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Die klitzekleine Scheu des Mannes, den Penis zu zeigen

Auch der selbstbewusste Mann muss mal die Hose herunterlassen
Es ist gleich, ob er recht klein oder außerordentlich groß ist. Auch macht es nichts aus, ober er noch schlaff herunterhängt, leicht erigiert oder bereits einsatzstark ist. Dem Moment der Wahrheit folgt immer eine klitzekleine Scheu, alles zu zeigen. Zumal, wenn Männer sich aufrecht stehend ausziehen. Und vor allem, wenn eine Dame gesagt hat: „Zieh dich aus, ich will dich sehen.“

Der Mann zieht sich aus – und die Frau beurteilt ihn danach

Wir wissen dann, dass sie uns auf die Finger guckt. Nun gilt es, dein Selbstbewusstsein aufrechterhalten. Wir sehen ja, wie sie uns beobachtet, wenn wir die Krawatte lösen, das Hemd aufknöpfen oder den Hosengürtel öffnen. Die Art, wie wir damit umgehen, wie wir die Schuhe ausziehen, Reißverschlüsse öffnen und die Hosen herunterlassen sagt der Frau, ob wir unseren Körper lieben und wie selbstsicher wir darüber sind.

Je nackter wir sind, umso mehr gewinnt die Frau an Macht

Vor allem der letzte Moment lässt uns zögern. Eine Frau, die uns auffordert, uns zu zeigen, ist keine gewöhnliche Frau. Sie genießt die Macht, die sie dabei über uns gewinnt. Sie bemerkt das Zögern, wenn wir in unseren Unterhosen dastehen, nicht recht wissend, ob sie auch die letzte Hülle unserer Männlichkeit gemeint hat. Wohl dem, der sich so gekleidet hat, dass er auch in diesem Aufzug noch halbwegs gut aussieht. „Was ist mit deinen Pants?“ Oh ja, nun wissen wir, um was es ihr geht: Sie will „sehen“. Wie beim Pokerspiel. Und du weißt nicht, ob du das Spiel gewonnen hast, und falls du es tatsächlich gewonnen haben solltest, weißt du immer noch nicht, ob sich der Einsatz lohnen wird. Oh, sie selbst ist noch nicht ausgezogen? Dann kannst du auf eine interessante Erfahrung hoffen.

Was sie sieht, ist was sie bekommt

Als sehr angenehm empfinde ich, dass wirkliche Damen den Penis nur selten kommentieren, was manche Männer beruhigen mag, die zu viele Pornos gesehen haben. Das, was du hervorbringt, ist das, was sie verwenden kann, wenngleich immer noch nicht klar sein dürfte, welche Absichten sie verfolgt. Sucht sie einen Penis, der sie ausfüllt, und ist sie enttäuscht, wenn dies rein optisch nicht der Fall zu sein scheint?

Mache Frau will genau wissen, was du mitbringst

Manche Frauen sind verspielt, einige sind verwegen. Die Forscherinnen unter ihnen wollen wirklich wissen, wie sich alles anfühlt, was deinen Unterleib zitiert, und sie betasten deshalb das Vorhandene sorgfältig. Voyeurinnen, die angeblich mehr und mehr auftreten, wollen sehen, wie der gesamte Prozess taktil, optisch und erlebnisorientiert abläuft. Wieder andere wenden all ihre erlernten Kunstfertigkeiten an, um dir Vergnügen zu bereiten. Manchmal folgt auf das Ausziehen das Gewöhnliche, dann wieder das Ungewöhnliche. Und sicher, es gibt auch Frauen, die den Moment nutzen, um dich, Mann zu erniedrigen, zu diffamieren oder zu malträtieren.

Du kannst ihr Spielzeug sein – wenn du magst

Ach, Mann … was du hast ist, was du hast. Wenn es dir gefällt, ihr Spielzeug zu sein, dann sei ihr Spielzeug. Wenn es dir hingegen gefallen sollte, dass sie dich ohne dein Zutun beglückt, dann lass dich beglücken. Und sollte es dir gefallen, gequält und geschlagen zu werden, dann lass dich quälen und schlagen.

Aber tu nichts, was du nicht wirklich willst. Ein Mann in Unterhose kann nicht ohne Weiteres weglaufen. Und ohne Unterhose schon gar nicht.

Hinweis: Dieser Artikel erschien im Juni 2018 im inzwischen stillgelegten Magazin „Mehrhaut.de“

Schockierende Wahrheiten über Sugar Babys

Süss sein - die Süße spielen - was bedeutet dies wirklich?
Ein „Sugar Baby“ ist nichts mehr als eine jugendliche Geliebte, die finanziell ausgehalten wird. Eine Geliebte zu werden, ist eine Entscheidung, die jede Frau für sich selbst fällen muss, und dafür eine finanzielle Entschädigung auszuhandeln, ist eine Frage der ethischen Grundeinstellung.

Wer hat nun aber ein Interesse daran, das „Sugar Baby“ schön zu reden? Die jungen Frauen, die sich als jugendliche Geliebte verdingen, wohl kaum. Sie verfolgen ihre Ziele beharrlich unter dem Deckmantel eines Doppellebens, das sie schützt. Anders die Dating-Agenturen, die im Internet Kontaktzonen für „Sugar Babys“ und „Sugar Daddys“ zur Verfügung stellen.

Sugar Baby - ein Dasein ohne Sorgen?

Glaubt man ihnen, so ist das Sugar-Baby-Dasein ein Leben ohne Sorgen, denn der „Sugar Daddy“ sorgt für Studiengebühren und Lebensunterhalt, und etwas Luxus fällt dann auch noch ab – meist durch Einladungen und teure Geschenke. Man spricht vornehm von einer „Allowance“, also einer „Apanage“ oder frei verfügbaren Summe, die monatlich sicher und zuverlässig aufs Konto fließt, um die Lebenshaltungskosten zu sichern und vom „Sponsoring“ der jungen Frauen.

Also: Sorgenfrei studieren, dazu einen verlässlichen älteren Freund und Lover haben, der für alles aufkommt und zudem noch verständnisvoller Förderer und erfahrener Lover ist?

Die Versprechungen sind enorm. Man hört von „Allowances“ von bis zu 3000 EUR, GBP oder USD. Doch dabei vergessen viele, dass sich nur wenige Männer leisten können, solche Summen regelmäßig auszuzahlen. Und falls der Sugar Daddy wirklich sehr hohe Summen spendiert, erwartet er allzeit die spontane Bereitschaft, dass sein „Sugar Baby“ ihm lustvoll und barrierefrei Premium-Sex schenkt.

