Skip to content

Sperma - der Geschmack des Verbotenen

Wie schmeckt es nur?
Zuerst muss ich euch dies sagen: Ich versuche, diesen Artikel so neutral und gefällig wie möglich zu halten. Und dann dies: Es ist ein ziemlicher Unterschied, ob wir vom Geschmack der Spermaflüssigkeit reden oder davon, einen Penis mit den Lippen zu berühren.

Wer das eine tut, tut vielfach auch das andere. Aber es ist nicht dasselbe.

Eine Flüssigkeit, leicht sauer und salzhaltig

Fangen wir mal bei der Spermaflüssigkeit an. Es ist eine meist milchig-trübe, eiweißähnliche, halb opake Flüssigkeit. Ihr Geruch erinnert an Kastanienblüten oder auch an leicht chlorhaltiges Wasser und ist darüber hinaus eigentlich recht angenehm und frisch. Der Geschmack sollte von Natur aus weitgehend neutral sein, ein klein wenig salzig und etwas angesäuert. Es es wird behauptet, dass mit der Nahrung aufgenommene Aromen ebenfalls Einfluss auf den Geschmack haben. Ob sich dies im Alltag wesentlich beeinflussen lässt, ist allerdings fragwürdig.

Die Frauen, die darüber berichten, sprechen von allen möglichen Empfindungen, und in der Verallgemeinerung am zutreffendsten scheint dabei der Geschmack von einer leicht salzhaltigen Lösung zu sein, die etwa dem Geschmack einer frischen, lebenden Auster ähnelt. Damit wäre sowohl die Konsistenz wie auch der leicht salzige Geschmack gut beschrieben. Wir vermuten, dass andere Geschmacksrichtungen Aromen stammen, die den Geschmack überlagern oder aus fehlenden Vergleichen mit Nahrungsmitteln ähnlicher Konsistenz. Bei den Berichten einzelner Frauen kann vermutet werden, dass der „Ekelfaktor“ in die Spermaflüssigkeit hineininterpretiert wird, zum Beispiel, wenn der Geschmack mit Fußschweiß beschrieben wird.

Du bist keine Prostituierte, sondern seine Geliebte

Prostituierte klassifizieren ihre Tätigkeiten danach, ob und wie sie die Spermaflüssigkeit „aufnehmen“- im Zeitalter der Kondompflicht für Oralverkehr eigentlich absurd. Demnach bedeutet „französisch nackt“, dass kein Kondom verwendet, „französisch mit Aufnahme (abgekürzt m.A.)“, dass die Spermaflüssigkeit im Mund deponiert und später ausgespuckt wird, und Französisch total bedeutet, dass die Flüssigkeit komplett am Ende geschluckt wird.

Ich nehme an, du willst dich nicht mit einer Hure vergleichen. Was du tust, geschieht, weil du es willst, weil du es magst, weil du es kannst kannst und weil du gut darin bist. Eine Ehefrau, Verlobte, Freundin oder Geliebte zu sein, heißt die Lust einvernehmlich mit jemandem zu teilen.

Und nun zeigt sich, auch was wir am Anfang sagten: Der Mundkontakt ist nicht das Gleiche wie der Kontakt zu dem Stoff, der ins Freie strebt, wenn der Mann ejakuliert.

Wenn dich das Thema befremdet ...

Ist das Thema unappetitlich? Nun, Sex ist immer ein wenig „unappetitlich“, und er eignet sich nicht als Thema für Klosterschülerinnen. Doch irgendwann, irgendwie – und meist dann recht plötzlich ergibt sich die Frage, wie wir damit umgehen, nicht wahr?

Nu, nimm an, du bist neugierig und willst alles genau wissen. Und nimm weiter an, dass du ganz sicher bist: Dein Freund hat keine STDs (sexuell übertragbare Krankheiten). Dann wird er voraussichtlich kein Kondom benutzen und du wirst Spermaflüssigkeit immer als frisches Produkt seines Körpers riechen und schmecken können, wenn du willst. Der frische Duft begeistert übrigens mehr Frauen als der Geschmack.

Spermaflüssigkeit riecht und schmeckt, wie andere Naturstoffe auch, übrigens frisch am besten.

Ist der Geschmack eklig?

Die Meinung über den „unerträglichen“ Geschmack der Spermaflüssigkeit kann auf Unkenntnis, schlechten Erfahrungen mit der Sauberkeit der Männer oder auch auf psychologischen Assoziationen beruhen, die nichts mit der Realität zu tun haben.

Andererseits wollen wir vor Zeitungsberichten und vermeintlichen „Spermatesterinnen“ warnen, die behaupten, die Aromen untersucht zu haben, die der Spermaflüssigkeit durch die Nahrung angenommen hatte. Das sind populistische Artikel, die hauptsächlich veröffentlicht werden, um die Auflagen zu erhöhen. Dazu fanden wir eine Stellungnahme, die wir hier grob übersetzt veröffentlichen:

Und wie ist es mit dem Gedanken, dass bestimmte Nahrungsmittel die Samenflüssigkeit akzeptabler schmecken lassen? Die Hochglanzmagazine sind ebenso voll davon wie die Online-Magazine – doch gibt es keine wissenschaftliche Basis oder wenigstens eine vernünftige Erklärung dafür. Die Sexualforscherin und Autorin Debby Herbenick will es wissen, und sie sagt klipp und klar: „Wir haben keinen wissenschaftlichen Beweis, der uns annehmen lässt, dass ... (gewisse Nahrungsmittel) ...die Samenflüssigkeit oder die Vaginaflüssigkeit versüßen oder in anderer Weise angenehmer schmecken lassen.“


Am Ende: ein Fazit für SIE und IHN

Die Wahrheit ist: Wer intensiv liebt, wird aus purer Begeisterung alles tun, damit der Partner oder die Partnerin zur höchsten Lust getrieben wird. Dabei kommt es nicht auf den Geschmack des Spermas oder der Scheidenflüssigkeit an, sondern darauf, ob sie/er sich darauf einlässt, dem Partner oder der Partnerin einen schönen Orgasmus zu bereiten. Und wer sich absolut nicht auf diesen Weg einlassen will, der wird andere lustvolle Wege finden, dem Partner ein Maximum an Lustbefriedigung zu schenken.

Fakten: Wir warnen vor Foren und große aufgemachten Presseberichten, sondern verweisen auf diese beiden Quellen:

Netdoktor für die Grundlagen
Und Mens Health für alles, was du sonst noch wissen willst.

Hinweis: Zitat teilweise aus Gizmodo
.