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Über die Nippel zum Orgasmus?

Nippel heißen eigentlich Brustwarzen, aber der Name ist nicht schön. Und darum sagen wir lieber: Nippel oder Nippelchen, etwa so: „schau mal, wie ihre Nippel hervorstehen, ich möchte bloß wissen, an was sie jetzt denkt.“

Ich weiß nicht, wie es bei euch ist: Aber es gibt wirklich Frauen (und Männer sowieso) , für die sind die Nippel „wie nutzlose Kippschalter, die es in fast jeder Wohnung gibt. Du kannst daran herumknipsen, so oft du willst, und nichts regt sich.

Nippel: Quelle der Nahrung, Anzeiger für Erregung, sensible erogene Zonen

Die Lust daran - Überbleibsel aus der Jugend der Primaten?
Und das bleibt vielleicht eine ganze Zeit so, bis du sie für dich entdeckst. Denn der Mediziner weiß, dass du in den Brustwarzen und den Warzenhöfen sehr sensible Nerven besitzt, die besonders stark auf äußere Reize reagieren. Sie gelten sogar als ausgesprochen erogene Zonen des weiblichen Körpers. Und zu allem Überfluss zeigen sie auch noch den Zustand der Erregung äußerlich angezeigt wird. Diese Art der Erektion wird durch hormongesteuerte Nervenzellen verursacht, die beim Stillen von Säuglingen aktiviert werden, aber auch bei anderen Berührungen der Brustwarzen mit den Fingern, dem Mund oder der Zunge. Viele Frauen sagen, sie könnten die Erektion auch durch „geile Gedanken“ hervorrufen, während Aktfotografen auch Kälte (Eiswürfel) einsetzen, um die Brustwarzen in den erigierten Zustand zu versetzen.

Wie kann es nun sein, dass Frauen über die Brustwarzen so enorm stimuliert werden können? Und ist dies bei Männern auch möglich?

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Ein ungewöhnlicher Dialog über Dating

„Ich kenne einen, der dir gefallen würde.“

„Wieso, hast du mal mit ihm …?“

„Red‘ nicht so dummes Zeug. Er hat einen guten Charakter, und er verdient gutes Geld … was willst du mehr?“

„Wie alt ist er?“

„Etwas über 40.“

„Über 40? Bist du bescheuert?“

„Du bist selber fast 35, oder?“

„Hör mal zu: Ich habe oft genug Männer über 40 getroffen. Das reicht mir für eine Weile, verstehst du?“

„Nein, was reicht dir?“

„Solche Männer haben längst unförmige Körper, fette Bäuche und so. Und sie tun so, als ob sie dein Vater wären, wollen dir sagen, wie das Leben wirklich ist und so. Und ich sag dir: Die meisten kommen in fünf Minuten und das war’s dann. Das ist nichts für mich, echt nicht.“

„Du meinst, dass sie fünf Minuten kommen?“

„Du versteht das nicht. Es ist das ganze Paket, das da kommt. Wenn er mich nicht richtig vögelt, versuch ich auch keine Beziehung, kapiert?“

„Geht’s nicht auch anders herum?“

„Ich sag ja: Du verstehst gar nichts.“

Macht, Reichtum oder Ruhm – was wollen Frauen eigentlich?

Diese Schweine - aber Schweine sind immer die anderen ...
Männer können, wenn sie wollen, genau so unverschämt über Frauen herziehen, wie manche Frauen über Männer reden. Das hat seinen Grund: Wenn Männer nur noch als Schweine, schwanzgesteuerte Ungeheuer oder gar potenzielle Vergewaltiger dargestellt werden, dann schlagen sie mit Hass statt mit Argumenten zurück. Eines davon: Die Triebfeder der Frauen für ihre Handlungen sei in Wahrheit der Zuwachs an Macht, Reichtum und Geld – und das würden sie sich nach wie vor bei Männern besorgen.

Wonach Frauen angeblich lechzen

Aus dieser Sicht tun Frauen fast alles, um mithilfe von Männern Macht, Geld oder Ruhm zu gewinnen. Diese Männer halten Frauen für völlig zügellos, wenn sie nach einem dieser drei Faktoren lechzen – oder gleich nach allen drei. Zügellosigkeit, Selbstsucht, Materialismus seien die Auslöser, Skrupellosigkeit das Erfolgsrezept.