Versprechungen und Realitäten

Ob diese Beträge tatsächlich so hoch ausfallen? Beobachter der Szene sind skeptisch. Wer 50.000 Euro im Jahr netto verdient, wird seinem Sugar Baby maximal 500 Euro pro Monat anbieten können. Das sind immerhin schon 12 Prozent seines Nettoeinkommens. Es gibt geringere und höhere Zuwendungen, aber das Maximum liegt nach glaubwürdigen Berichten bei etwa 2000 EUR, GBP oder USD. Und weil der „Sugar Daddy“, der so viel Geld einsetzen möchte, die freie Wahl unter den Frauen hat, die sich als „Sugar Baby“ anbieten, kann er auch die Geliebte wechseln, wenn er nicht zufrieden mit ihrer „Begleitung“ ist.

Offenbar ist die Bereitschaft zu festen monatlichen Netto-Zuschüssen (Allowances) ohnehin nicht sonderlich ausgeprägt. Wir lasen, dass die „Zahlungsmoral“ der Sugar Daddys offenbar nachgelassen hat:

Die meisten Sugar-Baby-Beziehungen werden entweder über wöchentliche Zahlungen in bar abgewickelt oder auf der Basis „Er zahlt, wenn er dich braucht“.


Eine Geliebte, die Emotionen für eine Flatrate anbietet?

Ist dies bei Beziehungen mit einem festen Beitrag zum Unterhalt besser? Oft hört man: „Eine Sugar-Daddy-Beziehung verläuft wie jede andere Beziehung auch.“ Eine sehr zweifelhafte Behauptung. Schon die Beziehung zu einer unbezahlten, romantischen Geliebten verläuft in der Regel nicht „wie jede andere Beziehung auch“ und eine Beziehung gegen Geldzahlungen ist eine wirtschaftliche Übereinkunft, bei der Emotionen gegen Geld getauscht werden und keine Beziehung aus Leidenschaft. Dies wird auch deutlich, wenn man genau liest, was die Autorinnen und Autoren schreiben:

Außer beim ersten Date wird der Sugar Daddy bei jedem Date Sex erwarten.


Was im Grunde und recht schnörkellos bedeutet, durch die monatliche „Allowance“ eine „Flatrate“ auf Sex erworben zu haben – jedenfalls aus der Sicht des Sugar Daddys.

Das Fatale: Trotz der vielen Unwägbarkeiten gibt es ein Überangebot an Sugar Babys. Aus wirtschaftlicher Sicht könnte man sagen: Ein Überangebot verschärft den Wettbewerb, drückt die Preise und führt zu einem Verfall der „üblichen“ Usancen und Vereinbarungen.

Warum wir unsere Betrachtungsweise zum Thema verändern

Was heißt dies für die Liebeszeitung und unser Magazin „Sinnlich Leben“? Knallhart: Wir müssen das Thema der „Sugar Babys“ und des „Sugar Datings“ in Zukunft noch kritischer behandeln, als wir es ohnehin schon taten.

Anderer Meinung? Dann heraus damit! Wir hoffen auf sinnvolle Kommentare.

Dieser Artikel erschien zuerst in der "Liebeszeitung".- das Datum wurde beibehalten.
Hinweis zu den Quellen: In nahezu jedem Artikel, der in Zeitungen, Zeitschriften, Foren oder Blogs zum Thema erscheint, wird mehr oder weniger unverblümt für einschlägige Dating-Agenturen geworben. Dies gilt auch für eher kritische Berichte.Aus diesem Grund veröffentlichen wir unsere Quellen nur selten.

Es ist Sommer – und die Anzahl der Sexpartner wird wichtig

Wie viele sind eigentlich eingeflogen?
Im Sommer saugt so mancher Redakteur am Daumen und saugt sich Themen heraus. Sex ist immer gut? Klar ist Sex immer gut. Und die Frage „Ey, wie viel Sexualpartner hattest du schon vor mir?“ ist ja auch unheimlich wichtig.

Und außer für etwas unterbelichtete Zeitgenossen ist die Frage ganz, ganz wichtig ist für Wissenschaftler, und um dies zu untermauern, weiß die „Süddeutsche“, was die „Sexualforscherin Kirstin Mitchell von der Universität Glasgow“ dazu gesagt hat:

Die genaue Erfassung der Zahl von Sexualpartnern ist aus vielen Gründen von entscheidender Bedeutung, einschließlich der Bewertung des individuellen Risikos sexuell übertragbarer Infektionen sowie der Schätzung der Übertragungsrate.


Solche Aussagen klingen selbstverständlich außerordentlich klug, wenn „mit allem aber ohne“ querbeet gevögelt wird und dabei der Schrecken der Infektion an die Wand gemalt wird. Ansonsten ist die Aussage Bullshit.

Doch im Artikel der Süddeutschen geht es noch um ein Geheimnis solcher Studien: Warum geben Frauen durchschnittlich weniger, oft nur die Hälfte der Sexpartner an, die Männer nennen? Die bisher gültige Antwort war: Frauen untertreiben, um nichts als Schlampen dazustehen, während Männer übertreiben, um ihre sexuellen Erfolge nicht infrage zu stellen.

Schönrechnen von Daten, die von vornherein zweifelhaft sind

Doch nun haben die nämlichen Wissenschaftler die Einstellungen zur Sexualität mitbewertet, und so konnten sie sich die Geschlechterdifferenz gewissermaßen „schönrechnen“ und kamen zu dem Schluss, dass die Differenz nicht sieben Partner beträgt, sondern nur 2,6. Und daher, so folgerten sie, sei der „große Unterschied zwischen Männern und Frauen … vermutlich eher relativ klein“.

Ja, ja, vermutlich. Es kann ja einfach nicht sein, dass Frauen sich die Zahlen der Ex-Sexualpartner gerne runterrechnen und Männer eher hoch. In Deutschland, so wollen entsprechende Forscher wissen, wollen Frauen insgesamt mit nur fünf Männer geschlafen haben. Da bleiben bei zwei Ehemännern noch drei Männer für ONS, Dates und Partys über. Nicht gerade viel für ein ganzes lustvolles Leben, oder?

Ja, ja, da waren "Sexkontakte" ... udn was war der Rest?

Ähm … ob man die Frauen und Männer eigentlich gefragt hat, was sie unter „Geschlechtsverkehr haben“ verstehen? Und ob jeder und jede der Befragten einen unzweifelhaften Vögelkalender führte, in dem jede feuchte Begegnung akribisch eingetragen wurde? Und wer erinnert sich schon an alle Partykontakte, ONS, Seitensprünge, Bi-Neugiererfahrungen, Dating-Sexkontakte sowie Hand-und Blowjobs?

