diese Art, erotische Geschichten zu erzählen, genug Konfliktstoff, um Spannung zu erzeugen.

Wird fortgesetzt mit: Alle Plots, die es in der Literatur gibt.

Herrin Gnadenlos – Neuauflage von „Die Herrin“

Dieser Tage las ich nochmals „Die Herrin“ von Gigi Martin. Ich hörte, es sei neu verlegt als „Herrin Gnadenlos“ – was dem Inhalt näher kommt. Denn die Heldin ist nicht nur „gnadenlos“, sondern über alle Maßen geldgierig und skrupellos.

Das Werk wurde 1988 zum ersten Mal bei Ikoo verlegt und gewann sofort eine große Anhängerschaft unter mutigen, feministisch behauchten Frauen. Ob das Hauptmotiv der weiblichen Leserschaft damals in den lesbischen Szenen lag oder in der Genugtuung, dass eine Frau mithilfe seiner „perversen Begierde“ einen Mann wirtschaftlich und sozial vernichten kann, mag das Geheimnis der damaligen Leserinnen bleiben.

Der Mann hat selbst Schuld - der Klappentext von 1988

Erzählt wird die Geschichte so, als sei es das Selbstverständlichste der Welt, einen Mann auf grausame Art zu dominieren, zu entwürdigen und aus Geldgier zu Verbrechen anzustiften.

Der Klappentext bei IKOO war ganz darauf abgestimmt, die Geschichte als „konsequent“ hinzustellen:

Ihre Befehle, Burt zu demütigen, nehmen ungewöhnliche Formen an, sodass sein Leben im selbst geschaffenen Käfig zwangsläufig hinter Gittern endet.


Das ist sicherlich nicht der Fall. Die Heldin ist ein abgehalftertes Fotomodell ohne berufliche Perspektive mit überwiegend lesbischer sexueller Orientierung. Sie lernt zufälligerweise einen Industriellen kennen, der eine Frau sucht, die ihn demütigt. Erstaunlicherweise erweist sich die Heldin von vornherein als ausgezeichnet geeignet für die Tätigkeit, an die sie kalt und emotionslos herangeht – und zwar in einem Maße, dass dieser für sie Verbrechen begeht, an denen sie sich finanziell bereichert.

25 Jahre später - SM-Fantasien als Klappentext

Der neue Klappentext verherrlicht den Inhalt abermals so, dass die von krimineller Energie und Skrupellosigkeit strotzende, männerverachtende Heldin in den Hintergrund gedrängt wird. Stattdessen gerät die konsequent agierende und gekonnt dominierende „Herrin“ in den Vordergrund.

Mit gekonnten Spielchen knechtet und demütigt sie ihren willigen Sklaven und lässt sich jeden Wunsch erfüllen. Halsbänder, Lederslips, Ketten, Peitschen und Rohrstöcke gebraucht die Gnadenlose, um ihren gehorsamen Sklaven mehr und mehr zu peinigen und ihn so zur höchsten Erfüllung zu treiben.


Das Buch enthält sicher einige Szenen, die ganz hübsch ausgearbeitet sind, doch kann es nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Autorin völlig unfähig ist, echte Gefühle zu schildern. Dabei wirken ihre lesbische Szenen weitaus überzeugender als die Szenen, in denen sie ihren „Sklaven“ dominiert. Insgesamt ist es die Geschichte einer selbstherrlichen Frau, die völlig skrupellos andere Menschen benutzt, und sich dabei völlig im Recht fühlt.

Die Parallelwelten und die Traumwelten

Das reichte früher schon: eine Frau, leicht bekleidet - und eine Gefahr
Bevor ihr euch mit den Parallelwelten, Überwelten und Unterwelten beschäftigt – nehmt bitte ein Märchenbuch zur Hand. Es zeigt euch sehr viele Möglichkeiten, wie ein Mensch aus einer Welt in eine andere übergeht und wie sich dabei seine Persönlichkeit verändert. Wer sich dazu bereits zu alt fühlt, dem sei „Alice hinter den Spiegeln“ empfohlen – die Reise der (nicht mehr so kleinen) Alice ins Spiegelland.

