Skip to content
Werbung

Süchtig nach Liebe?

Liebessucht und Romantik
Schlimmer als die Gier nach Sex ist ist die Sucht danach, Liebe zu empfangen. Schau mal, wenn du jung bist und von allen geliebt wirst, dann hältst du für selbstverständlich, dass du Liebe empfängst. Bis dir jemand sagt: „Du musst dir die Liebe erst verdienen.“ Der Moment, in dem es dir jemand sagt oder du es einfach spürst, dass die Liebe nicht mehr auf dich fällt wie Manna vom Himmel, kann ein Wendepunkt sein.

Wenn du erwachsen wirst, und du Liebe mit Lust und verbindest, wirst du zusätzlich erkennen, dass es diesen merkwürdigen Zustand des Verliebtseins gibt. Und wenn du nicht so naiv bist wie die meisten Menschen, dann weißt du: Da arbeitet eine Manufaktur wahnsinnig gefährlicher Drogen in dir, um die Verliebtheit zu erzeugen. Sie lähmen dich, sie hindern dich an der Arbeit und sie machen dich leichtsinnig.

Die Liebeslust ist eine erneuerbare Energie – aber sie wirkt nicht nachhaltig. Das hat die Natur tatsächlich so gewollt. Es wäre nicht gut, wenn die Droge deine Existenz gefährden würde.

Du kannst dich dafür lieben, geliebt werden zu wollen – das lässt sich einrichten, wenngleich nicht komfortabel. Und du kannst dich dafür hassen, weil du so schrecklich viel von dir selbst verschenken musst, wenn du es tust. Dann denkst du vielleicht: „Ich schenke anderen so viele Liebe, aber ich bekomme so wenig dafür zurück.“

Falsche Romantik und Gefühls-Handel

Manche sagen dann: „Oh, ich habe so viele negative Erfahrungen gemacht“, im deutschen Sprachraum wohl auch: „Ich habe ständig in Gefühle investiert und nichts damit erreicht“. Einige erinnern sich, wie sehr sie sich aus Liebeslust erniedrigt haben, wie sie Warnzeichen übersahen und etwas romantisierter haben, was in Wahrheit schrecklich war.

Der Weg hinaus ist schwer, denn die Drogenproduktion kann jederzeit in Gang gesetzt werden – da reich oftmals ein Blick, ein Wort oder eine Berührung. Und die Gefühle sind ja nun wahrhaftig nicht ausschließlich negativ.

Wie es scheint, sind es die geheimen Erwartungen, die mit der lustvollen Begierde verbunden sind. Eine sinnliche Nacht, ein erotisches Wochenende, sechs lustvolle Wochen? Wem das genug ist, der mag es tun und genießen. Wer aber im Grund etwas anderes will, nämlich eine verlässliche Beziehung, der wird enttäuscht werden.

So – also, was kann man tun?

„Liebe“ bezeichnet drei unterschiedliche Gefühle: Die Liebe, die durch Suchtstoffe erzeugt wird, heißt Verliebtheit. Die Liebe, die im Hirn gedanklich zusammengepusselt wird, heißt Romantik. Die Liebe, die schließlich aus der Gemeinsamkeit erwächst, heißt dann wirklich Liebe und bezeichnet die Lust, gemeinsam in Sinnlichkeit durchs Leben zu gehen.


Mach dir klar, dass du unter Drogen stehst

Wichtig ist, zu wissen, dass Verliebtheit tatsächlich auf den Einsatz körpereigener Drogen beruht. Ich denke, mehr als 70 Prozent der Bevölkerung werden dies verneinen, obgleich es Standardwissen ist.

Mach dich frei von Romantik

Romantik gibt es nicht in Reinform. Unser Gehirn erzeugt sie aus Fragmenten, oft erst viel später, wenn die Ereignisse nur och in der Erinnerung existieren.

Genieße das, was du tust

Genieße das, was du tust, in dem Moment, in dem du es tust. Denke dann nicht an die Vergangenheit und nicht an die Zukunft.

