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Da wird mir etwas vorenthalten … Sexualität ist immer noch ein Tabu

Die Sexualtherapeutin Sandra Gathmann sagte in einem Gespräch mit der „Wiener Zeitung“, sie habe schon früh „den Eindruck (… bekommen …), dass alles, was mit Sexualität zu tun hat, ...(ihr) ... ein Stück weit vorenthalten wurde.

Die Frage ist natürlich: Welcher Frau oder welchem Mann wurde nicht bedeutet, dass alles, was mit dem Sex zu tun hat, „eigentlich“ kein Gesprächsthema ist?

Frau Gathmann erwähnt, das alles, was man „früher“ (sie ist selbst noch recht jung) an Informationen über die Sexualität bekommen konnte, „Warnhinweise und Verklärungen“ waren.

Informationen ja - Gespräche nein?

Wahrscheinlich werden Sie jetzt sagen: „Ja aber heute ist das Internet doch voll von Sex, Erotik und Pornografie, und es gibt Dutzende von Frauen- und Mädchenforen, auf denen „man“ sich informieren kann.

Das mag so sein – aber dennoch gilt es nach wie vor als sehr bedenklich, wenn sich junge Frauen und Männer sehr intensiv mit der Sexualität beschäftigen. Noch bedenklicher erscheint es manchen Zeitgenossen, wenn sie Körper, Geist und Psyche auch sexuell erproben oder gar herausfordern wollen.

Niemals über Sexualität sprechen?

Warum darf das alles nicht sein? Warum schämen wir uns dessen? Ich kenne die Gesichter der Frauen, die ich persönlich gebeten habe, einmal über spezifisch weibliche Lüste zu schreiben … einfach so … flott aus dem Bauch in den PC, anonym, selbstverständlich. Die Empörung stand ihnen im Gesicht geschrieben – und sie löste sich teilweise nicht einmal mehr.

Im Interview mit Frau Gathmann ist eine sehr interessante Abwandlung von Paul Watzlawicks Kernaussage enthalten: „Man kann nicht NICHT kommunizieren“. Hier das Zitat:

Man kann nicht nicht über Sexualität kommunizieren, aber man kann nicht über Sexualität sprechen.


Heißt: Wir kommunizieren ständig (nonverbal) untereinander über unsere Attraktivität, unsere Erotik, unsere Sexualität … aber wir schaffen es nicht, darüber zu sprechen – ja nicht einmal, darüber zu schreiben.

Und während dies alles so ist, versuchen Frauen und Männer, strengere Regeln dafür aufzustellen, was in der Kommunikation zwischen den Geschlechtern überhaupt (noch) gestattet sein soll. Was für eine geistige Perversion!

Sind manche Wissenschaftler zu blöd, um Kommunikation zu verstehen?

Ich will Sie auf einen kleinen Nebeneffekt aufmerksam machen: Wenn wir weiterhin „nicht NICHT“ kommunizieren können, was nachhaltig bewiesen wurde, dann werden wir weiterhin über Sexualität kommunizieren, aber uns noch weniger darüber austauschen, um nicht als „sexistisch“ abgestraft zu werden. Und vielleicht sollte ich noch einen provokativen Satz anfügen:

Wer zu ungebildet ist, die Regeln der Kommunikation zu kennen, sollte sich nicht selbst ermächtigen, Sprachregelungen in die Welt zu setzen.

Der Satz geht an Feministinnen, Genderforscherinnen und alle anderen, die uns „Neusprech“ (aka „soziale Korrektheit“) verordnet haben.

Empfinden Frauen Analsex als „angenehm“?

Und immer wieder lockt der Po ...
Frauen denken sehr unterschiedlich über Analsex. Die große Mehrheit will ihn „nicht wirklich“, und eine großer Teil der Frauen, die ihn erlebt haben, konnten ihn nicht genießen. Zumeist, so hörten und lasen wir, waren die Männer zu ungestüm (oder auch brutal). Der Hauptgrund scheint aber zu sein, dass nicht genügend „Schmierstoff“ (Gleitmittel) verwendet wurde.

Doch eine Minderheit der Frauen kann dem „Analverkehr passiv“ tatsächlich etwas abgewinnen. Der Traum davon bewegt sogar ein Drittel von ihnen – doch scheinen nur wenige Frauen „anale Praxis“ zu haben.

Erste Hürde: Eindringen lassen und "Aufnehmen"

Wie bei allen sexuellen Vergnügungen ist das „Eindringen“ und „Aufnehmen“ die erste Hürde. Beim Analverkehr gilt diese Stufe körperlich wie mental als besonders Angstauslösend. Der Schließmuskel soll ja normalerweise „dicht“ halten, und wenn der Arzt den After untersucht, sagt er oft man solle sich so verhalten „wie zum Stuhlgang“, also zunächst mild entspannen. Und nun kommt eben der Moment, in dem sich entscheidet, ob alles „hopp oder topp“. Stößt du nun einen tiefen, entspannten Seufzer aus und genießt das neue, wundersame Gefühl oder ist es wie eine Reihe von Nadelstichen, die Panik in dir auslösen?

Wenn es der Seufzer ist, dann kannst du wahrscheinlich auch Lust daran finden. Manche Frauen sagen, dass schon allein ein Finger Lust auslöst – aber ein Penis ist zumeist deutlich umfangreicher als ein Finger.

Heute hörte ich diese Meinung (1):

Wenn „er“ vollständig drin ist, kann es himmlisch sein. Analsex ist viel intensiver als Vaginalsex … und ich bin dort auch viel enger, denn ich kann meine Beckenbodenmuskulatur so viel trainieren, wie ich will: Ich werde nicht „enger“. Warum also nicht? Es ist gut für mich – und natürlich erst recht für meinen Partner.


Auch Frauenzeitschriften beschäftigen sich mit dem Thema. Etwas flapsig stand in der Brigitte (wohl auch in „Neon“,2):

Im Kopf erst mal bäh, womöglich schmerzhaft, in jedem Fall nur was für Pornodarstellerinnen. Und in der Praxis dann eigentlich ziemlich aufregend, bei guter Vorbereitung absolut schmerzfrei und besonders innig.


Andere Frauenzeitschriften sammeln Meinungen über Analsex, und immer wieder lasen wir „es kann ein tolles Gefühl sein, aber …“

… aber du brauchst eine Weile, , bis du es genießen kannst.
… aber es fühlt sich ganz anders an als vaginal.
… aber ich immer noch den Eindruck, es ist irgendwie schmutzig,


Tipps nützen nicht viel, aber Gleitmittel und eine "Vorbehandlung" hilft

An Tipps mangelt es wirklich nicht. Jede Frauenzeitschrift hat sie. Die Art, in der sie vermittelt werden, deutet von vornherein darauf hin, dass diese Tipps eher zum Lesen für neugierige Frauen sind, als für die Praxis der Luststeigerung gedacht sind. Denn im Grunde gilt, was immer und überall beim Genuss eine Rolle spielt: Wann, wie und mit wem hast du’s zum ersten Mal richtig genossen? Warst du wenigstens darauf vorbereitet, was du tatest? Und ein wirklich guter Tipp kommt meistens nur „am Rande“ vor. „Feuchte“ Solo-Übungen mit dünnen Analdildos und viel, viel Gleitgel sind die beste Garantie dafür, dass du weißt, was auf dich zukommt und du nicht restlos überrascht bist, was mit dir passiert, falls du es tust.

Die populären Quellen für Frauen:

(Die Zitatenquelle (1) kann nicht veröffentlicht werden), Meinungen bei "Miss at" Tipps bei Fem.com, Wörtliches Zitat (2) von Brigitte, weitere Tipps z.B. in der "Freundin" und bei Wunderweib ... sowie in fast allen anderen Frauenpublikationen. Medizinisch auch bei Netdoktor.

Den Po deines Freundes zum ersten Mal rot glühen lassen

Das erste Mal mit lustvollen Schlägen verwöhnen
Du möchtest deinen Ehemann, Verloben oder Freund mal in die lustvolle Welt der erotischen Schläge einführen?