Also, Frauen und Männer: Ehrliches, ausführliches Vögelbuch mit Details führen. Die Wissenschaft braucht eure Daten – aus vielen Gründen, wie wir gelernt haben.

Verführung – was ist das eigentlich?

Erfolgreiche Verführungen - wer fühlt sich wirklich wohl dabei?
Zwischen dem Leben, das ein Mensch kennt und dem Leben, das dieser Mensch möglicherweise noch kennenlernen könnte, liegt eine Hürde. Manchmal ist es nötig, sie zu überwinden, dann aber auch überflüssig. Will jemand die Hürde beiseite räumen, so ist dies ein Risiko mit Chancen und Gefahren.

Wem das zu theoretisch und langatmig als Einführung war, der sollte sich vergegenwärtigen, dass über kaum ein anderes Verhalten soviel Lügen, Irrtümer und Falschinformationen existieren wie über die Verführung.

Im Volksmund heißt sie auch Verlockung oder Verleitung, bei Lateinern Seduktion, und bei den Christen Versuchung.

Hürden abzubauen ist ein Teil des Lebens - mit Hilfe oder ohne

Die Hürde zwischen dem jetzigen Leben und einer Veränderung in der Zukunft kann auf vielfältige Art abgebaut werden, auch durchaus seriös und keinesfalls immer mit erotischen Bezügen. Verhaltenstherapeuten und psychologische Berater tun es auf Anforderung, um dem Betroffenen ein besseres, angstarmes oder reichhaltiges Leben zu ermöglichen.

Verführer bauen Hürden aus Eigennutz ab

Verführer hingegen tun etwas anderes: Sie versuchen aus purem Eigennutz, einen Menschen auf die andere Seite der Hürde zu ziehen. Zum Beispiel, um sich einen besonderen erotischen Genuss zu gönnen und sich wegen des Erfolgs dabei großartig zu fühlen.

Nachdem dies gesagt ist, lohnt es sich, einen Blick auf den Gegenpart zu werfen, nämlich die Verführte oder den Verführten.

Verführt ...

Eine verführbare Person ist üblicherweise eine Person, die die Hürde spürt, die ihn von den möglichen Risiken trennt, und die dennoch gelegentlich davon träumt, diese Hürde zu überwinden – aber nicht geplant und nicht aus eigener Kraft. Es gab Träume, Wünsche und vielleicht auch Hoffnungen, aber keine Aktionen, um dies zu realisieren. Bei ausgesprochen heftigen Gelüsten mögen sich sogar Ekel und Widerwillen mit dem lustvollen Traum gepaart haben.

Was muss nun geschehen, damit es zu einer Verführung kommt?

Nun, das ist einfach. Man benötigt eine Person, die Freude daran hat, die Rolle des Verführers (der Verführerin) zu übernehmen und jemanden, der seine Selbstkontrolle vorübergehend aufgibt, um nicht wirklich verantwortlich für das zu sein, was geschehn wird. Zumeist existierte bereits zuvor eine latente Bereitschaft, den lange gehegten Traum zu verwirklichen. Zudem wird eine Situation benötigt, die schon von Grund auf erotisch ist: eine romantische Sommernacht, eine Party, auf der einzelne Paare bereits ineinander verwicklet sind oder auch nur eine späte Stunde, in der man sich einsam fühlt.

Erwachsen, bewusst und möglichst ohne Alkohol

Wir erwähnen an dieser Stelle ausdrücklich, dass es sich bei den Verführten um Erwachsene handelt, die im Vollbesitz ihrer körperlichen, geistigen und emotionalen Kräfte sind. Also Menschen, die üblicherweise wissen, was sie tun und die nicht zu angeschickert sind.

Verführmethoden - ganz traditionell

Verführer oder Verführerin haben verschiedene Möglichkeiten, um die Hürden abzubauen. Häufig wird die Salamitaktik verwendet, in der man schichtweise versucht, die Hemmungen abzutragen, um dabei Lüste freizulegen und Ängste abzubauen. Die Königinnen und Könige der Silberzungen nutzen einschmeichelnde Worte, und die wahren Künstlerinnen und Künstler heben ihre Partnerinnen oder Partner sanft über den Zaun, sodass sie sie sich gar nicht bewusst sind, gerade die eigene Hürde zu überwinden. Bei all diesen Methoden wird die Neugierde der Person ausgenutzt, die verführt werden soll – und manchmal eben auch darauf gewartet hat, eine genüssliche Verführung zu erleben.

Nach der Verführung fühlen sich Verführerinnen und Verführer zumeist ausgesprochen wohl, weil sie ihr Ziel erreicht (oder übertroffen) haben.

Die Gefühle der Verführten - nach der Verführung

Der oder die Verführte allerdings muss nun überlegen, welche Konsequenzen aus den Erfahrungen gezogen werden können: nie wieder, gerne wieder? Und falls jemand die Wiederholung wünscht: beim nächsten Mal vielleicht etwas selbstbewusster oder genussvoller?

Merkwürdigerweise hört man von den Verführten oft: „Mir ist überhaupt nicht klar, warum ich so etwas tun konnte.“ Wer so etwas sagt, wird noch einmal über sich selbst nachdenken müssen, um beim nächsten Mal die besseren Entscheidungen zu fällen. Hingegen ist recht verständlich, dass sich viele Menschen nach einer passiven Verführung ein wenig schämen, weil sie ihre Selbstkontrolle vorübergehend aufgegeben haben.

Fazit

Fassen wir noch mal zusammen:

1. Verführungen entstehen, wenn ein Mensch aus Eigennutz die Hürde eines anderen abbaut.
2. Verführt werden heißt, bestimmte Hürden nicht aktiv oder geplant zu überwinden, sondern einem anderen die Verantwortung dafür zu überlassen.
3. Die Verführung wird begünstigt, wenn eine erotische Grundsituation oder Umgebung stimulierend wirkt.
4. Werden mit der Verführung seitens der/des Verführten erotische Träume erfüllt, so kann dies zu einer Lebensbereicherung führen.
5. Nach der Verführung lohnt es sich zumeist, über das Erlebte nachzudenken, aber nicht, es zu verdammen.



Anderer Meinung? Selbst mal verführt worden? Und ist es ein Vorteil oder ein Nachteil gewesen? Sag uns, was DU denkst. Oder lies nach bei lilli.

Bild: Buch-llustration, 1895

Ein „bisschen Bi“ oder gleich heftige lesbische Fantasien?

Niemand überlegt lange, wenn die ersehnte Gelegenheit da ist
«Ein „bisschen Bi“ oder gleich heftige lesbische Fantasien?» ist hier mehr als nur ein Titel, denn das Thema hat auch realistische Aspekte. Aufmerksame Verführerinnen gibt es in großer Anzahl, und sie wissen genau, welche Frauen sich gerne verführen lassen würden.