Die meisten Frauen allerdings – so diese Theorie - seien an Geld interessiert. Dazu sagen die Amreikaner gerne, sie seien "Goldgräberinnen".

Sie sind wie besessen, Dinge zu besitzen. Mit einem Satz: Frauen identifizieren sich mit den Dingen, die die sie kaufen können. Sie betrachten dies als Quelle und Ziel ihres Daseins.


Gilt dies nun auch für emanzipierte Frauen? „Oh ja“, sagen die Männer, die so denken. Es habe gar nichts mit Emanzipation zu tun, denn Frauen wollten Unabhängigkeit, Freiheit und ein eigenes Einkommen so, wie sie eine teure Handtasche wollen: Sie glauben, einen Anspruch darauf zu haben.

***

Wer solche Sätze liest, wird zunächst denken: Die sind ja meschugge, die Jungs. Doch was ist der Hintergrund?

Macht, Mittel und Möglichkeiten

Dazu müssen wir mal nach „ganz oben“ gucken, wo das Geld der Nadelstreifenmänner sitzt, und nach „ganz unten“, wo die frustrierten Kerle hocken. Und während sich die männlichen Geld-Eliten alles kaufen können – notfalls auch die Zuneigung von Frauen - sitzen die armen Jungs am unteren Ende vor ihren Handys uns versuchen, Frauen per Online-Dating an Land zu ziehen.

Die Männer „da oben“ locken heiratswillige Frauen aller gesellschaftlichen Gruppierungen an. Diese Frauen versuchen, den genannten Männern nahezukommen – und das ist keine Schande, sondern eine verständliche Reaktion. Einige der Frauen begegnen diesen Männern „auf Augenhöhe“, andere nicht – sie wünschen sich den sozialen Aufstieg. Auch das ist nicht verwerflich. Es ist die einfachste Art, die Hierarchien der Gesellschaft zu überwinden und zu versöhnen. Im Endeffekt heißt dies: Diese Männer haben die Auswahl – und nicht nur unter „seriösen“ Frauen. Wer (noch) keine Lust auf Beziehungen hat, kann sich mit Affären begnügen. Das Angebot ist vorhanden, und es ist größer als die Nachfrage. Warum sollten diese Männer einen Groll oder Hass auf Frauen hegen?

Wo die Männer auf die weibliche „Anspruchshaltung“ treffen

Die Männer „da unten“ (wo immer „da unten“ beginnt) mühen sich, Partnerinnen zu finden. Und sie sehen dabei, dass Frauen sich gerne einen gewissen Luxus leisten: Sieben Handtaschen sind selten genug, und 70 Paar Schuhe keine Seltenheit – auch unter Frauen, die nicht glorios verdienen. Sie glauben, dass all die überflüssig sei, und sie denken darüber hinaus, dass die Frauenseele offenbar umso mehr zu ihren Gunsten ausschlägt, je mehr sie mit Euroscheinen betankt wird. Und nun geschieht zweierlei: Erstens kommen sie beim Online-Dating unweigerlich mit Frauen zusammen, die ihre „Anspruchshaltung“ offen zur Schau tragen, obgleich sie sich zumeist völlig überbewerten. Und anderseits treffen sie im Internet auf Frauen, die ihrerseits Profit daraus ziehen wollen, dass diese Männer so schrecklich gefrustet sind.

Die Mehrheit liegt „irgendwo dazwischen“

Gesagt werden muss an dieser Stelle noch, dass es nicht nur „die da oben“ und „die da unten“ gibt. Sie wurden hier nur als Extreme genommen. Die große Masse liegt, wie immer und überall, zwischen den Extremen.

Frust und Betrug vor allem bei den ohnehin Enttäuschten

Nimmt man nun alles zusammen, so haben wir die Ursachen für Hass und Missgunst. Ausgehend vom Online-Dating kann man sagen: Je besser Männer sozial, finanziell und auch mental dastehen, umso weniger interessiert sie, ob Frauen „Ansprüche“ haben – die können sie notfalls weglächeln. Und sie verfallen auch weiblichen Betrügern wesentlich seltener: Eine hübsche Affäre gibt’s für wenig Einsatz – ab null Euro und auf kurzen Wegen. Und warum sollte der selbstbewusste Mann einer Betrügerin ein paar Hundert Euro dafür bezahlen, dass sie dem Mann „Aufmerksamkeit“ schenkt, so wie es manche Internet-Frauen anbieten?