Dann brauchst du nur zu beginnen. Meist geht es im Bett los – so als kleines Lust-Experiment - doch davon später. Aller Anfang ist einfach, doch du musst eines wissen: Lustvolle Schläge sind keine Strafe, sondern eine Lust, die unmittelbar in weitere Lüste führt. Richtige, ernste Schläge (körperliche Züchtigungen) sind etwas ganz anderes: Sie sind im spielerischen Ernst des Rollenspiels angesiedelt, und sie haben durchaus „erste“ Auswirkungen – dennoch können sie den Mann auch „geil machen“. Das heißt dann „Schmerzlust“ – und es bedeutet, dass sich der Mann erst einmal „schlecht benehmen“ muss, um in den Genuss der Schläge zu kommen. Menschen, die sich diesem paradoxen Zwiespalt hingeben, wissen in der Regel, was sie tun - aber so richtig erklärbar ist es eben doch nicht.

Die Gefühle beim ersten Mal sind unberechenbar

Wenn du es zum ersten Mal versuchst, kannst du alles an deinem Liebsten erleben: Angst, Verwirrung, Lust oder Hingabe. Und eure Beziehung kann sich dadurch verändern, je nachdem, wie seine (und natürlich auch deine) Gefühle sich beim Schlagen und geschlagen werden entwickeln.

Zehn gute Rat-Schläge für sanfte Schläge

1. Nimm am Anfang nur die Hand als Instrument. Sie wird hinterher wahrscheinlich schmerzen, wenn du das Schlagen nicht gewohnt bist. Aber du brauchst ein Gefühl dafür, was es bedeutet, jemanden zu schlagen.
2. Wenn du keine Rollenspiele und keine Strafen erreichen willst, sondern nur reine erotische Lust, schlag ihm gleich auf den nackten Po, dort, wo er fleischig ist.
3. Beobachte seine Reaktionen bei den ersten Schlägen. Er muss sie deutlich spüren, aber er darf nicht entsetzt sein von der Intensität.
4. Streich ihm nach einer Weile über den Po, dort, wo du ihn schon etwas gerötet hast. Warte eine Weile und beginne dann erneut mit der Hand zu schlagen.
5. Meistens beginnen solche Spiele im Bett, das heißt, er liegt. Überleg dir später, ob er sich nicht besser über einen Gegenstand (Sofalehne, Hocker) legen sollte. Dann muss er den Po nach oben richten. Das ist eine deutlich stärkere Herausforderung.
6. Das Intimste, was du mit ihm tun kannst, ist ihn „übers Knie zu legen“. Dann hat er Körperkontakt „von beiden Seiten“.
7. Wenn er dich bittet, härter mit der Hand zuzuschlagen, dann tu’s ruhig. Dein Mann will dann herausgefordert werden.
8. Ist der Po so hübsch vorbehandelt, kannst du auch versuchen, ihn mit etwas anderem zu schlagen, denn wahrscheinlich wird deine Hand stärker schmerzen als sein Po. Nimm aber keine Gegenstände, deren Wirkung du niemals zuvor erprobt hast. Rohrstöcke oder käufliche Peitschen sind für Anfänger unberechenbar. Und bleib dabei, die „fleischigen Stellen“ zu schlagen.
9. Denk weiterhin daran, dass alles nur der Luststeigerung dienen soll, nicht als Strafe. Beobachte deshalb, ob er sexuell erregt wird. Das sollte eigentlich der Fall sein. Die Erregung kann auch erst nach einer Weile eintreten – jeder Mann reagiert ein wenig anders.
10. Manchmal will der Mann mehr, als du dir vorstellen kannst. Manche Männer empfinden erst Lust, wenn sie ausgesprochen heftig geschlagen werden, und du musst dir darüber klar werden, dass mancher Mann seine Lust eher in den Schlägen selbst sucht.

Enorm wichtig ist, über alles zu sprechen, was hier gesagt wurde. Das Schlagen mit der Hand kann natürlich auch zur „kleinen Luststeigerung“ vor dem Geschlechtsakt genutzt werden – doch geht es hier eher darum, daraus eine kleine Zeremonie aufzubauen, die schon einige Minuten dauert. Und deshalb: Alles hübsch vorbereiten und hinterher darüber reden, was wirklich toll daran war.

Hinweis: Wir benutzen Erfahrungen Betroffener genutzt und sie betont liebevoll zusammengestellt, sodass sich (hoffentlich) alle Liebenden hier wiederfinden können.

Wer hat dich gefügig gemacht?

Wer hat dich "gefügig gemacht", dich zum "Perversen" erzogen oder deine sexuelle Persönlichkeit tiefgreifend verändert? Und wie konnte das geschehen? Wir betrachten das Thema ausschließlich aus der Sicht erotischer Romane. Und wir reden von Männern, besser gesagt von Jünglingen.

Zu den Fehlern der Psychotherapie gehört, nach „der einen“ Ursache dafür zu suchen, dass jemand anders wurde als „man“ (oder er selbst) sich das weitere Leben vorstellte.

Die Rechtfertigung durch die Wissenschaft im erotischen Roman

Duck dich! Ein versohlter Hintern wird dir gut tun!
In erotischen Romanen finden wir häufig eine Art „wissenschaftliche Begründung“ für die Lust an „perversen“ Handlungen. Nein, Mr. Grey hat nicht einfach Lust daran, Frauen zu schlagen. Er wird auch nicht einfach geil davon, aus einer Frau ein Püppchen zu machen. Nein, nein … er hatte da mal eine Domina … so eine Art „Ms. Robinson“ mit Aua-aua, die ihn „windelweich geschlagen hätte“, wenn er ein gewöhnliches College-Mädchen getroffen hätte. Diese Frau hatte einen „eigenartigen Geschmack“ und versklavte den Jungen offenbar im Alter zwischen 15 und 21 Jahren. Und wir hören noch, dass sie „alt genug war, um es besser zu wissen.“

Märchen für Erwachsene: Von der Lederfrau geschlagen und dann sinnlich verführt

Beliebtes Motiv: Bestrafung eines jungen Mannes
Und Burt der Antiheld von Gigi Martin? Auch bei Frau Martin finden wir eine ausführliche Begründung, warum er „solche Neigungen“ entwickelte: Er bekam im zarten Alter von 13 Jahren eine Erzieherin, die „fast ausschließlich Lederkleidung“ trug. Um das Klischee vollends abzurunden, gibt ihr die Erzählerin eine Freundin bei, die „selbst tagsüber einen sehr durchsichtigen Morgenmantel, schwarze Spitzenwäsche und hochhackige Pumps trug. Diese Frau wird dann auch zur eigentlichen Verführerin, nachdem die Lederdame dem Jungen ausführlich den Hintern verbläut hatte. Auf diese Weise erklärt die Autorin nun dem verblüfften Publikum: Bestrafung und erlittene Schmerzen waren von diesem Augenblick an für Burt unzertrennbar mit erotischem Genuss verbunden.“ Und man staune: Frau Martin widmet dieser Verführung ein ganzes Kapitel.

Küsse und Schläge im Doppelpack und im Mix

Die Idee ist indessen immer die gleiche: Ein junger Mann ohne jegliche Erfahrung wird von einer reifen Dame nicht nur verführt, sondern sozusagen als „Double Bind“ mit „Küssen und Schlägen“ bedacht, wobei es offenbar nicht reicht, beides nacheinander zu applizieren. Vielmehr muss noch eine deutlichere Prägung her, die den jungen Mann auf immer und ewig verdirbt. Das Vorbild für all diese Varianten mag man im Roman „Gynäkokratie“ suchen. Doch es gibt auch eine andere Erklärung: Männer sind während der Pubertät leicht zu beeinflussen, und sie wünschen sich oftmals tatsächlich den Kontakt zu älteren, erfahrenen Frauen. Wenn diese nun skrupellos genug sind, können sie den Mann in jede beliebige Richtung beeinflussen – also auch zu Verhaltensänderungen oder geschlechtlichen Verwirrungen. Das klingt sogar plausibel, denn manche Jungen sind tatsächlich anfällig für „Doppelbindungen“ an Frauen. Um die Sache wirklich noch in ein psychologisches Schema zu zwängen, wäre dann nur noch nötig, frühkindliche Erfahrungen mit Schlägen und liebevoller Zuwendung im Wechsel einzufügen.

Eher erotische Märchen als Realitäten

Ob es auch realistisch ist, spielt im Roman kaum eine Rolle: wir befinden uns im Bereich der erotischen Märchen, und je mehr wissenschaftliche Pseudo-Fakten verwendet werden, umso ehrlicher wirkt die Autorin. Dabei ist auffällig, wie bildhaft es gerade Frauen benutzen, und es wäre interessant, welche Quellen sie dazu verwenden.

