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Wie geht eigentlich „unartiger Sex“?

Was sexuell gewagt ist, entscheidet jeder selbst, weil wir alle unterschiedliche Grenzen haben. Wenn du etwas für „unartig“ hältst, kann es andererseits enorm prickelnd sein. Vielleicht hast du hinterher auch „Lust auf mehr“ und willst noch viele „unartige“ Sachen probieren. Freiheit kann sehr „unartig“ sein, während Unfreiheit immer als „brav“ gilt.

Trotzdem: Frag dich, was du zu verlieren hast und was du gewinnen kannst, wenn du ein bisschen mit der Lust experimentierst.

Oh ja … es ist sehr unterschiedlich, ob du Single oder in einer Beziehung bist. Singles haben nicht viel Möglichkeiten außer Masturbation. Für fast alles, was wirklich erregt, brauchst du eine zweite Person.

Was ist „artiger Sex“?

Eigentlich nur der Sex, bei dem der Penis irgendwie in die Vagina kommt, sich dort austobt und schließlich sein Sperma hinterlässt. Daran sieht man schon, dass selbst das „gewöhnliche Ungewöhnliche“ schon „unartig“ sein kann, zum Beispiel gegenseitiges Masturbieren, Fellatio oder Cunnilingus.

Sexuelle Experimente une neue Lüste

Alles, was auch noch darüber hinausgeht, gilt als „experimentell“. Das heißt, du brauchst Vorbereitungen, Übereinkünfte, die über das „Übliche“ hinausgehen und vor allem einen Partner / eine Partnerin, der du absolut vertrauen kannst. Eventuell benötigst du Geräte und Substanzen, die du erst anschaffen musst.

Ja, und dann … dann brauchst du Selbstvertrauen – und die Hoffnung, dass du am Ende wirklich etwas Tolles erlebt hast.

Was gilt als "unartiger" Sex?

Besonders beliebt: "Häusliche Disziplin"
Als typische „unartige“ sexuelle Praktiken gelten alle Formen von Sex an „ungewöhnlichen Orten“ Analverkehr, Dreier, Partnertausch, Rollenspiele mit und ohne Verkleidungen, Fesselungen und Schläge sowie gleichgeschlechtliche Aktivitäten von Heterosexuellen – und sicherlich vieles mehr. Hinzu kommt das „Naheliegende“: schicke Dessous, frivole Präsentationen, Videos drehen und fotografieren.

Tipp: Nur mit einer vertrauenswürdigen Person anfangen und keine Pornos imitieren, sondern sich sanft an die „unartigen“ Lüste heranzutasten, die du erleben willst. Falls du dich für etwas „Optisches“ entscheidest: Pass auf, dass die Bilder nicht in falsche Hände kommen.

Sind DREIER eigentlich erstrebenswert?

Dreier - so ein "Männerding" - oder doch nicht?
Ist dieser Artikel relevant? Ja, für 85 Prozent der Männer und mindestens 30 Prozent der Frauen – denn so viel sind es, die entweder vom Sex mit zwei Frauen oder vom Sex mit zwei Männern träumen. (1) Wie viele Frauen/Männer tatsächlich Triolen irgendeiner Art erlebt haben, ist hingegen wenig erforscht und möglicherweise auch nicht wirklich relevant. Denn es sind vor allem die Träumer, die auf den Klippen stehen und sich fragen, ob sie den Sprung ins Meer der Triolen, des Partnertausches oder der Orgien wagen sollten. Zwischen den drei Aussagen: „Warum eigentlich nicht?“, „Was habe ich davon?“ und „Ich fürchte mich davor“ liegen Welten. Diese Betrachtung versucht, die Sache mit dem Dreier möglichst neutral zu sehen.

Lohnt sich das Risiko des Dreiers?

Alles, was wir tun, bemessen wir nach dem Risiko, das damit verbunden ist. Wagen wir es, haben wir möglicherweise einen Gewinn, sei er nun hoch oder niedrig. Wir können aber auch einen Verlust erleiden, und auch er kann so klein sein, dass wir ihn verschmerzen. Oder aber ebenso auch so groß, dass wir später bereuen, das Risiko eingegangen zu sein.

Das gilt für alle Risiken des Lebens - nicht nur auf sexuellem Gebiet und schon gar nicht nur für DREIER.

Ein Männerding oder eher die Lust, Grenzen zu überwinden?

In einem Artikel lasen wir jüngst sinngemäß: „Ach, Dreier – dass ist so ein Männerding.“ Heißt auf gut deutsch: Da fühlen sich die Kerle als Paschas oder sie werden „von oben bis unten bedient.“ Und das alles mit einem einzigen Penis … nun ja. So ein Männerding eben.