Die Klischees existieren auf beiden Seiten – bei Frauen wie bei Männern, und immer wieder finden wir Menschen, die solchen Klischees entsprechen. Aber nur wenige Frauen und Männer unseres Alltags leben von und in „Klischees“. Und deshalb: Männer-Bashing ist so fies wie Frauen-Bashing. Wir sind alle Personen und sprechen nicht für das gesamte Geschlecht, dem wir angehören.

Hinweis: Alle Zitate wurden verfremdet. Wir möchten nicht, dass die Quellen erkannt werden und die Hassprediger dadurch mehr Zulauf bekommen.

Die englische Erziehung als Realität und als erotische Fantasie

Englische Erziehung? Das ist mehr als nur die Schilderung von "typischen" Körperstrafen, die von schönen, schlagkräftigen Ladys auf die Hintern englischer Gentleman angewendet wurden. Aber was war sie eigentlich, die "englische Erziehung", und was ist es heute? Wir versuchen, die Antworten zu finden.

Die englische Erziehung als erotische Fantasie

die retro-mistress - ein männertraum
Mancher Herr wünscht sich, von einer Lady, einer Gouvernante oder auch von einer Bediensteten auf einen Prügelbock geschnallt zu werden, um sich auf ebenso köstliche wie befremdliche Wiese den Allerwertesten verbläuen zu lassen. Berichte darüber trieben schon der Großmutter und dem Großvater das Blut in die Adern – mal, um sich mit geröteten Wangen zu empören und mal, um die Genitalien beim Gedanken an diese Idee anschwellen zu lassen.

Zurück in die viktorianische Epoche

Wenn wir die Sache verfolgen wollen, führt uns der Weg ins viktorianische Zeitalter, und dort in die geheimen Boudoirs und Bordelle, in denen etwas praktiziert wurde, was weitläufig als „englische Erziehung“ verstanden wird. Zwar handelt es sich eher um ein weltweites als um ein englisches Phänomen, und es hat nichts mit Erziehung im pädagogischen Sinne zu tun, aber es ist nun einmal zu einem fest gefügten Begriff der deutschen Sprache geworden.

Die schöne Lady schlägt den willigen Gentleman gegen Bares

Nicht nur in England begehrt: Schläge von der Lady
Es gibt unendlich viele Theorien darüber, was Menschen bewegen mag, Schmerz und Lust zugleich oder jedenfalls innerhalb einer „Sitzung“ zu erleben. Tatsache ist aber, dass die Erziehung der Herren nahezu immer von besonders attraktiven britischen Ladys vorgenommen wird, und dass deren Verhalten selbst bei intensivem Schmerzempfinden noch als sinnlich erlebt wird.

Was ist denn nun die „englische Erziehung“? Sie finden den Begriff auch in unserem Lexikon für Anzeigenbegriffe erklärt, aber lassen Sie mich noch ein paar Worte darüber verlieren, die auch dort nicht stehen.

Nicht nur die Schmerzlust – auch sexuelle Lüste wurden befriedigt

Es scheint sicher zu sein, dass die Bestrafungen der Gentleman der viktorianischen Zeit durchaus im Rahmen einer prickelnde erotischen Atmosphäre vorgenommen wurden. Nicht nur die Tatsache, dass es sich um exklusive Bordelle handelte, in denen die Strafen vollzogen wurden, spricht dafür. Vielmehr wissen wir aus Schilderungen der verwendete Strafböcke, dass die Herren durchaus von hinten mit der Rute schmerzhaft bedient wurden, während sie sich von vorne den Künsten einer andren Dame ausliefern konnten, die sich auf intime und durchaus liebevolle Berührungen des Penis verstand. Welche Gefühle die Herren dabei wann und wie empfanden, ist nicht überliefert, und auch nicht, in welcher Reihenfolge die Damen den Hintern bläuten oder Fellatio ausübten. Jedenfalls war beides gleichzeitig möglich, wenn man bestimmte Flagellations-Möbel verwendete, wie beispielsweise das „Berkley Horse“.