Betrachten wir die vielen Romane, die in der Art der „Gynäkokratie“ verfasst wurden, so treffen wir immer wieder junge Männer an, die in völliger Abhängigkeit von ihrer Erzieherin (Gouvernante) leben. Sie gewährt einzelne Lüste, verbindet diese aber andererseits mit drastischen Strafen. Dieser Fall wird auch bei Gigi Martin angenommen, so skurril die Abhängigkeit auch sein mag, während bei E. L James nicht klar wird, warum eine Fremde die Macht über den ansonsten behütet aufgezogenen Jungen übernehmen konnte.

Abhängigkeit funktioniert nicht nur durch "Liebkosungen und Schläge"

Wer derartige Romane realistischer und aktueller schreiben will, sollte eher auf die Faszination und das sorgsame gehütete Geheimnis der beiden Figuren achten. Und wer sich für Psychologie interessiert, sollte nicht auf Küchenpsychologie hereinfallen, also nicht darum, dass Schläge auf den Po plus Pubertät plus Zuneigung zu der Frau, die schlägt, zwangsläufig zur „Perversion“ führt. Auch viele kleine, sinnliche Gunstbeweise können dazu führen, immer mehr in Abhängigkeit zu geraten. Das Schema ist dann oftmals gleich: Die Frau gewährt eine „kleine Gunst“, die den Jüngling begeistert. Will er diese Gunst erneut erwerben, oder wünscht er sich gar mehr, so werden die Hürden höher gesetzt: Er muss dafür etwas tun oder erdulden, was ihm im Grunde missfällt. Mit der Zeit wird der Preis immer höher – solange bis der Jüngling abhängig wird oder abspringt.

Die Option "Schläge" bietet viel - wir aber meist sehr oberflächlich genutzt

Die „Schläge“, die oftmals benutzt werden, weil sie sehr bildhaft und zugleich schmerzhaft die Macht der dominanten Frau zeigen, sind im Grunde nur ein sensationelles Beiwerk. Allerdings kann gerade die Lust am Schmerz sehr lange und intensiv beschrieben werden, sobald man sich als Autor(in) in die Tiefen der Psyche traut. Und wir können nahezu überall nachlesen, wie wenig dies der Fall ist.

Wer es wagen sollte, wirklich tiefer zu gehen, sollte es tun - und uns sagen, wo er (sie) es veröffentlicht hat.
Bild oben: "Die Gouvernante", aus Frankreich, unbekanntes Copyright. Bild unten: "Der nachlässige Zögling", um 1900, anonym. Textauszüge: "Die Herrin", Berlin 1988, "Shades of Grey", München 2012

Wie Pegging von einer Strafe zu einer Herausforderung wurde

Zitat aus "Weiberherrschaft", Anonym, Ende 19. Jahrhundert
Selbst in den der pornografischen Literatur schwanken die Autoren (und erst recht die Autorinnen), ob eine am Mann vollzogene, instrumentelle Penetration als Strafe oder als Vergnügen zu werten ist. Der Mann auf der Straße steht dem Thema meist gleichgültig gegenüber, oder er ist voreingenommen, und möglicherweise gar empört.

Pegging - absolut inakzeptabel oder doch lustvoll?

Die Vorlauten wollen wissen, dass „so etwas“ nur schwule Männer tun, die „starken Kerle“ behaupten, es sei etwas für Schwächlinge, Weicheier oder gar „Sissys“. Und einige erröten leicht, weil sie entsprechende Erfahrungen haben. Den meisten von ihnen ist es peinlich, darüber zu reden – „passiv anal“, gleich wie die Praxis erfahren wurde, ist und bleibt ein Tabuthema.

Frauen führen "das Zepter" beim Pegging

Kaum jemand kann sich vorstellen, dass Frauen dergleichen gerne und vehement vollziehen. Doch der Mann, der Pegging erleidet oder genießt, geht selbstverständlich davon aus, dass es ihm eine Frau „besorgt“.

Doch genau so ist es – in allen Variationen der analen Stimulation und der besonderen Situation des „Pegging“, sind es Frauen, die das Zepter führen – oder besser gesagt: einen Dildo oder Vibrator, oftmals eine besondere Version, deren Spitze etwas gekrümmt ist. Je mehr Vibration zum Einsatz kommt oder je mehr der Dildo an die männliche Anatomie angepasst wurde, umsomehr dürfen wir auf „Lust“ tippen. Die monströsen, schlecht geführten oder trocken eingeführten Exemplare deuten hingegen auf Strafe, Folter oder sinnlose Herausforderungen des Körpers und der Psyche hin.

Literatur: von der Strafe zum Genuss

Dass es sich im Ursprung um eine Strafe, eine Revanche oder eine Demütigung handelte, steht außer Zweifel. Die Begriffe, die dabei verwendet werden, können wir hier großenteils nicht wiederholen, aber „Bitch“, also „Schlampe“ ist einer von den Harmlostesten für den penetrieren Mann.

Einem anonymen Autor des 19. Jahrhunderts folgend, wird die Strafe als eine Art „Revanche“ dafür angesehen, eine Dame vaginal penetriert zu haben. „Der Pfropfen schmerzte nicht gerade, aber er war fürchterlich unbequem“ heißt es – doch die Schmach, ihn überhaupt von Damen verabreicht zu bekommen, wiegt wesentlich schwerer. Vor allem wenn, wie in dem zitierten Buch, auch noch eine Zuschauerin dazu eingeladen wird. Indessen scheint sich der junge Mann später zu besinnen: Das „Röhrchen, das ihm eingeführt wurde, „brannte, aber es war nicht unangenehm.“

Wesentlich unangenehmer war da die nicht-instrumentelle Penetration einer „Lady Digwell“ in „The Petticoat Dominant“. Sie nahm einfach ihre Finger, was sie zuvor bereits als „unehrenhaft“ für den Mann angekündigt hatte, und ihr Opfer (Zitat)

Stöhnte und weinte, während sie mich gewaltsam niederdrückte und am Ende – oh Schrecken aller Schrecken – ihren Finger tief in mich hineinpresste.


Durchbruch der Lust erst im 21. Jahrhundert

Während des 20. Jahrhunderts gab es einen kurzen Boom ähnlicher Geschichten um Flagellation und anale Strafen, aber erst im 21. Jahrhundert kamen einige Dutzend E-Books sowie noch mehr Artikel auf, in denen die anale Penetration als Lust aufgewertet wurde. Und zwar sowohl bei knackigen Hetero-Kerlen wie auch bei lustvoll weiblich gestylten „Sissys“. Dabei geht es immer wieder um den Zwiespalt zwischen Erniedrigung und Lustgewinn, der auch bleibt, wenn Pegging nicht als „reine Herausforderung“ verstanden wird.

Kaum Gefühlsschilderungen, aber viele starke Gefühle

Die Wonnen der analen Penetration wurden allerdings kaum beschrieben. Und es ist wirklich eine Tatsache, dass viele Männer emotionale und physische Probleme damit haben, sich anal verwöhnen zu lassen. Wobei wir hier definitiv nur von der Penetration mit einem Gegenstand sprechen, und auch nur dann, wenn dieser von einer Frau geführt wird. Solltest du meinen, dass dies schon alles ist – nein, ist es nicht, denn es gibt da noch da noch andere Ängste, Schmerzen sowie Lüste und Wonnen, von denen wir besser nicht schreiben.

Was Männer über Pegging sagen und schreiben

Hübsch fanden wir die Meinung eines etwas älteren Mannes, man müsse darauf achten, dass die „Eintrittsöffnung“ nicht einfach „ein Loch“ sei, sondern dass dahinter ein menschliches Wesen voller Angst und Lust stecke. Bei der Penetration, das wissen dann eher erfahrene Männer, käme es sehr auf den Winkel an, in dem der Dildo eingeführt wird. Letzteres ist unzweifelhaft richtig, denn nur beim sinnlichen Kontakt mit der Prostata wird der volle Effekt der Lust erreicht. Schließlich steht unter den „Top Tipps“ stets noch, dass du gar nicht „zu viel“ Gleitmittel nehmen kannst.

Häufig wird gesagt, dass der Mann unbedingt entspannt sein muss – alles andere sei ein Krampf, und seltener wird darüber informiert, dass die meisten Dildos für Anfänger (natürlich auch Anfängerinnen) zu dick sind.

Zum Vergleich: Ein Damen-Zeigefinger misst ungefähr 15 mm im Durchmesser, und die kleinsten Dildos haben etwa 20 mm Durchmesser. Das reicht völlig aus, um den gewünschten Effekt der Lust zu erzielen.