Frauen, so lasen und hörten wir, seien nun eigentlich gar nicht an Dreier interessiert, weil sie sich das Vergnügen mit einer Frau auch ohne männliche Unterstützung gönnen könnten. Aha, da hat jemand die Sache zu Ende gedacht … wahrscheinlich, weil ein Penis eben mal erschlafft.

Zwei Männer - sind Frauen daran interessiert?

War da nicht noch so etwas mit einer Frau mit zwei Männern? MMF, wie man so sagt? Soll ja eher bei Frauen ankommen, weil … ja, warum denn eigentlich? Weil … da könnten die Männer ja einen „Spießbraten“ zelebrieren? Klingt nicht gerade appetitlich. Oder wie war das mit einem Sandwich? Oder ist die Planung dafür ganz anders? Immer schön einer nach dem anderen? Oder willst du gar sehen, wie die Männer …?

Beim Dreier - wie viel BI ist nötig?

Nun wird behauptet: Männer mögen Bi-Frauen, aber Frauen mögen keine Bi-Männer. Auch die Begründung folgt auf dem Fuß: Bi-Männer gelten als verdeckte Homosexuelle, während von Bi-Frauen angenommen wird, sie hätten einfach mal Freude an Frauen und mal an Männern.

Ob dem der Irrtum zugrunde liegt, gleichgeschlechtliche Aktivitäten seien eine Veranlagung und nicht nur eine Möglichkeit, um neue Lüste kennenzulernen? Mit anderen Worten: Ist „Bi“ eine Frage der lustvollen Situation oder eine Frage der sexuellen Orientierung?

Wie viel "BI" ist also nötig? Eigentlich ist "Bisexualität" gar nicht nötig für Dreier. Es reicht völlig, nicht homophob zu sein, also keine Berührungsängste mit dem eigenen Geschlecht zu haben, denn Berührungen kommen nun einmal - gewollt oder ungewollt - bei Dreiern vor.

Was haben eigentlich die Kerle vom MMF-Dreier?

Und wenn die Männer nun beide absolut und vollständig „hetero“ sind und nichts anderes von dem Dreier wollen, als Lust an der Frau und mit der Frau zu gewinnen? Wäre da nicht die Frage: Was haben die Kerle davon?

Eine Frau fragt sich beispielsweise (2):

Die Idee, dass zwei Männer miteinander rummachen, erregt mich einfach nicht. Ich würde vorziehen, wenn ich ihre ungeteilte Aufmerksamkeit genießen könnte. Aber woher sollte ich zwei Männer nehmen, für des in Ordnung ist, nackt zu sein und die davon geil werden, eine Frau miteinander zu teilen?


Die Frage ist schwer zu beantworten, wenn die Intention von einer Frau ausgeht, wie wir anderwärts erfuhren. Wenn zwei Männer eine Frau für einen „Dreier“ suchen, denken sie an die Lust, die ihnen die Frau bereiten soll - nicht an die Lust, die eine Frau aus der Situation gewinnen könnte. Denn MMF sollte nicht heißen: „Mal sehen, was zwei Kerle mit einer Frau machen können.“ Vielmehr wäre die Frage: „Was kann eine Frau mit zwei Kerlen machen?“ Die Antwort ist meist: „in der heißen Phase einer nach dem anderen, nicht beide zugleich.

Ein anderer Satz, den wir oft hörten: „Auf keinen Fall versuchen, Pornos nachzuspielen.“ Das sollte ernst genommen werden, denn in Pornos spielt keine Rolle, wie sich die Beteiligten fühlen. Im richtigen Leben aber schon, und zwar vorher, währenddessen und danach. Demnach wird Paaren in traditionellen Beziehungen, also solchen die sich nicht in „offenen“ Beziehungen oder innerhalb der Swinger- oder SM-Szene bewegen, dringend abgeraten, das Experiment einzugehen. Wer nicht in einer Beziehung lebt, sollte sich vor allem fragen, wie vertrauensvoll die Partner sind – und vor allem, was „währenddessen“ geschehen soll. Das gilt für MMF und FFM.

Gefiel euch dieser Artikel? War er informativ? Konntet ihr mit dem Inhat etwas anfangen? Dann sagt es uns.
(1) Bei den Frauen wurden nur diejenigen berücksichtigt, die ausdrücklich zwei Männer als Partner angaben, nicht drei Personen. Quelle auf Anfrage.
Das Zitat (2) entnahmen wir VICE (ca).