Sanfte Sinnlichkeit zwischen Frauen löst, wie hinreichen bewiesen sein dürfte, bei Frauen und Männer gewisse Reaktionen im Schritt aus. Doch nicht immer bleibt es bei sanften Küssen, sinnlichen Berührungen, die ein Zittern auslösen, oder sanften Umarmungen beim gemeinsamen Übernachten. Oft fehlt nur ein einziges Wort oder vielleicht eine besonders zärtliche Berührung, um das harmlose miteinander in eine wilde erotische Affäre zu verwandeln.

Die Lust der Verführerin am Erfolg - und die bunten Fantasien dazu

Beispiel Verführerinnen: Sie suchen sich Frauen, die behaupten, keine Bi-Gelüste zu haben, und triumphieren, wenn sie sich später lustvoll und begierig ihren Betten wiederfinden.

Und wann immer wir über erotische Gefühle schreiben oder reden, sollten wir trennen. In der Realität zwischen einer lesbischen Liebe, einer lesbischen Verführung und der reinen Wollust, mit der die Gefühle gegenseitig hochgetrieben werden. In der Fantasie, in der ja immer alles noch eine Spur bunter ist, gibt es darüber hinaus Exzesse, die so weit reichen, dass wir sie hier nicht beschreiben wollen. Es sind Unterwerfungen, Versklavungen, Masochismus, Zauberkulte und Nötigungen, die allesamt die Lust aufheizen.

Oft wird behauptet, weibliche erotische Beziehungen sein sanfter, liebevoller und sinnlicher. Das mag zutreffen, doch sobald wir das Terrain erotischer Romane für Frauen betreten, treffen wir alsbald auf eine bizarre Welt extremer homoerotischer Beziehungen aller Art. Insbesondere Engländerinnen schreiben seit Jahren eine Literatur, die mithilfe von Internats-Bedingungen erotische Fantasien unter Frauen beflügelt und schließlich zum Explodieren bringt. Dabei ist die „körperliche Züchtigung“ ebenso präsent wie der Weg in die Abhängigkeit vom Wohlwollen der Gruppe, die keinen Ausweg zulässt.

Verführerinnen sehen, ob du interessiert bist, bevor du es selber weißt

Ähnliche Schilderungen finden wir durchaus auch in der Realität, wie uns eine Verführerin berichtete. Demnach ist es sehr einfach, eine Hetero-Frau zu verführen, wenn sie auch nur eine schwache Bi-Neugierde verspürt und sich dazu eine „harmlose“ Gelegenheit zum Austausch von Zärtlichkeiten ergibt. Es muss sich also nicht zwangläufig um gemeinsame Übernachtungen handeln – oftmals reicht ein gemeinsamer, intimer Blick in den Kleiderschrank. Wie so etwas genau funktioniert, wird in „Wiki How“ relativ gut erklärt. Einer der Kernsätze lautet:

Mache dir bewusst, dass es möglich ist, dass sich die andere Frau sexuell zu anderen Frauen hingezogen fühlt, sich ihrer Bisexualität aber (noch) nicht bewusst ist.


Ich wende da doch mal ein, dass die Sprache ziemlich happig ist. Niemand muss sich „seiner Bisexualität bewusst sein“, um mal mit einer Frau zu schlafen. Es kann einfach aus Neugierde oder Lust am anderen Körper geschehen.

Neugierde, sommerliche Hitze, faszinierende, dominante Frauen und magische Kulte sind die besten Zutaten, um romantische, gleichwohl aber heftige erotische Bi-Fantasien zu entwickeln. Und natürlich auch, um einen Kurzgeschichte oder einen Roman über eine solche Affäre zu schreiben.

Anklänge an erotische Bi-Fantasien unter Frauen sind in vielen Büchern und Filmen enthalten. Ganz harmlose etwa in „Picknick am Valentinstag“, etwas verbrämt und geheimnisvoll in „Emmanuelle“ und ganz besonders intensiv, detailliert und heftig in „Fuchsia“, dass leider kaum noch erhältlich ist.

Die Titelbilder täuschen: hier geht es feucht und wild zu zwischen den ungleichen Frauen
Der Roman „Fuchsia“ beschreibt die zunächst sehr dezente, noch nicht voll entwickelte Bi-Neigung der Heldin, die sich immer mehr in den Bann einer geheimnisvollen, skrupellosen Verführerin hineinziehen lässt und letztendlich zu deren Werkzeug wird.

Hinweise für Autorinnen

Geschichten über Verführungen haben zumeist eigen gemeinsame Eigenschaft: Es gibt kein Happy End. Die Verführerin bleibt selten lange an der Verführten „hängen“, sondern sucht nach neuen Abenteuern. Und die Verführte muss nun versuchen, ihre neuen Erfahrungen in die erotische Zukunft zu integrieren – wie auch immer. Längere Plots können deshalb nach dem Schema „Aufstieg, Fall und erneuter Aufstieg“ angelegt werden. Die Kunst der Autorin liegt dabei darin, ihrer Heldin am Ende eine Bereicherung zu schenken, gleich, wie die Geschichte ausgeht.

Bild: Aus dem Titelbild eines Groschenhefts.

Sperma - der Geschmack des Verbotenen

Wie schmeckt es nur?
Zuerst muss ich euch dies sagen: Ich versuche, diesen Artikel so neutral und gefällig wie möglich zu halten. Und dann dies: Es ist ein ziemlicher Unterschied, ob wir vom Geschmack der Spermaflüssigkeit reden oder davon, einen Penis mit den Lippen zu berühren.

Wer das eine tut, tut vielfach auch das andere. Aber es ist nicht dasselbe.

Eine Flüssigkeit, leicht sauer und salzhaltig

Fangen wir mal bei der Spermaflüssigkeit an. Es ist eine meist milchig-trübe, eiweißähnliche, halb opake Flüssigkeit. Ihr Geruch erinnert an Kastanienblüten oder auch an leicht chlorhaltiges Wasser und ist darüber hinaus eigentlich recht angenehm und frisch. Der Geschmack sollte von Natur aus weitgehend neutral sein, ein klein wenig salzig und etwas angesäuert. Es es wird behauptet, dass mit der Nahrung aufgenommene Aromen ebenfalls Einfluss auf den Geschmack haben. Ob sich dies im Alltag wesentlich beeinflussen lässt, ist allerdings fragwürdig.