Fantasie und Realität

Der betuchte englische Gentleman konnte sich nahezu jede Fantasie erdenken, und die meisten konnten auch erfüllt werden. Relativ gut verbürgt ist dieses Zitat:

Realität: Alles war möglich – gegen Geld

Schon im Anfange des 19. Jahrhunderts gab es in London luxuriös ausgestattete Etablissements, die vorzugsweise der Flagellation dienten und in denen geschickte, berufsmäßig ausgebildete Hände über den danach lüsternen Männern die Rute schwangen. Die "Königin" dieses Gewerbezweiges scheint aber nach allgemeinem sachkennerischen Urteil die unsterbliche Erfinderin des "Berkley Horse" zu sein ... die Maschine ... ließ sich in jedem beliebigen Winkel verstellen, um den Körper in jede speziell wünschenswerte Position zu bringen zu können. Auf einem zeitgenössischen Kupferstiche erblickt man einen auf dem "Pferde" befindlichen nackten Mann, dem Mr. Berkley eigenhändig die Posteriota mit Ruten peitscht, während ein in einem Stuhl darunter sitzendes Frauenzimmer als "frictrix" an seinem "embolon" arbeitend dargestellt ist.


Nach: Albert Eulenburg: Aktive und passive Flagellation (1902 - 1911) "Die englische Erziehung als Realität und als erotische Fantasie " vollständig lesen

Es ist Sommer – und die Anzahl der Sexpartner wird wichtig

Wie viele sind eigentlich eingeflogen?
Im Sommer saugt so mancher Redakteur am Daumen und saugt sich Themen heraus. Sex ist immer gut? Klar ist Sex immer gut. Und die Frage „Ey, wie viel Sexualpartner hattest du schon vor mir?“ ist ja auch unheimlich wichtig.

Und außer für etwas unterbelichtete Zeitgenossen ist die Frage ganz, ganz wichtig ist für Wissenschaftler, und um dies zu untermauern, weiß die „Süddeutsche“, was die „Sexualforscherin Kirstin Mitchell von der Universität Glasgow“ dazu gesagt hat:

Die genaue Erfassung der Zahl von Sexualpartnern ist aus vielen Gründen von entscheidender Bedeutung, einschließlich der Bewertung des individuellen Risikos sexuell übertragbarer Infektionen sowie der Schätzung der Übertragungsrate.


Solche Aussagen klingen selbstverständlich außerordentlich klug, wenn „mit allem aber ohne“ querbeet gevögelt wird und dabei der Schrecken der Infektion an die Wand gemalt wird. Ansonsten ist die Aussage Bullshit.

Doch im Artikel der Süddeutschen geht es noch um ein Geheimnis solcher Studien: Warum geben Frauen durchschnittlich weniger, oft nur die Hälfte der Sexpartner an, die Männer nennen? Die bisher gültige Antwort war: Frauen untertreiben, um nichts als Schlampen dazustehen, während Männer übertreiben, um ihre sexuellen Erfolge nicht infrage zu stellen.

Schönrechnen von Daten, die von vornherein zweifelhaft sind

Doch nun haben die nämlichen Wissenschaftler die Einstellungen zur Sexualität mitbewertet, und so konnten sie sich die Geschlechterdifferenz gewissermaßen „schönrechnen“ und kamen zu dem Schluss, dass die Differenz nicht sieben Partner beträgt, sondern nur 2,6. Und daher, so folgerten sie, sei der „große Unterschied zwischen Männern und Frauen … vermutlich eher relativ klein“.

Ja, ja, vermutlich. Es kann ja einfach nicht sein, dass Frauen sich die Zahlen der Ex-Sexualpartner gerne runterrechnen und Männer eher hoch. In Deutschland, so wollen entsprechende Forscher wissen, wollen Frauen insgesamt mit nur fünf Männer geschlafen haben. Da bleiben bei zwei Ehemännern noch drei Männer für ONS, Dates und Partys über. Nicht gerade viel für ein ganzes lustvolles Leben, oder?

Ja, ja, da waren "Sexkontakte" ... udn was war der Rest?