Pegging - immer noch eine Herausforderung

Eine Herausforderung – das wissen wir aus glaubwürdigen Schilderungen – ist Pegging für einen „gestandenen“ Hetero-Mann immer noch. Doch die Abenteuerlust und das erstaunliche Gefühl, das sich beim Mann (und nur bei ihm) dabei einstellt, treibt eben doch viele Männer an, sich dem enormen Lustgefühl hinzugeben, das sich nur schwer beschreiben lässt.

(wird fortgesetzt, wenn ihr wollt) mehr Informationen (auf Englisch) über alle Arten von Analstimulation. Deutsch recht gut bei Netdoktor.

Hinweis: Wenn ihr über mehr Informationen aus der Literatur zwischen 1900 und 1999 verfügt, die nicht auf den Nachahmern und Plagiaten von "Gynecocracy" ("Weiberherrschaft") beruhen, dann schreibt mir bitte:

Pegging – der Begriff

Der Begriff „Peg“ hat im Englischen viele Bedeutungen. Außer der Wäscheklammer bezeichnet das Wort auch alle Arten von Pfählen, Stangen, Zapfen und Pflöcke. „Off-the-peg“ ist zum Beispiel Konfektionsware, also Kleidung von der Stange.

Pegging – ein neues Wort für eine alte Sexualpraktik

„Pegging“ folgt dem Begriff und bezeichnet zunächst ein Wort für „Pfählen“ oder „Pflocken“. Im weiteren ist es dann ein Begriff für eine bestimmte Art von instrumentellem Sexualverkehr. Er geht auf den amerikanischen Journalisten Dan Savage (2001) zurück.

Eine ungewöhnliche Methode, Männer sexuell zu reizen

Schon 1909 in Deutschland erschienen
Das Wort wurde ursprünglich dafür benutzt, um den mit einem Instrument vollzogenen Analverkehr zwischen einer aktiven Frau und einem passiven Mann zu beschreiben. Bereits der Marquis de Sade soll 1795 dergleichen beschrieben haben. Am populärsten innerhalb der erotischen Literatur dürfte hingegen die Beschreibung in der 1893 veröffentlichten Trilogie „Gynecocracy“ (Gynäkokratie) sein. Dort vollziehen unterschiedliche Frauen (teils als Mann vermummt) den instrumentellen Analverkehr mit einem jungen Mann, der seinerseits in Frauenkleider gesteckt wurde.

Als der Begriff „Pegging“ erschaffen wurde, gingen andere Begriffe für dasselbe Phänomen unter, wie beispielsweise „Strap-on-Sex“, „BoB“ (englisch) oder „Rollentausch“, „den Spieß umdrehen“ oder „Revanche“. Gelegentlich wird auch die englische Umschreibung verwendet „Was gut für die Gans ist, ist auch gut für den Ganter.“

Kaum sinnliche Beschreibungen, aber viel Pornografie

Was er für die Sexualität oder überhaupt für den Mann bedeutet, der Pegging erleidet, erduldet oder genießt, sollte getrennt behandelt werden. Allerdings scheitert dergleichen oft daran, dass Männer, die Pegging erlebt haben, ungerne darüber schreiben, gleich, ob sie die Praktik genossen oder verfluchten. Was die Frauen betrifft, die sich aktiv damit beschäftigen, so scheint es so zu sein, dass die größere Anzahl dabei wenig fühlt, und schon gar keine körperliche Erregung. In der einschlägigen Pornografie kommen gar keine Gefühlsregungen vor, dort wir nur optisch veranschaulicht, was möglich ist.

Wer etwas anderes liest, sollte die Quellen genau überprüfen, dann oftmals stehen Hersteller von „Toys“ dahinter, die angeblich sowohl den aktiven wie den passiven Teilnehmer sexuell reizen sollen.

Lest auch den Folgeartikel, in dem beschrieben wird, wie sich das "Strafpotenzial" in ein "Lustpotenzial" wandelte.

Einen Penis sehen – der Erste, den ich jemals sah …

Manche denken, er ähnele einer Banane ...
Nein, es geht nicht alleine darum, zum ersten Mal einen Penis zu sehen. Irgendwo siehst du ihn halt zum ersten Mal, und im Internet musst du nicht lange suchen. Das wirklich Interessante ist, ihn aus der Nähe zu sehen. Sagen wir mal, während er wächst und sich aufrichtet, in die Luft starrt und nach einer Hand oder einem Mund giert, der sich seiner erbarmt.

Die Forscherinnen unter euch haben möglicherweise schon einmal einen Mann eingeladen, der sich nicht darüber klar war, dass er der „Wissenschaft dienen“ sollte. Und die Mutigen werden sich den gesamten Prozess von der Erregung über die weißliche Fontäne bis hin zur Erschlaffung schon einmal angesehen haben. Willige Opfer soll es ja in Hülle und Fülle geben.

Selbst, wenn ihr schon Fotos, Videos oder medizinische Darstellungen gesehen habt, werdet ihr feststellen (oder bereits wissen), dass der Eindruck aus der Nähe und im „richtigen Leben“ ganz anders ist. Der echte Penis ist weitaus empfindlicher, sieht oftmals ganz anders aus und er ist nicht „von Natur steif“. Die beste Auffassung besteht darin, den Penis als ein Stück der Natur zu betrachten – und die Natur macht nichts falsch. Allerdings fanden wir unter allen Aussagen nur eine, die in etwa lautete: „Ich war darauf vorbereitet, was ich sehen würde, und es hat mich deshalb nicht überrascht.“

Eine Analyse von Aussagen über „den ersten Penis, den ich sah“ ergab deutlich drei Gruppen von Frauen:

Drei Gruppen von Frauen zeichnen sich deutlich ab

Die Frauen der ersten Gruppe können wir „Beobachter“ nennen. Sie konnten beschreiben, was sie sahen und ob es ihren Vorstellungen und Erwartungen entsprach.

Die Frauen der zweiten Gruppe dachten pragmatisch – sie überlegten, wie sie mit dem umgehen könnten, was sie sahen, unabhängig davon, ob es ihren Erwartungen entsprach oder nicht. Sie dachten also pragmatisch.

Eine dritte Gruppe reagierte ausschließlich emotional. Die Frauen dieser Gruppe beschrieben in der Regel nicht, was sie sahen, sondern ausschließlich, wie sie sich fühlten – zumeist angeekelt, gelegentlich aber auch starr und manchmal auch belustigt.

Typische Aussagen für die erste Gruppe waren Aussagen über den Unterschied zwischen dem schlaffen und dem erigierten Penis, Beobachtungen an der Eichel und der Vorhaut oder der Beschaffenheit der Hoden.

Die zweite Gruppe beschäftigte sich überwiegend mit dem erigierten Penis und seinen Verwendungsmöglichkeiten. Eine der Aussagen war „Bewegt sich der Penis jetzt unkontrolliert oder kann ich das irgendwie steuern?“ Andere fragte sich, ob sie die Lippen oder die Hände einsetzen sollten oder ob ein „derartig großes Ding“ tatsächlich „in sie hineinpassen“ würde.

Die dritte Gruppe war sichtlich befremdet und wusste nichts mit dem „hässlichen Wurm“ anzufangen, im Englischen auch das „einäugige Monster“ genannt. Sie sprachen von Angst oder Ekel vor dem Penis und auch über das Aussehen von Penis, Hoden und Schamhaar, dass sie als unästhetisch empfanden.

Frauen und Männer – so denken wir – sollten sich nie voreinander fürchten, sondern einander entdecken und der Natur einen möglichst freien Lauf lassen.

Was meint ihr?

(Analyse aufgrund von etwa 60 im Internet dokumentierten udn bewerteten Aussagen, also nicht repräsentativ)

Kann denn Liebe Sünde sein?

Wollust als Haltlosigkeit?
Wir sollten mal über die Sünde sprechen. Denn viele Menschen glauben, dass sie sich „versündigen“, wenn sie lieben. Falls wir das präzisieren müssen: wenn sie so lieben, wie es die christliche Kirche nicht vorsieht. Denn „die Liebe an sich“ ist ja schon von Grund auf sakral – sie kann also keine Sünde sein.

Steigen wir ein bisschen tiefer ein: Wie kommen die Kirchen eigentlich auf die Idee, dass es Sünden gibt?

Das erklärt uns ein Autor von Wikipedia so:

Die Sünde besteht nach christlichem Verständnis in einer Abkehr von Gottes Willen, im Misstrauen Gott gegenüber, im Zulassen des Bösen oder im Sich-Verführen-Lassen.