Die Frauen, die darüber berichten, sprechen von allen möglichen Empfindungen, und in der Verallgemeinerung am zutreffendsten scheint dabei der Geschmack von einer leicht salzhaltigen Lösung zu sein, die etwa dem Geschmack einer frischen, lebenden Auster ähnelt. Damit wäre sowohl die Konsistenz wie auch der leicht salzige Geschmack gut beschrieben. Wir vermuten, dass andere Geschmacksrichtungen Aromen stammen, die den Geschmack überlagern oder aus fehlenden Vergleichen mit Nahrungsmitteln ähnlicher Konsistenz. Bei den Berichten einzelner Frauen kann vermutet werden, dass der „Ekelfaktor“ in die Spermaflüssigkeit hineininterpretiert wird, zum Beispiel, wenn der Geschmack mit Fußschweiß beschrieben wird.

Du bist keine Prostituierte, sondern seine Geliebte

Prostituierte klassifizieren ihre Tätigkeiten danach, ob und wie sie die Spermaflüssigkeit „aufnehmen“- im Zeitalter der Kondompflicht für Oralverkehr eigentlich absurd. Demnach bedeutet „französisch nackt“, dass kein Kondom verwendet, „französisch mit Aufnahme (abgekürzt m.A.)“, dass die Spermaflüssigkeit im Mund deponiert und später ausgespuckt wird, und Französisch total bedeutet, dass die Flüssigkeit komplett am Ende geschluckt wird.

Ich nehme an, du willst dich nicht mit einer Hure vergleichen. Was du tust, geschieht, weil du es willst, weil du es magst, weil du es kannst kannst und weil du gut darin bist. Eine Ehefrau, Verlobte, Freundin oder Geliebte zu sein, heißt die Lust einvernehmlich mit jemandem zu teilen.

Und nun zeigt sich, auch was wir am Anfang sagten: Der Mundkontakt ist nicht das Gleiche wie der Kontakt zu dem Stoff, der ins Freie strebt, wenn der Mann ejakuliert.

Wenn dich das Thema befremdet ...

Ist das Thema unappetitlich? Nun, Sex ist immer ein wenig „unappetitlich“, und er eignet sich nicht als Thema für Klosterschülerinnen. Doch irgendwann, irgendwie – und meist dann recht plötzlich ergibt sich die Frage, wie wir damit umgehen, nicht wahr?

Nu, nimm an, du bist neugierig und willst alles genau wissen. Und nimm weiter an, dass du ganz sicher bist: Dein Freund hat keine STDs (sexuell übertragbare Krankheiten). Dann wird er voraussichtlich kein Kondom benutzen und du wirst Spermaflüssigkeit immer als frisches Produkt seines Körpers riechen und schmecken können, wenn du willst. Der frische Duft begeistert übrigens mehr Frauen als der Geschmack.

Spermaflüssigkeit riecht und schmeckt, wie andere Naturstoffe auch, übrigens frisch am besten.

Ist der Geschmack eklig?

Die Meinung über den „unerträglichen“ Geschmack der Spermaflüssigkeit kann auf Unkenntnis, schlechten Erfahrungen mit der Sauberkeit der Männer oder auch auf psychologischen Assoziationen beruhen, die nichts mit der Realität zu tun haben.

Andererseits wollen wir vor Zeitungsberichten und vermeintlichen „Spermatesterinnen“ warnen, die behaupten, die Aromen untersucht zu haben, die der Spermaflüssigkeit durch die Nahrung angenommen hatte. Das sind populistische Artikel, die hauptsächlich veröffentlicht werden, um die Auflagen zu erhöhen. Dazu fanden wir eine Stellungnahme, die wir hier grob übersetzt veröffentlichen:

Und wie ist es mit dem Gedanken, dass bestimmte Nahrungsmittel die Samenflüssigkeit akzeptabler schmecken lassen? Die Hochglanzmagazine sind ebenso voll davon wie die Online-Magazine – doch gibt es keine wissenschaftliche Basis oder wenigstens eine vernünftige Erklärung dafür. Die Sexualforscherin und Autorin Debby Herbenick will es wissen, und sie sagt klipp und klar: „Wir haben keinen wissenschaftlichen Beweis, der uns annehmen lässt, dass ... (gewisse Nahrungsmittel) ...die Samenflüssigkeit oder die Vaginaflüssigkeit versüßen oder in anderer Weise angenehmer schmecken lassen.“


Am Ende: ein Fazit für SIE und IHN

Die Wahrheit ist: Wer intensiv liebt, wird aus purer Begeisterung alles tun, damit der Partner oder die Partnerin zur höchsten Lust getrieben wird. Dabei kommt es nicht auf den Geschmack des Spermas oder der Scheidenflüssigkeit an, sondern darauf, ob sie/er sich darauf einlässt, dem Partner oder der Partnerin einen schönen Orgasmus zu bereiten. Und wer sich absolut nicht auf diesen Weg einlassen will, der wird andere lustvolle Wege finden, dem Partner ein Maximum an Lustbefriedigung zu schenken.

Fakten: Wir warnen vor Foren und große aufgemachten Presseberichten, sondern verweisen auf diese beiden Quellen:

Netdoktor für die Grundlagen
Und Mens Health für alles, was du sonst noch wissen willst.

Hinweis: Zitat teilweise aus Gizmodo
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Orgasmen sind die Sahnehäubchen auf der Lust der Frau

Verführt er - oder verführt sie? Für ihre Lust ist es unerheblich. Was aber ist wichtig?
Ein Mann, der einer Frau wirklich tolle Orgasmen schenken kann, wird nie darüber reden, sondern es einfach tun. Es wäre auch unsinnig, Ratschläge zu verallgemeinern, denn alle Frauen reagieren unterschiedlich. Es ist gut, ihnen zuzuhören, wenn sie dir sagen, was sie mögen, und wenn sie es nicht sagen, dann versuche, aus ihren Reaktionen zu lernen.

Tipps für herausragenden Sex - für Männer, die ihn Frauen schenken wollen

Wenn du nicht nur guten Sex schenken willst, sondern auch wundervollen Sex empfangen möchtest, tu dies: Sei offen und ehrlich, und versuch, nichts als DU selbst zu sein. Da geht es nicht um dein Selbst, das etwas will, sondern dien Selbst, das unabhängig, offen und frei ist. Verwechsle Selbstbewusstsein nicht mit Arroganz. Selbstbewusste Männer sind offen, lernfähig und hilfsbereit. Sie haben viele Interessen und nicht nur das eine, mit möglichst vielen Frauen zu schlafen. Du wirst sehen: Wenn du so bist, bist du auch attraktiv für Frauen.