Die Lust und die Liebe nach Myers-Briggs

Was, zum Teufel, ist Myers-Briggs? Nun, es ist in „psychologisches Beurteilungsverfahren“, das von Katharine Cook Briggs und Isabel Myers entwickelt wurde, und zwar auf der Basis der „psychologischen“ Typisierung von Carl Gustav Jung, die ihrerseits umstritten ist.

Wie das System aufgebaut ist (Kurzinfomaiton)

Dabei werden vier Merkmale und deren Gegenteil in einem System zusammengeführt, das am Ende Auskunft über die Persönlichkeit (früher auch Charakter genannt) geben soll. Ausgangspunkt und Hauptmerkmal ist stets das Verhältnis des Individuums zu sich und anderen, um sie in „Extravertierte“ und „Introvertierte“ teilen zu können.

Die Top-Introvertierten

Das häufigste Merkmal des Menschen soll dabei die Kombination von Introversion (Selbstbezogenheit), Subjektivität (auf eigene Vorstellungen festgelegt), analytisches Verhalten im Denken, und schärfe bei der Beurteilung sein, weshalb man diese Typ auch als „Inspektor“ oder „Logiker“ bezeichnet (ISTJ). Ihm zur Seite steht in der Häufigkeit der introvertierte, subjektive, der mehr auf seine Gefühle achtet, der aber dennoch gewohnt ist, scharf zu urteilen. Er wird auch als „Beschützer“ oder „Anwalt“ bezeichnet (ISFJ)

Die TOP-Extravertierten

Kommen wir zu den Extravertierten, also die Aufgeschlossenen. Auch sie kommen in zwei Hauptgruppen vor:

Hier finden wir das gleiche Muster, nur dass die Aufgeschlossenheit alle anderen Komponenten aussticht. Er wird auch als „Vorgesetzter“ oder „Führungskraft“ bezeichnet (ESTJ). Durch die Aufgeschlossenheit soll sich der zweithäufigste Extravertierte eher als Versorger (auch Berater) angesehen (ESFJ).

Die anderen Figuren aus dem Menschenzoo von Myers-Briggs werdet ihr kaum je kennenlernen – überwiegend, weil die Widersprüche zwischen „Erfühlen“ (Intuition) und „Denken“ zumeist nicht auflösbar sind.

Nun werdet ihr sagen: ja, und nun? Was soll ich damit?

Was soll uns das sagen?

Bei Dates:

Die genannten Persönlichkeiten machen etwa 37 – 53 Prozent der Bevölkerung aus. Sie gelten – trotz mancher Mängel – als die solidesten Persönlichkeiten. Die meisten anderen, die aus verschieden Gründen akzeptable sein mögen (Abenteuerlust, sexuelle Aufgeschlossenheit) schlagen noch einmal mit neun bis 18 Prozent zu Buche. ISFP – Abenteurer – ESFP –Unterhalter). Beim verbleibenden Rest scheiden sich die Geister – hier finden wir sowohl die klassischen „Besserwisser“ wie auch die „Sanftmütigen“. Besonders wenig Personen finden wir vor allem unter jenen, die sich auf „Intuition“, also das Erfühlen oder die Eingebung berufen.

Falls du Literatur schreibst:

Die zuerst genanten Persönlichkeiten sind zumeist uninteressant, weil sie „gewöhnliche“ Biografien haben, uninteressante Berufe ausüben und ihre Wünsche und Hoffnungen üblichen Standards entsprechen. Interessanter ist, über die „Sanftmütigen“ oder „Beeinflussbaren“ zu schreiben. (INFP). Die Kombination von Fühlen und Wahrnehmung ist zweifellos am sinnlichsten – diese Menschen neigen weder dazu, andere Intellektuell verstehen zu wollen noch urteilen sie überwiegend nach rationalen Überlegungen. Dieser Gruppe sollen angeblich vier bis fünf Prozent der Bevölkerung entsprechen.

Falls du dich amüsieren willst:

Angeblich haben „Forscher“ … herausgefunden, was die Meyers-Briggs-Typen am liebsten im Bett machen(außer schlafen). Demnach werden dir die meist verbreiteten Typen folgenden Probleme bereiten:

Der ISTJ wird dir nicht sagen, was er(sie) im Bett will.
Der ISFJ ist am wenigsten experimentierfreudig.
Der ESTJ hat am meisten Sexpartner und ist leicht zu befriedigen.
Der ESFJ wird keinen Dreier erproben und dich auch nicht anal befriedigen.