Liebe dich selbst

Liebe dich selbst in Körper, Geist und Psyche. Scheu dich nicht, dazu zu stehen.

Hör auf, mit Liebe zu handeln

Wenn du kannst, schenke anderen Liebe, aber erwarte nicht, dass du jedes Mal etwas „zurückbekommst“. Das ist Handel oder emotionale Prostitution. Sollte es dir nicht gelingen, auf soclhe psychischen, geheimen „Deals“ zu verzichten, dann hör mit dem Spiel auf.

Der Weg hinaus …

Der Weg aus der Abhängigkeit (egal von welchem Suchtstoff) ist immer durch die Tür … diesen Schritt musst du schon tun. Und gerade bei der Verliebtheit und der Romantisierung kannst du ganz viel selbst tun, um dich vom Druck zu befreien.

Titelbild: Titel eines Groschenhefts ohne eindeutigen Autor, möglicherweise 1952, vielleicht auch viel früher.

Pornografie, Sucht und Religion

Die Reste-Rampe - Pornografie für die Massen
Wir wissen nicht genau, wie Abhängigkeiten entstehen, im Volksmund auch oft „Suchtverhalten“ genannt. Dennoch gibt es in den meisten Fällen der eher harmlosen Süchte selbst ernannte „Heiler“, die stets auftreten, wenn ein neues Phänomen beobachtet wird. Oftmals werden sie von religiösen Vorstellungen getrieben, und recht häufig zielen sie auf die „Heilung“ von Menschen, die sich sexuell „abweichend“ verhalten. Ein Teil von ihnen hat die „Porno-Sucht“ zum Thema gemacht.

Doch gibt es sie, die Abhängigkeit von Pornografie? Wissenschaftler bezweifeln es, ja, sie lehnen es ab, den Begriff überhaupt als „wissenschaftlich“ einzuschätzen.

Zitat:

Bemerkenswert ist, dass es in der Untersuchung und in den zahlreichen Kommentaren dazu niemanden gibt, der das Suchtmodell beim Pornografiekonsum verteidigt hätte.


Was ist die Folge? Aus der Sicht der Wissenschaftler könnte es diese Schlussfolgerung sein (interpretiert):

Statt zu versuchen, den Konsum von Pornografie in irgendeiner Weise einzuschätzen oder die Denkmodelle und Verhaltensweisen beim Sehen oder Lesen von Pornografie zu verändern, sollten wir versuchen, die Betroffenen mit ihren moralischen und religiösen Vorstellungen auszusöhnen. Dann können sie die moralischen und religiösen Konflikte lösen und die daraus entstehenden Leiden vermindern.

Und was sagt uns die zum Bild der Gesellschaftsordnung?

Wenn uns etwas stört, sollten wir das Problem zunächst in uns suchen. Also nicht: „Warum ist diese Sache so schrecklich?“ Sondern „warum empfinden wir sie als so schrecklich?“

Seht mal: Es gibt Mitmenschen, denen ihre „Handysucht“ gut 25 Euro im Monat wert ist. Jüngst als ich, dass sogar die „Fußballsucht“ (alle Spiele in den bekanntesten Ligen in voller Länge) über 300 Euro im Jahr kostet. Doch all dies gilt nicht als Sucht … und alleine deshalb: Macht ein Ende damit, immer neue Süchte zu erfinden.

Und wer religiös ist, dem müsste doch längst aufgefallen sein, dass Reinheit auch die Sicherheit ist, auf dem rechten Weg zu sein. Und dazu könnte ich ja mal Titus 1:15 zitieren:

Den Reinen ist alles rein; den Unreinen aber und Ungläubigen ist nichts rein, sondern unrein ist ihr Sinn sowohl als ihr Gewissen.


Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen.

Quellen: Zitat und Interpretation des psychologischen Teils: nach Psychology Today
Studie: über Springer.
Sowie die Bibel nach Luther.
.