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Frauen und Sex – ein ewiges Rätsel?

Mal ist es leicht, mal schwer zu sehen - Frauen und Lust
Wir wissen nicht, was Frauen beim Sex „wirklich“ wollen – niemand weiß es. Aber jede Frau weiß, wann sie es will – und zwar "jetzt, hier und sofort". Das ist der eigentliche Grund, warum wir nicht schreiben sollten, dass „Frauen“ so oder so sind – Männer übrigens auch nicht.

Drei grobe Gruppen - etwas hölzern geschnitzt

Dennoch sprechen manche Autoren und sogar renommierte Forscher von Kategorien, und sehr stark vereinfacht fallen sie in eine dieser drei Gruppen:

1. Frauen, die lustvolle Empfindungen haben und danach streben, dass sie erfüllt werden.
2. Frauen, die wenig Lust am Sex haben aber Sex dennoch gelegentlich zulassen.
3. Frauen, die aus emotionalen oder körperlichen Gründen keine Freude am Sex haben.

Soweit die Theorie. Wenn wir diese ein wenig auf das erkennbare Verhalten erweitern, können wir auch solche Kategorien bilden:

- Verführerinnen wollen von sich aus Sex und legen es darauf an, ihn zu bekommen – auch gegen anfängliche Widerstände oder Zögerlichkeiten ihrer Lover.
- Krypto-Verführerinnen geben vor, nicht aktiv zu verführen, legen es aber darauf an, angesprochen zu werden und geben dem Mann das Gefühl, selbst der Verführer zu sein.
- Zurückhaltende Frauen stellen plötzlich fest, dass bei ihnen etwas „im Bauch kribbelt“ und versuchen dann auf Umwegen („Spielchen“), Sex zu bekommen.
- Unsichere Frauen haben widersprüchliche Gefühle, zeigen diese aber nicht. Es kann durchaus sein, dass sie Lust haben, den Moment aber vorüberziehen lassen.
- Weitgehend Neutrale, nicht an bestimmte Emotionen gebundene Frauen lassen Sex zu, weil es in bestimmten Situationen für sie „so üblich ist“.
- Uninteressierte Frauen zeigen meist deutlich, dass sie an Sex nicht oder bestenfalls nur sehr schwach interessiert sind.
- Frauen mit schmerzlichen Vorerfahrungen zeigen ein undeutliches Verhalten, das Männern Rätsel aufgibt.
- Frauen ohne sexuelle Lust oder solche, die organische Probleme haben, schämen sich oft, darüber zu reden oder sie verhalten sich unerklärlich.

Was sagt die Forschung?

Die Erforschung der weiblichen Sexualität ist keinesfalls so weit fortgeschritten, wie oft behauptet wird. Zwar wird beforscht, wie Frauen sexuelle Lüste wiedergewinnen können (insbesondere, weil die Pharmabranche nach Mitteln zur Luststeigerung bei Frauen sucht). Aber es ist nicht klar, warum Frauen aus Überzeugung und Lust von vornherein sexpositiv eingestellt sind, andere aber nicht.

Wer mehr darüber weiß, kann es uns sagen. Eine relativ neue Studie untersucht, ob das Lebensgefühl (von Paaren) bei häufigem Sex steigt oder nicht.

Achtung, liebe Autorin: (ja, du, wer sonst?) Schreibst du? Willst du wissen, wie du diese Tatsachen und Meinungen literarisch umsetzen kannst? Dann lies hier weiter ... über den erotischen Charakter im Roman.

Selbstbewusstsein

Worte, die ich dir empfehlen kann – und falls du auf Partnersuche bist, lies bitte auch noch den Rest.

Nach einer langen Zeit der Suche nach meiner verlorene Seele lernte ich, dass nur ich verantwortlich bin für mein Selbstbewusstsein. Ich – und sonst niemand. Das bedeutet reales Erwachsensein.


Selbstbewusst sein und einen ONS haben

Stiller Abschied
Kann sich jemand, der selbstbewusst ist, während der Lust völlig hingeben? Frag nicht. Eigentlich kannst du es nur dann, wenn du wirklich selbstbewusst bist. Du kannst dann wirklich sagen: „Danach wirst du wieder dieselbe sein.“ Vielleicht wirst du dich sogar anziehen, und nachts um drei Uhr still und heimlich gehen. Du schuldest dem Mann nichts mehr, mit dem du geschlafen hast.

Selbstbewusst sein und eine Beziehung suchen

Und wenn es mehr sein soll? Zeig ihm, wer du bist. Erweiter vorsichtig seine Grenzen, so wie es dir gefällt, und versuche, deine eignen Grenzen auch auszuweiten. Grenzen zu ziehen ist so gut für das Selbstbewusstsein wie sie zu erweitern.

Selbstbewusstsein zu behalten ist ein Prozess, kein Zustand.

Was meinst du?

Bild von Becat (Illustration, historisch) Blogzitat Anonym.

Bedeutet Sex eigentlich wirklich so viel?

Klischee: So wollen Männer erregt werden - doch was wollen Frauen?
Manchem bedeutet Sinnlichkeit viel, mancher fühlt sich eher von erotischer Spannung angezogen. Und schließlich, irgendwann, taucht die Frage auf: „Wie viel bedeutet dir eigentlich Sex? Was tust du dafür, ihn zu bekommen? Und wenn du ihn regelmäßig genießen kannst, warum willst du immer noch eine Steigerung?“

Ja, bedeutet uns Sex wirklich sie viel? Oder wird Sex heute enorm überbewertet, wie viele meinen?

„Sex ist Genuss“ – wann kamen die Ideen auf?

Die meisten Autoren behaupten etwas voreilig, Sex als Genuss sei bis vor einigen Jahrzehnten ohnehin ein „reines Männerding“ gewesen. Daher sei der Genuss auch eng mit dem Kommerz verbunden gewesen, und die Männer hätten Sex eher konsumiert als genossen – nein, sie seine eben keine Gourmets gewesen, sondern Vielfraße. Daran ist alles richtig, was an Binsenweisheiten wahr ist, und alles falsch, wenn wir in den Ritzen der Geschichte graben: Frauen könnten sich damals gesellschaftlich nicht „leisten“, Lüste zu entwickeln und dies öffentlich zu zeigen.

Lust und Lustgenuss für Frauen - etwas ziemlich Neues

Sehen wir uns die letzten 100 Jahre mal im Schnellgang an, so gab es zahlreiche Ereignisse, die Änderungen brachten. Die „bewegte Jugend“ begann, die Lust lockerer zu sehen, und ohnehin hatten die Damen ihre knöchellangen Kleider samt Korsetts im Kaiserreich zurückgelassen. Dann kam die erste, zweite oder gar dritte Welle der Frauenemanzipation, die nach und nach auch dazu führte, Frauen ein eigenes Sexualleben zu „gestatten“. Dann kamen die „Sexwellen“, zuerst in der Literatur, dann in der Realität. Und schließlich stiegen mit wachsendem Wohlstand auch die Möglichkeiten, sich exklusiven sexuellen Vergnügungen hinzugeben.

Die 1950er - Vögeln für das Proletariat - Sexgenuss für die Reichen

Man kann es so sagen: Ausgehend von den 1950er Jahren in Deutschland war Sex eine Sache des Proletariats einerseits und der „Neureichen“ anderseits, die für exquisite sexuelle Vergnügungen (und das Schweigen darüber) viel Geld ausgaben. Piekfein gekleidete Jünglinge besuchten lüsternde Damen und wohlhabend Ehepaare, und Damen, die „an jedem Hotelportier vorbeikamen“, etwas patzig „Edelhuren“ genannt, beherrschten die Szene der bezahlten Lust für eine Nacht. Der einfache Arbeiter führte derweil den Spruch „des kleinen Mannes Sonnenschein – vögeln und besoffen sein“, auf den Lippen.