Fassen wir’s mal zusammen: Wir müssen „Gottes Wille“ kennen, dürfen seinen Worten nicht misstrauen und uns nicht „dem Bösen“ zuwenden, das uns verführen will.

Halt! Leben wir eigentlich im historischen mosaischen Umfeld? Oder im Mittelalter?

Nicht frei, nicht gleich, dafür sündig und unmündig

Nein – natürlich nicht. Nach christlicher (insbesondere katholischer) Auffassung sind wir weder frei und gleich geboren noch zu Gottes Ebenbild, sondern leben von Geburt an unter dem Makel der Erbsünde. Ob das nun wirklich so in den Büchern Mose steht? Da könnt ihr ja mal einen Theologen fragen. Er wird euch wahrscheinlich sagen, dass die Erbsünde eine Konstruktion ist.

Und die Liebe? Sie existiert eben auch als Lust, und als Lust steht sie der Wollust nahe, und eben jene Wollust ist nicht nur eine Sünde wie viel andere, sondern eine Todsünde – und davon gibt’s nur sieben.

Die anderen sind Hochmut, Geiz, Zorn, Völlerei, Neid und Faulheit.

Wollust - die Mutter weiterer Sünden?

Was ist sie nun, die Wollust? Sie führt, so habe ich mir sagen lassen, zu weiteren Sünden, weil sie vom Genuss, dem begehren und dem unkeuschen Verhalten angetrieben wird. Pikanterweise wurde der Vorwurf der Wollust in Hexen- und Ketzerprozessen erhoben, und er richtet sich ebenso gegen einen großen Teil der „unkeuschen“ Literatur.

Im Volksmund sind „Sünden“ eher kleinere Abweichungen von ungeschrieben Gesetzen. Und weil wir „allemal Sünder“ sind, dürfen wir sie zumeist weglächeln.

Findet eure Antworten selbst; Sünder

Und was die Lust betrifft, die Sinnlichkeit, die Verführung und was sonst noch als Sünde zählt?

Findet eure Antwort darauf, wenn ihr katholisch seid, Mitmenschen. Und für den Rest gilt her, was Zarah Leander mit rauchiger Altstimme vortrug:

Liebe kann nicht Sünde sein,
doch wenn sie es wär'
dann wär's mir egal -
lieber will ich sündigen mal,
als ohne Liebe sein!


Wem das zu profan ist, dem füge ich noch ein Zitat aus „Schwester Monika“ hinzu (um nicht gleich de Sade zu zitieren, der hier wahrscheinlich als Ketzer herausfallen würde):


Beide, die Schönheit der Seele und die des Leibes, sind ja ohnehin dem Verderben und der Auflösung unterworfen, warum sie nicht genießen, warum sich ihrer nicht teilhaftig machen? Nicht zu lieben, nicht zu genießen, sind die größten Verbrechen gegen die Gottheit und die Natur.


Ja, die Gesetze … vor allem die mosaischen. Man wird unter den „Zehn Geboten“ keines finden, das die Lust an sich verdammt. Nur das Neiden, das Begehren des „Eigentums“ des anderen, das wird verdammt.

Zitat Leander: Nach der Aufnahme. Zitat "Monika" nach dem Original von 1815 aus einer Ausgabe von 1910. Als Autor gilt nach ausführlichen Textanalysen und anderen Indizien der Jurist und Dichtermusiker E.T.A. Hoffmann.Bild oben (Auszug) Pieter Brueghel

Was kannst du vom “Picknick am Valentinstag” lernen?

Es gibt kaum eine Novelle, von der sich so viel lernen lässt wie vom „Picknick am Valentinstag“ (Picknick at Hanging Rock). Ob ihr sie nun kennt oder nicht, spielt eigentlich keine Rolle. Aber die meisten Kritiker(innen) haben nicht erkannt, dass hier eine latent erotische Geschichte erzählt wird. Doch in England wusste man sofort: Diese Story erfüllt mindestens drei Vorstellungen:

1. Die Entwicklung der Fantasien gebildeter junger Mädchen im viktorianischen Zeitalter aufzuzeigen.
2. Mehrere verschachtelte, sinnlich und teils erotische Verbindungen der Frauen untereinander.
3. Der Mythos der Wiedergeburt und des Übergangs in eine andere Welt.


Es ist absolut erstaunlich, wie wenige Menschen die erotischen Aspekte des Films sahen, obgleich sie offenkundig waren.

Vincent Canby schrieb 1979 für die New York Times über den Film (1):

Schon die Eingangsszene spielt die die sexuelle Unschuld der Mädchen mit solcher Kraft in den Vordergrund, dass wir uns sofort darüber klar werden, welche sexuellen Sehnsüchte überall lauern. Die Internatsschülerinnen hegen sie für andere Internatsschülerinnen, die Mädchen für die Lehrerinnen, und die Lehrerin für eine(n) Unbekannte(n) … (die Mädchen) tauschen dabei „Valentins“ aus, die ewige Liebe versprechen.



Ob deutscher oder englischer Stil: alles sittsam bedeckt
Fragen wir uns, wie eine Schülerin der damaligen Zeit ihre Zukunft sah, so finden wir, dass auch die Schönsten, Sinnlichsten und Gebildetsten unter ihnen nicht viel mehr erwartete, als einen besseren Herrn zu heiraten. Das hieß, sein Haus zu führen, sich mit ihm zu zeigen, ihn bei Laune zu halten und mit ihm zu vögeln, um Nachkommen zu zeugen. Mehr war nicht vorgesehen, es sei denn, die Damen ergriffen den Lehrberuf, der nicht zu sonderlichem Ruhm führte.

Und also handelt die Geschichte von einer Flucht aus der Realität in die Fantasie, repräsentiert durch eine Wiedergeburt in einer anderen Welt, von der sich die jungen Frauen mehr erhofften.

Und sie handelt durchaus parallel von den Gelüsten der Schülerinnen aufeinander wie auch der Lehrerinnen auf die Schülerinnen und umgekehrt. Und dies alles so verklärt, dass die Zeitgenossen der Handlung (1900) und das Lesepublikum beim Erscheinen des Buches (1967) nicht vom Stühlchen fielen.

Es gibt noch mehr, was man daraus entnehmen kann:

1. Wie du eine reale Umgebung und den Anschein einer wahren Geschichte zu einem Mysterium verbinden kannst.
2. Wie du lesbische Lüste verhüllen kannst, gleich, wo sie auftreten und wie sie sich äußern.
3. Dass du eine Geschichte nicht unbedingt abschließen oder auflösen musst - du kannst die Auflösung deiner Leserin überlassen.

Was die Geschichte wirklich aussagt, ist dies: Es gibt einen Eintritt in eine andere Welt, die zunächst durch den Mut zum Ungewöhnlichen überwunden werden muss. Es ist ein Weg, den (auch heute) nicht sehr viele Menschen gehen. Und immer wieder: ja, in dieser Welt kannst du dein sexuelles Verlangen stillen, wie es dir gefällt.

(1) Aus dem Beiblatt zur CD (englische Version)

Du solltest dich schämen – und tust du es auch?

Schämen? Eigentlich nicht nötig ...
Schämen? Oh ja, das kennen wir doch? Vor allem Mädchen haben oft gehört:


Schämst du dich nicht?
Du solltest dich schämen!
So ein schamloses Verhalten ziemt sich nicht!
In die Ecke und schäm dich!


Die Autorin Andrea Köhler sagte in einem Essay für den SWR 2013: (1)

(Es gab …) Schiefe Blicke, so lange, bis die Beschämung nicht mehr nur possierlich gemimt wurde, sondern schon ganz innen die elementarsten Empfindungen abschreckte. „Weibliches Erröten“ sogar in der Freude, weil man sich dieser Freude gehörigst schämen musste.


Hat man den Mädchen nun beigebracht, mit gesenktem Blick und leicht erröten Gesicht Scham auszudrücken, um dann durch die „Possierlichkeit“ in jedem Fall die Absolution zu erhalten?

Die Tat der Schande und die Sühne des Schämens

Manche Wissenschaftler behaupten, Scham sei eine Reaktion, um das Mitleid anderer hervorzurufen, wenn man eine „Tat der Schande“ begangen hat. Man möchte der Strafe entgehen, insbesondere die Ächtung vermeiden, vielleicht durch die Körperhaltung auch Abbitte tun: Sie mal, ich stehe dir nicht selbstbewusst gegenüber, sondern bitte schamvoll um Gnade?

