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Wie viele Sexpartner hattest du schon?

Blöde Fragen - schlagfertige Antworten
Wir hatten in einem Vorgängerblog schon einmal alle dummen Sprüche aufgenommen, die wir als Antworten finden konnten. Hier noch mal eine neue Version von frechen, schlagfertigen Antworten. Sie basieren fast alle auf „Verblüffung und Beschämung“. Der Frager soll also davon angehabten werden, eine ähnlich dumme Frage noch einmal zu stellen.

Motto: Was zählt denn für dich dazu?

„Alle oder nur die Männer?“
„Zählen Blowjobs auch als Sex?“
„Meinst du alle oder nur die mit vaginaler Penetration?“
„Zählen ONS auch dazu oder nur Beziehungen?“
„Zählen bei den Dreiern die beiden anderen mit, oder nur einer?“


Motto: Ich führe genau Buch darüber

„Warte mal, da habe ich eine App dafür, mit der ich das dokumentiere.“
„Kann ich im Moment nicht sagen - ich habe gerade keinen Zugriff auf Excel.“


Motto: Es waren schon mal zu viele

„Ich war ein paar Mal auf Orgien, da kann man schlecht mitzählen.“
„Meinst du für Geld oder privat?“
„Als ich als Escort gearbeitet habe, waren es sehr viele. Soll ich die mitzählen?“


Motto: reine Verblüffung

„Also, heute wärst du der Erste.“
„Mit dir wären es 100.“
„Mit 25 habe ich aufgehört, zu zählen.“
„Nach den ersten zwei Dutzend habe ich nicht weiter gezählt.“


Natürlich kannst du auch hübsch lügen lernen, was sich manchmal, vor allem bei einem Engelsgesicht, ganz gut macht. Nicht vergessen: In diesem Fall ein bisschen die verschämte, unerfahrene Frau spielen, die sich erst wieder „in die Materie einarbeiten“ muss.

Motto: hübsch lügen

Nur zwei, die wirklich zählen.“
„Schon einige, aber das liegt sehr, sehr lange zurück.“
„Es ist schon zu lange her, um mich zu erinnern.“
„Mein erster Mann war der Einzige – stört dich das?“

Es ist Sommer – und die Anzahl der Sexpartner wird wichtig

Wie viele sind eigentlich eingeflogen?
Im Sommer saugt so mancher Redakteur am Daumen und saugt sich Themen heraus. Sex ist immer gut? Klar ist Sex immer gut. Und die Frage „Ey, wie viel Sexualpartner hattest du schon vor mir?“ ist ja auch unheimlich wichtig.

Und außer für etwas unterbelichtete Zeitgenossen ist die Frage ganz, ganz wichtig ist für Wissenschaftler, und um dies zu untermauern, weiß die „Süddeutsche“, was die „Sexualforscherin Kirstin Mitchell von der Universität Glasgow“ dazu gesagt hat:

Die genaue Erfassung der Zahl von Sexualpartnern ist aus vielen Gründen von entscheidender Bedeutung, einschließlich der Bewertung des individuellen Risikos sexuell übertragbarer Infektionen sowie der Schätzung der Übertragungsrate.


Solche Aussagen klingen selbstverständlich außerordentlich klug, wenn „mit allem aber ohne“ querbeet gevögelt wird und dabei der Schrecken der Infektion an die Wand gemalt wird. Ansonsten ist die Aussage Bullshit.

Doch im Artikel der Süddeutschen geht es noch um ein Geheimnis solcher Studien: Warum geben Frauen durchschnittlich weniger, oft nur die Hälfte der Sexpartner an, die Männer nennen? Die bisher gültige Antwort war: Frauen untertreiben, um nichts als Schlampen dazustehen, während Männer übertreiben, um ihre sexuellen Erfolge nicht infrage zu stellen.

Schönrechnen von Daten, die von vornherein zweifelhaft sind

Doch nun haben die nämlichen Wissenschaftler die Einstellungen zur Sexualität mitbewertet, und so konnten sie sich die Geschlechterdifferenz gewissermaßen „schönrechnen“ und kamen zu dem Schluss, dass die Differenz nicht sieben Partner beträgt, sondern nur 2,6. Und daher, so folgerten sie, sei der „große Unterschied zwischen Männern und Frauen … vermutlich eher relativ klein“.

Ja, ja, vermutlich. Es kann ja einfach nicht sein, dass Frauen sich die Zahlen der Ex-Sexualpartner gerne runterrechnen und Männer eher hoch. In Deutschland, so wollen entsprechende Forscher wissen, wollen Frauen insgesamt mit nur fünf Männer geschlafen haben. Da bleiben bei zwei Ehemännern noch drei Männer für ONS, Dates und Partys über. Nicht gerade viel für ein ganzes lustvolles Leben, oder?

Ja, ja, da waren "Sexkontakte" ... udn was war der Rest?

Ähm … ob man die Frauen und Männer eigentlich gefragt hat, was sie unter „Geschlechtsverkehr haben“ verstehen? Und ob jeder und jede der Befragten einen unzweifelhaften Vögelkalender führte, in dem jede feuchte Begegnung akribisch eingetragen wurde? Und wer erinnert sich schon an alle Partykontakte, ONS, Seitensprünge, Bi-Neugiererfahrungen, Dating-Sexkontakte sowie Hand-und Blowjobs?

Also, Frauen und Männer: Ehrliches, ausführliches Vögelbuch mit Details führen. Die Wissenschaft braucht eure Daten – aus vielen Gründen, wie wir gelernt haben.