Schweigen und verbergen in bürgerlichen Mietwohnungen

Für die „Normalos“ in ihren frisch bezogenen Mietwohnungen mit Bad war dergleichen undenkbar, ja, empörend. Sex gehörte in die Ehe, aber da entdeckte bald jede und jeder: „So richtig doll ist das nun auch wieder nicht.“ Man begann, über Liebesstellungen und Orgasmushäufigkeit zu diskutieren … nur bitte nicht, wenn andere zuhörten. Ein Wort wie „Masturbation“ gab es im offiziellen Sprachgebrauch nicht – und die Tatsache selbst ließ sich nicht verleugnen, was allen äußert peinlich war.

Heute - alles ist möglich, aber nicht jeder will immer alles

Heute denken Singles wie auch Paare anders: Sie fragen sich häufiger, wie man sich selbst oder einander Lust verschaffen kann, oder wie sich die ursprüngliche Liebesglut wieder anfachen lässt.

Nur wenige Paare oder Einzelpersonen denken ständig an Sex - oder tragen ihr eigenes Sexleben sogar an die Öffentlichkeit. Zumeist (und für viele überraschenderweise) sind es Frauen, die sich mit der Veröffentlichung hervortun.

Licht- und Schattenseiten öffentlicher Sex-Bekenntnisse

Dies hat Licht- und Schattenseiten. Die eher hellen Seiten: Andere erkennen, dass es möglich ist, ein exponiertes Sexualleben zu haben, das von der Norm abweicht. Sie fühlen sich also nicht allein mit ihren Sehnsüchten, Träumen, Wünschen und heimlichen „Perversionen“. Inzwischen liegen zum Thema „geheime Sehnsüchte“ ja auch schon Forschungen vor, was die Sache auch leichter macht.

Die Schattenseiten: Was am Anfang und anonym eine Offenbarung sein kann, wird nach und nach (zum Beispiel bei persönlichen Krisen oder Krankheiten) zum Bumerang. Und natürlich auch dann, wenn der Name „enthüllt“ und die Person damit bloßgestellt wird.

Fragen wir uns, was der Sex bedeutet, dann sollten wir so antworten: Alles zu wissen, schadet nie, etwas zu erproben, kann schaden oder nützen, es gehört zu den normalen Lebensrisiken. Aber etwas (oder jemandem) mit Haut und Haar zu verfallen, ohne auf das eigene Wohlergehen zu achten, ist zumindest bedenklich.

Autorinnen und Autoren werden oft bezichtigt, das zu leben, was sie schreiben

Ein Nachsatz für Autorinnen und Autoren: Wenn ihr unter eigenem Namen schreibt, glaubt mindestens ein Drittel euerer Leserschaft, ihr schreibt „aus eigener Erfahrung.“ Das muss man erst einmal aushalten können.

Empfinden Frauen Analsex als „angenehm“?

Und immer wieder lockt der Po ...
Frauen denken sehr unterschiedlich über Analsex. Die große Mehrheit will ihn „nicht wirklich“, und eine großer Teil der Frauen, die ihn erlebt haben, konnten ihn nicht genießen. Zumeist, so hörten und lasen wir, waren die Männer zu ungestüm (oder auch brutal). Der Hauptgrund scheint aber zu sein, dass nicht genügend „Schmierstoff“ (Gleitmittel) verwendet wurde.

Doch eine Minderheit der Frauen kann dem „Analverkehr passiv“ tatsächlich etwas abgewinnen. Der Traum davon bewegt sogar ein Drittel von ihnen – doch scheinen nur wenige Frauen „anale Praxis“ zu haben.

Erste Hürde: Eindringen lassen und "Aufnehmen"

Wie bei allen sexuellen Vergnügungen ist das „Eindringen“ und „Aufnehmen“ die erste Hürde. Beim Analverkehr gilt diese Stufe körperlich wie mental als besonders Angstauslösend. Der Schließmuskel soll ja normalerweise „dicht“ halten, und wenn der Arzt den After untersucht, sagt er oft man solle sich so verhalten „wie zum Stuhlgang“, also zunächst mild entspannen. Und nun kommt eben der Moment, in dem sich entscheidet, ob alles „hopp oder topp“. Stößt du nun einen tiefen, entspannten Seufzer aus und genießt das neue, wundersame Gefühl oder ist es wie eine Reihe von Nadelstichen, die Panik in dir auslösen?

Wenn es der Seufzer ist, dann kannst du wahrscheinlich auch Lust daran finden. Manche Frauen sagen, dass schon allein ein Finger Lust auslöst – aber ein Penis ist zumeist deutlich umfangreicher als ein Finger.

Heute hörte ich diese Meinung (1):

Wenn „er“ vollständig drin ist, kann es himmlisch sein. Analsex ist viel intensiver als Vaginalsex … und ich bin dort auch viel enger, denn ich kann meine Beckenbodenmuskulatur so viel trainieren, wie ich will: Ich werde nicht „enger“. Warum also nicht? Es ist gut für mich – und natürlich erst recht für meinen Partner.


Auch Frauenzeitschriften beschäftigen sich mit dem Thema. Etwas flapsig stand in der Brigitte (wohl auch in „Neon“,2):

Im Kopf erst mal bäh, womöglich schmerzhaft, in jedem Fall nur was für Pornodarstellerinnen. Und in der Praxis dann eigentlich ziemlich aufregend, bei guter Vorbereitung absolut schmerzfrei und besonders innig.


Andere Frauenzeitschriften sammeln Meinungen über Analsex, und immer wieder lasen wir „es kann ein tolles Gefühl sein, aber …“

… aber du brauchst eine Weile, , bis du es genießen kannst.
… aber es fühlt sich ganz anders an als vaginal.
… aber ich immer noch den Eindruck, es ist irgendwie schmutzig,


Tipps nützen nicht viel, aber Gleitmittel und eine "Vorbehandlung" hilft

An Tipps mangelt es wirklich nicht. Jede Frauenzeitschrift hat sie. Die Art, in der sie vermittelt werden, deutet von vornherein darauf hin, dass diese Tipps eher zum Lesen für neugierige Frauen sind, als für die Praxis der Luststeigerung gedacht sind. Denn im Grunde gilt, was immer und überall beim Genuss eine Rolle spielt: Wann, wie und mit wem hast du’s zum ersten Mal richtig genossen? Warst du wenigstens darauf vorbereitet, was du tatest? Und ein wirklich guter Tipp kommt meistens nur „am Rande“ vor. „Feuchte“ Solo-Übungen mit dünnen Analdildos und viel, viel Gleitgel sind die beste Garantie dafür, dass du weißt, was auf dich zukommt und du nicht restlos überrascht bist, was mit dir passiert, falls du es tust.

Die populären Quellen für Frauen:

(Die Zitatenquelle (1) kann nicht veröffentlicht werden), Meinungen bei "Miss at" Tipps bei Fem.com, Wörtliches Zitat (2) von Brigitte, weitere Tipps z.B. in der "Freundin" und bei Wunderweib ... sowie in fast allen anderen Frauenpublikationen. Medizinisch auch bei Netdoktor.

Sexuelle Unterwerfung: die Theorie, die Wirklichkeit und eine Andere

In den 1930ern - so gerne devot ...
Was passiert, wenn eine feministische Theoretikerin plötzlich mit der Wirklichkeit am Nebentisch konfrontiert wird? Dann ist die Wirklichkeit nicht wirklich wirklich, sondern sie muss falsch sein.

Und schon fasst Katja Lewina zusammen:

Halten wir fest: Jemanden „einfach mal …”, das halten die beiden für männlich, Zurückhaltung im Gegenzug für weiblich.