Die Reise ist überhaupt eines der Lieblingsthemen der Autoren fantastischer Literatur. Erinnern wir und an Jules Verne, dessen Bücher oftmals Reisen beschrieben, die nicht auf dem Erdboden oder auf See stattfanden, sondern durchaus im Bereich der reinen Fiktion.

Zeitreisen sind sehr populär, weil alles möglich erscheint

Besonders interessant sind Zeitreisen – sie können bekanntlich in die Zukunft führen oder in die Vergangenheit. Ein beliebtes Thema ist dabei, ob die Gegenwart aus der Vergangenheit heraus verändert werden kann. Interessant ist, dass es sich dabei gar nicht um Paralleluniversen handelt, sondern nur um ein Universum, das – beispielsweise – zugleich in Gegenwart und Zukunft existiert.

Parallelwelten sind hingegen Welten, die unabhängig voneinander exzitieren, aber einander durchaus beeinflussen können. Dieses Thema ist vor allem durch die Computertechnologie und deren Simulationen populär geworden.

Kommen wir noch zu den Welten, die durch zurückgelassene Kulturen, eigenständige Entwicklungen und Mutationen ursprünglicher Lebewesen und den Fortbestand alter Göttergeschlechter entstanden sein sollen. In ihnen finden wir die Hexen und Vampire, Monster und Zombies, Teufel und Golems, Wechselbälger, Werwölfe und Dämonen sowie alle Arten von Urviechern.

Sind Parallelwelten erotisch?

Sind Parallelwelten nun eigentlich erotisch? Oh ja - wenn es möglich wird, dass sich die Bewohner der einen und der anderen Welt begegnen – und ineinander verlieben. Wie die eine Person dabei in die Welt der anderen Person gelangt, ist immer hochspektakulär. Wir wissen aber aus der Mythologie, dass dies früher nicht für so ungewöhnlich gehalten wurde, als sich Götter angeblich mit Menschen paarten und Menschen mit Dämonen.

Hochspektakulär ist dergleichen bei Zeitreisen – die Reisende in die Vergangenheit könnte von einem Mann jener Zeit geschwängert werden – und der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, was noch alles „korrigiert“ oder verhindert werden könnte.

Oftmals – vor allem bei den früher sehr populären Beißszenen der Vampire und Vampirinnen, wurden erotische Gedanken wach, die wir uns heute kaum noch erklären können – damals waren die Vampire und andere monströse Gestalten sozusagen die Lustmolche der Literatur.

Viel mehr findet ihr (in eglsicher Sprache) auf einer speziellen Wikipedia-Seite. Bild: Pulp-Mgazin von 1941.

Die ganz andere Welt

Dieser Artikel ist – in weiten Teilen – spekulativ. Er versucht zu erklären, wie die Mythologie „andere Welten“ entstehen ließ, und deutet an, warum sie erotisch sein könnten. Und falls Sie im Zweifel über meine Person sind: Nein, ich glaube nicht an Mythen. Für mich muss alles offenkundig, erfahrbar, messbar und möglichst logisch sein. Doch die „Anderwelt“ ist auch stets ein Mittel, um offenkundige Erotik hinter Mysterien zu verstecken.

Gibt es eine „Anderwelt“, eine Parallelwelt, ein Universum „nebenan“, eine Welt, die uns absolut nahe ist und die uns beeinflusst, ob wir wollen oder nicht?

Die Mythologien kennen eine andere Welt als die, die wir sehen

In den sogenannten Mythologien gibt es sie. Die Mythologie beschreibt alles, was die Welt unserer Vorfahren bewegte, und sie entstammt der eigenen Kultur wie auch fremden Kulturen. Dabei dürfen wir uns gerne erinnern, dass auch unsere sichtbare Kultur eine Durchmischung von germanischen, arabischen, griechischen, römischen, christlichen und jüdischen Elementen ist.