Die Frage im Hintergrund ist nicht zu überhören: Wofür sollten wir uns denn nun schämen, wenn nicht vor etwas, was man uns vorher verboten hat und das wir deshalb „im Geheimem“ taten?

Die reine Willkür - sich schämen für was?

Denn wir haben zumeist nichts Falsches, nichts Unrechte und nichts wirklich Verbotenes getan. Wir sind lediglich der Lust, dem Verlangen oder der Neigung gefolgt, statt uns an gewisse Direktiven zu halten, die sinnlos oder sinnvoll sein mögen – aber die wir für uns eben nicht akzeptierten.

Dazu kann man allerlei Unsinn lesen, zum Beispiel:

Tue nichts im Verborgenen, dessen Du Dich schämen müsstest, wenn es ein Fremder sähe.


(Knigge)

Das Paradoxe an Knigges Aussage: Wir sollen zwar in erster Linie vor uns selbst vor uns selbst bestehen, aber dabei zugleich glauben, wie würden von Menschen beobachtet, die unser Tun beurteilen.

Ähnlich eine andere Aussage, die ich hier interpretiere und die angeblich aus der „Psychologie“ kommt. Demnach ist Scham auf der einen Seite die Peinlichkeit oder Schmach, etwas getan zu haben, das „peinlich“ ist, andererseits aber auch ein Bewahrer der Tugend, weil man bestrebt ist, etwas zu tun, das nicht peinlich ist.

Schämen? Warum denn nur?

Alle diese Autoren kreisen wie die Katzen um den heißen Brei herum, und der heißt: Warum um Himmels willen, sollten wir uns für etwas schämen, was unserem Willen entsprach, was unsere Psyche streichelte, unserem Körper gut tat und uns rundum erfüllte? Nur, weil es den Übrigen, der kleinen Maus im Ohr oder einer der uns verbliebenen anderen Stimmen nicht gefiel?

Diese Grundlagen werden ausführlich beispielsweise von Dunja Voos erklärt, die sich ihrerseits auf Ana-Maria Rizzuto beruft und dabei zahllose Meinungen zitiert.

Betrachten wir nun das, was wir angeblich tun sollen: Uns schämen.

Sollten wir und jetzt wirklich schämen?

In Wahrheit kann ich mich nur schämen, wenn ich gegen meine eigenen Grundsätze und Direktiven verstoße – das passiert Schriftstellern übrigens häufiger als anderen Menschen, weil wir uns in Menschen hineinversetzen müssen, die sich schämen und ihren Gedanken folgen. Aber wir sollten gar nicht erst anfangen, uns für Gedanken zu schämen. Sie sind frei wie die Vögel, aber sie brauchen Nahrung, die oft nur am Boden zu finden ist.

Unsere Figuren schämen sich ohne jeden Zweifel – das wollen unsere Leser, besonders, wenn wir von ihren frivolen, geheimen Begierden schreiben. Und dann tut es uns gut, uns zu erinnern, wie das so war: Zu erröten, zu schwitzen, Plüschaugen zu machen oder den Kopf zu senken, um der Verachtung zu entgehen.

Strafe: Schamvoll schämen für die Schamhaftigkeit?

schamvoll abwenden
Oder der Strafe. Sie ist eine Schamverletzung besonderer Art, und wir wissen aus zahllosen Schilderungen, wie schamvoll es war, bestraft zu werden, wobei dabei noch ein besonderer Wert auf Schamverletzungen (Entblößen des Gesäßes, schamverletzende Stellungen, Eckenstehen) gelegt wurde.

Kommen wir noch einmal zurück zum Anfang: Da wurden die Mädchen (und sogar noch jungen Frauen zwischen bis zur Volljährigkeit) ermahnt, sich zu schämen und dazu noch auf „Schamhaftigkeit“ dressiert. Dies sollte, falls ich die vielen Autoren richtig verstanden habe, dazu führen, die Scham auslösenden Situationen zu vermeiden, was allerdings nicht gewährleistet war. Und dann wurde die Scham erneut verletzt, indem man die Schamhaftigkeit mit der Rute, dem Rohstock oder noch intimer mit der rohen Hand in sie hineinzuprügeln versuchte?

Manchmal wünschen Leser(innnen) Schamverletzungen

Ach, lassen wir es. Manchen jungen Frauen und Männern gefiel es, auf diese Art gedemütigt zu werden – oder sich erfreuen sich daran, wenn andere auf solche Art beschämt werden. Und manche unserer Leserinnen und Leser wollen dies jetzt in unseren Figuren erleben, obgleich sie nicht das zweifelhafte Vergnügen hatte, sich gewissermaßen „öffentlich“ und mit luftig freigelegtem Hintern schämen zu müssen.

Wir hatten schon über "Scham" an anderer Stelle geschrieben. In diesem Artikel beziehen wir uns nicht ausdrücklich auf die sexuellen Aspekte, sondern eher auf die Hintergründe.

(1) Ich bin der Überzeugung, dass die Sätze im Original von Peter Handke stammen, und zwar in "Wunschloses Unglück: Erzählung"

Naht auftrennen: Droge Verliebtheit, Sex und Liebe

Zuerst die wichtigste Frage und zwei kontroverse Antworten:

Gehören Romantik, Sinnlichkeit, zärtliche Lust, Verliebtheit, Liebe und Sex zusammen?

Ja, wenn du ein „Plot“ im Hirn hast, ohne das du nicht leben oder lieben kannst. Nein, wenn du offen gegenüber dem Leben und der Lust bist und in der Lage, dich sowohl hinzugeben als auch den Verstand zu behalten.

Ursächlich gehört Liebe gar nicht dazu

Erst Liebe, dann Sex? Da liegt ein kleiner Fehler vor, dem so viele verfallen, dass man von einer Epidemie sprechen könnte. Tatsächlich ist es ganz anders: Der Körper produziert dien nötigen Drogen, um dir das Gehirn zu vernebeln und bringt dich dazu, Geschlechtsverkehr zu haben, während du im „Liebesrausch“ bist und alles raushaust (oder aufnimmst) was die Natur dafür vorgesehen hat.

Verliebtheit plus Sex: die Wahnsinns-Mixtur – und dann Liebe

Beim Menschen hält die Wahnsinns-Mixtur eine Weile vor: Frauen und Männer bilden dann manchmal Paare und gieren nacheinander, sooft es geht. Wenn du Glück hast, kommt dann auch die Liebe um die Ecke oder du rufst sie herbei. Daraus entstehen dann auch die langjährigen Beziehungen und Familien.

Sex und Liebe gehören nicht untrennbar zusammen
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Die Natur hat uns mit der Fähigkeit ausgestattet, jede Art von Sinnlichkeit, Lust und Begierde auszuleben, ohne dass wir einander lieben. Manche Männer und Frauen behaupten sogar, leidenschaftlicher zu sein, wenn sie die Person nicht lieben, sondern sie nur Begehren. Heftige sexuelle Reaktionen kann jeder solo erzeugen oder sich von einem Partner erzeugen lassen. Das ist wesentlich harmloser und ungefährlicher als die Illusion des Dreierpacks von Verliebtheit, Pseudoromantik und Liebe, der sich schnell als Illusion erweist und nach maximal drei Monaten aufgebraucht ist. Verliebtheit und Sex hingegen können die Emotionen auf ein zeitweiliges Hoch bringen – und das immer wieder, ob mit demselben Partner oder wechselnden Partnern. Du entscheidest allein, was gut für dich ist. Natürlich hoffen ziemlich viele Menschen, dies „all inclusive“ zu bekommen. Aber da gibt es ein Hindernis: Es ist mühevoll und zeitraubend, ein solches Szenario auszugestalten. Und viele (inzwischen auch viele Frauen) scheuen den Aufwand und die Einschränkungen.

Nichts ist natürlich außer Zeugung

Die Vorstellungen davon, was „natürlicher Sex“ ist, sind meist völlig absurd. Natürlich ist ein lebendiger Penis in einer natürlichen Vagina, und der Vorgang dient ausschließlich dazu, dass sein Sperma an ihre Eierstöcke gelangt. In Wahrheit ist Sex ein ganzer Cocktail sinnlicher, lustvoller und bisweilen auch befremdlicher Genüsse, die wir als „Sex“ bezeichnen. Die Lust kennt nahezu keine Einschränkungen: Viele Körperteile und „erogene Zonen“ sind reizbar, sie es durch lustvolles Berühren oder heftigere Aktionen, und Mund und Zunge lösen weitaus heftigere Reize aus, als sie beim „PiV“-Verkehr üblicherweise auftreten. Insofern sind „Lust schenken“ und „Lust genießen“ die wichtigsten Komponenten für „schönen Sex“

Und wo bleibt die Moral?