Wie Frauen tollen Sex bekommen - für dich, wenn du Männer genussvoll verführen willst

Für Frauen gilt das fast genauso. Rede mit Männern über deine Aktivitäten, wie du dein Leben ausgestaltest. Verführ ihn ganz selbstverständlich, wenn du glaubst, dass es der richtige Zeitpunkt ist. Oder gib dich in einer Weise hin, dass er glaubt, dich zu verführen. Zeige ihm aber immer, was du wirklich gerne hast – er kann es nicht wissen. Ein Mann, der dir Freude bereiten will, wirdl auch deine Muschi liebkosen. Versuch das in jedem Fall - es kann dir helfen. Und gewöhn deine Lover daran, dass sie’s tun. Und denk dran: Ein Lover ist kein Ehemann. Versuch nicht, ihn einzufangen – er beflattert sowieso andere, auch wenn du ihn heiratest.

Belohn den Mann erst am Ende

Solange dein Lover dich fingert oder Cunnilingus an dir vollzieht, hast du die Chance, mehrfach zu „kommen“ – er hat allerdings kaum eine Möglichkeit dazu. Verleg dann alles auf den Zeitpunkt, wo du wirklich genug hast. Dann lass ihn tun, was er will und mach ihm, was er gerne von dir will. Wenn du ihn nicht belohnst, wird er nicht wiederkommen.

Etwas Neues gefällig?

Wenn du (Mann oder Frau) wirklich sinnlich bist und Lust auf Sex hast, probier etwas aus, was nicht alltäglich ist. Cunnilingus sollte längst alltäglich sein, wenn nicht, dann teste mal aus, ob du es magst – und ob sie es mag. Viele Frauen mögen es, gefingert zu werden, und manche warten sehnsüchtig daraus, ihren Vibrator als „Dritten im Bunde“ mit ins Bett nehmen zu dürfen. Du musst also nicht gleich mit „Sado-Maso-Spielchen anfangen, wenn du etwas Besonderes schenken oder bekommen willst.


Hinweis: Original von einem anonymen Autor. Re-Writing und Ergänzungen von Isidora. Bild: Nach einer Buchillustration (historisch)

Und alle Frauen sind ein bisschen Bi …

Geneigt oder verführt?
Die BUNTE kommt mit Sensationen: Hey, Girls, ihr sie alle ein bisschen bi … na ja, da hat an ein bisschen Data-Mining betrieben, denn die Studie, auf die man sich bezieht, ist von 2015.

Und nun weiß also die Welt der BUNTE-Leserinnen: Frauen sind nicht hetero. Und was, um Himmels willen, sind sie dann?

Das wird so erklärt Zitat BUNTE:

Frauen sind entweder bisexuell, das heißt sie sich von Frauen und Männern angezogen fühlen, oder sie sind homosexuell, also lesbisch und stehen auf Frauen. Nach dieser Studie sind Frauen anscheinend niemals heterosexuell.


Überrascht? Das Rätsel ist leicht zu lösen. Es geht darum, von welchen Bildern oder Handlungen Frauen erregt werden. Und siehe: mehr oder weniger von allem, was sexuell ist. Das wären also die Fakten.

Mit wem Frau sexuell aktiv werden kann

Eine andere Frage wäre nun: Mit wem lässt sich die Frau ein?

Mit sich selbst? Das dürfte heute fast klar sein – warum nicht?
Mit einer anderen Frau? Wenn sich die Gelegenheit ergibt oder sie eine tolle Verführerin findet – na klar.
Mit einem Mann? Aber sicher doch. Es ist aufregend und immer wieder anders.
Mit einer Gruppe? Gelegentlich schon … nicht für alle, aber es gibt Liebhaberinnen von Gruppen.

Und wer ist nun wirklich "bi"?

Und nun die letzte Frage: Ist sie bisexuell, weil sie gelegentlich auch Frauen liebt.

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Da ist die Antwort: ein völliger Unsinn. Homoerotische Lüste bedeuten nicht, dass jemand homosexuell (lesbisch) ist. Und gelegentlich Lust darauf zu haben, auf der anderen Seite des Zauns zu grasen, gehört zum Bereich spielerischer Abenteuer. Eigentlich müsste man es mal deutlich sagen: Gelüste sind Gelüste, und Einordnungen sind Einordnungen. Was konkret heißt: Frauen sind nicht schon deswegen „bi“, weil sie sich hin und wieder mit Frauen einlassen. Das beworbene Buch gibt euch übrigens zuverlässige Informationen - leider nur in englischer Sprache.

Bild: Aus einem Groschenheft (Pulp) - vermutlich das Titelblatt.

Was treibt Frauen dazu, nur Lust und Wonne anzustreben?

Gibt es Frauen, die nur nach sexueller Erfüllung streben, wenn sie Männer treffen? Und was treibt Frauen dazu, nur Lust und Wonne im Kopf zu haben, wenn sie Dates eingehen?

Männer, die das sogenannte Online-Dating betreiben, können ein Lied davon singen: Immer mehr Frauen streben ausschließlich nach Sex oder nach sehr kurzen, hochemotionalen Affären. Diese Tatsache wird öffentlich erfolgreich verschleiert: Nach den Gesetzen gewisser psychologischer Flachhirne wollen Männer meist schnell und bedingungslos Sex, während Frauen sich mindestens zuvor verlieben wollen.

Nach den Motiven zu fragen, ist zwar für die meisten Männer müßig, aber angesichts der gängigen Vorurteile und Tabus für Journalisten sogar außerordentlich mutig. Der folgende Artikel fasst einige der Verhaltensweisen zusammen und versucht wenigstens zu erklären, warum viele Frauen keine Beziehungen eingehen wollen.


Lust ist ein Gefühl für sich - es hat nichts mit Liebe zu tun

Dating-Ziel der Frau: Lust und Wonne?

Das Ziel, beim Date (Online-Date oder Gelegenheits-Date) nichts als Lust und Wonne erreichen zu wollen, steht Frauen nicht auf der Stirn geschrieben. Der Grund dafür ist bekannt: Sie wollen unter gar keinen Umständen unter „Schlampenverdacht“ geraten. Und weil dies nun mal so ist, annoncieren sie mehrheitlich nicht in einschlägigen Anzeigenblättern oder bei Sex-Dating-Unternehmern, sondern erstellen Profile, wo andere es auch tun: bei ganz normalen Singlebörsen. Im Grunde genommen kann der Mann heute kaum noch unterscheiden, ob die suchenden Frauen eine lebenslange Beziehung oder eher eine hübsche Affäre wünschen. Sie selbst wissen es allerdings genau: Je seriöser die Anzeige oder das Profil und je verdeckter die eingestreuten Hinweise auf Lüste sind, umso eher findet sich ein „gewöhnlicher“ Mann. Einer, der verführbar, lustvoll, liebevoll und am Ende tolerant genug ist, die Wünsche der Frau zu akzeptieren und seine eigenen zurückzustellen.