Was ist nun der Unterschied zwischen der sichtbaren oder messbaren Welt zu der „anderen Welt“?

Nun, die andere Welt ist vielfältiger: Als Parallelwelt kann sie Götter und Halbgötter, Untote, Dämonen, Fabelwesen und Monster, auch Kobolde, Erdgeister, Feen enthalten. Es gibt mehrere Theorien, wie sie entstand: Die schlüssigste der Theorien (wenn man dabei überhaupt von „schlüssig“ sprechen kann, ist die folgende:

Die ursprüngliche Schöpfung musste wegen der Fehler, die sich eingeschlichen hatten, zerstört und neu aufgebaut werden. Dabei gab es aber einige Existenzen, die sich der Zerstörung widersetzten und ein Eigenleben führten.


Die andere Theorie wäre, dass es Kämpfe innerhalb der Götter darum gab, welchen Weg die Menschheit gehen sollte – oder dass die „alten Götter“ und die „neuen Götter“ unterschiedliche Richtungen vorgaben. Diejenigen, die bei diesen Kämpfen verloren, hinterließen aber Spuren, die immer wieder hervortraten.

Die Überbleibsel zerstörter oder untergegangener Kulturen

Wie dem auch sei: Die Wesen, die die „andere Welt“ bevölkern, können als Überbleibsel untergegangener Kulturen bezeichnet werden. Sie zeigen sich nicht in der Realität, weil sie dort nicht „hingehören“. Sie sind aber, wenn man den Esoterikern glauben will, durchaus vorhanden ... in Parallelwelten.

Die andere Welt lockt ...

Nun funktioniert das Ganze nicht, solange es nicht „Mittlerer“ gibt, also Propheten und „Wegebereiter“, die behaupten, einen Zugang zu diesen Welten zu haben. Gelegentlich senden die Wesen der Anderwelten auch Botschaften an die reale Welt: Sie ziehen dann Menschen in ihren Bann und gelegentlich auch ins Verderben. Typisch dafür ist die (uns relativ nahe) Vorstellung der Kelten, bei denen die „Anderwelt“ tatsächlich auf unseren Planeten existiert, und zwar im Inneren der Erde oder am Grunde des Meers. Besonders beliebt ist nach wie vor das Thema, sie in Erdhöhlen zu vermuten, die wir besuchen können, falls sie uns dies gestatten oder wir bestimmte Merkmale haben, die uns dafür empfehlen.

Verführerinnen und Verführer aus der "Anderwelt"

Lilith als Schönheit mit Schlange
Wie ist es nun mit der Erotik der „Anderwelt“? Sie ist ohne jeden Zweifel äußert verlockend. Am Meeresgrund finden wie die Sirenen oder Meerjungfrauen, die Seeleute in ihr Reich locken. Odysseus musste sich nicht nur gegen sie, sondern auch noch noch gegen den lustvollen Zauber der Circe wählen, die auf einer fernen Insel lebte. In der Anderwelt der Christen wohnen alle Arten von Engeln und Teufeln, wobei die Teufel die erotischen Fantasien von Generationen beflügelt haben, teils als unermüdliche Beschäler beim Hexentanz, teils als Buhlteufel, die sich unter Männer oder über Frauen legten, um „Unzucht“ mit ihnen zu betreiben. Die Erotik der „Untoten“ kennen wir aus Dracula-Filmen. Die Figur der verführerischen und äußerst gefährlichen Dämonin ist weniger bekannt, weil sie eher im Hintergrund wirkt. Lilith gilt als Überbleibsel der Schöpfung, als Verstoßene, über die der Christengott keine Macht hat. Sie gilt auch als die „Dämonenkönigin“, die das geheime Weltreich der Frauen beherrscht, die sich mit Heilkunst, Magie oder Schadzauber beschäftigen.