Vielleicht – vielleicht auch nicht. Denn es mag ja sein, dass sich die beiden „Frauen am Nebentisch“ einfach mal nach einem Mann gesehnt haben, der „nicht lange fackelt, bis das Sofa wackelt“ und sich dies wirklich und wahrhaftig von Herzen wünschten. Und dann frage ich mich mal: warum denn nicht?

Weil es aus feministischer Sicht falsch ist, etwas zu fühlen, zu wünschen oder gar zu erwarten, was nicht in das theoretische Konzept passt.

Dieses Konzept wird ohne Grundlagen und ohne Beweise nachgeliefert: (Zitat)

Wie sehr kann so ein Hang zur Submission individuelle Veranlagung sein, wenn er doch eindeutig geschlechtsspezifisch ist?


Fragt sich: warum eigentlich „individuelle Veranlagung“? Warum nicht: „Eine individuelle Laune“, ein „persönlicher lustvoller Wunsch“? Müssen Menschen „Veranlagt“ sein, also ererbte, anerzogene oder gar evolutionsbedingte Anlagen haben, um sinnliche Unterwerfung, sinnliche Lust, sinnliche Herausforderungen oder überhaupt Sinnlichkeit von einem anderen Menschen anzufordern?

Eindeutig geschlechtsspezifisch - Behauptung mit schlechter Beweislage

Die Rolle des Mannes - so gesehen
Und: Fragt sich, was „eindeutig geschlechtsspezifisch“ ist. Der Beweis kann keinesfalls erbracht werden, wenn man einmal davon absieht, dass sich weibliche Säugetiere bei der Begattung tunlichst ruhig verhalten. Das allerdings hat einen Sinn, damit alles schnell und sicher über die Bühne geht –sonst kommt der Säbelzahntiger und frisst möglicherweise beide. Doch wir Menschen sind nicht wie alle Säugetiere, nicht wahr?

Alle dürfen sich wünschen, was sie wollen

Menschen hingegen spielen mit ihrer Sexualität – und das dürfen sie auch. Und dann kommt eben heraus: „Ach, ich würde mal gerne devot sein.“ Und um mal mit Zahlen zu arbeiten, die ziemlich ernüchternd sind: Männer sind wesentlich devoter als Frauen glauben – und das hat möglicherweise gar nichts mit Feminismus, Emanzipation oder sonst was zu tun. Aber viel mit der Lust an der Unterwerfung. Und die Unterschiede? Da muss man die Zahlen kennen, dann gleiten einem die Angriffe gegen Männer und die Appelle an Frauen nicht mehr so leicht aus den Fingern:

Die Zahlen sprechen gegen die großen Unterschiede

Rund 65 Prozent der Frauen träumen davon, dominiert zu werden. Ach, also doch? Lesen Sie weiter, dann finden Sie, dass dies auch für 53 Prozent der Männer zutrifft. Und was noch überraschender ist: 47 Prozent der Frauen wünschen sich, sexuell zu dominieren. Sicher überwiegend die Männer hier noch, weil 60 Prozent so votierten. Eine geringe Differenz, wie ich finde. Nun gut, „Secret“ will nur 38 Prozent dominante Wünsche bei Frauen festgestellt haben. Schon diese Zahl wäre mehr als überzeugend für das Verlangen nach Dominanz, auch wenn die Vergleichszahl für die Männer fehlt.

Bastelstunde mit "Sozialisation" - hat das Sinn?

Und, soweit es die Männer betrifft, ist der Wunsch nach sexueller Unterwerfung sicherlich nicht auf „feminine Sozialisation“ zurückzuführen. Und wieder: Vielleicht hat es gar nichts mit Sozialisation zu tun, sondern mit Lust.

Fragt sich auch noch: Welche Freude bereitet es eigentlich Autorinnen, ständig Keile zwischen „die Frauen“ und „die Männer“ zu treiben? Ist es sinnvoll oder nicht? Was bringt es jeder der Autorinnen, die es tun, persönlich? Und, was wirklich schlimm ist: Warum maßt sich eine Frau eigentlich an, das Verhalten und Empfinden anderer Frauen nach den eigenen Maßstäben zu beurteilen?

Zitate: Jetzt. Unsere Zahlen haben wir aus: Universität von Quebec, Kanada, von 2014. "Université du Québec à Montréal" von Joyal & Cossette & Lappier". Mir liegt das komplette Endergebnis vor. Bild oben: Anonymer Illustrator, nur Unterteil des Bildes. Das Bild unten wird einem gewissen "JIm Blake" zugeschrieben, dessen wirklichen Namen niemand kennt. Buchillustration gegen 1930.

Sich selbst zu erotisieren heißt, sich der Realität anzupassen

Wann immer du von Frauen hörst, die sich als „bewegt“ bezeichnen, liest du Sätze in der Art: „Wir müssen unsere eigene Sprache finden“ oder „warum sind wir eigentlich so sprachlos, wenn Männer …“ Und immer wieder hören Männer: „Wir wollen nicht, dass ihr (Männer) uns objektifiziert (1) oder erotisiert. (2)“

Gut – und nun drehen wir den Spieß einmal um: wenn es tatsächlich so sein sollte, dass Frauen täglich als weibliche Körper gesehen werden, die erotisierend wirken: Warum sollte sich frau nicht einfach darauf einstellen, dass es so ist? Wäre das nicht wesentlich einfacher? Und wer würde dabei verlieren?

Es gäbe dann sicherlich nicht weniger Blicke, Bemerkungen und Frechheiten. Aber es gäbe eine neue Variante: „Ich weiß, wie ich wirke, und ich stehe dazu. Aber ich bin nicht nur Körper, ich bin auch Geist, Gefühl und soziales Wesen.“

Dazu las ich diese Sätze einer Theatermacherin.

Sich selbst erotisieren, das hat etwas ganz empowerndes (3), weil wir eigentlich täglich als weibliche Körper erotisiert werden. Und in dem Moment, wo wir es selbst tun, ist es einfach ein ermächtigender Akt.


Heißt konkret: Jede Frau, die sich ihrer Erotik bewusst ist, kann mehr Selbstbewusstsein und Macht gewinnen, weil sie weiß, wie sie wirkt (oder wirken könnte). Und sie weiß auch, was sie mit ihrer Erotik tun oder unterlassen kann. Das ist keine schlechte Idee, wie ich finde.

(1) Objektifizierung – einen Menschen als Objekt anzusehen und dadurch zu entmenschlichen.
(2) Erotisiert – (ausschließlich) unter erotischen Gesichtspunkten betrachtet.
(3) Wer mit dem Neudeutsch nicht so vertraut ist: etwas unglaublich Stärkendes, etwas Machtvolles

Für Autorinnen: Verführer allenthalben – und ihr Ruf ist mies

Dieser Artikel wendet sich an Autorinnen, die in Liebesromanen, erotischen Romanen oder auch Kriminalromanen sowie Novellen und Kurzgeschichten eine ungewöhnliche Verführung beschreiben wollen.

Das „Gewöhnliche“ – absolut fad

Die Frau ist jung, ein bisschen naiv und unsicher über ihre Gefühle, und vielleicht gar noch Jungfrau. Der Mann hingegen erfahren, ein klein wenig durchtrieben, zielsicher und erfolgsgewohnt, und er hat schon vielen Frauen die kleinen Freuden jener Gefühle beschert, die in den Lenden erspürt werden.

Das kommt euch irgendwie bekannt vor? Mir auch. Mal wird die naive süße Maid dann Prinzessin, neuerdings auch wohl Lustsklavin, und manchmal frisst sie der Wolf.