Das alles ist natürlich mehr oder weniger Unfug. Und zwar vom ersten Schritt (Carl Gustav Jung) über die Ansichten der Damen Myers und Briggs bis hin zu den recht willkürlichen Klassifikationen. Und wenn daraus sexuelle Präferenzen abgleitet werden sollen, ist es grober Unfug. Die sexuelle Einstufung beruhte im übrigen auf einer Umfrage unter „1000 Europäern oder Amerikanern“.

Hinweise: Der Jux-Teil (Umfrage) stammt von "Onlinedoctor-Supedrug" Via Metro via ERWA. Offizielle Meinungen (deutsch, bei Wikipedia) dort wird auch die Kritik am System deutlich, jedoch wir behauptet, dass die wohl an Fehlinterpreationen des grundlegenden Systems von C.G, Jung liegt, das ebenfalls kritisch gesehen werden muss. Einige Wörter wurden aus dem Psycho-Chinesisch ins Deutsche überbesetzt, was nicht jedem gefallen mag.
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Bi, echt?

Tendenz "BI" für den Dreier?
Seit einigen Monaten recherchiere ich über Dreier – ja Triolen, also Gelegenheitssex in Gruppen mit drei Partnern. Einmal, um herauszufinden, wo sich Wunsch und Wirklichkeit trennen, und dann, um festzustellen, welche Strömungen besonders attraktiv für Voyeure (Voyeurinnen) und Leser(innen) sind, die von solchen Geschichten richtig geil werden sollen. Und schließlich wäre da noch die Frage, ob du solche Geschichten auch in die „seriöse“ Literatur einbetten kannst. Das kann ich heute leider nicht behandeln, aber ich kann sagen – alles, was es gibt, kann auch seriös beschrieben werden.

Ein Satz ist mir besonders aufgefallen (1):

Wenn eine Triole aus drei heterosexuellen Personen besteht, kann sie ganz nett sein. Wenn einer der Partner „bi“ ist, wird sie interessant. Und wenn mindestens zwei der Partner „bi“ sind, wird sie richtig abenteuerlich.


Stimmt das? Reden wir einmal über „Bi“.

Bi und Frauen

Reden wir also über „Bi“, und erst einmal über Frauen. Forscher haben definitiv festgestellt, dass Frauen eher „sexuell“ als heterosexuell sind, egal, wie sie das selbst sehen. Diejenigen, die damit umgehen können, bevorzugen zwar fallweise Frauen oder Männer, würden sich selbst aber nicht als „bisexuell“ bezeichnen. Die etwas verstörten Frauen, die sich „nicht entscheiden“ können, ob sie nun Frauen oder Männer lieben, neigen am ehesten dazu, sich als „bisexuell“ zu bezeichnen, und sie verhalten sich, bei Frauen wie auch bei Männern, meist höchst problematisch. Besonders Frauen, die von Grund auf sexuell aktiv und dabei auch herausfordernd sind, gehören sexuelle Kontakte zu Frauen zu den Genüssen, die sie sich einfach gönnen wollen.

Du kannst vielfach lesen, dass der Zungenkuss ein Auslöser ist: Manche Frauen geben einander leichthin Zungenküsse, und sie werden davon nicht sonderlich erregt. Andere hingegen verweigern Zungenküsse, weil sie fürchten, davon sexuell erregt oder als „lesbisch“ zu gelten. Du kannst aus fast allen Aussagen über „Frauen und Dreier“ entnehmen: Furcht und Neugierde halten sich die Waage. Vor allem haben „überzeugte“ Hetero-Frauen Angst davor, nicht zu wissen, wie sie eine Frau lustvoll befriedigen können – sie fürchten also, als „unerfahren“ zu gelten oder beim Sex mit Frauen zu versagen.

Bi und Männer

Bei Männern ist die Lage ein wenig anders. Männer geben einander wenig Chancen, körperliche Zärtlichkeiten zuzulassen. Sie fürchten meist, etwas von ihrer Männlichkeit zu verlieren, als „schwul“ zu gelten oder etwas in der Art. Selbst unter Swingern oder anderen tendenziell sexuellen Gruppen haben Hetero-Männer vorbehalte, sich auf andere Männer einzulassen. Jeder Versuch einer lustvollen Berührung durch einen Mann wird zurückgewiesen, und selbst jede ungewöhnliche Berührung oder sexuelle Handlung von Frauen wird zurückgewiesen, wenn sie nicht in den „üblichen Rahmen“ passt. Die neue Lust am „Pegging“ hat daran offenbar wenig geändert. Ein kleiner Trick hilft im erotischen Roman (und möglicherweise auch dann und wann in der Realität): Bei einem sogenannten FMM-Dreier verführt die Frau beide Männer und bereitet sie darauf vor, auch aneinander gefallen zu finden.

Was sagt uns das alles über "Bi"?