Die Trennung des männlichen und weiblichen Prinzips

Wenn wir dies weiterspinnen würden, kämen wir zu einem weiteren Teil der Mythologie: die Trennung in ein übergeordnetes Reich der Frauen und eines der Männer, das ebenfalls in vielen Köpfen haust. Entstand sie durch das Spalten von Bäumen, durch den Sündenfall oder aus der Asche eines Vogels, der im Universum verbrannte? Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Moderne Ideen zur Parallelwelt

Ich hätte beinahe vergessen – es gibt sehr moderne literarische Konzepte, die auf der Quantentheorie basieren (Robert Allan Wilson) oder auf der Computertechnologie, die angeblich in der Lage ist, künstliche Wesen, ja ganze künstliche Welten zu erschaffen, indem man sie nur programmiert. Und es gibt Dr. Who, der die Grenzen zwischen den Welten aller Zeiten überwinden kann. Und in allen könnte es erotische Begegnungen geben, die desaströs enden, weil sich die Welten nicht verbinden lassen und teils versöhnlich, weil sich am Ende doch noch ein Ausweg ergibt.

Bild: Lilith Von John Collier

Zehn fremde Welten zum Eintauchen – erotisch oder auch nicht

Auch sie kommt nicht aus deiner Welt
Wenn du versuchst, etwas zu schreiben, was sich nicht in deiner Welt abspielt - ja, dann brauchst du Vorstellungskraft oder Recherche. Die Recherche ist höchst kompliziert – vor allem, wenn du glaubwürdig schreiben willst und du nicht dauernd damit beschäftigt bist, „Bücher zu lesen, um Bücher schreiben zu können.“ Wir haben uns mal gefragt: Welche Welten gibt es denn, die dir fremd sein könnten?

Und dies sind die 10 häufigsten Antworten – sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit:

1. Fremd ist jede Welt, in die du keinen Einblick hast: Sekten, Rotlichtmilieu, Psycho- und Esoterikgruppen, Geheimdienste und alle Arten von von Spinner-Gemeinschaften, zum Beispiel den Verschwörungstheoretikern.
2. Fremd kann dir auch die Welt der „normalen Menschen“ sein, wenn du ihre Sprache nicht sprichst und nicht denkst, wie sie denken. Wie verhalten sich beispielsweise Adlige heute? Wie unterscheiden sich Kleinstädter von Großstädtern? Wie denken Unternehmer?
3. In besonderer Weise werden heute Frauen- und Männerwelten getrennt. Wenn du von der „Innenseite“ einer solchen Welt schreibst, solltest du sie gut kennen.
4. In besonderer Weise gehören „sexuelle Abweichungen“ zu den Themen, auf die du automatisch triffst, wenn du das Thema „Erotik“ angehst. Du wirst auf Welten treffen, die dich befremden oder gar anekeln. Finde einen Weg, damit umzugehen.
5. Das Ausland, vor allem das Denken im Ausland, insbesondere in Afrika und Asien ist dir fremd, wenn du es nicht genau kennst oder studiert hast. Das kann aber auf auf Bayern oder Finnland zutreffen.
6. Alle Welten, die zurückliegen, und sei es auch nur 25 oder 50 Jahre. Wenn du hundert Jahre zurückgehst, dann fällt gerade das Bürgertum in sich zusammen, gehst du 150 Jahre zurück, steht es in seiner Blüte.
7. Jede Welt, die in der Zukunft liegen könnte, ist allen naturgemäß fremd. Du bist der Schöpfer solcher Welten und musst nur unterhalten – eine Wahrheit gibt es nicht.
8. Alle Gebilde, die aus der Vergangenheit abgleitet, aber später verherrlicht oder mystifiziert wurden (besonders das Mittelalter, das Rittertum).
9. Wirkliche historische Welten - seien sie biblisch, römisch, germanisch, griechisch, mittelalterlich oder sonst schwer nachvollziehbar.
10. Die eigene, zwiespältige Welt habe ich an die letzte Stelle gebracht, weil du sie eigentlich kennen solltest. Zu dieser Welt gehören Menschen, die ein Doppelleben führen, sich also auf mehreren Ebenen des Lebens bewegen. Eine dieser Welten ist dir normalerweise näher, eine befremdlicher. Nutze das Potenzial.