Ähm … ob man die Frauen und Männer eigentlich gefragt hat, was sie unter „Geschlechtsverkehr haben“ verstehen? Und ob jeder und jede der Befragten einen unzweifelhaften Vögelkalender führte, in dem jede feuchte Begegnung akribisch eingetragen wurde? Und wer erinnert sich schon an alle Partykontakte, ONS, Seitensprünge, Bi-Neugiererfahrungen, Dating-Sexkontakte sowie Hand-und Blowjobs?

Also, Frauen und Männer: Ehrliches, ausführliches Vögelbuch mit Details führen. Die Wissenschaft braucht eure Daten – aus vielen Gründen, wie wir gelernt haben.

Die Liebe zu Schlägen auf den Po – Luststeigerung oder psychische Spätfolgen?

Die Präsentation - schamvoll, ängstlich oder begeistert?
Als ich vor Jahren einmal ein Forum las, indem gefragt wurde, ob „das Rot der frühen Jahre“ auf seidenweichen, fahlen Hintern später in neurotischem Sexverhalten endet, war die Antwort mal „ja“, mal „nein“. Hatte ich mich damals eigentlich genügend „in die Materie“ eingearbeitet? Mir ging es nur um Schläge auf den Po. Keine „typischen“ SM-Aktivitäten, bei denen Demut, Striemen und Tränen verlangt wurden.

Wie ist das nun wirklich mit dem hübsch geröteten Po?

Also bleibe ich auch diesmal dabei: Schläge auf den Po. Geht man so etwas nüchtern an? Rein anatomisch? Vielleicht psychologisch? Oder einfach vom „Sinnlichen“ her? Was passiert im Körper, was machen die Nerven dabei? Wie fühlt sich jemand, der geschlagen wird?

Psychologie: Wer tat dir das alles an, du armes Wesen?

Ich habe damals meine psychologisch „vorgebildete“ Schulfreundin Annemarie gefragt. Sie hat behauptet, dass Frauen, die in der Kindheit versohlt wurden, im Erwachsenenalter „krankhafte Züge von Schmerzsucht“ empfinden könnten, weshalb man auf junge Mädchen auf gar keinen Fall auf den Po schlagen sollte (wenn überhaupt irgendwo hin). Aber „in der Kindheit“? Wird nicht eher die Zeit zwischen 12 und 16 verdächtigt, für die Schmerzlust späterer Jahre verantwortlich zu sein?

Jungs schieben die Schuld gerne auf die Mütter

Traum der Knaben?
Inzwischen habe ich so etwas auch über Jungen gelesen. Ich finde ja nun wirklich komisch, dass Jungens in Foren immer behaupten, von der Mutter geschlagen worden zu sein. Die Pyjamahose runter und feste mit dem Teppichklopfer auf den nackten Po? Das tut weh, klar. Aber ist das ein Grund, später Lust an Schlägen zu haben?

Ja, sagen manche Jungs. Was ich wirklich eigenartig finde: Sie behaupten, noch nach der Pubertät den nackten Hintern hochgereckt zu haben, um Schläge von der Mutter zu bekommen. Einige waren damals schon ein bisschen eigenartig veranlagt (zum Beispiel, weil sie die Schlüpfer ihrer Schwester trugen und darin … oh, oh …). Doch wenn der Knabe dabei „geil wird“, wenn er „übers Knie genommen“ wird und sein Ejakulat auf ihrem Wollkleid hinterlässt, dann kann ich nicht mehr annehmen, dass es sich um einen bloßen Zufall handelt.

Das Klischee über die Jungs: Schläge und Frauenbrüste

Ob die Jungs irgendwie verkorkst wurden? In jedem Buch, das du über „devote Männer“ oder Sado-Maso-Männer“ liest, kommt eine Jugenderinnerung vor, die ungefähr so geht:

Eine schöne Frau (nicht die Mutter, sondern eine schöne, zart-bittere Verwandte) haut dem jungen Mann als Strafmaßnahme einen Hinternvoll, als plötzlich ein Trägerchen fällt und er ihre nackte Brust sieht.