Das Thema „exklusive Lust“ ist nicht ganz neu für Frauen

Übrigens ist das alles nicht so neu, wie es zu sein scheint. In den Jahren zwischen 1970 und 1990 annoncierten zahlreiche Frauen, namentlich Akademikerinnen, entweder unter „Heiraten“ oder in den deutschlandweit seriösesten Bekanntschafts-Rubriken, wenn sie einen Lover suchten. In den etwas luftigeren Anzeigenspalten, etwa in den Wochenzeitschriften, wurde man deutlich: dort heiß es „für alles Schöne“ oder „für alles, was zu zweit mehr Freude bereitet“. Gemeint war mit beidem „für Erlebnisse in Lust und Wonne“.

Einer der Gründe war, vorerst keine feste Beziehung zu wollen, aber mit einer Affäre auf keinem Fall vor Ort „erwischt“ zu werden. Dies war typisch für ledige Akademikerinnen und örtliche Respektspersonen in Kleinstädten. Das ist bis heute so. Ein anderer Grund, nicht „erwischt“ werden zu wollen, ist sicherlich, dass man bereits in einer festen Beziehung lebt und lediglich Lust auf einen Seitensprung“ hat. Nachdem diese beiden Gründe genannt wurden, müssen einige andere auf den Tisch, über die sehr selten gesprochen wird.

Ein bunter Strauß von Gründen für Nur-Sex-Beziehungen

Manche der Frauen, die kurzzeitige Beziehungen ohne jede Verbindlichkeit wollen, leiden psychisch oder emotional, und teils sind sie von Süchten betroffen. Sie wissen, dass sie sich selbst (und dem Mann) keine Beziehung zumuten können, wollen aber auf die Lust nicht verzichten. Neben diesen Erkrankungen, die medizinische Namen führen, sind es Persönlichkeitseigenschaften ohne Namen, die eine Beziehung erschweren. „Sex ja – Beziehungen“ nein ist dann die Lösung, die Distanz schafft. Körperliche Leiden, namentlich unheilbare, sind gelegentlich der Grund, wenigstens die Wonnen der Lust noch einmal ausführlich zu genießen. Manche Frau schwankt – nicht nur in jungen Jahren – zwischen Frauen und Männern und manche andere zwischen „seriösen“ Sex-Beziehungen dun farbenfrohen Abweichungen von der „Normalität“. Auch soziale und sogar religiöse Gründe können eine Rolle spielen: Die Mutter will ihrer Tochter nicht zumuten, dass ein neuer Mann in ihr Leben tritt, aber auf Lüste nicht verzichten. Die frisch geschiedene Katholikin kann sich in ihrer Umgebung nicht mit einem Atheisten sehen lassen, aber sie kann durchaus einige lustvolle Nächte an einem fernen Urlaubsort verbringen.

Keine Zeit für Beziehungen – für Sex schon

Die neuste Variante ist die, „keine Zeit für Beziehungen“ zu haben, was eigentlich bedeutet: „Beziehungen sind mir viel zu anstrengend“. Wenn „sie“ weiß, dass sie nur am Donnerstag ab und an einmal den Abend frei hat, dann kann sie entweder einen Escort-Mann anheuern oder sich einen Mann aus dem Internet suchen, dem sie irgendein Märchen erzählt, warum ihr leider keine Beziehung möglich ist. Auf diese Weise werden auch zahlreiche Wochenenden in Lust und Wonne verplant.

Lust ist Lust ... und alterslos ...
Das Alter spielt merkwürdigerweise kaum eine Rolle. Es gibt Frauen jeden Alters, die aus einem der genannten (und manchen anderen) Gründen „a la carte“ leben und jeweils den Mann genießen, der ihnen als nächster über den Weg läuft.

Die Wissenschaft ist blind für das Thema „Frau und Lust“

Wissenschaftlich ist dies Phänomen kaum erforscht – es scheitert an dem Dogma, dass Frauen keinen Sex ohne Liebe erfahren können und wollen. Es gibt kaum einen größeren Unsinn als diese Aussage. Denn das Erlebnis sexueller Lust ist eine ganz gewöhnliche Empfindung, die rein gedanklich, optisch oder taktil beginnen kann und die dann vom Gehirn ausgehend in körperliche Wonnen übergeleitet und schließlich von Orgasmen belohnt wird.

Frauen wie dich kenne ich …

Zeigen, wer du wirklich bist ...
Hey, Miss … du meinst, wir Männer neigen dazu, euch „gar nicht richtig“ kennenzulernen? Da fass ich mir doch an die Stirn und frag mich „was denn von euch?“ Euren Geist? Eure Schnuten? Eure „Machart“?

Wenn ihr wollt, dass wir euch „richtig“ kennenlernen, dann zeigt uns doch mal, was richtig und wichtig und wertvoll an euch ist.

Ich bin mir sicher, das kaufen wir, wenn es uns gefällt. Und dann treffen wir euch auch wieder … und vielleicht wird dann etwas mehr draus.

Klar sagen wir manchmal, dass ihr „attraktiv seid“ oder dass ihr „sehr schön seid“ oder „einen guten Geschmack habt“. Also hey? Wollt ihr das Gegenteil hören? Dass ihr euch nicht einmal anziehen könnt? Dass eure Bildung abgeguckt und eure Gefühlswelt aufgeschminkt ist?

Keine Lust am Streit mit einer Frau

Die meisten von uns bleiben sehr, sehr höflich, solange wir euch in die Augen sehen, und wenn ihr dann endlich fortgegangen seid, sagen wir manchmal: „Schade, vielleicht hätte ich ihr sagen sollen, dass …“. Und dann erinnern wir uns an „Frauen wie dich“, die genau in diesem Moment angefangen haben, sich herumzustreiten.

Seht ihr: Und so etwas können wir echt nicht brauchen.

Als Reaktion auf Stern-Neon.
Foto vermutlich aus einem französischen Studio des 19. Jahrhunderts

Sag uns, was du schreibst …

Jeder will wissen, was danach passiert ... schreibst du darüber?
Sag es uns. Zeig es uns. Lass uns lesen, was du schreibst. Egal, ob du über die Liebe schreibst, über die Lust oder über die Sünde. Natürlich kannst du uns auch Kurzgeschichten schicken.

Du suchst erst noch nach einem Thema?

Dann lies bei uns, welche Themen besonders gefragt sind. Lass dir von uns Vorschläge für den Handlungsablauf (Plot) machen, wenn du nicht weißt, wie du anfangen oder weitermachen sollst.