Nicht erwähnt haben wie Märchen und andere Fantasiewelten, in denen die Erotik entweder verkleinert (Märchen) oder monströs überhöht wird (Dracula und andere Monster).

In unserer Serie: „Die ganz andere Welt“ wollen wir euch ein bisschen Mut machen, diese Welten zu erforschen, aber auch, sie zu meiden, wenn ihr euch nicht wirklich hineindenken, hineinträumen oder hineineinfantasieren könnt.

Was kannst du vom “Picknick am Valentinstag” lernen?

Es gibt kaum eine Novelle, von der sich so viel lernen lässt wie vom „Picknick am Valentinstag“ (Picknick at Hanging Rock). Ob ihr sie nun kennt oder nicht, spielt eigentlich keine Rolle. Aber die meisten Kritiker(innen) haben nicht erkannt, dass hier eine latent erotische Geschichte erzählt wird. Doch in England wusste man sofort: Diese Story erfüllt mindestens drei Vorstellungen:

1. Die Entwicklung der Fantasien gebildeter junger Mädchen im viktorianischen Zeitalter aufzuzeigen.
2. Mehrere verschachtelte, sinnlich und teils erotische Verbindungen der Frauen untereinander.
3. Der Mythos der Wiedergeburt und des Übergangs in eine andere Welt.


Es ist absolut erstaunlich, wie wenige Menschen die erotischen Aspekte des Films sahen, obgleich sie offenkundig waren.

Vincent Canby schrieb 1979 für die New York Times über den Film (1):

Schon die Eingangsszene spielt die die sexuelle Unschuld der Mädchen mit solcher Kraft in den Vordergrund, dass wir uns sofort darüber klar werden, welche sexuellen Sehnsüchte überall lauern. Die Internatsschülerinnen hegen sie für andere Internatsschülerinnen, die Mädchen für die Lehrerinnen, und die Lehrerin für eine(n) Unbekannte(n) … (die Mädchen) tauschen dabei „Valentins“ aus, die ewige Liebe versprechen.



Ob deutscher oder englischer Stil: alles sittsam bedeckt
Fragen wir uns, wie eine Schülerin der damaligen Zeit ihre Zukunft sah, so finden wir, dass auch die Schönsten, Sinnlichsten und Gebildetsten unter ihnen nicht viel mehr erwartete, als einen besseren Herrn zu heiraten. Das hieß, sein Haus zu führen, sich mit ihm zu zeigen, ihn bei Laune zu halten und mit ihm zu vögeln, um Nachkommen zu zeugen. Mehr war nicht vorgesehen, es sei denn, die Damen ergriffen den Lehrberuf, der nicht zu sonderlichem Ruhm führte.

Und also handelt die Geschichte von einer Flucht aus der Realität in die Fantasie, repräsentiert durch eine Wiedergeburt in einer anderen Welt, von der sich die jungen Frauen mehr erhofften.

Und sie handelt durchaus parallel von den Gelüsten der Schülerinnen aufeinander wie auch der Lehrerinnen auf die Schülerinnen und umgekehrt. Und dies alles so verklärt, dass die Zeitgenossen der Handlung (1900) und das Lesepublikum beim Erscheinen des Buches (1967) nicht vom Stühlchen fielen.

Es gibt noch mehr, was man daraus entnehmen kann:

1. Wie du eine reale Umgebung und den Anschein einer wahren Geschichte zu einem Mysterium verbinden kannst.
2. Wie du lesbische Lüste verhüllen kannst, gleich, wo sie auftreten und wie sie sich äußern.
3. Dass du eine Geschichte nicht unbedingt abschließen oder auflösen musst - du kannst die Auflösung deiner Leserin überlassen.

Was die Geschichte wirklich aussagt, ist dies: Es gibt einen Eintritt in eine andere Welt, die zunächst durch den Mut zum Ungewöhnlichen überwunden werden muss. Es ist ein Weg, den (auch heute) nicht sehr viele Menschen gehen. Und immer wieder: ja, in dieser Welt kannst du dein sexuelles Verlangen stillen, wie es dir gefällt.