Die Natur kennt gar keine Moral, die Gesellschaft hat recht wenige ethische Vorstellungen über Sexualität – und das Christentum (entgegen mancher Aussage) auch nicht. Unser Moral ist daher das, was in uns ist: Offenheit, Freiheit, Lust auf Lust, aber auch Hürden und Grenzen.

Wie verpackt der Mann Po, Penis und Hoden sexy zum Ausgehen?

Mal ganz ehrlich? Am besten, in Baumwolle, schwarz, relativ eng anliegend, aber nicht beengend. Das geht in der Freizeit, im Büro und sogar beim Date – es sei denn, du hättest etwas vor, was aus dem Rahmen fällt. Doch nicht alle Frauen finden Strings, Jocks, Push-Ups und andere Mini-Höschen für Männer chic. Und – wie war das mit Seide und Spitzen? Ein knackiger Po zum Vorzeigen? Vielleicht müssen Männer ja mutiger sein, aber bei Jocks, Push-Ups und gar nichts – schlägt da das Frauenherz noch höher? Und was ist eigentlich, wenn du zum Date gehst? Was trägst du dann „drunter und drüber“?

Strings

Kommt nicht immer an: String/Thong
Mehrere Slip-Hersteller haben auch „sexy“ Varianten im Programm. Da wären zunächst die Strings, deren Hauptbestandteil der Beutel ist und der mit „Strings“ („Schnur“) getragen wird – daher der Name. Zumeist hast du ein bisschen Mühe, Hoden und Penis darin so unterzubringen, dass beides sicher verpackt ist. Und was die Damen betrifft: manche stehen drauf, besonders, wenn du einen sexy Körper hast, andere lehnen so etwas als „aufgesext“ ab. Zumeist ist dein Po in seiner ganzen Schönheit zu sehen, was aber auch heißt, dass er nun in den Jeans ruht (die vielleicht kratzen). Mit echtem Komfort ist’s also nichts.

Spitzen und Seide

Hübsch anzufassen - Seide
Im Grunde sind Seiden-Pants außerordentlich komfortable und hautfreundlich, und auch Frauen mögen sie gerne berühren. Doch Seidenunterwäsche hat eben den Nachteil, dass man sie nicht einfach mal so in die Waschmaschinen werfen kann – also – etwas für besondere Gelegenheiten und Liebhaber besonders zärtlicher Begegnungen. Tipp: Kurz vor dem Sex schnell ins Badezimmer und die normalen Pants gegen Seiden-Pants austauschen.

Spitze - gilt als zu feminin
Spitzen-Pants wären etwas Tolles – aber es gibt kaum Frauen, die erfreut sind, und in Spitzenwäsche zu sehen – und ob Männer untereinander so begeistert davon sind? Es darf zumindest bezweifelt werden, aber dennoch: Schade, dass Männer nicht so mutig sind, sie einfach zu tragen. Und vielleicht sollten wir doch mal unser Frauen fragen, ob sie uns in Spitzen absolut ablehnen würden.

Jocks

wenn der Po zählt
Jocks sind sehr ausgefallene Herren-Unterhosen, die ähnlich wie die Strings sehr viel vom Oberschenkel und vom Po zeigen und die mittlerweile ganz und gar im Dienste der Erotik stehen. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass die „Strings“ nicht über der Mitte der Pobacken liegen, sondern seitlich geführt werden. Das ermöglicht nicht nur, einen schönen Po zu sehen, sondern ihn auch zugänglich zu halten. Ursprünglich waren sie einmal als Suspensorien gedacht.

Push-Up-Technik

Bei der Push-Up-Technik werden Hoden und/oder Penis gestützt, damit der Penis frontal voluminöser wirkt. Früher sagte man dazu auch Renommier-Suspensorien. Gerüchteweise hört man, dass solche Techniken unter Homosexuellen verbreitet sind – sie nützen aber kaum etwas, wenn man „ganz gewöhnliche“ Hosen darüber trägt.

Rien (going commando)

Gar nichts geht eigentlich gar nicht – höchstens in Porno-Filmen, bei denen der Penis aus den Jeans rausfluppt wie der Kastenteufel. Versucht es gar nicht erst, es sei denn, eure Freundin steht drauf. Dann möglichst nicht mit ihr ausgehen, sondern kurz vorher umziehen und ihr das Vergnügen gönnen.

Bei ersten Dates … seriöse Pants sind die beste Wahl

Richtig bequeme und dennoch eng anliegende Pants sind die beste Idee für Dates. Hochwertige Qualitäten zahlen sich stets aus, doch wollen Männer oftmals noch unter 10 Euro für die Pants bezahlen – kann man, reicht aber nicht, um als modebewusst zu gelten. Und egal wie schön der Körper des Mannes auch sein mag – in schlichten, aber eleganten Höschen wird jeder Mann ein bisschen aufgewertet. Das Problem bei Männern ist ja eigenartig: Wir hoffen ja schon manches Mal, dass wir uns nach dem Date bei der Dame ausziehen dürfen, aber wir bereiten uns nicht darauf vor. Frauen hingegen bereiten sich auf die Dates, bei denen sie sich voraussichtlich ausziehen werden, sehr genau vor.

Also Männer - macht es auch. Es lohnt sich, echt.

Beste Beratung (englisch) und ausführliche Infomationen: Gentlemans Gazette, passabel auch noch auf Ellviva. Die Fotos sind Werbeaufnahmen der jeweiligen Vertriebsfirmen. Da ich keine verschleierte Werbung akzeptiere, verlinke ich auch nicht zu den Anbietern. Dieser Beitrag ist nicht gesponsert

Po, Penis und Hoden – die passende Verpackung

Auf „deutsch“ heißen sie „Pants“ – der Brite sagt dazu „Trunks“ – und genau diese Form des „Herrenhöschens“ ist die beliebteste und ohne jeden Zweifel praktischste Alternative zu den unförmigen Feinripp-Erzeugnissen, die um die Hüfte schwabbeln und auch sonst zum Fürchten aussehen. Manchmal erfüllen sie nicht einmal die Funktion, die Hoden oder den Penis „innen“ zu halten, und der betreffende Mann muss dann „im Gehen“ korrigierend eingreifen – ist peinlich und siehst schrecklich aus.

Wie muss die Unterhose des Mannes sein?

Exklusive Pants
Also noch einmal von vorne: Unterhosen für Männer, auch Slips oder Pants genannt, gibt es in vielen Formen, Stoffen und Qualitäten. Sind sie für den Komfort geschnitten, dann haben sie breite, stabile, aber nicht einengende Gummizüge, einen etwas dehnbaren, aber fest schließenden Beutel und sie sitzen am Bein fest, ohne Abdrücke zu hinterlassen. Ein sogenannter „Eingriff“ ist im Grunde nicht nötig, wird aber vielfach angeboten. Das Material sollte weich, saugfähig und hautfreundlich sein – die gute alte Baumwolle ist der Favorit, doch auch die Mikrofaser ist im Kommen.

Muster und Spitzen

Über Muster kann man trefflich streiten: der Gentleman trägt dennoch stets einfarbig, zumeist schwarz, weiß, blau oder rot, seltener beige, haut oder transparent. Spitzen sind zumeist absolut unerwünscht, obgleich es immer mal wieder versucht wird, Herren auch mit Spitzen zu begeistern.

Knackpunkte - unbequem und sichtbar

Es gibt einige „Knackpunkte“ – einer ist die Art, wie der Beutel eingenäht ist. Er sollte so gestaltet sein, dass er Penis und Hoden umschlingt (außer bei Boxershorts), festhält, und ein wenig elastisch, weil an dieser Stelle doch mal etwas anschwillt. Ein guter Beutel ist so geschnitten, dass nach vorne etwas Luft bleibt und er seitlich gut schließt. Ein anderes Problem liegt an den Schneidern von Jeans und ähnlichen Baumwollhosen, die „Stehhosen“ produzieren, also solchen, bei denen die „Hüfte tiefer gelegt“ wurde. Wen’s nicht stört, dass man die Gummizüge der Unterhosen sieht, dem macht es wahrscheinlich nicht viel aus – aber es ist nicht ganz einfach, Hüftjeans und Pants so zu kombinieren, dass sich gar nichts abzeichnet.