Der Ruf der Verführer, Prinzen, Jäger und ein paar andere Märchengestalten mal ausgenommen, ist dabei durchgehen mies. Wobei wir schon mal mitten drin sind: „Der“ Verführer, heißt: männlich, skrupellos. Arbeitet mit allen Tricks und ist – wie könnte es anders sein – leicht pervers.

Ach Gottchen, Agathe, die Puppe kotzt auf den Teppich. Und die Flecken gehen nicht mehr raus. Oder mit anderen Worten: Das Klischee der männlichen Spermaschleuder mit miesem Charakter wird am Leben erhalten, so gut es geht.

Alternativen für Autorinnen

Wäre es nicht an der Zeit, einmal etwas tiefer zu gehen, etwas weiter zu denken und etwas mehr Varianten in die Thematik zu bringen?

Eine der Möglichkeiten, die du als Autorin hast: Deine Figur sei weiblich, Jungfrau, etwas unbeholfen, unsicher aber auch neugierig. Dann musst du sie nur losschicken, um sie in Grenzsituationen zu bringen, in denen es möglich ist, lustvolle, sinnliche oder gar „harte“ sexuelle Erfahrungen zu machen. Basissituation: Sie bietet sich ein wenig an, aber zögert noch aus Angst vor der eigenen Courage.

Die zweite Variante ist so realistisch, dass mich wundert, warum sie nicht häufiger verwendet wird. Diesmal ist diene Figur erfahren, sinnlich, lustvoll und darauf aus, Abenteuer zu erleben. Du schickst sie nun an Orte, an denen es sehr wahrscheinlich ist, Männerbekanntschaft zu machen, und du gibst ihr die Direktive, in jedem Fall die verführbare Unschuld zu spielen. Kurz: Kehr die Rollen um: Die Verführte ist in Wahrheit die Verführerin, aber das weiß der Verführer nicht – der ist zunächst einmal stolz auf seinen Erfolg. Basissituation: Sie gibt vor, naiv und zurückhaltend zu sein und lässt ihn im Glauben, er verführe sie.

Na schön, das wäre der Anfang, nun könnte es noch etwas bunter werden.

Frauen verführen …

… Männer zu vielen Handlungen. Nicht nur im Bereich der konventionellen Sexualität, sondern auch auf Randgebieten, und auch weit über die Sexualität hinaus. Sie können dabei Freude, Schmerz, Leid und sogar Verderben auslösen. All dies ist noch nicht oft beschreiben worden.

Und? Hast Du Lust, es einmal zu versuchen?

Frauen Verführen …

… Frauen. Aus sexueller Lust, aus Machtgelüsten, um sie zu beeinflussen oder gar, um sie in der einen oder anderen Art zu beherrschen. Deine Verführerin muss nicht unbedingt „lesbisch“ sein, um dies zu tun. Sexuelle Lüste sind nicht zwangsläufig an die Grundausrichtung gebunden.

Frauen verführen …

… manchmal Männer dazu, sich gleichgeschlechtlich zu betätigen. Das passiert gelegentlich in sogenannten „Dreiern“. Ein Thema, das man kaum Anfängerinnen empfehlen würde, aber immerhin eine weitere Variante.

Und nun nochmal: Hast Du Lust, es einmal zu versuchen? Also wenn nicht jetzt ... wann dann?

Macht, Reichtum oder Ruhm – was wollen Frauen eigentlich?

Diese Schweine - aber Schweine sind immer die anderen ...
Männer können, wenn sie wollen, genau so unverschämt über Frauen herziehen, wie manche Frauen über Männer reden. Das hat seinen Grund: Wenn Männer nur noch als Schweine, schwanzgesteuerte Ungeheuer oder gar potenzielle Vergewaltiger dargestellt werden, dann schlagen sie mit Hass statt mit Argumenten zurück. Eines davon: Die Triebfeder der Frauen für ihre Handlungen sei in Wahrheit der Zuwachs an Macht, Reichtum und Geld – und das würden sie sich nach wie vor bei Männern besorgen.

Wonach Frauen angeblich lechzen

Aus dieser Sicht tun Frauen fast alles, um mithilfe von Männern Macht, Geld oder Ruhm zu gewinnen. Diese Männer halten Frauen für völlig zügellos, wenn sie nach einem dieser drei Faktoren lechzen – oder gleich nach allen drei. Zügellosigkeit, Selbstsucht, Materialismus seien die Auslöser, Skrupellosigkeit das Erfolgsrezept.

Die meisten Frauen allerdings – so diese Theorie - seien an Geld interessiert. Dazu sagen die Amreikaner gerne, sie seien "Goldgräberinnen".

Sie sind wie besessen, Dinge zu besitzen. Mit einem Satz: Frauen identifizieren sich mit den Dingen, die die sie kaufen können. Sie betrachten dies als Quelle und Ziel ihres Daseins.


Gilt dies nun auch für emanzipierte Frauen? „Oh ja“, sagen die Männer, die so denken. Es habe gar nichts mit Emanzipation zu tun, denn Frauen wollten Unabhängigkeit, Freiheit und ein eigenes Einkommen so, wie sie eine teure Handtasche wollen: Sie glauben, einen Anspruch darauf zu haben.

***

Wer solche Sätze liest, wird zunächst denken: Die sind ja meschugge, die Jungs. Doch was ist der Hintergrund?

Macht, Mittel und Möglichkeiten

Dazu müssen wir mal nach „ganz oben“ gucken, wo das Geld der Nadelstreifenmänner sitzt, und nach „ganz unten“, wo die frustrierten Kerle hocken. Und während sich die männlichen Geld-Eliten alles kaufen können – notfalls auch die Zuneigung von Frauen - sitzen die armen Jungs am unteren Ende vor ihren Handys uns versuchen, Frauen per Online-Dating an Land zu ziehen.

Die Männer „da oben“ locken heiratswillige Frauen aller gesellschaftlichen Gruppierungen an. Diese Frauen versuchen, den genannten Männern nahezukommen – und das ist keine Schande, sondern eine verständliche Reaktion. Einige der Frauen begegnen diesen Männern „auf Augenhöhe“, andere nicht – sie wünschen sich den sozialen Aufstieg. Auch das ist nicht verwerflich. Es ist die einfachste Art, die Hierarchien der Gesellschaft zu überwinden und zu versöhnen. Im Endeffekt heißt dies: Diese Männer haben die Auswahl – und nicht nur unter „seriösen“ Frauen. Wer (noch) keine Lust auf Beziehungen hat, kann sich mit Affären begnügen. Das Angebot ist vorhanden, und es ist größer als die Nachfrage. Warum sollten diese Männer einen Groll oder Hass auf Frauen hegen?

Wo die Männer auf die weibliche „Anspruchshaltung“ treffen

Die Männer „da unten“ (wo immer „da unten“ beginnt) mühen sich, Partnerinnen zu finden. Und sie sehen dabei, dass Frauen sich gerne einen gewissen Luxus leisten: Sieben Handtaschen sind selten genug, und 70 Paar Schuhe keine Seltenheit – auch unter Frauen, die nicht glorios verdienen. Sie glauben, dass all die überflüssig sei, und sie denken darüber hinaus, dass die Frauenseele offenbar umso mehr zu ihren Gunsten ausschlägt, je mehr sie mit Euroscheinen betankt wird. Und nun geschieht zweierlei: Erstens kommen sie beim Online-Dating unweigerlich mit Frauen zusammen, die ihre „Anspruchshaltung“ offen zur Schau tragen, obgleich sie sich zumeist völlig überbewerten. Und anderseits treffen sie im Internet auf Frauen, die ihrerseits Profit daraus ziehen wollen, dass diese Männer so schrecklich gefrustet sind.