(1) Aus dem Beiblatt zur CD (englische Version)

Solltest du über Ingwer im Po schreiben? Teil 4: Figging allein ist zu wenig

Dieser Beitrag hat vier Teile. Dies ist Teil vier.

Der Ingwer im Po macht noch keine erotische Sensation aus

Figging ist kein Selbstzweck – weder in der Realität noch in einer erotischen Story. Die Prozedur fällt unter die erotischen Machtspiele, und darin wieder in den Bereich körperlicher Züchtigungen. Das Figging ist nur eine Verschärfung.

Erotische Machtspiele entstehen nicht zufällig, sondern aus dem Zusammentreffen einer Person, die sich solche Spiele aus voller Seele wünscht und einer Person, die bereit ist, ihr/ihm dabei zu helfen, sie möglichst wunschgemäß zu verwirklichen. Dabei entstehen vielfältige Beziehungsfacetten zwischen beiden, die teils widersprüchlich sein können. Wenn du dies berücksichtigst, fehlt nun nur noch der Hergang deiner Story, auch Plot genannt.

Die Akteure und der Hergang

Auch das Warten gehört zur Szene
Versuch dir klar zu machen, wie ein ganz gewöhnlicher Geschäftsmann in Nadelstreifen oder eine Geschäftsfrau im strengen Kostüm sich in die Rolle eines willfährigen, unterwürfigen Sklaven begibt. Es kann auch ein neugieriger junger Mann in Jeans oder eine abenteuergetriebene junge Frau im Sommerkleid sein, die/der einer dominanten, reifen Dame verfällt. Jeder Dulder, jede Dulderin unterscheidet sich in ihren Motiven, Wünschen und Wirrungen. Die Motive dominanter Personen sind hingegen meist unklar - und auch wirklich schwer zu erklären. Wie bereits in Teil drei erklärt, ist es für Schreibanfänger dennoch einfacher, aus der Sicht der Dominanz zu schreiben. Der Grund sei hier noch einmal erwähnt: Nur sie können die Handlung als solche beschreiben, versagen aber bei emotionalen Betrachtungen.

Ich sagte schon: Machtspiele entstehen nicht zufällig, sodass dein Plot mindestens drei Teile haben sollte:

(1) Wie sie sich kennenlernten, (Alternativ, wie wie sie erkannten, dass sie derartige Rollen einnehmen wollen). (2) Wie sie dies ausführten und wie mindestens einer der Beteiligten dies in Abläufen und Gefühlen ausdrücken kann, und zuletzt, (3) was sich für mindestens einen der Beteiligten daraus ergibt. In Novellen können als Plots für eine positive Grundstimmung empfehlen sich „Reise und Rückkehr“ oder „Neu geboren“ empfohlen werden. Meist ist damit die Situation des Duldenden gemeint, jedoch kannst du den Spieß auch umdrehen: Ein junger Mann bittet eine an sich wenig bereite Frau, einige „erzieherische Maßnahmen“ an ihm durchzuführen, und sie gewinnt Freude daran.

Na also, einen fünften Teil gibt es nicht. Und damit wir hier „sauber“ bleiben, verzichten wir auch darauf, dir Beispiele oder Dialogfetzen zum heiklen Thema zu überreichen. Ich hoffe, du kommst auch ohne sie zurecht und wünsche dir viel Glück und Erfolg beim Schreiben.

Hinweis: Wir lasen mindestens auf 12 Webseiten, die wir hier zum größten Teil nicht erwähnen können und werteten etliche Rezensionen aus. Die vier Teile des Beitrags gehören zu einem Experiment, einen einzelnen, stigmatisierten Vorgang so zu beschreiben, dass er seine Brisanz verliert.

Solltest du über Ingwer im Po schreiben? Teil 3: Schreiben über Figging?

Dieser Artikel hat vier Teile - dies ist Teil drei.

Und nun gehen wir mal zum Schreiben über – das war doch das Ziel, nicht wahr?