Boxershorts - luftig aber nicht immer praktisch

Boxershorts - luftig
Es gibt einige Ausnahmen, und allen voran nennen wir da mal die Boxershorts. Sie sind eigentlich „gesünder“ als die „Trunks“ oder „Pants“, weil die Hoden mehr „Luft“ (und damit mehr Kühlung) bekommen. Aber sie vermitteln nicht das Wohlgefühl, unten herum „geschützt“ zu sein – und ja, das Gemächt kann auch bei Ihnen mal heraushängen.

Die Briefs - einstmals der Standard

Briefs - kurz und knapp
Dann wären da noch die „Briefs“, das sind die Pants mit kurzem Bein. Sie tragen sich sich ähnlich wie die Pants, sollen aber komfortabler beim Sitzen sein – ich konnte das nie feststellen. Die Briefs sehen nicht so toll aus, wenn du sie ausziehst – falls du also ein Date hast, und du glaubst, dass deine Partnerin nach später noch etwas davon sehen wird, dann nimm Qualitäts-Pants, unbedruckt und möglichst nicht in Weiß.

Klicken, um die Fortsetzung zu lesen. Da geht's auch um Dates und Sex.

Beste Beratung (englisch) und ausführliche Infomationen: Gentlemans Gazette, passabel auch noch auf Ellviva. Die Fotos sind Werbeaufnahmen der jeweiligen Vertriebsfirmen. Da ich keine verschleierte Werbung akzeptiere, verlinke ich auch nicht zu den Anbietern. Dieser Beitrag ist nicht gesponsert

Dating – aus der Sicht der Massen

Dating – aus der Sicht der Massen - oder: warum männliche Loser und weibliche Akademiker leer ausgehen
Stürmen der Bastion "Akademiker": Die Absichten sind klar - die Mittel unterschiedlich
Man braucht keine „Studie“ mit den üblichen fragwürdigen Materialien und Vorgehensweisen, um festzustellen, warum die Partnersuche ihre Tücken hat – im realen Leben oder auch online.

Wühlen im Durchschnitt - bewährt, aber unbeliebt

Zum Beispiel eignet sich ein einfacher logischer Kniff:

Die meisten Menschen sind das, was sie sind: Durchschnitt. Die Ränder „erheblich unter Durchschnitt“ und „erheblich über Durchschnitt“ bilden gemeinsam nur ein paar Prozent vom ganzen Kuchen, denn der „Durchschnitt“ ist stets die zahlenmäßig stärkste Gruppe. Und weil das so ist, behaupten wir gerne, uns vom „Durchschnitt“ erheblich abzusetzen. Nach oben, selbstverständlich.

Der erste Schritt auf dem Holzweg

Wenn wir das glauben, sind wir schon auf dem Holzweg. Wir sind ja nicht wesentlich besser als der Durchschnitt. Und nun hoffen viele von uns, namentlich bei der Partnersuche, einen Menschen zu finden, der uns noch bei Weitem übertrifft. Wer hat also mehr körperliche Attraktivität, wer ist klüger, wer reicher und wer mächtiger? Das heißt in Wahrheit: Die große Masse der geschätzten 60 Prozent bewegt sich auf den schmalen „oberen“ Rand zu, an die wir etwas weniger als 20 Prozent vermuten.

Das heißt: Auf den Treppenstufen der gut Aussehenden, elitär Gebildeten, oder mit Macht und Geld ausgestatteten winseln stets Dutzende um die Gunst, überhaupt erst mal Aufmerksamkeit zu erregen.

Hinten anstellen und chancenlos sein

Die "Top Dogs" sind nicht einfach zu domestizieren
Und manche sind definitiv so blöd, sich da hinten anzustellen und zu hoffen, dass vorne jemand aufgibt.

Die Masse der Frauen, von der hübschen Postzustellerin bis zur ansehnlichen Frau Doktor, befindet sich irgendwo in dieser Schlange. Wer in dem Haus wohnt, zu dem die Treppe gehört, hat also die Wahl: Gefährtin, Geschäftspartnerin, Ehefrau, Objekt sinnlicher Begierden – es ist alles dabei, auch in Kombinationen.

Heißt: Der Durchschnitt der Männer guckt erst mal in die Röhre, und der Bodensatz findet nicht einmal eine Frau für die kleinen, feuchten Vergnügungen.

Und heißt auch: Ein sehr kleiner Prozentsatz der Frauen auf der Treppe hat eine Chance auf eine lustvolle Nacht, eine kleine Affäre, eine Beziehung unterschiedlicher Art oder gar eine Ehe. In dieser Reihenfolge absteigend.

Das bedeutet: Dies Frauen fallen zurück in den Markt des Durchschnitts, sie fühlen sich aber nicht als Durchschnitt. Und das heißt wiederum: Frust, Torschlusspanik, Extremismus.

Oder Einsicht – aber die ist selten.

Die nackte, brutale Wahrheit für Akademikerinnen

Falls Sie sich fragten, warum es „Akademikerinnen“ so schwer haben, einen Partner zu finden, dann sollten sie dies wissen:

- Nur die wirklich herausragenden Akademikerinnen (akademische Eliten) gehören NICHT zum Durchschnitt.
- Wenn Sie nun unter „Herausragenden männlichen Akademikern“ suchen, werden sie finden, dass Kandidatinnen aller Couleur bereits dort sitzen und ebenfalls warten.
- Das ändert sich auch nicht wesentlich, wenn Sie in der „zweiten Reihe“ akademisch gebildeter Männer suchen – Sie finden auch hier Konkurrentinnen aller Art.
- Männliche Akademiker haben unterschiedliche Gründe, eine Partnerin zusuchen: Nicht jeder geht in die Oper oder will über Hegel diskutieren. Pragmatismus, Problemlösungskompetenz und Erdung sind ebenso begehrte Eigenschaften wie künstlerische Neigungen oder erotische Fähigkeiten.
- Die eben genannten Gebiete decken sehr viel Frauen ab, und diese Frauen müssen keinen akademischen Grad haben.

Ich weiß, dass Ihnen dies alles nicht gefallen wird, aber die Wahrheit ist oft hart und unverdaulich. Und das trotzige „Ich will aber …“ bringt Ihnen ohnehin keine Sympathien ein.

Bilder: (1) unbekannter Künstler, Ende 19. JH, Teilansicht. (2) Gebäudeschmuck, Foto des Autors.

Informationen zu Masochismus, Sadismus und BDSM

Die ZEIT hat entdeckt, dass immer mehr Menschen dazu neigen. Die etwas härteren Gangarten der Lust zu erproben. Das Vokabular, das sie verwenden, klingt allerdings so, als hätten sie viele Bücher gelesen.

Bondage und Disziplin, Dominanz und Unterwerfung, Sadismus und Masochismus – oder einfach kurz BDSM. Wir sprechen über Sex mit Fessel und Peitsche, über Rollenfantasien mit Doktorspielen und Petplay.


Es klingt – in meinem Ohr – etwas klischeehaft, doch sagt die ZEIT, sie wolle eher gängige Klischees abbauen, wie sie beispielsweise in den bekannten Machwerken von E. L. James (Erika Leonard) und den daraus entstandenen Filmen verwendet werden. (Trilogie „50 Shades of Grey“, Roman „Grey“).

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Hoffen wir mal, dass es die erhoffte Erleuchtung bringt. Dafür soll die Ärztin und Sexualtherapeutin Melanie Büttner sorgen.

Ich war etwas belustigt über den Hinweis, „die Wortursprünge von Sadismus und Masochismus“ habe der Psychiater Richard von Krafft-Ebing erläutert. Krafft-Ebing hat den Begriff „Masochismus“ in absolut böswilliger und abfälliger Weise aus Namen des Autors Leopold Ritter von Sacher-Masoch abgeleitet (also erfunden) und sich dabei auf sein Werk „Venus im Pelz“ bezogen.

Na schön, immerhin enthält der Beitrag einen Verweis auf die berühmte Studie zu sexuellen Abweichungen von Joyal & Cossette & Lapierre aus dem Jahr 2014. In ihr wird dargestellt, wie häufig sexuelle Fantasien sind, und wie sich solche Fantasien bei Frauen und Männern unterscheiden. Diese Studie lieht mir vor, und ich zitiere häufig daraus.

Wir hatten noch eine unveröffentlichte Betrachtung, die zum Thema BDSM passt - und hier ist sie.