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Dating – aus der Sicht der Massen

Dating – aus der Sicht der Massen - oder: warum männliche Loser und weibliche Akademiker leer ausgehen
Stürmen der Bastion "Akademiker": Die Absichten sind klar - die Mittel unterschiedlich
Man braucht keine „Studie“ mit den üblichen fragwürdigen Materialien und Vorgehensweisen, um festzustellen, warum die Partnersuche ihre Tücken hat – im realen Leben oder auch online.

Wühlen im Durchschnitt - bewährt, aber unbeliebt

Zum Beispiel eignet sich ein einfacher logischer Kniff:

Die meisten Menschen sind das, was sie sind: Durchschnitt. Die Ränder „erheblich unter Durchschnitt“ und „erheblich über Durchschnitt“ bilden gemeinsam nur ein paar Prozent vom ganzen Kuchen, denn der „Durchschnitt“ ist stets die zahlenmäßig stärkste Gruppe. Und weil das so ist, behaupten wir gerne, uns vom „Durchschnitt“ erheblich abzusetzen. Nach oben, selbstverständlich.

Der erste Schritt auf dem Holzweg

Wenn wir das glauben, sind wir schon auf dem Holzweg. Wir sind ja nicht wesentlich besser als der Durchschnitt. Und nun hoffen viele von uns, namentlich bei der Partnersuche, einen Menschen zu finden, der uns noch bei Weitem übertrifft. Wer hat also mehr körperliche Attraktivität, wer ist klüger, wer reicher und wer mächtiger? Das heißt in Wahrheit: Die große Masse der geschätzten 60 Prozent bewegt sich auf den schmalen „oberen“ Rand zu, an die wir etwas weniger als 20 Prozent vermuten.

Das heißt: Auf den Treppenstufen der gut Aussehenden, elitär Gebildeten, oder mit Macht und Geld ausgestatteten winseln stets Dutzende um die Gunst, überhaupt erst mal Aufmerksamkeit zu erregen.

Hinten anstellen und chancenlos sein

Die "Top Dogs" sind nicht einfach zu domestizieren
Und manche sind definitiv so blöd, sich da hinten anzustellen und zu hoffen, dass vorne jemand aufgibt.

Die Masse der Frauen, von der hübschen Postzustellerin bis zur ansehnlichen Frau Doktor, befindet sich irgendwo in dieser Schlange. Wer in dem Haus wohnt, zu dem die Treppe gehört, hat also die Wahl: Gefährtin, Geschäftspartnerin, Ehefrau, Objekt sinnlicher Begierden – es ist alles dabei, auch in Kombinationen.

Heißt: Der Durchschnitt der Männer guckt erst mal in die Röhre, und der Bodensatz findet nicht einmal eine Frau für die kleinen, feuchten Vergnügungen.

Und heißt auch: Ein sehr kleiner Prozentsatz der Frauen auf der Treppe hat eine Chance auf eine lustvolle Nacht, eine kleine Affäre, eine Beziehung unterschiedlicher Art oder gar eine Ehe. In dieser Reihenfolge absteigend.

Das bedeutet: Dies Frauen fallen zurück in den Markt des Durchschnitts, sie fühlen sich aber nicht als Durchschnitt. Und das heißt wiederum: Frust, Torschlusspanik, Extremismus.

Oder Einsicht – aber die ist selten.

Die nackte, brutale Wahrheit für Akademikerinnen

Falls Sie sich fragten, warum es „Akademikerinnen“ so schwer haben, einen Partner zu finden, dann sollten sie dies wissen:

- Nur die wirklich herausragenden Akademikerinnen (akademische Eliten) gehören NICHT zum Durchschnitt.
- Wenn Sie nun unter „Herausragenden männlichen Akademikern“ suchen, werden sie finden, dass Kandidatinnen aller Couleur bereits dort sitzen und ebenfalls warten.
- Das ändert sich auch nicht wesentlich, wenn Sie in der „zweiten Reihe“ akademisch gebildeter Männer suchen – Sie finden auch hier Konkurrentinnen aller Art.
- Männliche Akademiker haben unterschiedliche Gründe, eine Partnerin zusuchen: Nicht jeder geht in die Oper oder will über Hegel diskutieren. Pragmatismus, Problemlösungskompetenz und Erdung sind ebenso begehrte Eigenschaften wie künstlerische Neigungen oder erotische Fähigkeiten.
- Die eben genannten Gebiete decken sehr viel Frauen ab, und diese Frauen müssen keinen akademischen Grad haben.

Ich weiß, dass Ihnen dies alles nicht gefallen wird, aber die Wahrheit ist oft hart und unverdaulich. Und das trotzige „Ich will aber …“ bringt Ihnen ohnehin keine Sympathien ein.

Bilder: (1) unbekannter Künstler, Ende 19. JH, Teilansicht. (2) Gebäudeschmuck, Foto des Autors.

Wer gewinnt, wer verliert bei der Partnersuche?

Akademiker - möglichst schicke mit hohem Einkommen
Der folgende Artikel beruht auf Beobachtungen, die sich zahlenmäßig nicht verifizieren lassen. Er behandelt jeweils drei Gruppen von Frauen und Männern, die besonders begehrt sind und versucht, dabei auch die Kehrseite der Medaille aufzuzeigen: Wer verliert eigentlich bei der Partnersuche?