Das Wort „Bi“ oder „Bisexuell“ steht überwiegend für Menschen, die in ihrer sexuellen Präferenz schwanken, aber nicht für solche, die darin eine Möglichkeit sehen, ihre erotischen Fähigkeiten zu vervollkommnen oder zu mehr Genuss zu gelangen. Swinger, Darsteller(innen) und Menschen in erotischen Dienstleistungsberufen sind dabei eher geneigt, sich der Lust hinzugeben als zu fragen, wer sie gibt und wer sie empfängt.

Da viele Dreier, die in der Öffentlichkeit beschrieben werden, sogenannte MFF-Dreier sind, fühlen sich Frauen eher genötigt, dafür zu sorgen, dass „alle Beteiligten daran Spaß haben“. Was im Klartext heißt, sich auch um die „zweite Frau“ zu bemühen, wenn sie darin schon etwas Erfahrung haben.

Also: keine Angst davor, dass „Triolen“ auch gleichgeschlechtliche Komponenten enthalten. In der Realität gibt es darüber zumeist Absprachen, während es in erotischen Romanen meist Impulse sind, die eine gleichgeschlechtliche Aktivität einleiten.

(1) Ich erinnere mich nicht mehr, wo dieses Zitat (in französischer Sprache) stand.
Bild: Groschenroman (Titel) ohne Datum

Dreier aus der Sicht einer Frau

Wir schreiben nicht nur, wir lesen auch. Wenn wir glauben, dass eine Meinung wirklich interessant ist, dann berichten wir darüber. Und hier geht’s um Dreier. Die ursprüngliche Autorin mahnt dabei zur Umsicht.

1. Such dir jemanden, der es wirklich will

Eigentlich klar, oder? Und doch wichtig: Erst mal muss es jemand wollen. Angeblich gehen die meisten Dreier von Frauen aus, meint die fremde Autorin. Wir dachten eigentlich, Dreier würden von Paaren oder Männern ausgehen – aber – wer weiß?

2. Sei sicher, auf derselben Wellenlänge zu sein

Ein Dreier ist … für jeden etwas anderes. Die fremde Autorin eist darauf hin, dass vorher klar sein muss, in welcher Bandbreite ihr spielen wollt und welche Grenzen ihr persönlich habt. Der Hinweis ist wirklich wichtig: Nicht sagen: „OK, ich weiß doch, was da passiert.“ Nö. Weißt du nicht. Manchmal werden Handlungen erwartet, die nicht in dein ethisches Konzept passen.

3. Versuche mal, ohne Erwartungen heranzugehen

Wenn du etwas erwartest, und es trifft nicht ein, bist du enttäuscht. Also versuch mal, alle Erwartungen auf ein Minimum zu reduzieren. Die Autorin, die wir gelesen haben, warnt vor allem davor, sich irgendetwas von Pornos abzugucken: In der Realität läuft nichts „wie geschmiert“.

4. Es kann schiefgehen

Egal, was du vorher besprochen hast: Es kann Unmut und Tränen geben. Eigene und Fremde. Die Autorin des verlinkten Artikels spricht das Hauptproblem an: Eifersucht bei Paaren, die auch plötzlich aufkommen kann. Sei also sicher, dass wenigstens du zu 100 Prozent einverstandene bist. Aber wenn du den Eindruck hast, dass deine Gefühle verletzt werden, dann brich den Dreier ab, bevor es heikel wird.

5. Die anderen verdienen Respekt und Erfüllung

Oft wird vergessen, dass der Dritte (oder auch die beiden anderen) nicht deine Sex-Sklaven sind, sondern dass sie Respekt verdienen. Und sie wollen selbstverständlich auch Lust an dem Spiel zu dritt haben und nicht nur den anderen Lust verschaffen. Du kannst nicht davon ausgehen, dass sie sich ihren Teil schon „holen“ würden, meint sinngemäß die Autorin des verlinkten Artikels.

Drei Personen sind drei Individuen

alles über dreier
Zum Schluss noch ein Wort an alle, die dies lesen: Jede Aktion zu dritt, ob es nun um Sex geht oder um eine gemeinsame Reise, erfordert gemeinsame Ziele, aber auch die Möglichkeit, kurz innezuhalten und sich auf sich selbst zu besinnen. Wenn der Gruppendruck unerträglich wird und zu Fehlentscheidungen führt, kann dies bitter werden. Die reine Freude nur ein, wenn jeder der Teilnehmer von der Lust angetrieben wird, etwas Besonderes zu erleben.

Gelesen in und teilweise adaptiert aus "Adultpress"

Auch in dieser Serie: Fakten über Triolen