Die Mehrheit liegt „irgendwo dazwischen“

Gesagt werden muss an dieser Stelle noch, dass es nicht nur „die da oben“ und „die da unten“ gibt. Sie wurden hier nur als Extreme genommen. Die große Masse liegt, wie immer und überall, zwischen den Extremen.

Frust und Betrug vor allem bei den ohnehin Enttäuschten

Nimmt man nun alles zusammen, so haben wir die Ursachen für Hass und Missgunst. Ausgehend vom Online-Dating kann man sagen: Je besser Männer sozial, finanziell und auch mental dastehen, umso weniger interessiert sie, ob Frauen „Ansprüche“ haben – die können sie notfalls weglächeln. Und sie verfallen auch weiblichen Betrügern wesentlich seltener: Eine hübsche Affäre gibt’s für wenig Einsatz – ab null Euro und auf kurzen Wegen. Und warum sollte der selbstbewusste Mann einer Betrügerin ein paar Hundert Euro dafür bezahlen, dass sie dem Mann „Aufmerksamkeit“ schenkt, so wie es manche Internet-Frauen anbieten?

Die Klischees existieren auf beiden Seiten – bei Frauen wie bei Männern, und immer wieder finden wir Menschen, die solchen Klischees entsprechen. Aber nur wenige Frauen und Männer unseres Alltags leben von und in „Klischees“. Und deshalb: Männer-Bashing ist so fies wie Frauen-Bashing. Wir sind alle Personen und sprechen nicht für das gesamte Geschlecht, dem wir angehören.

Hinweis: Alle Zitate wurden verfremdet. Wir möchten nicht, dass die Quellen erkannt werden und die Hassprediger dadurch mehr Zulauf bekommen.

Emotionaler Masochismus - und DU

"Masochistin" kannst du auch im Geiste sein
Wenn du eine Autorin bist, und keinerlei Ahnung davon hast, was „realer Masochismus“ ist, und du auch nicht weißt oder ermessen kannst, wie sich eine Masochistin fühlt, ja, was dann?

Du musst nichts über "realen Masochismus" wissen - gar nichts

Ganz einfach: Wenn du wüsstest, was „realer Masochismus“ im Sinne der Psychiatrie ist, würdest du wahrscheinlich nichts Erotisches darüber schreiben wollen.

Wir fanden dazu eine sehr interessante Stellungnahme, die etwas gröblich übersetzt so lautet:

Es ist ein wenig verzwickt, weil ich das Gefühl der Entwürdigung oder der Beschämung nicht per se (1) genieße. Aber im richtigen Kontext und der richtigen Umgebung, verbunden mit der Sicherheit, die mir die Person gibt, die ich liebe, erregen mich die die Gefühle, die dabei entstehen.


Der Konflikt - wenn es keinen gäbe, wozu dann eine Story?

Wir können dies durchaus verallgemeinern: Bei den meisten Menschen entsteht vor einem Rollenspiel ein Konflikt zwischen dem, wonach sie lüsten und dem, was sie „eigentlich“ darüber denken: dass es nämlich ganz schön „unanständig“ ist. Und dann kommt eben dazu: „Wie kann ich nur zugleich unterwürfig und sexuell erregt sein? Darf ich das?“

Klar ist das ein Konflikt - doch was wäre ein Plot ohne Konflikt?

Ihr seht: Der Zweifel darf auch in eurer Figur vorhanden sein, weil er nicht nur in euch, sondern auch in den realen Menschen vorhanden ist, die sich erotisch unterwerfen. Der Schlüssel ist eigentlich nur: „Mach jetzt während des Spiels, das mit mir, was du willst.“

Ich höre oft, dass so etwas nach dem „ seltsamen Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ klingen würde, und dass man doch bitte kein „anderes Selbst“ in sich hervorrufen solle, weil dies äußert gefährlich sein.

Wer sagt denn so etwas? In unserem Inneren wohnen viele Bedürfnisse, die teils von unseren animalischen Vorfahren stammen, teils von den Eltern und sonstigen Vorfahren, und teils aus der Erziehung, die wir genossen oder erlitten haben. In jedem Fall aber (und das ist ziemlich sicher) wurden während unserer Jugend allerlei Impulse unterdrückt und „zurechtgebogen“ , die wir seither in uns tragen, aber nicht verwirklichen mögen. Es ist also nichts als menschlich, Zwiespälte zu haben, zu denen auch gehört: „Darf ich eigentlich noch etwas spielen, und wenn ich es spiele, bin ich dann ein anderer?“

Ruf dir den emotionalen Masochismus wach

Was du als Autorin tun kannst, ist den „emotionalen Masochismus“ wachzurufen, damit deine Figur zu infizieren und sie dann laufen zu lassen. Wird sie träumen, zaghafte Versuche starten, sich ernsthaft in ein Unterwerfungs-Spiel einlassen oder gar in Gefahr geraten, sich in eine gefährliche Abhängigkeit zu begeben?

Es ist so einfach, sich den erotischen Masochismus zu erdenken. Und falls du dich davor fürchtest, dann sorg doch einfach dafür, dass sich deine Figur auch fürchtet – und vielleicht ihre Furcht überwindet. Denn für sie ist es einfacher als für dich.

(1) Nicht als Selbstverständnis, nicht als solches. Auf das Zitat kann nicht verlinkt werden, weil die Webseite als "Adult" gekennzeichnet wurde.

Die Fakten über Triolen (Dreier)

dreier - und wer ist der dritte?
Dreier sind eine Methode für Männer und Frauen, von mehr als einer Person begehrt zu werden und dabei im Mittelpunkt des Interesses zu stehen.

Aus einem Artikel der "Medicaldaily.com" zu Dreiern

Ein Dreier ist per Definition die Verabredung zu sexuellen Aktivitäten zwischen drei Personen.

Im engeren Sinne werden „Dreier“ solche Verabredungen genannt, in denen eine Person von zwei Personen des konträren Geschlechts sexuell begünstigt wird.

Hauptunterschiede bei Dreiern

Man unterscheidet vor allem MFF-Dreier, also solche zwischen einem Mann und zwei Frauen und FMM-Dreier (auch MMF) zwischen einer Frau und zwei Männern.

Kommt eine Bi-Neigung einer der beiden Partner gleichen Geschlechts dazu, so betreiben alle Partner untereinander sexuelle Aktivitäten.

In einigen Fällen kommen Elemente aus dem SM-Bereich hinzu, vor allem Bondage (Fesselungen) oder extremes Cuckolding mit Abwertungen.

Man kann die „Dreier“ weiterhin danach einteilen, wer einlädt.

1. Ein Ehepaar (Liebespaar) lädt einen Mann ein.
2. Ein Ehepaar (Liebespaar) lädt eine Frau ein.
3. Ein Mann lädt ein Paar ein.
4. Zwei Männer oder Frauen laden eine Einzelperson ein.
5. Eine Frau lädt ein Paar ein.


Wie oft der eine oder andere Fall vorkommt, ist umstritten, jedoch spiegelt die Reihenfolge, die hier gewählt wurde, auch die Häufigkeit wieder. (Grafik in der Liebeszeitung von 2014, Daten erhoben 1983 und 2013).

Motive für Menschen, zu dritt Lüste auszutauschen

alles über dreier
Bei den Motiven müssen wir den Bereich der gesicherten Erkenntnisse verlassen. Wir können jedoch annehmen, dass sexuelle Freizügigkeit, Neugierde und der Winsch nach Herausforderungen die häufigsten Gründe sind. Latente Bisexualität oder Bi-Neugierde sind seltenere, aber in Anzeigenspaten sehr populäre Wünsche.