Die interessanten 20 Minuten, davor und danach

Alsbald wird die Prozedur beginnen
Beim Schreiben kommt es sehr darauf an, sich in die Situation mindestens einer der beteiligten Personen hineinzuversetzen. Deine Figur kann also die strafende oder die duldende Person sein, und das Geschlecht spielt keine so große Rolle. Denk dabei daran, dass zum Figging eine umfassende Vorbereitung nötig ist, und dass der Prozess, einmal eingeleitet, so gut, wie nicht mehr zu stoppen ist. Das Brennen, und damit auch das Hitzegefühl und der Schmerz, beginnen nach wenigen Minuten, und halten etwa 20 Minuten an. Während dieser Zeit kann bereits eine weitere „Behandlung“ mit Instrumenten stattfinden – oder sie kann im Anschluss daran erfolgen. Es ist auch denkbar, danach zu anderen analen Lüsten überzugehen.

Aus welcher Sicht willst du schreiben? Eine Kontroverse besonderer Art

Ich empfehle Anfängerinnen, bei der strafenden Person anzusetzen, weil es einfacher ist. Sie kann die duldende Person beobachten, sie trägt die Verantwortung, dass nichts schiefgeht und ist in gleicher Weise für den „korrekten Sadismus“ zuständig.

Der einfache Weg: Aus der Sicht der Strafenden schreiben

Für die Strafende als als Hauptfigur und Erzählerin spricht: Nur die strafende Person hat den Überblick und kann alles beobachten. Der/die Duldende oder „Schmerzgeile“ kann es nicht – er/sie ist mit dem eigenen Schmerz, der eignen Lust, mit dem Abtauchen und Wiederauftauchen aus unterschiedlichen Stimmungen, drogenähnlichen Rauschzuständen und dergleichen beschäftigt. Wie soll diese Person da noch „berichten“? Gegen die Strafende als Hauptfigur spricht freilich, dass sie sich kaum „von etwas zu etwas“ entwickeln kann – das ist übrigens der Knackpunkt bei vielen Domina-Geschichten.

Der dornige Weg: Aus der Sicht der Duldenden schreiben

Doch was würde für den Duldenden sprechen? Er bündelt, wie schon angedeutet, etliche Facetten widersprüchlicher Gefühle, die sich nur schwer in Worte fassen lassen. Doch es ist eine große Herausforderung, einmal zu versuchen, diese „unfrisierten Gedanken“, so zerfetzt und widersprüchlich sie auch sein mögen, zu Papier zu bringen. Wenn wir vom „Plot“ sprechen“, wirst du sehen, dass es meist der Duldende ist, der sich auf die Reise in die Hölle seines „inneren, verbogenen Selbst“ begibt. Wähle also Erzähler oder Erzählerin sorgfältig – ihre oder seien Gedanken sollen deinen Lesern ja „unter die Haut“ gehen. Übrigens kann auch eine ausgesprochen oberflächliche, unglaubwürdige Sub-Figur als Ich-Erzählerin den wirtschaftlichen Erfolg bringen. Erfolg und Glaubwürdigkeit gehören nicht immer zusammen.

Worauf es sonst noch ankommt

Es kommt nun auch noch ein bisschen darauf an, wo du ansetzen willst: ganz am Anfang, also an einem Punkt, an dem die ungeschälte Ingwerwurzel noch im Supermarkt liegt? Zu der Zeit, als sie geschält wird? In dem Moment, in dem sie eingeführt wird? Oder erst dann, wenn sie schon im Anus versenkt wurde? Willst du ein komplettes Rollenspiel beschreiben, in dem das „Figging“ nur ein Teil der lustvollen und/oder schmerzvollen Prozedur ist? Soll es eine selbstständige Kurzgeschichte werden oder willst du die Prozedur in einen Roman einbinden?

Egal, was du vorhast, du brauchst eine Umgebung, in der alles stattfindet, und deine Geschichte muss ein wenig mehr beinhalten, als nur diese eine Sache. „Figging“ ist nicht das Thema. Das Thema heißt eigentlich: Jemand unterwirft sich freiwillig einer anderen Person, um Höllenqualen zu erleiden, die er mit Lust verbindet.