Zuerst die Männer – die Gewinner

Gewinner nach Berufen: männliche Akademiker in besonders angesehnen Berufen mit gutem Einkommen, aber auch Geschäftsleute und Manager ohne akademische Ausbildung.

Gesucht von: allen Frauen jeglicher Bildung, die auf ihre Attraktivität vertrauen. Das Ziel ist meist eine länger währende Affäre, eine dauerhafte Beziehung oder eine Ehe. Das Ziel: Frauen, die auf diese Weise suchen, versprechen sich Geld, Macht und Ansehen durch die Beziehung.

Gewinner nach Männlichkeit: Männer mit Berufen, die Abenteuergeist, Kondition, Mut und Männlichkeit versprechen sowie Männer, die als Erscheinung oder vom Körperbau her betont „männlich“ wirken.

Gesucht von: Frauen, die an Männlichkeit, Potenz, Sex und einem aufregenden Leben interessiert sind, aber weniger an Kultur, geistigen Auseinandersetzungen und dergleichen. Das Ziel: „Starker Kerl an meiner Seite“.

Gewinner nach Alter: Männer über 50, die finanziell und körperlich halbwegs attraktiv sind.
Gesucht von: Frauen über 40, besonders solchen mit Heiratswunsch. Ziel: „Mit diesem Mann Spaß haben und alt werden können.“

Verlierer (Männer, pauschal)

Männer, die verlieren: Männer unter 30 sowie solche mit schlechter Ausbildung, negativ empfundener Vergangenheit, wankelmütigem Charakter, geringem Einkommen, schlechten Zukunftsaussichten und schwacher männlicher Ausstrahlung.

Verlieren Arbeiter und Handwerker?

Angeblich haben „Arbeiter und Handwerker“ keine Chancen bei Frauen mehr. Die Behauptung wird insbesondere auf Foren verbreitet.

Wie sieht’s tatsächlich aus?

Das stimmt so nicht, denn nach wie vor suchen Frauen vor allem verlässliche Männer – sie wollen „Zukunft einkaufen“. Allerdings hat die „Akademisierung“ der Frauen dazu geführt, dass sich viel von ihnen „zu schade“ sind, einen Handwerker, Verkäufer oder Arbeiter zu heiraten. Diese Situation muss sich erst einmal „auspendeln“, denn solange allzu viele Frauen im „Flaschenhals“ der Akademikersuche stecken, fallen ihre Chancen auf Ehe und Familie immer mehr. Langfristig wird sich das Problem also lösen. Ansätze dafür gibt es bereits heute.

Das Äußere, das Feminine - es begeistert immer noch
Nun die Frauen, die Gewinner

Gewinnerinnen nach Alter: Frauen zwischen 25 und 30, die äußerlich attraktiv und selbstbewusst sind, sind und eine solide Ausbildung haben.

Gesucht von: Männern jeden Alters und jeder Ausbildungsstufe – kurz: fast allen. Ziel: Sich mit Jugend und Schönheit zu schmücken oder mit einer jugendlichen Frau eine Zukunft zu planen.

Gewinnerinnen nach Berufen: Frauen in Kreativberufen unabhängig von der Ausbildung

Gesucht von: allen Männer, die keine langweilige Frau suchen, sondern sich Impulse für das gemeinsame Leben von der Frau erhoffen, insbesondere gebildete Männer und Manager sowie Akademiker. Ziel: Das Leben soll interessanter und abwechslungsreicher mit ihr sein.

Gewinnerinnen nach Weiblichkeit: Frauen in femininen Berufen, die Erotik, Liebe, Zärtlichkeit und Verständnis ausstrahlen – unabhängig von der Ausbildung.

Gesucht von: Akademikern, Managern, Selbstständigen – sie suchen eine sinnlich, gesunde, möglichst perfekte Frau, die sie als „feminin“ wahrnehmen. Allerdings auch von Männern, die die erotischen Fähigkeiten möglichst auskosten wollen und sich nicht binden wollen. Ziel: „Mit der Frau Genuss und Sinnlichkeit teilen.“

Verliererinnen (pauschal)

Frauen, die verlieren: Frauen ab 40 sowie Frauen mit hohen Ansprüchen, schwacher weiblicher Ausstrahlung, Überheblichkeit, schwachem Selbstbewusstsein, negativ empfundener Vergangenheit, wankelmütigem Charakter, ohne selbst erarbeitetes Einkommen, schlechter Zukunftsaussichten und fehlender erotischer Ausstrahlung.

Verlieren Akademikerinnen?

Akademikerinnen gelten nach einigen Modellen der Partnersuche als Loser, und es heißt, dass dagegen „kein Kraut gewachsen“ ist.

Wie sieht’s tatsächlich aus?

Geht man nach den männlichen Präferenzen, gehört eine akademische Ausbildung nicht zu den Top-Anforderungen an eine Frau, sie wird aber auch nicht ausdrücklich als „schädlich“ angesehen. Das Problem liegt ganz woanders: Auf „männliche Akademiker mit gutem Job“ fliegen alle Frauen, die mindestens einen Realschulabschluss haben und auch sonst glauben, „recht attraktiv“ zu sein. Das heißt: Es gibt einen Stau vor der Tür männlicher Akademiker.