Die Geschichte gibt’s in vielen Variationen, aber sie beinhaltet immer einen Moment, in dem Schläge, eine Wollust eine Erektion oder gar der Abgang von Spermaflüssigkeit zusammenkommen. Gibt zwar einen hübschen Roman, aber ob’s die Realität ist?

"Die Liebe zu Schlägen auf den Po – Luststeigerung oder psychische Spätfolgen? " vollständig lesen

Männer und Frauen als dauerhafte Jungfrauen

"Männer und Frauen als dauerhafte Jungfrauen" ist der vierte Teil unserer Serie über Jungfrauen.

Wenn ihr nicht selber eine Person in der Familie habt, die sich als „Jungfrau“ bezeichnet und darunter leidet, dann habt ihr das Thema wahrscheinlich aus der Presse. Dort wird es allerdings um der Sensation willen veröffentlicht, und nicht, weil ein allgemeines Informationsbedürfnis besteht.

Die künstliche Mauer zwischen Jungfrauen und Nicht-Jungfrauen

Im Grunde bauen wir als Gesellschaft eine künstliche Mauer zwischen „Jungfrauen“ und „Nicht-mehr-Jungfrauen“ auf. Diese Mauer bemerken vor allem die „Ungeküssten“, also die Menschen, die von sich behaupten, noch nie einen (wie auch immer gearteten) Geschlechtsverkehr genossen zu haben. Sie fühlen sich spätestens mit jedem Tag, der auf ihren 18. Geburtstag folgt, benachteiligt. Und welche psychologischen Begründungen auch dafür herhalten mögen – es ist sehr unwahrscheinlich, dass eine Frau oder ein Mann niemals in eine Situation kam, in der Sex zum Greifen nahe war.

"Keusch" zu bleiben ist eher unwahrscheinlich

Das erste Mal - nicht zufrieden?
Das Gelübde der Keuschheit oder die unfreiwillige Keuschheit waren in alten Zeiten immer Themen – zumeist, weil die Frau nicht seriös „an den Mann“ gebracht werden konnte oder weil der Mann so mittellos war, dass er keine Frau heiraten konnte. Doch damals – bis vor etwa 50Jahren, war „Sexualität erleben“ noch in erheblichem Maße mit einem Eheversprechen verbunden, sodass ledige Menschen oft „in die Röhre“ gucken mussten. Heute wird Sex zwischen den Alleinstehenden ausgehandelt – mal seriös, vor und in festen Beziehungen, mal leichten Herzens, wie in ONS und Affären. Niemals „Sex gehabt“ zu haben wird damit eher unwahrscheinlich.

Der "ungeküsste" Mann - männliche Jungfrauen

Und doch gibt es sie, die „Ungeküssten“, und sie fühlen sich von der Gesellschaft abgehängt. Gegenwärtig sind die einschlägigen Gazetten ausgesprochen neugierig auf die Männer, die mit 22, 30 oder gar 40 „noch Jungfrauen“ sind. Man weiß nicht viel über sie, aber so viel scheint sie zu einen: Sex mit einer Frau muss genau nach ihren Wunschvorstellungen stattfinden, sonst geraten sie aus der Fassung. Wann immer ich die Seiten lesen, auf denen Argumente über männliche „Jungfrauen“ ausgetauscht werden, stelle ich fest: Schuld an allem sind immer die bösen Umstände, und wenn es nicht die bösen Umstände sind, sind es die bösen Frauen. Und damit nicht genug: Schon sind männliche Goldgräber unterwegs, zumeist die alten PUAs in neuer Verkleidung, die versuchen, Geld aus dem Dilemma zu machen, in dem „männliche Jungfrauen“ angeblich stecken.

Wie männliche Jungfrauen denken

Die typische Idee eines „Ungeküssten“ sei hier einmal kurz aufgezeichnet (die Quelle wird nicht genannt):

Eine männliche Jungfrau bleibt Jungfrau, auch wenn sie masturbiert, und weil der sexuelle Kontakt mit einer Hure immer mit Kondom erfolgt, bleibt der Mann danach auch noch Jungfrau. Überhaupt ist jeder Kontakt mit Kondom kein echter Kontakt, selbst wenn der Mann einen Orgasmus hat und die Frau keine Hure ist. Denn das ist ja nur einen Orgasmus mit anschließender Ejakulation. Und wenn du ein Kondom überziehen musst, ist es eben kein echter Geschlechtsverkehr.