Ausführungen von Triolen - Praktiken

Die Meinungen über die schönsten Varianten gehen auseinander. Sicher ist jedoch, dass die meisten weiblichen Teilnehmer sinnliche und sanfte Komponenten einbeziehen wollen. Eine der Fragen, die kaum zu klären sind, ist die, ob beide Partner nacheinander oder in irgendeiner Weise parallel befriedigt werden sollen. Sicher ist hingegen, dass athletische Verrenkungen unbeliebt sind.

Häufigkeit der Wünsche nach Dreiern

Dreier sind eher selten, weil es aufwendig ist, sie zu arrangieren. Träume und Wunschvorstellungen sind hingegen häufig – aber auch hier schwanken die Zahlen, denn von Triolen träumen – je nach Fragestellung und Geschlecht – zwischen etwa 30 Prozent und 80 Prozent.

Praktiken sexueller Art in Triolen

Im Prinzip können bei Dreiern alle Praktiken verwendet werden, die auch im normalen Sexualleben eine Rolle spielen, also Vaginal-, Hand- und Mundverkehr. Praktiken, die in der Fantasie manchmal eine Rolle spielen (Doppel-Penetration, Sandwich), sind weniger beliebt. Wenn zwei Männer beteiligt sind, achten beide in der Regel penibel darauf, sich nicht körperlich zu nahe zu kommen, während Frauen dabei weniger Berührungsängste haben.

Risiken - was ist beim Dreier zu beachten?

Serie: Intimes erklärt
Außer den üblichen Vorbehalten gegenüber Geschlechtsverkehr mit Unbekannten und gesundheitlichen Risiken wird von Paaren oft Eifersucht als Hinderungsgrund genannt. Männer scheuen zumeist jede Art von intimen Berührungen mit anderen Männern, auch wenn sie zufällig geschehen – sie wollen nicht als „schwul“ gelten. Solo-Frauen hingegen fürchten, „benutzt“ zu werden und als „Schlampen“ behandelt oder angesehen zu werden. Die Chancen bestehen darin, eine wundervolle sinnliche Erfahrung geschenkt zu bekommen.

was machst DU jetzt mit dem Thema?


Hinweis: Über die Fakten gibt es noch eine weniger strukturierte Version ähnlichen Inhalts.
Faktenlage: Zuverlässige Internetquellen, genaue psychologische Erhebungen, Massenvergleich Anzeigen 1983 - Google 2013.

Männer begeistern: Geizen, Reizen, Spreizen oder Peitschen?

Männer begeistern: mit den Reizen geizen, zum Reizen spreizen? Oder vielleicht gar peitschen? Die Antwort müsst ihr selber finden. Aber Möglichkeiten sehen wir schon ...

Romantik ade … irgendwann ist die Zeit des Küssens und Kosens vorbei. Und miteinander zu schmusen, ein paar Zungenküsse auszutauschen und dabei rollig zu werden wie einst im Mai? Ach, alles nutzt sich ab.

Geizen mit Reizen

Da sagt die Freundin: „Ach, verweiger dich einfach, dann wird er schon um dich werben.“ Ja, wenn er’s nur täte. Mit den Reizen zu geizen bringt wirklich nichts, auch wenn dann und wann ein Raunen durchs Internet geht: „Musst ihn mal eine Weile keusch halten, dann wirst du dein blaues Wunder erleben.“

Reizen mit Reizwäsche?

die wirkung des negligés
Ob der Gang zum Miederwarengeschäft etwas bringt? Sündhaft teuer süße Fummel, spitzenbesetzt, chic, frivol und teuer? Vielleicht ein Negligé oder Baby Doll? „Strapse“, flüstert eine andere Freundin, „die wirken immer, wegen der Kontraste an den Schenkeln, weißt du … und zieh auf keinen Fall einen Slip drunter an …“

Doch, was ist, wenn frau sich in Retro-Dessous oder Hurenklamotten nicht wohlfühlt? Was, wenn es dir einfach peinlich ist, dich mit 50 anziehen wie ein Sugar-Baby? Oder wenn alles an dir aussieht, als sei’s nicht für dich gemacht?

Reizen und es gar nicht reizend finden?

ob es freude bereitet?
„Wie steht’s bei dir eigentlich mit oral, machst du’s ihm?“ Wieder so eine Frage, die du nicht wirklich beantworten willst, oder? Tapfer ausprobieren mit Augen zu und hinterher ausspucken? Was, wenn es dich ekelt, ich meine richtig ekelt, egal ob er vorher Ananassaft getrunken hat oder nicht?“

Reizen mit Spreizen

„Nichts ist geiler, als wenn du es dir selbst machst und er zuschaut“, aha, der nächste kühne Rat. „Spreiz die Beine und zeig’s ihm.“ Aber was ist, wenn du dich schämst, nie „Toys“ verwendet hast und du sowieso nicht wirklich willst, dass dich dein Liebster „so“ sieht?

In der Rolle der Domina oder Sklavin reizen?
reizen durch peitschen?
„Und … schon mal mit Rollenspielen versucht?“ Das ist der letzte Schrei, und angeblich machen es inzwischen alle. Na ja, fast alle und wohl eher irgendwie als konsequent.

Bist du schon auf die Idee gekommen, eine Episode aus den „50 Shades of Grey“ auszuprobieren? Ich rate dir gut: Mach es andersrum. Werde zur sinnlichen Tante mit Röckchen und Stöckchen, der dem bösen Buben von Mann mal den Hintern versohlt. Es gibt noch mehr Rollenspiele, und dein Männlein wird nicht gleich auf alle eingehen. Aber ich in ziemlich sicher: Von irgendetwas in der Art wird er geil. Er? Oder vielleicht du? Was hast du so gefühlt, als du die „50 Shades“ gelesen hast?

Nun gut. Wenn du Rollenspiele für Affentheater hältst, Fesselungen für Freiheitsberaubung oder Peitschenhiebe für Körperverletzung, dann ist das nicht dein Ding.

Vanilleschoten oder doch lieber Chilischoten?

Aber irgendwie willst du doch, dass deine Lust von Vanilleschoten zu Chilischoten übergeht, oder?

Wir haben überall nachgefragt und angeklopft - und teils verblüffend positive, teils aber auch ausgesprochen abschreckende Antworten bekommen. Eines aber scheint sicher zu sein: „Es gibt nichts Gutes, es sei denn, man tut es.“ Manchmal kommt einem der alte Liedertext ins Gedächtnis zurück … „Beim ersten Mal da tut’s noch weh … doch nach und nach, so peu a peu, gewöhnt man sich daran.“

Nur Gewöhnung? Das wäre traurig, weil dann die lustvolle Begeisterung fehlt, die sinnliche Ekstase, das abtauchen in die Lust. Denn so viel fanden wir heraus: Der Appetit kommt beim Essen. Und wer einmal seinen Finger in Tabasco oder Mousse au Chocolat getaucht hat, der kann auch süchtig danach werden, es immer wieder zu tun.

Und du ...?

Ja, was würdest du gerne tun? Und was auf gar keinen Fall? Verrate uns deine Wünsche, Träume, Geheimnisse und süße Perversionen, die sich in dien Hirn eingenistet haben. Wir sind gespannt darauf. Und wenn du’s nicht magst – vielleicht kennst du ja jemanden, der mal drüber schreiben möchte.

Hinweis: Der Artikel aus der Ex-Liebeszeitung vom 4. September 2012 wurde von Isidora umgeschrieben, der Zeit angepasst und erweitert.Die Liebeszeitung verzeichnete 125.329 Zugriffe.

Bilder:
Paar: Beranger.
Mund: Fotomontage.
Peitschenlady: Zeichnung eine ungarischen Künstlers, gegen 1935.

Die Dompteuse mit der Peitsche - wie die strenge Lust ins Bild gesetzt wurde

Das Details offenbart die Erotik der Dompteuse
Die Bilder von Frauen, die erotisch gekleidet und mit einer Peitsche bewaffnet abgebildet wurden, begeisterten schon unsere Vorfahren.

