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Sinn und Sinnlichkeit gibt sich ein Motto

In meinen Artikeln habe ich es dann und wann schon benutzt, das neue Motto dieser Publikation:

Unterstelle nichts –
Glaube niemandem -
Überprüfe alles -
… und fürchte dich nicht vor dem Ergebnis.


Oder auf Englisch:

Assume nothing
Believe no one
Check everything –
... and don’t fear the result.


Keine Vermutungen, kein Glaube ... alles prüfen udn kein Ergebnis fürchten
Es ist ernst gemeint. Ich hasse dummes Geschwätz und „Fake News“ sowieso Informationen aus Blogs von Frauen und Männern, die ihre eigenen, krausen Gedanken als Wahrheiten vermarkten. Und ich bin skeptisch gegenüber alles sogenannten Forscherinnen und Forschern, die das wirkliche Leben ignorieren, aber dennoch nicht lügen – jedenfalls nicht im Sinne ihrer zumeist fragwürdigen Wissenschaften. Aber ich gebe zu, manches Mal vom „Ungewöhnlichen“ fasziniert gewesen zu sein, auch wenn die Fakten eher dagegen sprachen, entsprechende Artikel zu schreiben. Ich bin ein Mensch, und ich bin fehlbar. Und ich kann es zugeben.

Das neue Motto

Sehen wir uns das Motto noch einmal an. Ich kenne dutzendweise Menschen, die schon die Antworten „wussten“ bevor ich überhaupt eine Frage stellen konnte. Sie glauben, die Weisheit mit goldenen Löfflen gefressen zu haben, aber sie sind in Wahrheit stockdumm, weil sie nichts Neues lernen wollen. Andere, die uns die Ohren voll weinen, wollen nicht, dass ihre Probleme gelöst werden. Sondern sie suchen nach Lösungen, die auf ihre Probleme überhaupt nicht zutreffen. Es ist schade um sie, aber sie machen einen schweren Fehler: Sie leben mit Annahmen, die sie niemals hinterfragen.

Warum sollten wir jemandem glauben, wenn wir selbst klug sind? Wieso fragen wir Experten, wenn wir die Wahrheit für uns und unser Leben selber herausfinden können? Warum sollten wir Menschen glauben, die für uns und über uns reden, als wären wir Laborratten?

Glaubt nichts. Glaubt niemandem. Jeder lügt sich seine Wahrheit zusammen, wie sie ihm gefällt. (Ihr auch, aber das könnt ihr ändern, wenn ihr wollt).

Überprüft alles, was ihr überprüfen könnt und überprüfen mögt. Seht in euch hinein und schaut, welche Erfahrungen in euch wohnen. Sie sind sehr real, und ihr lebt mit ihnen. Ein Schriftsteller, Journalist, Psychologe oder Wissenschaftler kann euch vielleicht anregen, tiefer zu graben, aber er kann euch nicht sagen, was an euren Gefühlen „wahr“ ist. Das könnt nur ihr.

Und wenn ihr wirklich etwas herausfindet, das euch nicht recht bewusst war, dann fürchtet euch nicht davor. Sondern fragt euch: „Wie gehe ich jetzt damit um?“

Nach dem neuen Motto handeln - ein schwerer Job, aber ich versuche es

Ich handhabe das ganz genau so, wie ich es euch rate, nur etwas professioneller. Ich glaube ohnehin fast nichts, überprüfe nahezu alles mehrfach, was ich als „Wahrheiten“ veröffentliche, und ich habe keine Berührungsangst, wenn die Resultate nicht meinem Weltbild entsprechen oder gar als „schmutzig“ abgetan werden. Ein älterer Redakteur hat mir einmal geraten, alle Themen anzufassen, aber mich niemals mit dem zu identifizieren, über das ich schreibe. Ich denke, ich bin ihm nahezu immer weise gefolgt. Und wie sagt noch Titus?

Den Reinen ist alles rein; den Unreinen aber … ist nichts rein, sondern unrein ist ihr Sinn sowohl als ihr Gewissen.


Und überhaupt – wenn ihr christlich seid: Hat euer Religionsstifter etwa den Schleimern, Moralisten und Beckmessern das Himmelreich versprochen? Nach meiner Lesart nicht.

Nein, dies ist keine Predigt. Ich habe nur ein neues Motto vorgestellt, nachdem ich alles ausrichten möchte, was hier veröffentlicht wird. Ich hoffe es zu schaffen.