Warum einfache Ratschläge keinen Sinn haben

Die „Ungeküssten“, vor allem die „männlichen Jungfrauen“ werden in der Presse gerne hervorgehoben, weil sie für gute Auflagen sorgen. Tatsächlich ist es aber sinnlos, solche Gruppen zu sehr an die Öffentlichkeit zu zerren, weil ihr Problemlage zumeist gemischt ist. Das heißt, die unfreiwillige Abstinenz ist nicht ihr einziges Problem, und sie müssten vor Ort das Gespräch mit einem psychologischen Berater suchen, um herauszufinden, wie Lösungsansätze aussehen könnten. Am häufigsten findet man ja die Aussage: „Wenn es nicht ganz genau so ist, wie ich es mir erträume, dann ist es besser, dass gar nichts passiert.“ Das klingt recht ähnlich wie das Argument all der anderen, die niemals aus ihren Problemen herauskommen, nämlich:

Meine Situation ist zwar erbärmlich, aber ich kenne sie. Eine Änderung mag ja besser sein, aber dann gerate ich in eine unbekannte Situation, die mir Angst bereitet.


In solchen Fällen rät man allgemeinen dazu, fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Damit beenden wir unseren Vierteiler über die Jungfrauen. Ob männlich oder weiblich, ob „Totaljungfrauen“ oder „Teiljungfrauen“. Man mag allen wünschen, dass sie irgendwann, irgendwie und irgendwo ein gemeinsames Glück finden und sich besser fühlen, als dies heute der Fall ist.

Die drei anderen Teile:

1. Start - Einführung in den Begriff Jungfräulichkeit.
2. Keine Jungfrau mehr? Wie viele Penisse sind zu viele?
3. Welche Art Jungfrau bist du?

Frauen wie dich kenne ich …

Zeigen, wer du wirklich bist ...
Hey, Miss … du meinst, wir Männer neigen dazu, euch „gar nicht richtig“ kennenzulernen? Da fass ich mir doch an die Stirn und frag mich „was denn von euch?“ Euren Geist? Eure Schnuten? Eure „Machart“?

Wenn ihr wollt, dass wir euch „richtig“ kennenlernen, dann zeigt uns doch mal, was richtig und wichtig und wertvoll an euch ist.

Ich bin mir sicher, das kaufen wir, wenn es uns gefällt. Und dann treffen wir euch auch wieder … und vielleicht wird dann etwas mehr draus.

Klar sagen wir manchmal, dass ihr „attraktiv seid“ oder dass ihr „sehr schön seid“ oder „einen guten Geschmack habt“. Also hey? Wollt ihr das Gegenteil hören? Dass ihr euch nicht einmal anziehen könnt? Dass eure Bildung abgeguckt und eure Gefühlswelt aufgeschminkt ist?

Keine Lust am Streit mit einer Frau

Die meisten von uns bleiben sehr, sehr höflich, solange wir euch in die Augen sehen, und wenn ihr dann endlich fortgegangen seid, sagen wir manchmal: „Schade, vielleicht hätte ich ihr sagen sollen, dass …“. Und dann erinnern wir uns an „Frauen wie dich“, die genau in diesem Moment angefangen haben, sich herumzustreiten.

Seht ihr: Und so etwas können wir echt nicht brauchen.

Als Reaktion auf Stern-Neon.
Foto vermutlich aus einem französischen Studio des 19. Jahrhunderts

Ohne Schlampenverdacht erotisch schreiben?

Wenn Frau über Sex schreibt … ist sie eine Schlampe. Warum eigentlich? Und was ist ein Mann, der über Sex schreibt?

Erotik schreiben ...
Die Zeiten, in denen viele attraktive, geistig gesunde und überaus kluge Frauen über Sex schreiben, sollten eigentlichen gerade erst angebrochen sein. Denn sie (und nur sie) bilden ein Gegengewicht gegen die Bevormundung der Wissenschaftler einerseits und der Verblödung durch Frauenzeitschriften anderseits.

Viele „offizielle“ Frauen verachten und bewundern die Autorinnen, die sich nicht scheuen, das Blatt vom Mund zu nehmen und von Masturbation, Penissen und anderen Ereignissen zu schreiben, die ihr Leben kreuzen.