Nehmen wir mal an, du hast schon ein wenig geschrieben

Dann sende uns ein paar Seiten – wir sagen dir, wie wir deinen Text beurteilen und was sich noch verändern ließe. Es ist kostenlos. Verbindlich kostenlos.

Falls dein Buch schon als E-Buch vorliegt

Wir haben Freude daran, es zu lesen – mach es für uns zugänglich. Wir veröffentlichen eine Rezension, falls es uns gefällt, und falls nicht, sagen wir dir, was uns nicht gefallen hat.

Falls dein Buch schon "auf Papier" verlegt wurde

Oh, wir lieben Bücher, die noch auf Papier verfügbar sind. Und wir lesen sie wirklich. Schicke uns bitte ein Rezensionsexemplar oder lass es uns schicken. Wie schon beim E-Book beschrieben, veröffentlichen wir eine Rezension, falls es uns gefällt, und falls nicht, sagen wir dir, was uns nicht gefallen hat.

Falls ihr Verleger seid

Eigentlich komisch, dass in unserer Redaktion so wenige Rezensionsexemplare landen. Denn wir lieben gut geschiebene, sinnliche Bücher über die Lust, die Liebe und die Sünde.

Was wir sonst tun

Wir saugen Worte auf, wechseln Worte, schreiben etwas um, wenn du magst – und wir sind auch sonst unheimlich nett zu Verleger(innen), Autorinnen und Autoren.

Versuchst du es?

Versuch es mal mit unserem sinnlichen Sachverstand. Du kannst dabei nichts falsch machen, sondern nur gewinnen. Und wenn du wirklich noch einmal fragst, warum wir das tun – wir lieben Worte so sehr, dass sie uns am Herzen liegen.

Euer Kontakt:

Ohne Schlampenverdacht erotisch schreiben?

Wenn Frau über Sex schreibt … ist sie eine Schlampe. Warum eigentlich? Und was ist ein Mann, der über Sex schreibt?

Erotik schreiben ...
Die Zeiten, in denen viele attraktive, geistig gesunde und überaus kluge Frauen über Sex schreiben, sollten eigentlichen gerade erst angebrochen sein. Denn sie (und nur sie) bilden ein Gegengewicht gegen die Bevormundung der Wissenschaftler einerseits und der Verblödung durch Frauenzeitschriften anderseits.

Viele „offizielle“ Frauen verachten und bewundern die Autorinnen, die sich nicht scheuen, das Blatt vom Mund zu nehmen und von Masturbation, Penissen und anderen Ereignissen zu schreiben, die ihr Leben kreuzen.

Die Wahrheit muss verachtet werden – oder?

Aber offiziell – muss man sie als Frau offenbar verachten. „Das tut man nicht, und wenn man es tut, dann redet man nicht darüber.“ Als ich vor einiger Zeit mal eine junge Frau fragte, ob sie bereit sei, für mein damalige Magazin „LiebePur“ zu schreiben, war sie zunächst ganz angetan. Doch als sie hörte, dass ich dort recht freizügig mit dem Thema Sex umging (damals noch etwas mehr als heute), zog sie ihr Angebot sofort zurück.

Neue Verblödungen und Fakes durch Alternativmagazine

Und ich merke hier mal an: Das ist erst der Anfang. Wer „über die Lust“ schreibt, schriebt noch lange nicht „von seiner eigenen Lust“. Genau das wollen aber all diese neuen Alternativmagazine. Sehr schnell kommt ihren Redakteurinnen das Unwort „authentisch“ über die Lippen. Das heißt letztlich: Frau soll über jede Masturbation, jeden aufgenommenen Penis und noch viel mehr schreiben, und zwar „auf Positiv“. Eigentlich müssten die Herausgeberinnen wissen, dass sie damit Fakes und krankhafte psychische Exhibitionisten anziehen – und vielleicht sogar eine Kombination von beiden.

Von der Schwierigkeit, allzeit authentisch zu sein

Gerade dies macht es ehrlichen Menschen (nicht ausschließlich Frauen) noch schwerer, den feuchten Wahrheiten die Ehre zu geben. Denn „echt authentisch“, also aus dem eigenen Erleben zu schreiben, ist unglaublich schwierig. Es kostet Selbstüberwindung, erfordert sprachliche Verrenkungen und – nun ja, was schreibt eigentlich jemand über „seinen“ Sex, wenn wirklich gerade Flaute herrscht?

Wie auch immer - ob frau unter dem eigenen Namen schreibt oder unter einem Pseudonym, ob sie etwas dazudichtet oder nicht, ob sie zu viel Zuckerguss dazu tut oder eine übergroße Menge Spermaflüssigkeit – sie wird immer beargwöhnt werden. Von Frauen sowieso und von Männern auch, wenngleich in anderer Weise.

Sind Autorinnen Schlampen, weil sie über Sex schreiben?

Dazu darf ich mal eine Dame zitieren, die – wie ich glaube – authentisch schreibt, und dazu in einer namhaften Wochenzeitung.

Ich wundere mich trotzdem. …Darüber, dass mich die einen als verabscheuungswürdig und die anderen als sexuell verfügbar betrachten. Für beide Seiten bin ich eine Schlampe – nur mit unterschiedlicher Konnotation.

Frauen sind Schlampen, Männer Pornografen

So, und nun frage ich mich: Was sagen „die Leute“ eigentlich über Männer, die über Erotik schreiben, teils anband von Fakten, teils anhand pointierter Meinungen?

Sie sagen dasselbe. Nur, dass diese Männer nicht als „Schlampen“, sondern schlicht und einfach als Pornografen gelten. Übrigens auch dann, wenn sie nur darüber schreiben, was (fast) jede(r) tut. Und ganz schlimm werden sie beäugt, wenn sie dazu Tacheles reden – nicht nur über Frauen, sondern auch über sich selbst.

Männer riskieren, ihre Reputation zu verlieren

Na schön, manche Männer machen sich nichts draus, aber andere werden eben verunglimpft. Das ist nicht schön, und es ist ähnlich wie bei Frauen: Man hat beste Chancen, sein Renommee als Schriftsteller oder Fachautor zu verlieren. Man fasst einfach keine Themen an, bei denen man etwas anfasst, was so pfuiteuflisch ist wie ein Penis.

Hinweis: Dieser Artikel ist eine Übernahme des Magazins "mehrhaut.de", das mit seinen neuen Beiträgen aus 2018 hierher umzieht.

Schreibst du selbst? Dann sollten wir einander kennenlernen. Wir könnten etwas von dir veröffentlichen, oder etwas über dich, deine Blogs, deine Kurzgeschichten und E-Bücher schreiben.