Das Original in Farbe
Da es nicht möglich war, solche erregenden Bilder öffentlich zu verbreiten, griff man in die Trickkiste: Im Zirkus traten Frauen ohnehin leicht bekleidet auf. Und wenn man nun eine „Dompteuse“, heute wohl als Tierlehrerin bezeichnet, mit ein paar wild aussehenden Raubkatzen in der Manege abbildet? Dann war möglich, was sonst höchst degoutant gewesen wäre. Und wiel man derartige Abbildung tatsächlich als Zirkusplakate verwendete, fielen sie auch nicht der Zensur zum Opfer.

In Schwarz-Weiß eher blässlich
Einerseits bewunderten dann alle den Mut dieser Frauen, sich den Tigern oder Löwen zu nähern, und andererseits wünschte sich mancher Herr, die Rolle des Tigers einzunehmen. Ich kannte die Abbildung bisher nur in Schwarz-Weiß, wie sie in dem Buch „Artisten- und Zirkusplakate“ (Leipzig 1975) gezeigt wurde. Dort ist ihr künstlerischer Wert allerdings kaum erkennbar.

Es gibt recht viele Bilder in dieser Art von Dompteurinnen der 1900er Jahrhundertwende, aber kaum eines ist so sinnlich ausgeführt wie dieses, das um 1900 entstand. Tatsächlich hatte der „Cirque d’Hivier“ eine namhafte „Dompteuse“, die auf dem Bild allerdings idealisiert dargestellt wurde. Als Künstler ist ein gewisser J. Boichard vermerkt. Es gibt inzwischen zahllose Nachdrucke in unterschiedlichen Formaten.

Comtesse de X, mit Maske, Anno 1895
Auch sehr interessant ist die etwas naturalistischere Zeichnung, die im „Le Petit Journal“ von 1895 abgebildet wurde. Bei der Artistin handelte es sich um eine als „Comtesse de X.“ agierende Zirkusfrau, die stets mit Maske abgebildet wurde.

Die klitzekleine Scheu des Mannes, den Penis zu zeigen

Auch der selbstbewusste Mann muss mal die Hose herunterlassen
Es ist gleich, ob er recht klein oder außerordentlich groß ist. Auch macht es nichts aus, ober er noch schlaff herunterhängt, leicht erigiert oder bereits einsatzstark ist. Dem Moment der Wahrheit folgt immer eine klitzekleine Scheu, alles zu zeigen. Zumal, wenn Männer sich aufrecht stehend ausziehen. Und vor allem, wenn eine Dame gesagt hat: „Zieh dich aus, ich will dich sehen.“

Der Mann zieht sich aus – und die Frau beurteilt ihn danach

Wir wissen dann, dass sie uns auf die Finger guckt. Nun gilt es, dein Selbstbewusstsein aufrechterhalten. Wir sehen ja, wie sie uns beobachtet, wenn wir die Krawatte lösen, das Hemd aufknöpfen oder den Hosengürtel öffnen. Die Art, wie wir damit umgehen, wie wir die Schuhe ausziehen, Reißverschlüsse öffnen und die Hosen herunterlassen sagt der Frau, ob wir unseren Körper lieben und wie selbstsicher wir darüber sind.

Je nackter wir sind, umso mehr gewinnt die Frau an Macht

Vor allem der letzte Moment lässt uns zögern. Eine Frau, die uns auffordert, uns zu zeigen, ist keine gewöhnliche Frau. Sie genießt die Macht, die sie dabei über uns gewinnt. Sie bemerkt das Zögern, wenn wir in unseren Unterhosen dastehen, nicht recht wissend, ob sie auch die letzte Hülle unserer Männlichkeit gemeint hat. Wohl dem, der sich so gekleidet hat, dass er auch in diesem Aufzug noch halbwegs gut aussieht. „Was ist mit deinen Pants?“ Oh ja, nun wissen wir, um was es ihr geht: Sie will „sehen“. Wie beim Pokerspiel. Und du weißt nicht, ob du das Spiel gewonnen hast, und falls du es tatsächlich gewonnen haben solltest, weißt du immer noch nicht, ob sich der Einsatz lohnen wird. Oh, sie selbst ist noch nicht ausgezogen? Dann kannst du auf eine interessante Erfahrung hoffen.

Was sie sieht, ist was sie bekommt

Als sehr angenehm empfinde ich, dass wirkliche Damen den Penis nur selten kommentieren, was manche Männer beruhigen mag, die zu viele Pornos gesehen haben. Das, was du hervorbringt, ist das, was sie verwenden kann, wenngleich immer noch nicht klar sein dürfte, welche Absichten sie verfolgt. Sucht sie einen Penis, der sie ausfüllt, und ist sie enttäuscht, wenn dies rein optisch nicht der Fall zu sein scheint?

Mache Frau will genau wissen, was du mitbringst

Manche Frauen sind verspielt, einige sind verwegen. Die Forscherinnen unter ihnen wollen wirklich wissen, wie sich alles anfühlt, was deinen Unterleib zitiert, und sie betasten deshalb das Vorhandene sorgfältig. Voyeurinnen, die angeblich mehr und mehr auftreten, wollen sehen, wie der gesamte Prozess taktil, optisch und erlebnisorientiert abläuft. Wieder andere wenden all ihre erlernten Kunstfertigkeiten an, um dir Vergnügen zu bereiten. Manchmal folgt auf das Ausziehen das Gewöhnliche, dann wieder das Ungewöhnliche. Und sicher, es gibt auch Frauen, die den Moment nutzen, um dich, Mann zu erniedrigen, zu diffamieren oder zu malträtieren.

Du kannst ihr Spielzeug sein – wenn du magst

Ach, Mann … was du hast ist, was du hast. Wenn es dir gefällt, ihr Spielzeug zu sein, dann sei ihr Spielzeug. Wenn es dir hingegen gefallen sollte, dass sie dich ohne dein Zutun beglückt, dann lass dich beglücken. Und sollte es dir gefallen, gequält und geschlagen zu werden, dann lass dich quälen und schlagen.

Aber tu nichts, was du nicht wirklich willst. Ein Mann in Unterhose kann nicht ohne Weiteres weglaufen. Und ohne Unterhose schon gar nicht.

Hinweis: Dieser Artikel erschien im Juni 2018 im inzwischen stillgelegten Magazin „Mehrhaut.de“

Schockierende Wahrheiten über Sugar Babys

Süss sein - die Süße spielen - was bedeutet dies wirklich?
Ein „Sugar Baby“ ist nichts mehr als eine jugendliche Geliebte, die finanziell ausgehalten wird. Eine Geliebte zu werden, ist eine Entscheidung, die jede Frau für sich selbst fällen muss, und dafür eine finanzielle Entschädigung auszuhandeln, ist eine Frage der ethischen Grundeinstellung.

Wer hat nun aber ein Interesse daran, das „Sugar Baby“ schön zu reden? Die jungen Frauen, die sich als jugendliche Geliebte verdingen, wohl kaum. Sie verfolgen ihre Ziele beharrlich unter dem Deckmantel eines Doppellebens, das sie schützt. Anders die Dating-Agenturen, die im Internet Kontaktzonen für „Sugar Babys“ und „Sugar Daddys“ zur Verfügung stellen.

Sugar Baby - ein Dasein ohne Sorgen?

Glaubt man ihnen, so ist das Sugar-Baby-Dasein ein Leben ohne Sorgen, denn der „Sugar Daddy“ sorgt für Studiengebühren und Lebensunterhalt, und etwas Luxus fällt dann auch noch ab – meist durch Einladungen und teure Geschenke. Man spricht vornehm von einer „Allowance“, also einer „Apanage“ oder frei verfügbaren Summe, die monatlich sicher und zuverlässig aufs Konto fließt, um die Lebenshaltungskosten zu sichern und vom „Sponsoring“ der jungen Frauen.