Die Wahrheit muss verachtet werden – oder?

Aber offiziell – muss man sie als Frau offenbar verachten. „Das tut man nicht, und wenn man es tut, dann redet man nicht darüber.“ Als ich vor einiger Zeit mal eine junge Frau fragte, ob sie bereit sei, für mein damalige Magazin „LiebePur“ zu schreiben, war sie zunächst ganz angetan. Doch als sie hörte, dass ich dort recht freizügig mit dem Thema Sex umging (damals noch etwas mehr als heute), zog sie ihr Angebot sofort zurück.

Neue Verblödungen und Fakes durch Alternativmagazine

Und ich merke hier mal an: Das ist erst der Anfang. Wer „über die Lust“ schreibt, schriebt noch lange nicht „von seiner eigenen Lust“. Genau das wollen aber all diese neuen Alternativmagazine. Sehr schnell kommt ihren Redakteurinnen das Unwort „authentisch“ über die Lippen. Das heißt letztlich: Frau soll über jede Masturbation, jeden aufgenommenen Penis und noch viel mehr schreiben, und zwar „auf Positiv“. Eigentlich müssten die Herausgeberinnen wissen, dass sie damit Fakes und krankhafte psychische Exhibitionisten anziehen – und vielleicht sogar eine Kombination von beiden.

Von der Schwierigkeit, allzeit authentisch zu sein

Gerade dies macht es ehrlichen Menschen (nicht ausschließlich Frauen) noch schwerer, den feuchten Wahrheiten die Ehre zu geben. Denn „echt authentisch“, also aus dem eigenen Erleben zu schreiben, ist unglaublich schwierig. Es kostet Selbstüberwindung, erfordert sprachliche Verrenkungen und – nun ja, was schreibt eigentlich jemand über „seinen“ Sex, wenn wirklich gerade Flaute herrscht?

Wie auch immer - ob frau unter dem eigenen Namen schreibt oder unter einem Pseudonym, ob sie etwas dazudichtet oder nicht, ob sie zu viel Zuckerguss dazu tut oder eine übergroße Menge Spermaflüssigkeit – sie wird immer beargwöhnt werden. Von Frauen sowieso und von Männern auch, wenngleich in anderer Weise.

Sind Autorinnen Schlampen, weil sie über Sex schreiben?

Dazu darf ich mal eine Dame zitieren, die – wie ich glaube – authentisch schreibt, und dazu in einer namhaften Wochenzeitung.

Ich wundere mich trotzdem. …Darüber, dass mich die einen als verabscheuungswürdig und die anderen als sexuell verfügbar betrachten. Für beide Seiten bin ich eine Schlampe – nur mit unterschiedlicher Konnotation.

Frauen sind Schlampen, Männer Pornografen

So, und nun frage ich mich: Was sagen „die Leute“ eigentlich über Männer, die über Erotik schreiben, teils anband von Fakten, teils anhand pointierter Meinungen?

Sie sagen dasselbe. Nur, dass diese Männer nicht als „Schlampen“, sondern schlicht und einfach als Pornografen gelten. Übrigens auch dann, wenn sie nur darüber schreiben, was (fast) jede(r) tut. Und ganz schlimm werden sie beäugt, wenn sie dazu Tacheles reden – nicht nur über Frauen, sondern auch über sich selbst.

Männer riskieren, ihre Reputation zu verlieren

Na schön, manche Männer machen sich nichts draus, aber andere werden eben verunglimpft. Das ist nicht schön, und es ist ähnlich wie bei Frauen: Man hat beste Chancen, sein Renommee als Schriftsteller oder Fachautor zu verlieren. Man fasst einfach keine Themen an, bei denen man etwas anfasst, was so pfuiteuflisch ist wie ein Penis.

Hinweis: Dieser Artikel ist eine Übernahme des Magazins "mehrhaut.de", das mit seinen neuen Beiträgen aus 2018 hierher umzieht.

Schreibst du selbst? Dann sollten wir einander kennenlernen. Wir könnten etwas von dir veröffentlichen, oder etwas über dich, deine Blogs, deine Kurzgeschichten und E-Bücher schreiben.