Das sollten wir noch mal ein wenig beäugen, nicht wahr? Und deshalb setzen wir diesen Artikel noch einmal fort - mit "Figging allein ist zu wenig",

Sex und etwas anderes

Ein Konflikt muss schon dabei sein ...
„In einer guten erotischen Szene dreht es sich immer um Sex und etwas anderes.“
Elisabeth Benedict

Nehmen wir an, du schreibst Romane, Novellen oder Kurzgeschichten. Worum geht da? Um Sex und noch etwas anders oder um etwas anderes und um Sex?

Ich kann soviel sagen:

„Definiere zuerst das Andere, dann wird dir klar, was aus der Geschichte werden kann.


Das „Andere“ ist meist Liebe, und schon kommen wir in einen Automatismus. Da ist die Liebe, die durch Sex aufgeweicht oder aber gestärkt werden könnte, und die damit auch zu einem retardierenden Moment beim Aufstieg in den siebten Himmel werden kann. Ich erinnere mich dann immer an das bekannte Cinderella-Konzept: erst unten, dann ein kurzer Aufstieg, dann ein Abfall, bevor der erneute Aufstieg gelingt. Die „Magie“ mit der im Märchen gearbeitet wird, entspricht das lustvolle Verlangen in der Realität. Doch das Konzept ist abgenutzt - überlegen wir also, welches "Gesicht" wir dem "Anderen" geben können.

Das Andere und der Sex - Widersacher oder Befeurer?

Das „Andere“ kann zum Beispiel die Unsicherheit sein, wie der weitere Lebensweg verlaufen soll: ein erfolgreicher Schulabschluss, eine abgeschlossene akademische Ausbildung, ein Job. Und nun schreit der Körper nach Befriedigung. Dafür benötigt deine Figur einen Partner oder eine Partnerin - und er oder sie könnte alles Erreichte infrage stellen.

Ebenso könnte das „Andere“ die Suche nach der Identität sein. Die Fragen an diene Figur sind: Wer bin ich, was will ich hier, wo liegen meine Stärken und Schwächen, und warum habe ich bei Männern/Frauen immer so merkwürdige Gefühle, als ob irgendetwas nicht stimmt?

Besonders gewagt, aber nicht uninteressant, ist die Frage an deine Figur: Warum setze ich mich Abenteuern, Gefahren und Herausforderungen aus, und wieso gehe ich dabei immer an die Grenze zu wirklichen Gefahren? Erwarte ich, in der Gefahr zu erliegen oder sie zu meistern? („Die Angst ist dein bester Freund“).

Die übrigen möglichen „zweiten“ Themen basieren zumeist auf Konflikten:

Sex und Ansehen.
Sex und Macht.
Sex und Religion.
Sex und Geld.
Sex und Gewalt.
Sex und Unterwerfung.
Sex und (geschlechtliche) Verwirrungen.


Einfache Plots - mit Happy End

Die Konzeption wird in vielen Fällen in die Plots einmünden, die allgemein bekannt sind – und diesmal schildere ich alles ohne „Plots“, aber bildhaft:

1. Der eingeschlagene Weg führt trotz (sozialer, innerer) Hürden letztlich zur Zufriedenheit.
2. Der Weg ist dornenreich, schmerzlich und verwirrend, führt aber dennoch zum Glück.
3. Der Weg wird immer wieder von dichtem Dschungel, fehlenden Brücken und physischen Gefahren unterbrochen, führt aber zu einer gestärkten Persönlichkeit, die ihr Glück in jedem Fall finden wird.

Selbstverständlich könnt ihr in allen Themen auch den „Abstieg“ unterbringen. Er ist jedoch unter Autorinnen äußert unbeliebt – und kommt auch bei Leserinnen nicht gut an. Es sei denn, du schilderst märchenähnlich den Weg zweier Freundinnen, von denen eine den Aufstieg schafft und die andere daran verzweifelt.