Also: Sorgenfrei studieren, dazu einen verlässlichen älteren Freund und Lover haben, der für alles aufkommt und zudem noch verständnisvoller Förderer und erfahrener Lover ist?

Die Versprechungen sind enorm. Man hört von „Allowances“ von bis zu 3000 EUR, GBP oder USD. Doch dabei vergessen viele, dass sich nur wenige Männer leisten können, solche Summen regelmäßig auszuzahlen. Und falls der Sugar Daddy wirklich sehr hohe Summen spendiert, erwartet er allzeit die spontane Bereitschaft, dass sein „Sugar Baby“ ihm lustvoll und barrierefrei Premium-Sex schenkt.

Versprechungen und Realitäten

Ob diese Beträge tatsächlich so hoch ausfallen? Beobachter der Szene sind skeptisch. Wer 50.000 Euro im Jahr netto verdient, wird seinem Sugar Baby maximal 500 Euro pro Monat anbieten können. Das sind immerhin schon 12 Prozent seines Nettoeinkommens. Es gibt geringere und höhere Zuwendungen, aber das Maximum liegt nach glaubwürdigen Berichten bei etwa 2000 EUR, GBP oder USD. Und weil der „Sugar Daddy“, der so viel Geld einsetzen möchte, die freie Wahl unter den Frauen hat, die sich als „Sugar Baby“ anbieten, kann er auch die Geliebte wechseln, wenn er nicht zufrieden mit ihrer „Begleitung“ ist.

Offenbar ist die Bereitschaft zu festen monatlichen Netto-Zuschüssen (Allowances) ohnehin nicht sonderlich ausgeprägt. Wir lasen, dass die „Zahlungsmoral“ der Sugar Daddys offenbar nachgelassen hat:

Die meisten Sugar-Baby-Beziehungen werden entweder über wöchentliche Zahlungen in bar abgewickelt oder auf der Basis „Er zahlt, wenn er dich braucht“.


Eine Geliebte, die Emotionen für eine Flatrate anbietet?

Ist dies bei Beziehungen mit einem festen Beitrag zum Unterhalt besser? Oft hört man: „Eine Sugar-Daddy-Beziehung verläuft wie jede andere Beziehung auch.“ Eine sehr zweifelhafte Behauptung. Schon die Beziehung zu einer unbezahlten, romantischen Geliebten verläuft in der Regel nicht „wie jede andere Beziehung auch“ und eine Beziehung gegen Geldzahlungen ist eine wirtschaftliche Übereinkunft, bei der Emotionen gegen Geld getauscht werden und keine Beziehung aus Leidenschaft. Dies wird auch deutlich, wenn man genau liest, was die Autorinnen und Autoren schreiben:

Außer beim ersten Date wird der Sugar Daddy bei jedem Date Sex erwarten.


Was im Grunde und recht schnörkellos bedeutet, durch die monatliche „Allowance“ eine „Flatrate“ auf Sex erworben zu haben – jedenfalls aus der Sicht des Sugar Daddys.

Das Fatale: Trotz der vielen Unwägbarkeiten gibt es ein Überangebot an Sugar Babys. Aus wirtschaftlicher Sicht könnte man sagen: Ein Überangebot verschärft den Wettbewerb, drückt die Preise und führt zu einem Verfall der „üblichen“ Usancen und Vereinbarungen.

Warum wir unsere Betrachtungsweise zum Thema verändern

Was heißt dies für die Liebeszeitung und unser Magazin „Sinnlich Leben“? Knallhart: Wir müssen das Thema der „Sugar Babys“ und des „Sugar Datings“ in Zukunft noch kritischer behandeln, als wir es ohnehin schon taten.

Anderer Meinung? Dann heraus damit! Wir hoffen auf sinnvolle Kommentare.

Dieser Artikel erschien zuerst in der "Liebeszeitung".- das Datum wurde beibehalten.
Hinweis zu den Quellen: In nahezu jedem Artikel, der in Zeitungen, Zeitschriften, Foren oder Blogs zum Thema erscheint, wird mehr oder weniger unverblümt für einschlägige Dating-Agenturen geworben. Dies gilt auch für eher kritische Berichte.Aus diesem Grund veröffentlichen wir unsere Quellen nur selten.

Es ist Sommer – und die Anzahl der Sexpartner wird wichtig

Wie viele sind eigentlich eingeflogen?
Im Sommer saugt so mancher Redakteur am Daumen und saugt sich Themen heraus. Sex ist immer gut? Klar ist Sex immer gut. Und die Frage „Ey, wie viel Sexualpartner hattest du schon vor mir?“ ist ja auch unheimlich wichtig.

Und außer für etwas unterbelichtete Zeitgenossen ist die Frage ganz, ganz wichtig ist für Wissenschaftler, und um dies zu untermauern, weiß die „Süddeutsche“, was die „Sexualforscherin Kirstin Mitchell von der Universität Glasgow“ dazu gesagt hat:

Die genaue Erfassung der Zahl von Sexualpartnern ist aus vielen Gründen von entscheidender Bedeutung, einschließlich der Bewertung des individuellen Risikos sexuell übertragbarer Infektionen sowie der Schätzung der Übertragungsrate.


Solche Aussagen klingen selbstverständlich außerordentlich klug, wenn „mit allem aber ohne“ querbeet gevögelt wird und dabei der Schrecken der Infektion an die Wand gemalt wird. Ansonsten ist die Aussage Bullshit.

Doch im Artikel der Süddeutschen geht es noch um ein Geheimnis solcher Studien: Warum geben Frauen durchschnittlich weniger, oft nur die Hälfte der Sexpartner an, die Männer nennen? Die bisher gültige Antwort war: Frauen untertreiben, um nichts als Schlampen dazustehen, während Männer übertreiben, um ihre sexuellen Erfolge nicht infrage zu stellen.

Schönrechnen von Daten, die von vornherein zweifelhaft sind

Doch nun haben die nämlichen Wissenschaftler die Einstellungen zur Sexualität mitbewertet, und so konnten sie sich die Geschlechterdifferenz gewissermaßen „schönrechnen“ und kamen zu dem Schluss, dass die Differenz nicht sieben Partner beträgt, sondern nur 2,6. Und daher, so folgerten sie, sei der „große Unterschied zwischen Männern und Frauen … vermutlich eher relativ klein“.

Ja, ja, vermutlich. Es kann ja einfach nicht sein, dass Frauen sich die Zahlen der Ex-Sexualpartner gerne runterrechnen und Männer eher hoch. In Deutschland, so wollen entsprechende Forscher wissen, wollen Frauen insgesamt mit nur fünf Männer geschlafen haben. Da bleiben bei zwei Ehemännern noch drei Männer für ONS, Dates und Partys über. Nicht gerade viel für ein ganzes lustvolles Leben, oder?

Ja, ja, da waren "Sexkontakte" ... udn was war der Rest?

Ähm … ob man die Frauen und Männer eigentlich gefragt hat, was sie unter „Geschlechtsverkehr haben“ verstehen? Und ob jeder und jede der Befragten einen unzweifelhaften Vögelkalender führte, in dem jede feuchte Begegnung akribisch eingetragen wurde? Und wer erinnert sich schon an alle Partykontakte, ONS, Seitensprünge, Bi-Neugiererfahrungen, Dating-Sexkontakte sowie Hand-und Blowjobs?

Also, Frauen und Männer: Ehrliches, ausführliches Vögelbuch mit Details führen. Die Wissenschaft braucht eure Daten – aus vielen Gründen, wie wir gelernt haben.