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Das Petting

Intime Berührungen - der vierte Beitrag zu unserer Serie: Sinnliches und Intimes kurz und knapp erklärt. Man nannte diese Berührungen auch "Petting" das Wort war einmal sehr pupulär.

Serie: Intimes erklärt
Intime Berührungen sind etwas aus der Mode gekommen. Sie waren einstmals sehr beliebt unter Paaren, die miteinander „intim“ werden wollten, ohne dass der Penis die Vagina eindrang. Da die meisten Frauen in der Glanzzeit dieser Methode weder Fellatio geben mochten noch Cunnilingus erwarteten, blieb jede Form von Oralverkehr „außen vor“. Stattdessen waren die Hände gefragt, die damals über und unter der Kleidung zu Werke gingen, um Lüste zu erzeugen. Zumeist gingen die Paare dabei nicht sehr geschickt zuwege, sodass der sinnliche Genuss großenteils ausblieb. Das wurde allerdings billigend in Kauf genommen, denn allein die Hitzewellen, die dabei durch den Körper gingen, wurden als sinnlicher Erfolg verbucht. Warum man nicht einfach zum „ganz normalen Geschlechtsverkehr“ überging? Sehr einfach: Die Mädchen sollten „keusch“ bleiben, um ihre Jungfräulichkeit später noch unter Beweis stellen zu können. Und dann war da noch die Angst vor Schwangerschaften.

Zur Veranschaulichung stelle man sich ein Paar vor, die Frau in einem Rock, der Mann in Jeans, die einander eng umschlungen sitzend gegenseitig masturbieren. Bei besonders scheuen und übervorsichtigen Paaren wurde „durch die Kleidung“ masturbiert, also entweder über Jeans, Bluse und Rock oder oberhalb der ersten erreichbaren Unterbekleidung. Den Weg freizumachen und die Hand auf die Genitalien zu legen und sie zu reiben galt als besonderes Zugeständnis für den Partner – man nannte es früher „heavy petting“.

Heute ist „Gegenseitiges Masturbieren“ (Mutual Masturbation) der geläufigere Ausdruck als „Petting“. Manche Paare wählen auch heute noch bewusst diesen Weg, sich auf den eigentlichen Geschlechtsakt vorzubereiten, weil er als erregend und sehr sinnlich gilt. Die Masturbation des Partners (ohne Gegenseitigkeit) ist zudem ein vielfach geäußerter geheimer Wunsch, der sich in erotischen Träumen niederschlägt.